Marian Hajduk - Dewil's Dance

Здесь есть возможность читать онлайн «Marian Hajduk - Dewil's Dance» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Dewil's Dance: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Dewil's Dance»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Alkoholexzesse, Drogen, schmuddelige Sexabenteuer und Schlafen bis zum Nachmittag – das sind die einzigen Fixpunkte im Leben des namenlosen Protagonisten, der seinen Alltag allein in einer heruntergekommenen Einzimmerwohnung fristet. Dabei war er immer der Meinung, dass ein großer Künstler in ihm schlummert. Und er wünscht sich nichts sehnlicher, als seiner Berufung zu folgen und Schriftsteller zu sein! Doch obwohl er alle Voraussetzungen geschaffen hat, um sich in Ruhe der Arbeit zu widmen – ihm gelingt nichts. Quälender als der ewige Stillstand sind nur sein Selbsthass und die Zweifel an seinem Vorhaben. Eine mysteriöse Begegnung aber reißt ihn schlagartig aus seiner Lethargie: Während eines nächtlichen Streifzugs trifft er auf eine skurrile, geheimnisvolle Gestalt namens Dewil. Und als hätte diese Begegnung das Tor zu einer fremden, phantastischen Welt aufgestoßen, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse: Da ist zunächst die Affaire mit einer unglaubwürdig schönen, geheimnisumwitterten Fremden. Und wenig später wird der Protagonist in ein finsteres Abenteuer aus Gewalt, Drogen und unheimlicher Begierde hinabgezogen, in dem allmählich die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen. Fast scheint es, als sei er über Nacht Teil seiner eigenen Geschichte geworden…

Dewil's Dance — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Dewil's Dance», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Die beiden Männer sitzen einander gegenüber. Ihre Augen sind schmal, ihre Blicke funkeln. Wie langsam wachsende Blitze aus Eiskristall bohren sie sich ineinander…

Sagen Sie mir, mein lieber Holmes, beginnt Moriarty das Gespräch: Wie halten Sie es mit der einen, uralten, der Mutter aller Fragen? Dem ewigen Rätsel unseres menschlichen Daseins? Seine Stimme ist hell, dünn und schneidend.

Sie meinen die Frage nach dem Warum? Dem … Sinn des Lebens? antwortet Sherlock. Nun, ich betrachte mich als deduktiv arbeitenden Wissenschaftler. Und da in dieser Frage kein Beweis für die Überlegenheit irgendeiner Theorie existiert, muss ich konstatieren: Wir wissen es nicht. Sherlock ist nervös – doch er hat seinen Körper und seinen Verstand unter Kontrolle.

Exakt, antwortet Moriarty. Sein Ton ist dozierend. Gönnerisch. Obwohl sich Myriaden philosophischer, geistlicher und naturwissenschaftlicher Autoritäten die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch angeschickt haben, dieser ältesten aller Fragen eine Antwort abzuringen, enden all ihre mehr oder minder erwähnenswerten Versuche in der immer gleichen profanen Feststellung: Wir wissen es nicht.

Ich bin ganz Ihrer Meinung, entgegnet Sherlock. Seit Sokrates erschöpft sich unser Wissen in dieser Erkenntnis: Ich weiß, dass ich nichts weiß - diese sechs Worte sind der Anfang und das Ende des metatheoretisch Verbürgten. Die erste und bisher einzige philosophische Erkenntnis.

Aber jetzt wird es interessant mein Lieber, passen Sie auf! fährt Moriarty fort. Für unser Universum ergeben sich daraus genau zwei mögliche Morphologien. Erstens: Angenommen es handelt sich bei unserer Erde, unserem Sonnensystem, unserer Milchstraße mit ihren 100 Milliarden Sternen und unvorstellbar vielen Planeten, beim gesamten Universum mit seinen 100 Milliarden Galaxien, 100 Milliarden mal 100 Milliarden Sternen und unendlich vielen Planeten um ein Zufallsprodukt, um die schlichte und grundlose – wenngleich über alle Maßen kolossale – Ansammlung von Wasserstoff und Helium, ohne Plan und ohne Ziel, die sich über die Jahrmilliarden zu Sternensystemen, Planeten und letztlich zu uns selbst verdichtet hat, wie Milch zu Klumpen wird, wenn sie lange genug steht – dies angenommen ist es nur allzu logisch, dass wir den Grund oder Sinn unseres Daseins nicht kennen. Denn es gibt ihn nicht.

Mit Möglichkeit zwei verhält es sich dagegen ungleich komplizierter. Denn vorausgesetzt, es gibt diese eine Ursache für unser Dasein, die von den Akademikern Entität und von den meisten Menschen Gott genannt wird…

…dann bleibt sie absichtlich unsichtbar, ergänzt Sherlock unbeeindruckt. Die eine Macht, die das Menschengeschlecht geschaffen hat und die zehn Trilliarden Sterne, die uns am Nachthimmel leuchten, enthält uns die Erkenntnis ihrer selbst absichtlich vor.

So ist es! so ist es! Diese … Macht, Kraft oder Gottheit hat uns auf einem Gesteinsbrocken von exakt berechneter Größe und Entfernung zur Sonne eine Heimat gegeben, sie hat uns ein Magnetfeld, einen Magmakern und eine Atmosphäre geschenkt, uns mit Land und ausreichend Wasser versorgt. Sie hat uns mit der Zauberkraft der Evolution ausgerüstet, hat gesehen, wie aus chemischen Verbindungen organische wurden, wie Ratten ins Meer gingen und sich in Wale verwandelten, wie Affen von den Bäumen stiegen, Tiere jagten und Feuer machten. Sie hat uns gesehen, wie wir begannen, unsere Toten zu bestatten, Kriege zu führen, zu beten und unsere Kinder zu lieben.

Und sie hat gesehen wie wir fragten, fügt Sherlock hinzu. Wie mit unserem Verstand unser Wissensdurst ins Unermessliche wuchs. Wie Menschen sich auf die gefährlichsten Reisen begaben, um Wissen zu erlangen, und wie sie sich foltern ließen, um es zu verteidigen. Sie hat gesehen, wie mit jeder Antwort zwei neue Fragen entstanden. Wie unser vom Fortstreben besessener Geist sich in einer nach zwei Seiten gerichteten Unendlichkeit verlor, die in den abermilliarden Lichtjahre entfernten Weiten des Universums immer größer und in den Miniaturen der Elementarteilchen immer kleiner wird. Sie hat gesehen wie wir uns quälten. Wie wir schließlich scheiterten und verzweifelten. Da wir erkannten, dass es alles ist, was wir erhoffen können, irgendwann das Wie zu verstehen. Wenn die Wissenschaft den letzten Winkel der Dunkelheit um uns herum ausgeleuchtet hat. Während das Warum immer verborgen bleiben wird…

Jeden Tag, entgegnet Moriarty, wälzen wir ein neues Gedankenkonstrukt den Berg hinauf, von dem wir hoffen, dass es unser Dasein erklärt – und am Ende steht immer das gleiche Ergebnis: So könnte es sein. Oder anders. Wir wissen es nicht.

Und obwohl die Macht, die uns geschaffen hat, diese verzweifelten Bemühungen sieht, das klägliche, wimmernde Betteln in unseren Augen, verwehrt sie uns unseren sehnlichsten Wunsch und lässt uns zappeln wie Würmer am Haken. Allein. Ohne Antworten.

So weit, so unbeeindruckend, resümiert Sherlock. Bis hierher scheinen wir im Großen und Ganzen übereinzugehen…

Bis hierher! Aber gleich wird Ihnen der fundamentale Unterschied unserer Positionen bewusst werden… Denn unser beider Existenzen speisen sich aus zwei gänzlich gegensätzlichen Voraussetzungen. Ihre Existenz, mein lieber Holmes, gehorcht ganz und gar der Notwendigkeit. Sie ist abhängig von Bedingungen, die Sie selbst nicht beeinflussen können. Und trotz Ihrer unbestritten ganz und gar nicht gewöhnlichen Persönlichkeit, unterscheiden Sie Sich darin keinen Hauch von all Ihren völlig gewöhnlichen Mitmenschen.

Sie werden das sicher gleich näher ausführen…?

Aber natürlich! Alle menschlichen Handlungen sind Mittel, die einen zukünftigen Zweck verfolgen – der wiederum nur ein Mittel zu einem ferner in der Zukunft liegenden Zweck darstellt und so weiter. Wir werden geboren und aufgezogen, damit unsere Intelligenz sich entfalten kann. Wir besuchen die Schule, um später für das Gymnasium zugelassen zu werden, um daraufhin an der Universität studieren zu können. Und das tun wir, um später bestmögliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu besitzen. Wir treiben Sport, um uns körperlich fit zu halten, pflegen unser Aussehen, um für das andere Geschlecht attraktiv zu sein. Wir streben eine gutbezahlte Stellung an, um für das andere Geschlecht attraktiv zu bleiben und die Kosten für unser zukünftiges Leben bewältigen zu können. Dies tun wir, um eine Familie unterhalten zu können, und eine Familie gründen wir – so nüchtern es nunmal klingt – um durch Reproduktion den Fortbestand unserer Spezies zu sichern. Wir arbeiten, um Ersparnisse anzuhäufen, fahren in den Urlaub, um anschließend wieder effizienter arbeiten zu können, häufen Ersparnisse an, um für das Alter vorzusorgen. Wir sorgen für das Alter vor, um unsere materielle und medizinische Versorgung gesichert zu wissen. Um anschließend in Ruhe sterben zu können.

Bis wir im ratenfinanzierten Nussbaumsarg in die Grube auf dem Gemeindefriedhof fahren, die für die nächsten 30 Jahre im Voraus bezahlt ist, war unser Leben eine Aneinanderreihung von Notwendigkeiten. Und nachdem wir 80 Jahre lang geschuftet und gelitten haben, liegen wir endlich hier und sind niemandem etwas schuldig geblieben.

Unsere Existenzen sind nicht autonom, die freie Entscheidung, von der wir so gerne sprechen, gibt es in Wahrheit nicht. Alles, was wir tun, ist funktionieren und gehorchen – entweder dem göttlichen Willen oder schlicht unserer biologischen Determinierung. Wir unterscheiden uns von den Affen und Amöben dieser Welt durch die Anzahl unserer Gehirnzellen, nicht aber durch das Wesen unseres Verhaltens: Fortentwicklung, Fortpflanzung, Fortbestand. Weiter und weiter und weiter. Vollautomatisiert, genau wie jede andere Spezies. Und keiner weiß wozu.

Wir sind Marionetten - entweder der Sinnlosigkeit oder einer gigantischen göttlichen Groteske, deren Ziel wir nicht kennen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Dewil's Dance»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Dewil's Dance» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Dewil's Dance»

Обсуждение, отзывы о книге «Dewil's Dance» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.