Henryk Sienkiewicz - Sienkiewicz - Quo vadis?

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Der römische Legionär Vinicius verliebt sich in die Christin Lygia. Es ist die Zeit des Kaisers Nero. Vinicius riskiert in dieser Zeit der Christenverfolgung sein Leben.
Henryk Sienkiewicz zeichnet in «Quo vadis?» ein vielschichtiges Sittengemälde des antiken Roms. Der Leser taucht tief ein in das Leben am Hof des Kaisers Nero und das Alltagsleben in der römischen Hauptstadt.
Dieses E-Book enthält eine vollständige Ausgabe des Romans in werkgetreuer Übersetzung.

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Er schwieg und eine Zeitlang vernahm man nur das leise Gurgeln des Wassers, welches der kleine Aulus mit Steinen bewarf, um die Fische aufzuscheuchen.

Nach einer Weile begann Vinicius von neuem mit noch weicherer, leiserer Stimme: »Du kennst doch Titus, den Sohn des Vespasian? von dem sagt man, er habe sich, kaum dem Knabenalter entwachsen, so leidenschaftlich in Berenice verliebt, dass die Sehnsucht ihn fast verzehrte... Lygia! Auch ich wäre einer solchen Liebe fähig. Reichtum, Ruhm, Macht – sie sind ein leerer Rauch! Ein Nichts! Der Reiche trifft immer wieder einen Reicheren, der Ruhmreichere wird durch den größeren Ruhm eines Fremden in Schatten gestellt, der Mächtige durch den Mächtigeren bezwungen.... Aber kann selbst der Cäsar, kann sogar irgendein Gott eine größere Wonne empfinden oder glücklicher sein als ein gewöhnlicher Sterblicher, wenn die Heißersehnte an seiner Brust ruht? Die Liebe macht uns den Göttern gleich, o Lygia!«

Das junge Mädchen lauschte mit einer gewissen Unruhe und Verwunderung, etwa so, wie sie dem Klange einer griechischen Flöte oder einer Zither gelauscht hätte. Ihr war, als singe Vinicius eine seltsame Weise, die ihrem Ohr schmeichelte, die ihr Herz mit ohnmächtiger Furcht und zugleich mit unbegreiflicher Freude erfüllte. Ihr war auch, als ob er etwas ausspräche, was sie schon zuvor empfunden, wovon sie sich aber keine Rechenschaft hatte geben können. Sie fühlte, dass er etwas in ihr erweckte, was bisher geschlummert hatte und nun wie ein unklares Traumgebilde eine immer deutlichere und anziehendere Form annahm.

Die Sonne hatte sich inzwischen längst über die Tiber gewälzt und stand niedrig über dem Janiculushügel. Auf die regungslosen Zypressen fiel ein rötlicher Lichtschein, die ganze Luft war davon durchtränkt. Lygia hob die blauen, wie eben aus dem Schlummer erwachenden Augen zu Vinicius empor, und jetzt da er sich mit einer zitternden Bitte im Blick über sie neigte, erschien er ihr schöner als alle Menschen, ja selbst schöner als die griechischen und römischen Götter vor den Tempeln. Er aber umfing leicht ihr Handgelenk und fragte: »Errätst du nicht, Lygia, weshalb ich dir dies sage?« »Nein!« flüsterte sie so leise, dass er es kaum verstand.

Doch er glaubte ihr nicht, und ihre Hand immer fester umschließend, hätte er vielleicht, von seiner Leidenschaft übermannt, das liebliche Mädchen an sein klopfendes Herz gezogen und noch feurigere Worte an sie gerichtet, wenn nicht auf dem von Myrten umsäumten Fußpfade der alte Aulus erschienen wäre. Indem er nähertrat, rief er ihnen zu: »Die Sonne geht unter, hütet euch vor der gefährlichen Abendkühle. Wir sind hier nicht in Sizilien, wo man sich des Abends im Freien ergeht und Chorgesänge singt.«

Er begann jetzt, von Sizilien zu erzählen, wo seine landwirtschaftlichen Besitzungen lagen, die ihm sehr ans Herz gewachsen waren. Der Gedanke sei ihm schon häufig gekommen, erklärte er, ganz nach Sizilien überzusiedeln und dort in beschaulicher Ruhe sein Leben zu enden. Genug habe er des winterlichen Reifes, denn auch sein Haupt sei ja schon weiß. Noch trügen zwar die Bäume ihre Blätter, noch lache über die Stadt ein blauer Himmel, aber wenn die Weinranke gelb werde, wenn der Schnee auf dem Albanergebirge falle, wenn die Götter die Campania mit heftigen Stürmen heimsuchten, dann vielleicht ziehe er mit dem ganzen Hause auf seinen stillen ländlichen Wohnsitz.

»Wie? Du hättest Lust, Rom zu verlassen, Plautius?« sagte Vinicius plötzlich beunruhigt.

»Schon lange habe ich diesen Wunsch,« antwortete Aulus, »denn dort ist es ruhiger und gefahrloser.«

Und er begann aufs neue seine Obstgärten und seine Herden zu rühmen – das im Grün versteckte Haus und die Berge, wo der Thymian und das Pfefferkraut wuchs, von Bienen umsummt. Vinicius hatte keinen Sinn für diese begeisterte Schilderung, er dachte nur daran, dass Lygia ihm entrissen werden könnte, und blickte zu Petronius hinüber, als wenn er von diesem Hilfe erwartete.

Petronius, der an Pomponias Seite saß, labte sich an dem Anblick der untergehenden Sonne, an dem Garten und an der am Fischweiher stehenden Menschengruppe. Er empfand den hier herrschenden Seelenfrieden sofort, und prüfend betrachtete er die Hausbewohner. Ein ihm fremder Ausdruck lag auf den Zügen Pomponias, des alten Aulus, des Knaben und Lygias, ein Ausdruck, den er auf den Gesichtern andrer niemals wahrgenommen hatte, die ihn tagtäglich oder vielmehr jede Nacht umgaben. Welch friedliches, heiteres Leben schienen diese Menschen hier zu führen! Und mit einer gewissen Verwunderung gestand er sich, dass es wohl eine Lebensführung geben müsse, deren Schönheit, deren Anmut er nie kennengelernt hatte, er, der doch stets im Leben nach Schönheit und Anmut strebte. Diesem Gedanken Worte verleihend, wandte er sich an Pomponia und sagte: »Ich erwäge im Geiste, wie verschieden doch eure Welt ist von der, über die Nero regiert.« Pomponia aber richtete ihren Blick zum Abendhimmel empor und erwiderte schlicht: »Nicht Nero regiert die Welt, sondern Gott.« –

Ein kurzes Schweigen trat ein. Auf dem zum Triklinium führenden Wege wurden die Schritte des alten Heerführers, des Vinicius, Lygias und des kleinen Aulus hörbar, aber ehe diese nahetraten, fragte Petronius: »Du glaubst demnach an die Götter, Pomponia?«

»Ich glaube an Gott, der einzig, gerecht und allmächtig ist,« antwortete das Weib des Aulus Plautius.

3.

Petronius hatte Vinicius versprochen: »In wenigen Tagen schon wird die göttliche Lygia unter deinem Dache von deinem Brote essen.«

Er hielt sein Versprechen. Tags darauf schlief er ununterbrochen bis zum Abend, ließ sich dann nach dem Palatinus tragen und hatte mit Nero eine vertrauliche Unterredung. Die Folge davon war, dass schon am dritten Tage ein Centurio an der Spitze einer Abteilung der prätorianischen Leibwache vor dem Hause des Plautius erschien.

Die Zeiten waren unsicher und schrecklich. Boten dieser Art waren häufig Verkünder des Todes. Als daher der Centurio mit dem Hammer an das Tor des Aulus pochte und der Oberaufseher des Atriums die Kunde brachte, dass Söldlinge in der Vorhalle sich befänden, herrschte Bestürzung im ganzen Hause. Die Angehörigen versammelten sich alsbald um den alten Krieger, denn niemand zweifelte, dass vornehmlich ihm Gefahr drohe. Pomponia umklammerte seinen Hals mit ihren Armen, schmiegte sich innig an ihn, und ihre blassen Lippen bewegten sich rasch, unverständliche Worte murmelnd. Lygia, weiß wie ein Tuch, bedeckte seine Hand mit Küssen, und der kleine Aulus klammerte sich an die Toga des Vaters.

Nur der alte Kriegsmann selbst, der dem Tod unzähligemal ins Antlitz geschaut hatte, blieb ruhig, und sein kurzes Adlerprofil schien wie aus Stein gemeißelt. Sanft schob er seine Gattin von sich und trat ins Atrium, wo der Centurio seiner harrte. Es war der alte Cajus Hasta, sein ehemaliger Untergebener und Gefährte aus den britannischen Kriegen.

»Sei gegrüßt, mein Feldherr,« sagte er. »Ich bringe dir einen Befehl und die Grüße des Kaisers. Hier sind die Täfelchen zum Zeichen, dass ich in seinem Namen komme.«

»Ich bin dem Kaiser dankbar für seine Grüße, und dem Befehl werde ich Folge leisten,« erwiderte Plautius. »Sei mir gegrüßt, Hasta, und sprich: welchen Auftrag hast du zu überbringen?«

»Aulus Plautius,« begann Hasta, »der Kaiser hat in Erfahrung gebracht, dass in deinem Hause die Tochter des Lygierkönigs weilt, die dieser König noch zu Lebzeiten des göttlichen Claudius den Römern als Geisel dafür übergab, dass die Grenzen des Reiches niemals durch die Lygier verletzt werden sollten. Der göttliche Nero ist dir dankbar, mein Feldherr, weil du ihr so viele Jahre hindurch Gastfreundschaft gewährtest, doch will er nicht, dass sie dir länger zur Last falle, auch ist er der Meinung, dass das Mädchen, als eine Geisel, unter den Schutz des Kaisers und des Senats gehöre, und deshalb befiehlt er dir, sie in meine Hände auszuliefern.«

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