Peter Nebe - Made in Germany

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Barmen gehört zum Geschäft sprach der Kaufmann und zählte seine Einnahmen.
Was aber, wenn das ein ganzes Volk tut, immer und immer wieder. «Made in Germany» hält uns den Spiegel vor´s Gesicht, zeigt Dinge, die wir alle kennen, nur nicht mehr wahrnehmen. Das Buch will ein wenig die Augen öffnen, für das was wir sind, wie wir uns gern sehen oder wir gesehen werden möchten.
Auto, Weihnachten, Sport – nicht bleibt verschont. Begeben Sie sich auf die Seite des Spiegels und schauen Sie selbst. Entdecken Sie sich und Ihre deutsche Umwelt, auf humorvolle, teils selbstironische Weise. Folgen Sie auf einer Gratwanderung zwischen Realität und Überzeichnung.

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Der Glaube an die eigene Perfektion

Es gibt wohl kaum ein Volk, außer vielleicht den Japanern, was mehr in seine eigene Perfektion verliebt ist, als wir Deutschen. In den Augen der Mehrheit meiner Landsleute gibt es nichts, was wir Deutschen nicht besser bringen würden, als der Rest der Welt. Umso unverständlicher ist es für uns Deutsche, dass wir mit unserem perfekten Wirtschaftssystem anderen Ländern hinterherhinken. Auf der Suche nach Gründen, kommt oft das Argument: Wir sind zu teuer. Oder besser gesagt, der deutsche Arbeitnehmer ist zu teuer. Das wiederum hält die eigene Wirtschaft und ausländische Investoren davon ab, in Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen. Da die meisten Deutschen immer noch einen sehr hohen Lebensstandard haben, scheint das zunächst plausibel. Seitdem sind alle Entscheider in Deutschland bestrebt, die Einkommen nach unten zu drücken - mit Erfolg. Immerhin gingen die Realeinkommen in Deutschland seit dem Jahr 1995 zurück während sie in den anderen EU -Ländern im selben Zeitraum um 7,4% zunahmen. Spätestens nach einem Vergleich mit anderen europäischen Ländern hätte man stutzig werden müssen. Immerhin sind die mittleren Einkommen in England 2%, in Luxemburg 20%, in Dänemark 28% und in der Schweiz sogar 52% höher als in Deutschland. Folglich kann es nicht nur an den Einkommen der Arbeitnehmer liegen. Es alleine an den Lohnkosten festzumachen, wäre zu simpel. Das Grundübel muss folglich in anderen Bereichen liegen. Denn trotz dieser angeblich schlechten Rahmenbedingungen hat die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren kräftig zugelegt, auch in den Krisenzeiten von Banken und Euro. Die Exporte liegen auf Rekordniveau. Leider wird dabei übersehen, dass ein großer Teil der exportierten Waren zuvor importiert wurden.

So ein typisches Exportprodukt „Made in Germany“. ist das Auto Von dem glauben die meisten Deutschen allen Ernstes, es wird noch komplett bei uns produziert. Bis vor kurzem habe ich das auch gedacht. Weil ich ein guter Deutscher bin, erwarb ich bis dato auch immer ein Fabrikat „Made in Germany“. Damit verband ich die Hoffnung, deutsche Arbeitsplätze zu sichern. Also entschloss ich mich wieder einen Volkswagen zuzulegen, ein Auto, welches schon vom Namen her urdeutsch klingt. Dafür nehme ich auch in Kauf, dass es erheblich mehr kostet als vergleichbare Importwagen und in der Pannenstatistik seit Jahren hinterherfährt. Mein patriotischer Glaube, wieder einmal ein paar deutschen Autobauern den Job erhalten zu haben, war mir das Geld wert. Ich schloss den Kaufvertrag ab, ohne Rabatte und Geschenke, da die bei deutschen Qualitätsprodukten nicht üblich sind. Selbst die Lieferzeit von über neun Wochen machte mich nicht wütend, denn ein Ferrarifahrer muss auch auf sein Auto warten und bezahlt bedeutend mehr Geld. Eines machte mich dann doch stutzig. Nachdem der Verkäufer in seinen Computer geschaut hatte, murmelte er etwas von Sommerpause in Brüssel. Bestimmt bin ich kein geografisches Genie, aber meines Erachtens liegt Brüssel in Belgien. Mein geliebtes deutsches Qualitätsprodukt, für das ich bereit war mehr Geld auszugeben, mehr als es in Wirklichkeit wert ist, kam aus Belgien? Ich hatte gerade dafür gesorgt, dass ein belgischer Arbeiter seinen Job behält, den zuvor ein Deutscher verlor. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, erklärte mir der Verkäufer ganz ungeniert, wie sich so ein deutsches Markenprodukt zusammensetzt. Selbst wenn Autos aus Deutschland kommen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch aus deutschen Teilen bestehen. Die wirklich einzige deutsche Leistung an meinem Auto war die Geschicklichkeit des Autoverkäufers, mich bis zur Unterschriftsleistung im Glauben zu lassen, etwas Ur-Deutsches erstanden zu haben. Bis ich mein Auto dann wirklich ausgeliefert bekam, vergingen 13 Wochen. Bereits am Übergabetag musste es zurück in die Werkstatt. Irgendwo klapperte etwas, wo nichts zu klappern hat. In deutscher Überheblichkeit machte mich der zuständige Werkstattmeister darauf aufmerksam, dass so etwas gar nicht sein kann. Erst nach einem lautstarkem Veto meinerseits war er bereit, wenn auch widerwillig, sich der Sache anzunehmen. Der Fehler war schnell gefunden. An der Wärmeschutzverkleidung hatten die Monteure vergessen die Schrauben festzuziehen, mit der Folge, dass die Verkleidung gegen das Bodenblech schlug. Ich hatte dabei das Gefühl, über eine Schotterpiste zu fahren. Besagte Werkstatt musste ich danach noch dreimal aufsuchen. Dann wurde mir von Volkswagen mitgeteilt, dass wohl irgendetwas mit den Bremsen nicht in Ordnung sei. Sorgen bräuchte ich mir aber nicht zu machen, da die Nachkontrolle kostenlos sei. Gut zu wissen, mit einem wahrscheinlich defekten Bremssystem bei Tempo 180 auf der Autobahn unterwegs zu sein. Ich kam mir vor wie derjenige Tourist, der sich beim Kauf des Ticket für die Seilbahn erkundigte, was passiert wenn die Bahn abstürzt und als Antwort erhielt: Das Geld zurück.

Wie selbstverliebt die Deutschen in ihre eigene Unfehlbarkeit sind, zeigt sich jeden Abend in den Nachrichten. Es vergeht kaum ein Tag an dem nicht irgendwelche Unglücke in der Welt geschehen, welche für Deutschland kategorisch ausgeschlossen werden. Denn immer dann tritt einer dieser Experten vor die Kamera und versichert dem deutschen TV-Zuschauer, in was für einer perfekten Welt er lebe. Deutsche Vorschriften, Regeln und Gesetzte seien so perfekt, dass Unglücke, welcher Art auch immer, bei uns unmöglich seien, schon von Gesetzes wegen. Dann lehne ich mich, wie fast alle meine Landsleute genüsslich zurück und denke, wie gut ist es, in einem so durchorganisierten Land zu leben. Zu allgemeinen Überraschung kommt es hin und wieder vor, dass etwas nicht so läuft, wie es deutsche Experten vorausgeplant haben. Da knallt ein Hochgeschwindigkeitszug mit über 200 km/h gegen einen Brückenpfeiler und 101 Menschen sterben. Nicht etwa in Indien, sondern tief in der deutschen Provinz, kurz hinter Hannover. Da brennt der Düsseldorf Flughafen, Deutschlands zweitgrößtem Airport, nur weil ein paar Schweißer vergessen hatten, dass das, was sie gerade bearbeiteten, auch brennen könnte. Die Beweisführung mussten 17 Menschen mit dem Leben bezahlen. Ich frage mich nur, wie kann ein Flugplatz brennen, wenn dort beim Bau ausschließlich unbrennbare Materialien verwendet werden durften und wenn ein flächendeckendes Sprinklersystem jeder noch so kleinen Zigarette den Gar ausmacht.

Der Deutsche und die Wahl der Qual

In Deutschland wird ständig irgendwo gewählt. Ist eine Wahl vorbei, steht schon die nächste vor der Tür. Demzufolge verbringen Politiker die Hälfte ihres Berufslebens damit, Wahlkampf zu führen. Und da das so ist, will auch keiner wirklich Verantwortung übernehmen. Denn jede politische Entscheidung könnte unter Umständen die nächste Wahl beeinflussen. Folglich vergehen oftmals Jahre, bevor politisch wichtige und einschneidende Veränderung erfolgen. Und, falls doch einmal etwas in Angriff genommen, kann damit gerechnet werden, dass jemand auf den Plan tritt, der es zu Fall bringt. Ein lauthals geäußerter Unwillen reicht aus, auch das beste Vorhaben scheitern zu lassen. Falls doch mal eine Entscheidung getroffen wird, mündet diese zumeist in einem Gesetz, um ja nicht noch einmal damit konfrontiert zu werden. Jedes Jahr kommen Gesetze hinzu, die keiner braucht. Da aber kaum welche entfallen, hat sich im Laufe der Zeit ein Gesetzesberg angehäuft, hinter dem sich Juristen verstecken können. Heute gibt es in Deutschland wahrscheinlich mehr Gesetzte, als in der gesamten Dritten Welt zusammen. Es gibt Gesetze, die nur deshalb gemacht werden, um andere Gesetze zu neutralisieren. Gesetze sind so verfasst, dass sie keiner versteht. Um dem Abhilfe zu verschaffen, stehen hinter den Gesetzestexten wiederum Berge von so genannten Ausführungsbestimmungen, die sowieso keiner lesen kann, nicht zuletzt deshalb, weil kein Menschenleben ausreicht, die Zeit dafür aufzubringen. Selbst Juristen, Menschen mit besonders ausgeprägter Spontanität, gelingt es nicht, diese einheitlich zu interpretieren. Haben Sie schon mal einen Juristen etwas Juristisches gefragt, was nicht zu seinem Spezialgebiet gehört? Nein! Dann sollten Sie es tun. Zuerst wird er sehr nachdenklich und seine Blicke gleiten unentwegt über lange Bücherregale, voll mit dicken roten Büchern, in der Hoffnung irgendwo den Ansatz für eine Antwort zu finden. Damit hat er einen Grund, sich von Ihnen abzuwenden. Das ist der Zeitpunkt, wo Sie wieder gehen können, denn Sie werden nie eine spontane und eindeutige Antwort bekommen. Dann, eines Tages, Sie haben Ihr Anliegen längst vergessen, klingelt das Telefon. Am Telefon ist der längst totgeglaubte Jurist, der Ihnen freudig mitteilt, dass er einen Kollegen gefragt hatte, der wiederum von einem Kollegen wusste, das dieser etwas darüber wissen könnte, aber leider schon verstorben ist. Von da an hören Sie nichts mehr von ihm. Er ist sprichwörtlich im Gesetzesdschungel verschwunden.

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