Marc Lindner - Flucht aus dem Morgengrauen

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Flucht aus dem Morgengrauen: краткое содержание, описание и аннотация

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Die dem Studenten an den Kopf geworfenen Formeln lassen ihn daran zweifeln, die Welt zu verstehen. Auch deshalb stürzt er sich in das ihm angebotene Abenteuer einer Weltreise. Seine Suche gilt jenem, das er bisher zu vermissen glaubt und so versucht er alles Andere hinter sich zu lassen.
Eine Journalistin samt Millionär verschreiben sich währenddessen der zielgerichteten Fortbewegung, ohne sich darüber im Klaren zu sein, wieso sie dies wollen. Mit jedem Tag den sie mehr scheitern, verblassen die Ausreden und Selbsttäuschungen, die ihren einzigen Antrieb darstellen.
Als Begleitung drängen sich die Vorstellungen und Werte einer Gesellschaft auf, die sich aber bald schon abwendet.
Im Gepäck nichts als Illusionen, nicht erfüllbaren Erwartungen und dem Fluch ihres bisherigen Lebens. Deshalb kommt es, wie es kommen muss: Sie laufen davon – sich selbst und der Welt …

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Die breite Gestalt vor mir glitt widerstandslos durch den Strom und mein Körper wurde im Sog mitgerissen.

Mit einem letzten begehrenden Schwall der Klimaanlage im Rücken, schlug mir die Hitze des Wüstenlandes entgegen. Ich spürte den Druck auf meiner Brust und erregt atmete ich schneller, da ich mich fühlte, als hätte ich nicht genüg­end Luft. Immer diese Vergleiche – ich musste für mich lachen – keine Luft, und das in der Wüste, wo es außer Luft und Sand nichts gab.

Doch es reichte ein Blick, um zu wissen, dass es so nicht war. Meine studierte Fähig­keit zu zählen wurde bei dem Anblick der Unmenge an Autos, Taxen und Bussen bei Weitem überfordert. Überall um mich herum konnte ich irgendjemand schreien hören. Verstehen konnte ich nicht viel, nur ein paar Brocken Englisch schlugen mir gegen die Ohren, doch ich wehrte sie genauso unbewusst, wie auch erfolgreich ab.

«Sir, Sir. Ich habe gefunden», drängte sich eine aufgeregte Stimme durch all den Lärm. Die Männerstimme bediente sich einem sehr brüchigen, aber nicht minder leidenschaftlichen Akzent meiner Muttersprache.

Mit einem Glanz in den Augen, wie ich ihn noch nie zuvor bei einem Menschen gesehen hatte, stürzte er an mir vorbei und blieb leicht unbeholfen vor dem Dicken stehen. Der etwas kleinwüchsige Mann hatte eine bräunliche Haut, schwarze Haare und Brauen von einer Dunkelheit, die es mit jeder Finster­nis aufnehmen könnte.

Als wäre ich eben in diesem Moment aus einem langen Traum erwacht, betrach­tete ich den Mann voller Begeisterung. Anfänglich hielt ich ihn für einen Ägypter, doch bereits mein zweiter Blick lehrte mich eines anderen. Es war ein Inder, unverwechselbar seine dunklen Augen, seine dürre Gestalt. Meine Faszination für den Mann wuchs schneller als meine Blicke sie stillen konnten.

Seine Kleidung war scheinbar eine Mischung aus allem, vor allem aber aus Wider­sprüchen. Er machte den Eindruck als versuchte er elegant zu wirken, doch wirklich gelingen wollte es ihm nicht. Seine traditionelle indische Kleidung vermengte sich mehr oder minder gut mit einer Art westlicher Geschäfts­kleid­ung. Ein weißes Hemd samt Krawatte drängte sich zwischen seinem weitaus bunt­eren Oberteil hervor und der offene lange Umhang, den er trug, endete an seinen schwarzen Lackschuhen. Interessante Persönlichkeit, dachte ich, auch wenn ich seinen Geschmack nicht wirklich gut heißen konnte. Aber sein breites Lächeln ließ mich es ihm verzeihen.

Ohne noch weitere Worte zu verlieren, ging der Inder vor dem Dicken her, wobei er sich umblickte, um sich zu vergewissern, dass dieser ihm folgte.

Nun wieder wach, eilte ich neben Konrad und sah ihn rätselnd an.

«Ich habe gefunden?», fragte ich überrascht.

Der Dicke lachte herzhaft, bevor er mich mit leuchtenden Augen ansah.

«Seine Manieren sind wirklich noch nicht die besten», meinte Konrad vergnügt. «Aber dafür weiß man, dass seine Freude stets ehrlich ist», erklärte Konrad und glaubte offensichtlich sich verständlich ausgedrückt zu haben. Genauso unwissend wie noch zuvor, ließ ich es dabei bewenden und langweilte ihn nicht mit Fragen, deren Antworten ich vielleicht selbst noch finden konnte. Ich wusste nicht, was ich von diesem seltsamen Mann halten sollte. Mein Blick aber blieb auf ihm haften und erfreute sich an dem lebhaften Beneh­men des strahlenden Inders.

Ich musste beinahe lachen, mit einem entflohenen Blick zur Seite merkte ich, dass selbst Sabrina dem Neuen in unserer Mitte ein nicht unbeachtliches Maß an Interesse entgegen brachte. Doch nachdem die erste Verwunderung ver­flogen war, erinnerte ich mich daran, dass das ihr Beruf so mit sich brachte.

Der dunkelhäutige, aber hell strahlende Inder führte uns zu einer weißen Limou­sine mit dunkel getönten Fenstern.

Mit einer tiefen, übertriebenen, aber respektvollen Verneigung öffnete er Konrad die Tür. Ein anschwellendes, unfreundliches Hupen erklang, als die Taxi­­fahrer den Chauffeur erblickten, der sie zugeparkt hatte. Doch der Inder ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, selbst nicht, als die Taxifahrer sich ab­müht­en, ihre zahllosen Flüche in ein eigensinniges Englisch zu übersetzen.

Als der Inder erkannte, dass Sabrina und ich zu Konrads Gefolgschaft zählten, verneigte er sich freudig strahlend vor uns, und seine Ehrerbietung uns gegen­­über, brachte sein Gesicht nicht weniger nah an den staubigen Boden, als zuvor bei Konrad. Dann eilte er mit einer fiebrigen Genugtuung zur anderen Seite des wohl gerade eben gewaschenen Gefährts und öffnete uns die Tür.

Die Limousine nahm ich diesmal schlicht nur zur Kenntnis. Der Innenraum war anders, aber vergleichbar und fand von mir sonst nur wenig Beachtung. Auch der Kameramann hatte wieder vorne Platz gefunden. Als ich ihn sah, bekam ich fast einen Schlag. Nicht weil er da war, oder wegen des schwarzen Gerätes, mit dem er so bedrohlich auf mich zielte. Nein, was mir Angst bereit­ete, war seine Erscheinung schlechthin.

Sein Gesicht glänzte, klitschnass, und zeugte von einer atemlosen Erschöpfung, von seinen Strapazen am Flughafen, die ich nicht ein­mal mit bekommen hatte. In irrsinnigem Tempo muss er hin und her gerannt sein, bemüht um die besten Perspektiven zu ergattern. Zumindest ließ sein mitleiderregender Zustand dies erahnen. Ich fühlte mich an das Rennen von Igel und Hase erinnert. Der Igel blieb nur stehen und der Hase mühte sich ab, einzig um ein Rennen zu gewinnen, das er nicht gewinnen konnte, weil die Frau des Igels, als ihr Gemahl verkleidet, stets auf den Hasen wartete. Ich musste lachen, und hatte doch irgendwie Schuldgefühle, dass ich dem Hasen so übel mitspielte. Aber es war seine Gier, die ihn trieb, er wollte Bilder, die ich nicht liefern konnte. Er wollte zeigen, wie gut er war, nun, dann musste er laufen. Aber das war nicht mein Rennen. Ich schaute bloß zu und genoss die Show – trotz meines schlechten Gewissens – denn es zeigte mir, dass die Zeit des Laufens hinter mir lag.

Ich wusste nicht wieso, aber auch wenn wir nicht dorthin fuhren, wohin ich zu gelangen wünschte, so war ich doch auf einmal zufrieden. Vielleicht lag es daran, dass ich es immer noch nicht glauben konnte. Wie sollte ich es auch, mit dem Rest an Fieber in meinem Körper und der seltsamen Reise, die ich wie einen dunstigen Traum wahrgenommen hatte. Es wirkte völlig belanglos, als beträfe es mich gar nicht, so als könnte ich einfach auf einen Knopf drücken und dieser Film würde aufhören. Doch irgendwie mochte ich das Programm und so ließ ich es weiter laufen. Blieb liegen auf meiner gemütlichen Couch und glotzte mit einer wohligen Schläfrigkeit aus dem Fenster. Es musste ein Film sein, dachte ich, und strahlte über das ganze Gesicht. Ja, das war mal ein richt­iger Film, auch wenn es einem noch an Nähe fehlte, denn ich war in einem Wüst­en­staat und alles, was ich fühlte, war die kühle Umarmung einer Klima­anlage. Ich musste erneut für mich lachen, diese Filmleute hatten aber auch keine Ahnung. Doch mich musste es nicht sorgen, ich war Endverbraucher, einfach nur in die Röhre starren, meine Gedanken wurden gelenkt. Ich musste zugeben, der Dienst war ausgezeichnet.

Zu meiner Überraschung war des Inders Fahrstiel ein ganz anderer, als seine auf­ge­weckte Erscheinung es erwarten lassen könnte. Deshalb auch wurde ich nicht aus meinem schlum­mern­den Zustand gerissen.

Die Fahrt war recht ereignislos, geachtet nach dem was die Fernsehleute Bedeutung anmessen würden. Für mich war das natürlich anders, ich genoss den Traum, oder den Film – ich wusste selbst nicht, wie ich es nennen sollte. Zu reich an Gefühlen, als dass es ein Film sein könnte, und zu greifbar um sich mit der konturlosen Freiheit eines Traumes messen zu können. Auch wenn ich das Leder auf dem ich so weich saß nicht recht spürte. Und von der dunkel getönten Fensterscheibe hielt ich mich bedächtig fern.

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