Der besondere Ratgeber über ätherische Öle
für Ihre Gesundheit
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Diese wichtigen Grundlagen müssen Sie kennen
Definition – Was sind ätherische Öle?
Herstellungsverfahren – So werden ätherische Öle hergestellt
Aufbewahrung und Lagerung – Darauf müssen Sie bei ätherischen Ölen achten
So können Sie die wertvollen ätherischen Öle anwenden
Die effektivsten innerlichen Anwendungsformen
Die effektivsten äußerlichen Anwendungsformen
So wirken ätherische Öle auf Ihre Gesundheit
Ätherische Öle – das natürliche Antibiotikum
Ätherische Öle – die Entgiftungskur für Ihren Körper
Ätherische Öle – der Jungbrunnen für Ihren Körper
Ätherische Öle – die Stimmungsmacher
Vorsicht bei der Anwendung von Aromaölen
Die 13 wirkungsvollsten ätherischen Öle für die äußerliche Anwendung
Bitterorange
Citronella
Kamille, römische
Lavendel
Majoran
Myrte
Niaouli
Pfefferminz
Rosenholz
Rosmarin
Teebaum
Ylang-Ylang
Zeder
So verwöhnen Sie Ihren Körper mit Aromabädern
So wirken ausgewählte ätherische Öle
Vorbereitungsmaßnahmen
Verdunstung ätherischer Öle: Vom Duft zum Wohlbefinden
Diese ätherischen Öle sind optimal für die Verdunstung
Ackerminze
Anisöl
Eukalyptusöl
Fichtennadelöl
Jasmin
Lavendelöl
Lemongrasöl
Mandarine
Melissenöl
Orangenöl
Pfefferminzöl
Rose
Sandelholz
Tanne, sibirische
Zitrone
Impressum
Der Begriff „Aromatherapie“ wird nicht nur mit kosmetischen Anwendungen, Massagen oder der entspannenden Wirkung in Verbindung gebracht. Die Aromatherapie mit ihren ätherischen Ölen ist längst zu einer eigenständigen medizinischen Disziplin geworden, die über enorme therapeutische Heilwirkung verfügt.
Ätherische Öle werden aus Pflanzen oder Pflanzenteilen gewonnen. Die Aromatherapie wendet diese Öle an, um die Gesundheit positiv zu beeinflussen oder wieder herzustellen. Die Öle bringen Ihren Geist und Ihre Seele zurück in ein harmonisches Gleichgewicht.
Die ätherischen Öle sind keine Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes. Allerdings enthalten Sie hoch aktive Wirkstoffe, die eine medikamentöse Behandlung in manchen Fällen überflüssig machen.
Oft wird vergessen, dass die Naturheilstoffe der ätherischen Öle nicht harmlos sind. Ansonsten wäre deren Wirkung auf bestimmte Krankheitsbilder nicht so effektiv. Die Wirkung beginnt bereits bei den Pflanzen selbst. Denn die Aromaöle wirken dort wie ein Motor ihrer Existenz: als Energiespeicher, Informationsträger und Krankheitsschutz.
Die Methode, Krankheiten durch Düfte zu heilen, wurde erstmals im Jahr 5.000 vor Christus schriftlich erwähnt. Alte indische Schriften, die Veden, dokumentieren die Heilerfolge der Aromatherapie. Auf diesen Aufzeichnungen beruht die Heilkunst Ayurveda. Die ägyptische Hochkultur hatte ebenfalls ca. 3.000 vor Christus die therapeutische Wirkung der Duftöle erkannt.
Der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé gilt als der Begründer des neuzeitlichen Begriffs der Aromatherapie. Sein Einfluss darauf entstand durch einen Zufall: Er erlitt in den 1920er Jahren in seinem Labor eine schwere Handverletzung. Daraufhin hielt er seine Hand spontan in ein Gefäß mit Lavendelöl und entdeckte so die Heilkraft dieses Öls. Von da an war sein Interesse an der Wirkung ätherischer Öle geweckt. Er gilt als der Entwickler der heutigen Aromatherapie, die auf der Anwendung isolierter ätherischer Öle basiert.
Mit dieser Heilmethode behandelte der französische Arzt Jean Valnet im Zweiten Weltkrieg die verwundeten Soldaten und hatte großen Erfolg damit. Mitte des 20. Jahrhunderts forschte auch Marguerite Maury (gebürtig in Österreich als Margarete König) auf dem Gebiet der Aromatherapie und wurde dafür in den 1960er Jahren mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Die antivirale, antiseptische und infektionshemmende Wirkung der Öle wird heutzutage immer wichtiger. Vor allem weil Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika und deren Nebenwirkungen beinahe täglich zunehmen. Die Aromatherapie kann hier einen ganz entscheidenden Faktor übernehmen. Viele Krankheiten, die durch Immunitäten mittlerweile als unheilbar gelten, könnten mittels der Aromatherapie wieder geheilt werden.
Damit Krankheiten geheilt werden, ist natürlich ein fundiertes medizinisches Wissen zu der Heilwirkung der Öle notwendig. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, wie Sie Beschwerden und Erkrankungen mit ätherischen Ölen selbst behandeln können. Wenn Sie sich dieses Wissen angeeignet haben und die starke heilsame Wirkung erstmalig selbst verspürt haben, werden Sie von der Aromatherapie begeistert und vollständig überzeugt sein.
Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihr
Günter Stein
Diese wichtigen Grundlagen müssen Sie kennen
Definition – Was sind ätherische Öle?
Ätherische Öle,auch Aromaöle genannt, sind Substanzen duftender Pflanzen, so genannte Aromapflanzen . Im Gegensatz zu den verwandten Pflanzenölen weisen die ätherischen Öle eine andere Zusammensetzung auf. Reines ätherisches Öl enthält, anders als der Name sagt, kaum Fett. Machen Sie einfach den Test:
Ein Tropfen ätherisches Öl hinterlässt auf einem Blatt Papier keinen Fettfleck. Das liegt daran, dass sie aus hochgradig flüchtigen Molekülen bestehen. Diese Moleküle kommen als winzige Tröpfchen im Gewebe bestimmter Pflanzen vor.
Mein Tipp
Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihnen wirklich reines ätherisches Öl angeboten wird. Oft werden synthetische Substanzen zugesetzt. Dann sollten Sie vom Kauf unbedingt Abstand nehmen, denn das mindert die heilende Wirkung oder hebt sie vollkommen auf.
Das Etikett gibt meist Auskunft über die Qualitätsstufe. Ein hochwertiges ätherisches Öl weist auf dem Etikett folgende Informationen aus:
botanische Art in Latein
Pflanzenbestandteil, aus dem das Öl extrahiert wurde
biochemische Beschreibung
Herkunft (geographisch)
Gewinnungsmethode
Herstellungsverfahren – So werden ätherische Öle hergestellt
Zur Extraktion der Öle werden unterschiedliche Verfahren angewandt. Hier stelle ich Ihnen nur die vor, die für den medizinischen Einsatz geeignet sind. Für die Parfümherstellung werden weitere Methoden angewandt, die aber Lösungsmittelrückstände enthalten und daher medizinisch nicht verwertbar sind.
Das beste Verfahren ist die Destillation. Dabei werden die Pflanzenbestandteile in einem Kessel oder Destillierkolben auf einen Rost geschichtet. Der von unten zugeführte Wasserdampf löst die Aromamoleküle aus dem Pflanzenmaterial und führt sie nach oben in einen Kondensor ab. Dort wird das Gemisch abgekühlt und in eine Auffangschale weitergeleitet, die Wasser enthält. Da die gewonnen ätherischen Öle leichter als Wasser sind, setzen sie sich auf dem Wasser ab und können so ganz einfach vom Wasser abgeschöpft werden.
Manchen Pflanzen werden die ätherischen Öle durch Pressenentzogen. Dazu eignen sich allerdings nur Pflanzen aus der Familie der Rautengewächse. Alle Zitrusfrüchte gehören beispielsweise zu dieser Gattung. Die Substanzen befinden sich bei den Zitrusfrüchten in den Schalen. Bei der gewonnenen Substanz handelt es sich allerdings um eine Essenz und kein ätherisches Öl, denn es findet eine chemische Reaktion wie bei der Wasserdestillation statt.
Aufbewahrung und Lagerung – Darauf müssen Sie bei ätherischen Ölen achten
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