Siegfried Ahlborn - Aschenputtels Gebet
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„Nein“, sagte Anna erschrocken, und Nora legte ihn widerwillig an seinen Platz zurück. Dann begann sie, die Bücher durchzuschauen, die schön geordnet im Regal standen. Nahm verschiedene heraus, drehte sie hin und her und blätterte sie durch. Aber gefallen taten sie ihr anscheinend nicht. Trotzdem tat sie sehr interessiert, setzte sich und vertiefte sich flüchtig in das eine oder andere.
Währenddessen hatte Lucia gleich mehrere Puppen zum Spielen ergriffen, setzte sie hin und her und fuhr sie spazieren. Aber zum richtigen Spielen kam es nicht, denn sie bezog Anna nicht mit ein, sondern ließ sie nur stumm beiseite stehen. Anna ertrug das mit Geduld und wunderte sich nur über diese Art des Spielens. Da rief der Vater: „Anna!“
Und Frau Lotte rief: „Nora, Lucia, ihr Süßen, kommt Kaffeetrinken!“ – Obgleich das ja Unsinn war, denn Kaffee bekamen nur die Erwachsenen. Die beiden Mädchen bekamen Kakao und Anna ihren Tee.
Also stürmten sie ins Wohnzimmer, und Anna freute sich schon auf den Kuchen, den der Vater im Café besorgt hatte. Sie suchten sich ihre Plätze, und der Vater nahm neben Lore platz. Sie waren sich – während die Kinder in Annas Zimmer gewesen waren – einig geworden zusammenzuziehen, und nun wollten sie es den Kindern offenbaren.
Und nachdem sich dann alle fünf Personen am Tisch platziert hatten, jeder ein Stückchen Kuchen vor sich stehen hatte, Kaffee, Kakao und Tee eingeschenkt waren, begann der Vater mit seiner Ansprache:
„Liebe Familie“, er machte eine Pause. „Ja“, bekräftigte er, „liebe Familie.“ Annas Hände wurden kalt. „Ich möchte, dass wir uns jetzt wie eine Familie fühlen, denn Lore und ich, wir haben beschlossen – zusammen mit euch Kindern – ab jetzt eine einzige große Familie zu sein.“
Alle schwiegen. Selbst Lucia, die immer etwas zu sagen hatte, schwieg. Aber Nora schaute sich verstohlen im Zimmer um, so, als überlege sie, was ihr jetzt alles gehöre. Anna saß wie gelähmt, und ihr war, als weine die Mutter in ihrem Herzen. Dann sprang sie auf und lief durch die Terrassentür hindurch in den Garten hinaus.
Lore stand auf, stellte sich hinter ihre Töchter, legte ihre Arme um sie und fragte: „Freut ihr euch, wenn wir hier einziehen?“
„Haben wir dann auch ein eigenes Zimmer?“, fragte Lucia, die ihre Sprache wiedergefunden hatte.
„Ja“, sagte ihre Mutter. „Axel sagt, dass es genug Zimmer gibt.“
„Ich möchte es sehen“, sagte Nora trocken.
Lore schaute Axel an, der gerade im Begriff gewesen war, seiner Tochter zu folgen. „Ja, gerne“, sagte er, wandte sich um und führte die drei die Treppe hinauf, wo sich noch eine Anzahl Zimmer befand.
Anna hatte ihr Zimmer im Erdgeschoss neben dem ihres Vaters, der nach dem Tode der Mutter mit zu ihr nach unten gezogen war, um ihr näher zu sein. Oben befanden sich das Schlafzimmer der Eltern und zwei Gästezimmer. Früher hatte Anna in einem dieser Zimmer geschlafen. Aber nachdem sie in die Schule gekommen war, hatte sie darauf bestanden nach unten zu ziehen, um ihre Selbständigkeit auch räumlich zu erleben. Außerdem konnte sie von ihrem Zimmer aus direkt in den Garten gehen, und das war ihr wichtig gewesen.
Nora und Lucia besichtigten die Zimmer und Lucia rief: „Cool, kann ich das Größere haben? Ich bin ja auch die Ältere.“
Nora rümpfte die Nase, denn sie wusste, dass sie gegen dieses Argument nicht ankam. Also gab sie sich mit dem kleineren zufrieden und tat so, als sei sie schon eingezogen. Sie warf sich aufs Bett, knipste die Nachtischlampe an und aus und meinte, indem sie sich umschaute: „Gehört das jetzt alles mir?“
Der Vater lachte etwas hilflos, doch die Mutter beeilte sich zu sagen: „Natürlich, mein Schatz.“
Es waren ordentliche und saubere Zimmer, weil Anna ihrem Vater half, sie sauber zu halten. Eine Haushilfe hatten sie nicht. Aber sie waren jetzt nur für Gäste eingerichtet, und die beiden Mädchen überlegten, wo sie ihre Sachen hinstellen könnten.
Dann schauten sie sich weiter um. Und während sie so durch das Haus gingen, und der Vater ihnen alles zeigte, und gleichzeitig über ihr Benehmen etwas irritiert war, hatte sich Anna im Garten auf ihren Lieblingsplatz unter die Jasminhecke gesetzt, und suchte Kontakt zu ihrer Mutter.
Die Sonne hatte sich an diesem Tage schon dem Horizont zugeneigt, und die Vögel sangen ihr lauthals hinterher. Anna trauerte ihr nach. Sie liebte es, ins Licht zu schauen, und die Sonne als ein Tor zur Mutter zu empfinden. Denn diese hatte ja gesagt, dass sie vom Himmel immer auf sie herabschauen würde. Und das konnte nur aus der Sonne sein – und aus den Sonnenstrahlen, die jetzt auf ihre Füße fielen.
„Mutter“, sagte sie leise, „holst du mich zu dir? Ich will die anderen nicht in unserem Haus.“ Aber die Mutter antwortete nicht. Stattdessen spürte sie, wie in ihrem Rücken die Nacht über sie kam. Es wurde ihr unheimlich, und als sie es nicht mehr aushielt, drehte sie sich abrupt um. Da erblickte sie ihren Vater, der gerade Frau Lotte und ihre Töchter verabschiedet hatte, und sich ihr nun näherte.
Sie stand auf und ging ihm entgegen. Es war kein weiter Weg, denn es war auch kein sehr weitläufiger Garten, obgleich er groß genug war, um Blumen, Büsche und eine Spielwiese zu beherbergen. Als sie den Vater erreicht hatte, umschlang sie ihn mit beiden Armen und schluchzte: „Ich will nicht, dass die kommen, die sind böse!“
Der Vater erschrak, und drückte sie fest an sich. Dann sprach er beruhigend auf sie ein. „Anna“, sagte er, „Schau mal, wir haben ein so großes Haus und Frau Lotte mit ihren Töchtern hat nur eine kleine Wohnung. Ist es da nicht für beide Parteien richtig, sich auszugleichen? Du hast doch auch etwas davon, wenn sie zu uns kommen.“
„Was denn“, fragte Anna abwehrend.
„Na, Gesellschaft zum Beispiel, wenn ich nachmittags bei der Arbeit bin. Und das Essen kann dann auch schon fertig sein, wenn ich komme. Außerdem hast du jemanden, der dir bei den Hausaufgaben helfen kann, hast zwei andere Kinder zum Spielen, und brauchst mir im Haus nicht mehr so viel zu helfen. Lore ist eine tüchtige Frau.“
Bei diesen Worten sah Anna im Geiste ein Schifflein vor sich, das mit dem Schönsten ihrer Seele beladen, am Horizont verschwand. Sie machte sich von ihm los und schaute traurig zu Boden.
„Komm“, sagte der Vater nach einer Pause, „wir wollen den Kaffeetisch abräumen.“
Aber Anna reagierte nicht sofort, sondern fragte noch: „Woher weißt du denn, dass Frau Lotte tüchtig ist?“
„Lore“, korrigierte er sie und erklärte dann: „Wir haben uns in der letzten Zeit öfters getroffen und sie hat mir tiefe Einblicke in ihr Leben gewährt. Sie ist Schneiderin und hat ihre Kinder ganz alleine groß gezogen. Das beweist ja schon, dass sie sehr tüchtig ist. Aber jetzt freut sie sich darauf, dass sie bei uns ein Zuhause und eine gute Gemeinschaft findet. Ihre Kinder finden in mir einen Vater, und du findest in ihr eine Mutter.“
Darauf wusste Anna erst einmal nichts zu sagen und räumte schweigend den Kaffeetisch ab. Aber in ihrem Herzen kämpften Welten miteinander. Nach einer neuen Mutter hatte sie kein Bedürfnis, und dass die anderen Kinder ihren Vater als Vater bekamen, würde ihn ihr gewiss entfremden. Wie sollte sie damit umgehen? War der Verlust der Mutter nicht schon schlimm genug gewesen? Sollte sie nun auch noch den Vater verlieren? Sie ging auf ihr Zimmer, betrachtete das Bild ihrer Mutter, und bat den Himmel ihr zu helfen. Dann ging sie zu Bett und weinte sich in den Schlaf.
Der zweite Schritt
Am nächsten Morgen in der Schule aber war sie doch begierig zu sehen, ob sie Nora und Lucia unter den anderen Kindern fand. Sie mussten ja in einer Klasse unter und in einer Klasse über ihr sein.
Und tatsächlich, als sie sich in der Pause bei den Kindern umschaute, die in der Klasse unter ihr waren, erkannte sie Nora, die ganz alleine vor sich hinstarrte, und an die Wand des Schulgebäudes gelehnt, nichts von ihrer Umwelt wahrzunehmen schien. Wohingegen Lucia, die sie dann auch sah, eine Menge anderer Kinder um sich versammelt hatte, und sich kichernd mit ihnen unterhielt.
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