Daniel Nebelhain - Das alte Leben

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Olaf lebt ein normales Leben, bis er immer wieder Bruchstücke aus einem vorigen Leben erträumt und Teile in seinem jetzigen Leben nachvollziehen kann. Sein voriges Leben hat dabei Auswirkungen auf sein jetziges Leben und langsam überlagern sich die beiden Leben.

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Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Unsere beiden Kater verwüsten wieder einmal die Küche. Dieses Mal hörte es sich an, als wenn sie die Pfanne von der Spüle geschmissen haben. Der Geruch vom Fisch war wohl doch zu verführerisch für die beiden. Müde blicke ich auf meinen Wecker. Es ist gerade einmal 4 Uhr morgens, nach schauen und beheben werde ich das besser Morgen. Jenny schläft tief und fest. Es ist schon bewundernswert, das Haus könnte neben ihr abgerissen werden und sie würde weiter schlafen. Gibt Xiameh aber auch nur das leiseste Hüsteln von sich, so schreckt sie sofort hoch und ist sofort hellwach. Sie sieht so friedlich aus, ihre langen roten Haare liegen über das Kissen und in der Dunkelheit kaum erkennbar sind ihre Sommersprossen. Ich kuschel mich an sie und verfalle kurze Zeit später wieder dem Schlaf.

Kapitel 3

Am Mittwoch fahre ich nach der Arbeit noch bei Michael vorbei. Beim letzten Besuch hatte ich schon festgestellt, dass seine Grafikkarte im PC hin ist und ich habe nun eine neue für 40 Euro besorgt. Bei seinen Eltern angekommen, gehe ich durch das Tor in den Hinterhof. Er hat da ein kleines Häuschen in zweiter Reihe. Klein heißt in diesem Fall wirklich klein. Es ist nicht viel mehr als ein Wohnzimmer in dem sich eine Küche und eine Schlafcouch befinden. Daneben gibt es nur noch ein kleines Bad und ein kleines Atelier. Bis jetzt verkaufen sich seine Bilder nicht wirklich gut, aber es reicht, um damit zumindest über die Runden zu kommen. Neben dem Häuschen steht noch eine alte Eiche, was dem Ganzen ein recht idyllisches Flair verleiht. Nach der Begrüßung mache ich mich auch direkt ans Werk und keine halbe Stunde später fährt sein PC auch wieder ohne Probleme hoch. „Perfekt, vielen Dank! Magst Du noch einen Kaffee?“ fragt Michael zufrieden. „Zu Kaffee sage ich nie nein“ ist meine schon zu erwartende Antwort. Wenige Minuten später sitzen wir auch schon auf dem Sofa, trinken Kaffee und reden miteinander. „Olaf? Ich muss dir was sagen. Ich hoffe wir bleiben trotzdem Freunde“ wirft Michael im Laufe des Gesprächs ein. „Was sagen? Was hast Du verbrochen?“ frage ich irritiert. „Noch nichts“ ist seine Antwort. „Wie noch nichts? Nun mache es nicht so spannend“ fordere ich ihn auf fortzufahren. „Weißt Du, ich habe mich entschlossen einen großen Schritt zu gehen“ fährt er fort und tanzt damit immer noch um den heißen Brei herum. „Was für einen Schritt?“ frage ich weiter verwirrt. „Ich will kein Mann mehr sein. Schon als Jugendlicher habe ich mich nicht als Mann gefühlt, sondern eher als Frau. Nun will ich endlich dazu stehen und mich operieren lassen. Verstehst Du das?“ lässt er nun die Katze aus dem Sack. Zuerst bin ich einmal sprachlos und ein unangenehmes Schweigen steht im Raum. „Du bist also im falschen Körper geboren?“ fasse ich mich dann und versuche das Gespräch wieder in Gang zu bringen. „Nicht im falschen Körper, ich mag meinen Körper. Nur das Geschlecht ist halt falsch“ führt Michael weiter aus. „Puh, das sind ja Neuigkeiten. Na zumindest hast Du nichts Schlimmes verbrochen. Und dein jetziges Leben? Das Angeln, die Kunst, das alles? War das alles nur Show oder ist das der echte Michael?“ frage ich weiter. „Das alles war schon immer Michaela, ich habe mich nie groß verstellt, außer dass ich halt nicht geschminkt und in Kleidern aufgetaucht bin. Hast Du dich nie gefragt, warum wir nie über Frauen geredet haben?“ antwortet Michael. „Wenn ich ehrlich bin nicht. Es hatte sich aber auch nie so richtig angeboten. Am Weiher laufen ja nicht besonders viele Frauen herum, die ein Gespräch anregen würden“ gebe ich nun zu. „Findest Du meinen Weg sehr schlimm?“ fragt Michael nun vorsichtig nach. „Ach wieso, wenn ich bisher die echte Michaela kennen gelernt habe, dann macht es keinen Unterschied für mich. Es wird nur nicht einfach werden, Jenny zu erklären, dass ich komplette Sonntage am Weiher mit einer Frau verbringe“ gebe ich ehrlich zur Antwort. Nun kann ich förmlich sehen, wie eine schwere Last von seinen Schultern zu fallen scheint. „Solange das das einzige Problem bleibt“ antwortet Michael nun merklich erleichtert. „Ich hoffe Du willst in Zukunft jetzt nicht über Schuhe mit mir reden“ scherze ich. „Da mach dir mal keine Sorgen, dafür habe ich schon ein Forum gefunden, wo noch andere wie ich sind. Mein PC funktioniert ja nun wieder, also musst Du nicht dafür herhalten“ sagt er nun lachend. Ich steige ins Lachen ein und wir lachen beide. Das Gelächter hilft nun auch noch die letzte Anspannung aus dem Gespräch zu vertreiben und ich merke, dass Michael es echt wichtig war, dass ich seine Entscheidung gut aufnehme. Auf der Heimfahrt regnet es und ich denke noch über die Neuigkeiten nach, ein wenig feminin hat er ja schon immer gewirkt. Ich denke so weiter über das Gespräch und seine Entscheidung nach, als mir plötzlich mein Traum wieder einfällt. War es Zufall, dass die Gräfin im Traum genau wie er alles getrennt gegessen hat? Und den anderen Traum, wo ich einen Keller gemauert habe, habe ich da nur das erlebte in dem Haus verarbeitet? Ein Zwerg ist mir in den letzten Monaten eigentlich nicht begegnet. Wofür steht ein Zwerg namens 'Walter'? In letzter Zeit habe ich schon seltsame Wege genommen um das erlebte des Tages zu verarbeiten. Zu Hause erzähle ich Jenny von den Neuigkeiten. Meine Befürchtungen, dass sie eifersüchtig werden könnte, wurden glücklicherweise nicht erfüllt. Im Gegenteil, Jennys grüne Augen leuchteten vor Begeisterung und sie will sich Michael nun hin und wieder ausleihen, um mit ihm samstags shoppen zu gehen. Ich hätte ja mit vielem gerechnet, aber damit nun wirklich nicht. Damit wird er wohl von meinem Freund zum Familienfreund. Bisher hatte Jenny ihm wenig Beachtung geschenkt, aber nun ist er anscheinend echt spannend für sie geworden.

Kapitel 4

Endlich einmal wieder ein arbeitsfreier Tag. Der Kellerbau war, im Gegensatz zu der Arbeit sonst, sehr lohnend. Wieder steht die Sonne hoch am Himmel und es zeigen sich nur ein paar Schönwetter-Wolken. „Kennst Du noch den großen Stein am Wald direkt hinter der Brücke am Bach?“, fragt Walter unvermittelt. „Da wo wir schon einmal ein paar Forellen aus dem Bach gegessen haben“ setzt Walter noch hinzu. „Ja? Warum?“ frage ich vorsichtig nach. „Das Gasthaus letztens hat mich auf den Geschmack gebracht. Da waren doch beim letzten Mal noch Löcher im Boden von Kaninchen. Sollen wir uns nicht einen schönen Braten fangen?“ fragt Walter und man kann förmlich sehen, wie ihm schon das Wasser im Mund zusammen läuft. „Das wäre doch Wilddieberei“, bemerke ich skeptisch. „Nicht direkt, der Wirt hat doch Kaninchen in einem Stall, es sind also Haustiere. Demnach wäre es wenn überhaupt nur Hauserei. Ist Hauserei verboten und strafbar? Natürlich nicht! Wären es Hasen, so läge die Sache anders, aber so kann uns keiner was“, verdreht Walter die Realität. „Ich glaube nicht, dass wir mit der Argumentation durchkommen würden, aber solange uns niemand sieht ... Lust auf einen Braten hätte ich auch“ erwidere ich. Auf dem Weg zum Stein erkundige ich mich: „Wie sollen wir das überhaupt anfangen? Wir haben keinen Bogen und auch keine Falle. Wir haben nicht einmal ein Seil“. „Ganz einfach, wir verstopfen alle Eingänge bis auf den Haupteingang und warten. Ist eins von den Kaninchen dann draußen, springe ich und verstelle den Eingang. Du wartest im Gebüsch gegenüber und schnappst dir den Braten“ erläutert Walter seinen genialen und seiner Meinung nach anscheinend unfehlbaren Plan. Am Stein angekommen machen wir uns daran alle Eingänge mit Ästen und Steinen zu verstopfen. Danach verstecke ich mich im Gebüsch und Walter hinter dem Stein. Eine halbe Stunde vergeht und nichts passiert. Sind hier überhaupt noch Kaninchen? Dann fällt mein Blick jedoch auf ein paar Kötel vor dem Loch. Also weiter warten. Das Gras hier sieht auch recht abgefressen aus. Es dauert noch eine gute halbe Stunde, bis sich vorsichtig zwei Ohren zeigen. Einige Minuten später ist es dann gut einen Meter von dem Loch weg und mümmelt ahnungslos etwas Löwenzahn, als Walter dann auch hervorspringt. Erschrocken läuft das Kaninchen los. Ich springe hervor und … „Taubendreck, vergriffen! Es flieht!“ fluche ich. Beherzt setzt Walter nach und verschwindet hinter dem Kaninchen im Busch. Ich versperre nun das Loch. Nicht einmal eine Minute später hetzt das Kaninchen an mir vorbei, gefolgt von Walter. Sie verschwinden in das nächste Gebüsch. „Gleich hast Du es!“ rufe ich hinterher. Ein kurzer Fluch, dann stapft Walter wieder aus dem Busch. „Wir haben ein Loch übersehen“ seufzt er mürrisch. „Das können wir dann heute wohl vergessen. Das Kaninchen kommt so schnell sicher nicht noch einmal aus dem Loch“ füge ich resignierend hinzu. „Versuchen wir es mit angeln?“ frage ich etwas niedergeschlagen nach. Fisch ist zwar kein Braten, aber immer noch besser als Hirsebrei. „Angeln kannst Du auch vergessen, die Sonne brennt seit Tagen, der Bach hier ist nur noch ein Rinnsal und der Weiher ist zu weit weg“ keucht Walter. „Also wieder ins Gasthaus? Vielleicht ist noch etwas von gestern übrig“ merke ich an. „Erst einmal die Kasse prüfen“ keucht Walter langsam zu Atem kommend. „Die Kasse prüfen?“ frage ich verwundert. “Wir haben doch erst gestern guten Lohn bekommen!“ setze ich etwas verwirrt hinzu. „Ja, das ist richtig, aber ich war einsam und dann war da diese nette Dame“ grinst er. Den Rest kann ich mir auch ohne Worte denken. Wir setzen uns auf den Stein und Walter dreht seinen Münzbeutel um und schüttet sich alle Münzen auf die Hand. „Verflucht!“, flucht er plötzlich und wir beide beobachten eine Münze, wie sie wie in Zeitlupe Richtung Boden fällt, genauer gesagt Richtung Kaninchenloch im Boden. Zu Walters entsetzen Richtung dem einzigen Kaninchenloch, das hier nicht verstopft ist. Kurze Zeit später ist die Münze verschwunden. Walter steckt die restlichen Münzen wieder in den Münzbeutel und springt vom Stein. Er nestelt im Loch nach der Münze. „Ich finde nichts, such Du einmal, Du hast längere Arme“ fordert er mich auf. Also probiere ich mein Glück, aber auch ohne Erfolg. Nach einigen Minuten gebe ich auch auf. „Das ist ja einmal echt gut gelaufen, wir haben keinen Braten und das Kaninchen kann sich nun Möhren kaufen“ bemerkt Walter spöttisch. „Du musst das positiv sehen, dann hat es genug zu fressen, vermehrt sich und unsere Chancen steigen, dass wir beim nächsten Mal eins erwischen. Sehe es als eine Investition in die Zukunft an, fast wie Samen in den Boden stecken“ versuche ich ihn ein Lächeln zu entlocken. „Kopf hoch Kleiner! Die Münze können wir zwar vergessen, aber ich lade dich ein. Ich habe gestern keine nette Dame getroffen und habe noch ein paar Münzen“ muntere ich Walter weiter auf. Walters Gesicht erhellt sich wieder. „Das höre ich gerne! Aber nenne mich nicht Kleiner“ antwortet Walter nun fröhlicher und knufft mir in die Seite. „Das ist der erste echte Lichtblick an diesem sonnigen Tag. Den Rest kann ich getrost vergessen. Mein erster Fehler heute war, ich hätte bei der netten Dame gar nicht wieder aufstehen sollen und einfach bis Morgen durch schlafen sollen“ antwortet Walter resümierend.

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