Siegfried Ahlborn - Aschenputtels Gebet

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Wer das Märchen «Aschenputtel» kennt, weiß was Aschenputtel leidet und gewinnt. Und wer das Märchen Aschenputtel nicht kennt, weiß immerhin, was er selbst leidet – und gewinnen möchte. So möchte dieser Roman die Bilder, die aus dem aktuellen Leben entnommen sind, mit Bildern der Märchengestalten verbinden.

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„Die kenne ich nicht“, antwortete er, während er ein Essen für sie vorbereitete.

„Die war komisch“

„Findest du?“

„Ja!“

„Aber du kennst sie doch gar nicht.“

„Doch!“

Der Vater schaute Anna erstaunt an. „Du kennst sie?“

„Nein, nein. Ich wollte sagen….“

„Was wolltest du sagen?“

„Sie war komisch.“

„Gut, lassen wir das. Komm, deck den Tisch, das Essen ist gleich fertig.“

Anna deckte den Tisch und fühlte sich schlecht. Warum hatte sie gesagt, dass sie die Frau kenne? Dann saßen sie gemeinsam bei Tisch und falteten die Hände zum Gebet. Früher hatten sie es mit der Mutter gesprochen, jetzt sprachen sie es alleine:

„Das Brot ist Himmelsfrucht,

Dem Sternenall entsunken.

Es hat auf unserem Tische,

Die Sterne neu gefunden.“

Und dann fragte Anna ihren Vater zum ersten Mal nach der Bedeutung dieses Gebetes.

„Mama hätte es dir erklären können“, sagte er, zögerte, und fügte dann hinzu: „Ich weiß nur soviel, dass es uns darauf hinweisen will, dass alles, was wir zu uns nehmen – und wofür das Brot nur ein Beispiel ist –, dem Himmel verloren gegangen ist und durch den Menschen zurückgebracht werden soll.“

„Und wie machen wir das“, wollte Anna wissen.

Der Vater zuckte ein wenig mit den Achseln: „Das weiß ich nicht so genau, Anna. Die Natur zeigt uns ja nur ihre physische Seite. Was sie geistig ist, oder werden will – oder wieder werden will, kann ich nicht ermessen. Das war Mamas Welt. Aber im Erkennen, in der Liebe und im Tun des Menschen, kann sie ihren Anschluss an die Sterne bestimmt wieder finden. Und auch, wenn wir sie in Form unserer Speise zu uns nehmen.“

Anna verstand das ein wenig und dachte an die Worte ihrer Mutter: «Das Brot, das wir essen, ist aus himmlischen Stoffen durch uns Menschen geformt, und will zum Himmel zurück. Das ist seine Gesundung in uns und durch uns».

Aber sie hatte ja noch hinzugefügt: «Und siehst du, so ist es auch mit unserem eigenen Leben: Wir müssen es nehmen, wie es uns vom Himmel hier auf Erden geschenkt worden ist, und müssen es zurückverwandeln in Gott». Und deshalb fragte sie nun auch ihren Vater: „Müssen wir uns selbst auch zurückverwandeln in Gott?“ Da schaute er sie ganz überrascht an und fragte: „Hat Mama dir das so gesagt?“

„Ja.“

„Dann ist es auch so, Anna“, nickte er und beendete das Gespräch, indem er sie bat, nun in Ruhe weiter zu essen. Das tat sie denn auch. Und so aßen sie schweigend zu Ende, und fühlten die Gegenwart der Mutter.

Aber Anna machte sich Sorgen. Und nicht von ungefähr. Denn da war etwas Fremdes im Vater, seit sie die Frau im Café gesehen hatten.

Und tatsächlich hatte der Vater an den folgenden Tagen auch abends oftmals noch etwas zu erledigen, und Anna blieb allein zu Hause.

Aber sie bemerkte die Veränderung in seinem Blick. War er vorher weit und traurig gewesen, so wurde er jetzt enger und fröhlicher. Anna spürte das und litt, denn seine neue Fröhlichkeit war ihr fremd. So fragte sie ihn wohl des Öfteren, wo er abends gewesen sei, bekam aber immer nur eine ausweichende Antwort. Bis es sich eines Tages offenbarte, denn sie bekamen Besuch.

„Anna“, sagte der Vater, „heute bekommen wir Besuch. Sei mir nicht böse und sei nett zu Frau Lotte, das ist die Dame, die wir im Café gesehen haben. Lore Lotte heißt sie.“

Anna staunte. „Ich dachte, du kennst sie nicht?“

„Das ist richtig“, sagte der Vater, „aber ich habe sie kennengelernt. Und sie ist wirklich nett – und das Beste ist“, dabei nahm er Anna in den Arm und strich ihr über den Kopf, „das Beste ist, dass sie zwei Töchter hat, die in deinem Alter sind, und mit denen du spielen kannst. Du bist acht, Nora ist sieben und Lucia neun.“

Anna schwieg und der Vater gab sie frei. „Also, freust du dich?“

Anna schwieg weiter. Was hätte sie auch sagen sollen? Dass sie die Mädchen nicht sehen wolle? Dass sie auch die fremde Frau nicht sehen wolle? Das hätte ihren Vater nur wieder traurig gemacht. Und der Besuch war ja schnell vorbei – und vielleicht konnte man ja auch mit den zwei anderen Mädchen spielen. Also gab sie sich endlich einen Ruck und fragte: „Nora und Lucia heißen sie?“

„Ja, Nora und Lucia.“

„Sind die auch auf meiner Schule?“

„Oh, das habe ich nicht gefragt“, bedauerte der Vater.

„Na gut, dann werde ich sie fragen.“ Anna gab sich jetzt ganz zuversichtlich, und half dem Vater, den Kaffetisch für den anstehenden Besuch zu decken. Aber als dieser das beste Geschirr nahm, das bisher nur sonntags auf den Tisch gekommen war, wehrte sie sich und rief: „Nicht das Geschirr mit dem goldenen Rand. Wir haben doch auch noch das ganz normale, das mit dem blauen Muster.“ Aber der Vater bestand darauf, und Anna musste sich fügen.

Und dann kamen sie. Die Mutter sah aus, wie Anna sie im Café gesehen hatte: blond gefärbte Haare, bunt wallende Kleider und dunkel gefärbte Augen. Sie war etwa in dem Alter ihres Vaters, so schätzte Anna, und kam gleich auf sie zu, um sie in den Arm zu nehmen.

„Das ist meine Tochter Anna“, sagte der Vater. Aber Anna wich zurück und war erst beruhigt, als die Frau nicht weiter auf sie eindrang.

„Das ist Lore Lotte“, stellte der Vater sie nun ihrerseits vor, und Anna musste sich plötzlich zusammennehmen, um nicht zu lachen, da ihr der Name Lore Lotte lustig vorkam. Aber dann sah sie die zwei Mädchen, die sich hinter der Mutter versteckt hatten, und wartete mit großen Augen, dass man sie ihr vorstelle.

Das tat die Mutter dann auch. Griff nach der einen Tochter, hielt sie an der Schulter fest, schob sie nach vorne, und sagte: „Das ist Nora, meine Schöne. Sie ist auch die Schönste und Beste in der Klasse – und das“, dabei griff sie nach der anderen, „das ist Lucia, in ihrer Klasse auch die Schönste. Wenn du lieb zu ihnen bist, Anna, könnt ihr miteinander spielen. Wollt ihr das?“

Die beiden Mädchen nickten brav und Anna wusste nicht, was sie sagen sollte. Denn so schön fand sie die beiden gar nicht, und hatte sie auch noch nicht an ihrer Schule gesehen. Also nickte sie nur hilflos, und der Vater schickte sie alle drei auf Annas Zimmer. „Macht euch ein bisschen bekannt“, sagte er, „bis wir euch rufen.“

Anna ging voraus und die beiden anderen folgten. Dabei betrachteten sie einander kritisch. Objektiv gesehen war Anna die Schönste. Aber das empfanden die beiden anderen natürlich anders. Lucia spielte sich auf, fuchtelte mit den Armen in der Luft herum, strich mit gespreizten Fingern dauernd durch ihre hellblonden Haare, und rief: „Ja, lasst uns spielen, ich kann ganz tolle Spiele – stimmt’s Nora, kann ich toll spielen?“

Nora war die Jüngere und Dunklere. Sie war auch schweigsamer und sah missmutig drein. Auf den Ausbruch ihrer Schwester reagierte sie nur mit einem Achselzucken. Dann nahm sie, in Annas Zimmer angekommen, alles genau und streng in Augenschein, und schien fast ein wenig angewidert von der Ordnung, die sie vorfand. Anna ließ ihnen Zeit sich umzuschauen, und sagte dann: „Wir könnten ein bisschen mit den Puppen spielen.“

„Au ja!“ rief Lucia begeistert, und hatte schon die erste Puppe in der Hand.

„Ich mag Puppen nicht“, knurrte Nora.

Aber Lucia hatte sich schon den Puppenwagen geschnappt und die größte Puppe darin verstaut. Dann jagte sie mit dem Wagen durchs Zimmer, so dass Anna erschrocken rief: „Das ist zu schnell, das mag Alma nicht!“

Lucia lachte und Nora brummte: „Siehste.“

Da nahm sich Lucia etwas zurück, machte aber deutlich, dass man so nicht spielen könne. Nora griff derweil nach einem Stein, der vor dem Bild von Annas Mutter lag, hielt ihn fest in der Hand und fragte: „Darf ich den haben?“

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