Henning Plähn - Ertrunken

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Tugendhaftes Empfinden und Sensibilität für moralische Fragen werden in der heutigen Zeit, in der alles Nichtstoffliche als Utopie verschrien wird, und Liebe am Körperlichen gemessen, oft als unnötiger Ballast abgetan. Steht anfangs noch der Glaube ans Ideal, so wächst aufgrund des damit verbundenen Leids die Ablehnung dieses Glaubens an Ideen wie die Liebe. Der Prozess vom Träumer zum Erwachten, zum Realisten ohne Leid, und die Möglichkeit der sorglosen Liebelei scheint erstrebenswert, Liebe dagegen kompliziert und anstrengend. Und schwimmt man mit seiner Idee von der Liebe nicht geradezu gegen den Strom? Wie sinnlos aber ist Liebe, wenn man sich damit von seinen Mitmenschen absondert.
Allerdings ist der Versuch, seine Idee der Liebe aufzugeben, um bei den anderen mitschwimmen zu können, ebenso konfliktbeladen wie das Verüben extremen Unrechts, selbst wenn es gesetzlich erlaubt ist.

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Es ist ein schönes Bild, das die beiden vor dem erleuchteten Haus, umrahmt von der winterlichen Idylle bei untergehender Sonne, abgeben. Im Hintergrund hört man das fröhlich Treiben im Haus. Der Junge beschreibt ihr seine Eindrücke und Gedanken. Er erzählt von seinem Studium, redet allgemein über das Leben in der Stadt, über seine Freundin, die er sehr liebe, und wie schön doch der Winter daheim sei, obwohl er sie vermisse. Er ist fast ebenso glücklich wie seine kleine Zuhörerin, nur hat er nicht dieses prickelnde Gefühl im Bauch, das sie selig beflügelt. Sie verliert ihre Gedanken in seinen, obwohl sie eigentlich nicht mehr richtig zuhört, und weiß selbst nichts mehr zu erzählen vor Glück. Sie spürt nur allzu stark, wie ihrer beider Hände nebeneinander liegen. Am liebsten wäre es ihr, er würde sein Gerede beenden und sie zärtlich berühren. Ein Kuss, eine herzliche Umarmung wären für den Anfang auch nicht schlecht. Schlafen würde sie wahrscheinlich noch nicht gleich mit ihm, sondern ihn erst noch ein bisschen zappeln lassen. Schließlich haben sie ja auch noch mehrere Tage und Nächte, bis er wieder abreist. Sie sieht ihn an, doch er arbeitet gerade ein Jugenderlebnis auf. Als sie seine Hand berührt, macht der sich in einen Erzählrausch Gesteigerte eine kleine Pause, die sie nutzt, um ihm zu sagen, wie sie fühlt:

»Ich habe mich heute in dich verliebt.«

»Ich glaube nicht, dass du mich wirklich liebst. Sicher, wir hatten heute einen netten Tag zusammen, und du bist ein tolles Mädchen. Aber ich glaube, du wirst noch viele Tage wie diesen erleben, mit vielen netten Jungs, in die du dich verlieben wirst, und irgendwann wird dann auch der Richtige dabei sein. Ich bin schon in einem Alter, in dem man mehr verlangt als diese Jugendspielerei«, bekommt sie als Antwort, die sie im gleichen Plauderton vernimmt wie das vorher Erzählte.

Da sie aber noch nicht alle Hoffnung aufgegeben hat, sagt sie, dass sie schon viel erwachsener sei, als er glaube, und schon genau wüsste, was sie wolle. Er sagt, er wäre auch mal jung gewesen und verstehe sie ganz gut, aber für ihn sei sie doch viel zu jung. Außerdem habe er eben nicht irgendeinen Schwachsinn geredet und sie würde ihm seine Freundin ganz bestimmt nicht ersetzen können. Dann steht er auf, um sich noch einen Punsch zu holen.

Als sie nun allein vor dem Haus zurückblieb, war Laura sich über ihre Gefühle nicht im Klaren. Eben hatte sie noch ihre Liebe gestanden und nun sah sie in dem schönen Studenten einen dummen, eingebildeten Idioten. Anders als in ihrem sonstigen Trotz, in dem um sie herum alles verdarb, beeindruckte sie jedoch diesmal die Schönheit der Natur weiterhin und schien ihr Trost zu geben, so dass das Mädchen, das eben seine große Liebe verlor, nicht traurig wurde.

Nach einer Weile, die sie noch zu stillem Nachdenken nutzte, ging sie ins Haus und schloss sich dem herrschenden Treiben an. Den Studenten jedoch ließ sie auflaufen, als er sich wieder mit ihr unterhalten wollte.

Geschrieben Februar 2001

Der Berggeist

Missmutig bahnte sich der Postbote seinen Weg durch den Wald. Es war für ihn immer besonders ärgerlich, wenn er einen Brief für einen der umliegenden Höfe zu überbringen hatte. Zwar war sein Bezirk der Gemeinde Ascheffel im Vergleich zu manch anderen wenig arbeitsintensiv, aber gerade deshalb waren etwas umfassendere Touren ein bitterer Wermutstropfen. Besonders die Route, die er heute zu absolvieren hatte, kam ihm wie eine Tortur vor. Wegen dieses einen Briefes für den Reimerhof musste er, ohne es mit einem weiteren Ziel verbinden zu können, den unwegsamen Waldweg entlang sein Fahrrad schieben; zumindest erschien ihm das weniger beschwerlich. Obwohl an diesem Herbsttag die Sonne die Blätter der Bäume herrlich durchdrang und manch anderer sich an dieser Wanderung durch die Hüttener Berge erfreut hätte, drehten sich die Gedanken des Beamten nur um seine Arbeit. Der Brief, den er bei sich hatte, kam ihm seltsam vor; Willi Reimer bekam sonst nie Post und nun war nicht einmal ein Absender vermerkt. Und die Aussicht auf ein Schwätzchen mit dem alten Reimer war ganz bestimmt kein Anlass zur Freude. Aber vielleicht hatte der Postbote ja Glück und es war niemand zu Hause, so dass er den Brief einfach nur einzuwerfen brauchte.

Der Reimerhof lag am Ende des Weges. Er war nicht stattlich, dafür aber aufgeräumt und übersichtlich. Der Hofherr genoss gerade seine Pfeife auf seiner Bank vor seinem Wohnhaus. Als sich die beiden Männer sahen, ließen sie sich nicht anmerken, wie unangenehm ihnen ihre Begegnung war. Der Bote schob beflissen sein Fahrrad die restlichen Meter, und Willi Reimer begrüßte freundlich den Ankommenden:

»Guten Tag. Schöner Tag heute, nicht?«

»Das kann man wohl sagen.«

»Sagen sie bloß, sie haben Post für mich! Wer kann mir denn schon geschrieben haben!?«

»Das weiß ich nicht. Es steht kein Absender drauf.«

Der Bote bockte sein Fahrrad auf, drehte seine schwarze Ledertasche, die er über die Schulter am Rücken getragen hatte, nach vorne, öffnete sie, entnahm den Brief und händigte ihn aus.

Willi Reimer bedanke sich kurz und legte den Brief neben sich auf die Bank, ohne noch weiter darauf einzugehen:

»Ich hoffe, diese Extratour hält sie nicht zu sehr von ihren sonstigen Pflichten ab. Es ist ja immer eine kleine Reise, wenn man zu uns gelangen will.«

»Ach, nein. Man tut halt seine Arbeit so gut man kann. ... Sagen sie, ist ihre Frau nicht zu Hause?«

»Nein, die ist zu Besuch bei ihren Freundinnen. Sie wissen ja, wie Frauen sind. Bei einer Tasse Kaffee über dies und das klatschen und die Welt ist für sie in Ordnung.«

»So, so. Macht sie sich heute also auch einen gemütlichen Tag.«

»Na ja, das Leben besteht doch schließlich nicht nur aus Arbeit.«

»Ja, ja. Na, ich werd dann mal wieder.«

Die beiden sahen sich noch kurz ins Gesicht, bevor der Bote sich auf sein Fahrrad schwang und davonfuhr. Willi wünschte ihm dabei freundlich einen schönen Tag.

Als er den Boten in den Wald verschwinden sah, zog Willi noch mal an seiner Pfeife und wandte sich dem Brief zu. Der alte Reimer erwartete keine Post und kannte auch niemanden, der ihm schon mal geschrieben hatte. Und nun lag dieser Brief neben ihm. Er nahm ihn mit der linken Hand und betrachtete ihn. In der Tat war der Absender nicht vermerkt. Aber die etwas kindliche Handschrift gab nun doch einen Hinweis auf den Verfasser, denn einige Tage zuvor hatte Willi seinem Neffen die Übernahme des Hofes angeboten; angeblich, weil die Arbeit ihn und seine Frau mittlerweile überlaste. Hauptgrund war jedoch die Überschuldung des Hofes. Um diese Schulden loszuwerden, erschien dem Hofeigner die Abtretung als einzig verbleibende Möglichkeit.

Während er den Brief öffnete, überlegte er zwar noch zweifelnd weiter, ob der Neffe wirklich der Absender sei, denn der wohnte nur fünf Kilometer entfernt im Nachbarort Brekendorf und hätte seine Antwort bestimmt persönlich mitgeteilt. Aber seine Zweifel blieben unbegründet, der Brief war wirklich vom Neffen. Willi dachte, was für ein Glück es sei, dass der Absender vergessen worden war, da der Postbote sonst sicherlich zu konkreten Spekulationen Anlass gehabt hätte und Willi Reimer einmal mehr zum Dorfgespräch geworden wäre. Außerdem, so nahm Willi an, hätte der Beamte wahrscheinlich einen noch größeren Groll gehabt, wenn er gewusst hätte, für welchen Firlefanze er da herzuhalten gehabt hatte.

Im Brief teilte der Neffe mit, dass er den Hof nicht übernehmen wolle. Sein Vater habe ihm davon abgeraten und es sei sicher das Beste so. Die briefliche Antwort sei deshalb erforderlich gewesen, weil der Vater ihn aufgrund der vielen Arbeit nicht einen Moment entbehren könne. Er entschuldigte sich dafür. Willi Reimer stand auf, zerknüllte den Brief und ging ins Haus.

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