Kurt Baldauf - W A S jetzt

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Tony Troll versucht seinem Namen alle Ehre zu machen und geht mit einer möglichst offenen Einstellung durchs Leben. Serafina gestaltet ihren Weg auf ähnliche Weise und Nick ist überall – auch in Afrika.
In 9 Kurzgeschichten treffen sie auf weitere interessante Menschen, die sich den Ausgleich zum alltäglichen Überlebenskampf und gegen die allgegenwärtige Reizüberflutung vor allem in der Natur und in der Liebe suchen.
'Was jetzt' ist kurzweilig, spannend, erotisch und manchmal auch politisch.
Die 9 Kurzgeschichten sind alle gleichzeitig und im selben Herbst entstanden; ausgenommen *Die Prinzessin von Saba, *Polit-Punk und *Barça, die ich bereits in früheren Büchern und Artikeln veröffentlichte, für diese Textsammlung allerdings neu überarbeitet habe.

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Die Geheimnisse um die sagenumwobene Vergangenheit und das dazu passende nächtliche Gewitterspektakel, das er zum Glück aus der trockenen Alphütte geniessen konnte, waren genug Gründe für Tony Troll, sich vorzunehmen wieder hierher zurück zu kommen. Allerdings wollte er dann die zusätzliche, kurze Wanderung zum Mittagsgüpfi unbedingt auf sich nehmen.

Seit dem Gewitterabenteuer waren fast drei Monate vergangen. Tony war zurück am Mittaggüpfi und er hatte auch Rees nochmal angetroffen, dessen Alpsommer in wenigen Wochen zu Ende gehen würde. Inzwischen war es Abend und der Bauer, der seine Rinder besucht hatte, war ins Unterland zurückgekehrt. Tony hatte Spaghetti mit einer einfachen Tomatensauce gekocht und nachdem Rees seine Tiere versorgt hatte, assen sie die Pasta am grossen Tisch der Alphütte, der von einigen Kerzen spärlich beleuchtet wurde und lernten sich besser kennen. Rees zeigte Tony gerade das neuste Video einer grossen, bürgerlichen Landespartei, das er ihm auf seinem Handy vorführte. Tony bemerkte die forschenden Blicke, die Rees ihm heimlich zuwarf, ging aber nicht darauf ein. Erst recht nicht auf das Video und schon gar nicht auf das gefährliche Thema Politik. Er zog es vor, mit Rees über Volksmusik und das ‚Original-Schwyzer-Örgeli‘ zu diskutieren, das dieser nach der Videopräsentation unter dem Tisch hervorzog und auf dem er Tony nach einigen Probetönen vorspielte. Tony konnte gut hören und auch sehen, dass der Älpler auch ein guter Volksmusiker war, der über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt war. Rees und Tony kamen aus grundsätzlich verschiedenen politischen Lagern und womöglich auch aus verschiedenen Volksschichten. Aber sie verstanden sich auf einer anderen Ebene, die viel wichtiger war: Auf der Menschlichen. - Dafür brauchten sie nicht viel zu sprechen, aber sie hörten sich zu, wenn einer etwas zu sagen hatte. Auch wenn es um Luchse ging oder gar um Wölfe, von denen auch Mani der Bordercollie abstammte, der in einer Ecke lag und ihre Unterhaltung aufmerksam beobachtete. Rees wollte nichts von wölfischer Abstammung seines Hundes wissen. Aber das war nicht so wichtig. Auch als Rees behauptete, dass es bei ihm zuhause im Muotathal keine Luchse gab, weil man dort die besseren Jäger habe als im Kanton Luzern, mussten beide lachen. Tony glaubte es sowieso nicht und Rees bedauerte das Verschwinden der Luchse womöglich im tiefsten Herzen, obwohl er das nie zugegeben hätte.

Sie liessen sich beide vom jeweils anderen inspirieren: Rees bei seinem Schwyzerörgeli -Spiel und Tony bei seinen Gedankengängen. Tony Troll schrieb Romane und das funktionierte nicht ohne Gedankengänge und schon gar nicht ohne Fantasie und erst recht nicht ohne Musik. Er hatte bei seinem zweiten Besuch ein fertiges Manuskript dabei, dass er sich ausgedruckt hatte, um es hier oben zu überarbeiten. Eigentlich war das eine Sünde. Aber es ging nicht anders, weil Tony seine selbst auferlegten Termine einhalten wollte. Dazu brauchte er die Ruhe der Natur. Oder vielmehr: sein Tinnitus und sein Kopf ganz allgemein, brauchten die Ruhe. Wenn er unterwegs war, schrieb er immerhin von Hand und nicht auf seinem Notebook, das zuhause auf ihn wartete. Computer und Handys taten dem Brummen in seinem Kopf und vielleicht auch seiner Seele nicht gut. Er vermisste sein Notebook jedenfalls keine Sekunde, als er am nächsten Tag und bei schönstem Wetter sein Manuskript auf der Alp-Weide, die etwas oberhalb der Alphütte lag, überarbeitete und während kurzen Zigarettenpausen das Alpenpanorama bewunderte. Sein Blick blieb dabei regelmässig am Mittaggüpfi hängen und wenn dieser Berg nicht gewesen wäre, hätte er womöglich bis in die Nacht hinein weitergearbeitet. Aber diesmal wollte er sich den Keltenkraftort nicht entgehen lassen, denn wer wusste schon, was das Wetter morgen oder schon in der nächsten Nacht bringen würde.

Tony wunderte sich noch, dass er nach den anstrengenden Korrekturarbeiten, die er tagsüber im Blitztempo erledigt hatte, noch über eine so gute Kondition verfügte und war froh, dass er sich für die Kurzwanderung entschieden hatte. Die Ankunft beim mystischen, mit Heidelbeersträuchern überwachsenen Bergrücken mit seinem aufgesetzten Felsdom, der Aussicht in alle Himmelsrichtungen bot, war dann auch unbeschreiblich. Er sass lange auf der aussergewöhnlichen Felsnase, die über die grüne Vegetation des Mittagsgüpfi ragte und bis weit über die Kantonsgrenzen hinaus sichtbar war.

Nach seiner Rückkehr auf die Feldalp kochte Tony eine Fertigsuppe und löffelte sie zusammen mit Rees, bevor der sich mit seinem Schwyzer-Örgeli und mit Mani auf den Weg zur benachbarten Oberalp machte, wo heute die Jäger eingetroffen waren. Morgen ging die Jagdsaison los und das wurde hier oben gefeiert. Für Tony war es eher ein Grund, am nächsten Tag von hier zu verschwinden, obwohl er die Jägerzunft respektierte, denn er war auch Jäger. Nur hatte er andere Ziele. Zudem war er meistens Vegetarier. Ausserdem hatte er Zuhause genug zu tun, denn er war mit seinem Buch auf Kurs und exakt im Zeitplan. Den Rest musste er daheim und mit dem Computer erledigen. Tony ging an diesem Abend früh zu Bett und wachte nur einmal kurz auf, als er hörte, wie sich Mani, der irgendwann in der Nacht zusammen mit Rees zurückgekommen war, neben seinem Schlafsack ins Heu rollte. Vom Älpler, der sich in sein Zimmer zurückzog, hörte er nichts.

Die zwei und auch Tony waren trotzdem frühzeitig wach. Als er beim Morgenessen nach einem „Kässeli“ für die Begleichung der zwei Übernachtungen fragte, winkte Rees ab. Mit der anderen Hand schnitt er sich eine Scheibe vom Käse ab, den Tony heraufgebracht hatte. Dazu studierte Rees die Verpackung, auf der versprochen wurde, dass dieser Käse aus Schweizer Milch hergestellt wurde. Er nickte anerkennend und als er mit dem Frühstück fertig war, begleitete er Tony ein gutes Stück auf seinem Wanderweg, denn er hatte vor, an diesem Tag vier oder fünf Feuer mit unbrauchbaren Ästen zu machen, die er während der Sommermonate gesammelt hatte. Die Jäger hatten anscheinend nichts dagegen und irgendwann musste man das unbrauchbare Buschholz ja abfackeln. Weil es zusätzlich und wie erwartet ein nebliger Morgen war, würde sich niemand an dem dabei entstehenden Rauch stören. Rees und Tony schritten in Richtung der Jägeralp und hatten einen ersten Haufen mit trockenen Ästen schnell erreicht, vor dem sie sich mit einem kräftigen Händedruck trennten.

Auf dem Rückweg erinnerte sich Tony an den IT-Programmierer und seine Tochter, mit denen er den genau gleichen Weg bereits vor drei Monaten gegangen war. Wie bereits damals fragte er sich, wo eigentlich die Mutter der Kleinen war. Obwohl er die Antwort gerne gewusst hätte, hatte Tony diese Frage taktvoll nicht gestellt, als sie das letzte Mal zusammen auf demselben Weg zu der Postautostation gewandert waren. Weil er diesmal alleine an den imposanten und mehrere hundert Meter hohen, senkrechten Felswänden entlang wanderte, konnte er sie auch heute nicht stellen und musste sich während einer kurzen Zigarettenpause mit seiner Fantasie aushelfen.

‚Vielleicht war die Mutter tot? Oder sonst wie nicht vorhanden?‘

Das Mädchen hatte sie mit keiner Silbe erwähnt, was nach dem Gewitterabenteuer und der fluchtartigen Nachtwanderung doch einigermassen verwunderlich war. Erst Recht bei einem neunjährigen Kind. - Aber wie auch immer: Tony entschied, sich die endgültige Antwort für später aufzuheben, denn er war gerade in einer anderen Geschichte und die lag als zweihundert Seiten starkes Manuskript in seinem Rucksack. Zudem spielte dieses Manuskript vorwiegend in Afrika. - Tony löschte vorsorglich die Pausenzigarette und drehte sich noch einmal zu seinem Rastplatz um, bevor er an einem Bach mit mittelgrossen, aber deshalb nicht weniger spektakulären Wasserfällen weiterwanderte.

SERAFINA UND LENA

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