Ole R. Börgdahl - Die Schlangentrommel

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Seine Bewegungen wurden immer schneller, immer ekstatischer. Er schlug die Trommel wie im Rausch, immer lauter, bis sich der Rhythmus herausgebildet hatte. Und dann folgte der tödliche Hieb. Rache. Das Jahr der Schlange. Eine Jagd auf Leben und Tod. Die Sühne für eine längst vergessene Schuld abseits der Killing Fields.
Tillman Halls ungewöhnlichster Fall, bei dem ihn Kriminaloberkommissar Kurt Bruckner von einer ganz anderen Seite kennenlernt.

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Ich bedankte mich. Wir hatten bei diesem Spektakel also einen Logenplatz. Bevor der Mann uns wieder verließ, bestellten wir noch eine Kaffeetafel mit Kännchen und Kuchen. Den Champagner behielten wir aber griffbereit.

»Wie hat Ihren Jungs das Spiel gefallen?«, fragte mich Bruckner, da sich im Garten noch nichts tat.

»Welches Spiel?«, gab ich begriffstutzig zurück. Dann fiel es mir aber ein. »HSV gegen Leverkusen. Schade, aber Bayer 04 war einfach zu stark. Die Logenplätze waren allerdings große Klasse. Da habe ich bei meinen Jungs punkten können, vor allem, als es dann zu regnen begann.«

»Ach, Sie haben draußen gesessen?« Bruckner grinste.

»Fußball spielt sich draußen ab«, konterte ich. »Aber wir sind dann ja hineingegangen. Ich muss meinen Schwiegervater mal überreden, sich auch an so einer Loge zu beteiligen.«

»Aber es hat Ihnen wenigstens gefallen«, zog Bruckner das Resümee.

»Uneingeschränkt!«, bestätigte ich. »Und es geht ja schon wieder gut los, im ersten Spiel der neuen Saison gleich ein Unentschieden auf Schalke.«

»Ach, das hat mich eher geärgert«, raunte Bruckner. »Zweimal geführt und dann doch nur ein drei zu drei.« Er schüttelte den Kopf.

»Hey, dafür gibt es gegen Hoffenheim morgen ein Fußballfest in der Imtech Arena«, versuchte ich Bruckner aufzumuntern.

Wie ich heute weiß, sollte ich mit dem Fußballfest am 17. August 2013 recht behalten. Mit einer Eins-zu-fünf-Klatsche hatte ich allerdings nicht gerechnet, aber das ist eine andere Geschichte. Unsere Kaffeetafel wurde serviert und Bruckner wunderte sich, dass es noch frischen Erdbeerkuchen gab. Ich klärte ihn darüber auf, dass das Café Brinckshafen ganzjährig in der Lage war, seinen Gästen frischen Erdbeerkuchen anzubieten und Bruckner nahm es hin.

Wir wollten gerade das Thema wechseln, als sich unten im Garten etwas tat. Einige Herren im Frack bildeten die Vorhut. Selbst der Fotograf hatte sich in Schale geworfen, obwohl sein langer Pferdeschwanz darauf schließen ließ, dass er im Alltag eine andere Kleiderordnung bevorzugte. Dann erschien eine folklore Musikgruppe in bunt geschmückten Kostümen. Wir verfolgen das Spektakel. Zunächst kam der Fotograf zu seinem Recht. Das Brautpaar posierte direkt unter unserem Fenster, so konnten wir die beiden nur schlecht sehen. Der Bräutigam war ein blonder Mittdreißiger und die Braut eine schwarzhaarige, eher kleine Frau. Soweit die ersten Zeugenbeobachtungen aus ungünstiger Position. Dann erwählte der Fotograf eine rankenbewachsene Palisade am elbseitigen Ende des Gartens und wir hatten von da an den besten Blick auf die Gesellschaft.

»Eine Philippinin«, ordnete Bruckner die Nationalität der Braut ein.

»Sie sind ethnisch nicht sehr treffsicher«, kommentierte ich.

»Wie meinen Sie das?«, fragte Bruckner. »Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass die Dame aus China kommt?«

»Das liegt zumindest etwas näher als die Philippinen«, sagte ich und nahm einen Schluck Kaffee. »Aber ich habe gar nicht so sehr auf die Braut gesehen, um zu wissen, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Khmer ist.«

»Eine was?«, fragte Bruckner überrascht.

»Khmer, Cambodia! Entschuldigung, Kambodscha!«, korrigierte ich mich. »Sehen Sie die Musiker?«

»Ja, die sehe ich. Und was ist mit den Musikern, außer das sie trommeln, Flöte spielen und tanzen?« Bruckner klang genervt, aber er kannte doch eigentlich meinen Stil.

»Nichts ist mit ihnen«, sagte ich. »Ich vermute nur, dass die Braut aus Kambodscha kommt, weil auf ihrer Hochzeit mit traditionellen kambodschanischen Musikinstrumenten gespielt wird, das ist alles.«

»Dann sind Sie auch noch Experte für exotische Musikinstrumente«, stellte Bruckner fest.

»Nicht im Allgemeinen, nur im Besonderen«, gab ich ihm zu verstehen.

»Nur im Besonderen!«, zitierte Bruckner mich. »Und das heißt?«

Ich räusperte mich. »Für einen Fall, in dem ich als, sagen wir mal, Berater tätig war, habe ich mich sehr intensiv mit Kambodscha beschäftigt.«

»Moment, Sie haben schon früher einmal für die deutsche Polizei gearbeitet?«, fragte Bruckner überrascht.

»Nein, nein, das war noch zu meiner Zeit beim NYPD«, klärte ich ihn auf. »Ich hatte damals aber schon mit Quantico zu tun, obwohl ich noch nicht zur Akademie gewechselt hatte.«

Er bekam große Augen und beugte sich näher zu mir über den Tisch. »Sie haben mir noch nie so richtig über Ihre frühere Arbeit berichtet, das interessiert mich jetzt aber. Ein FBI-Fall?«

»Nicht ganz, eher militärisch. Aber eigentlich darf ich nicht ...«

Bruckner sah mich erwartungsvoll an. »Ich bitte Sie, ich bin von der deutschen Polizei.«

Ich musste lächeln, wollte gerade etwas erwidern, aber jemand im Salon hatte ein Fenster zum Garten auf kipp gestellt. Die Klänge der Musik draußen drangen zu uns. Wir sahen beide hinaus. Es war sehr rhythmisch, die Melodie wurde von den Saiteninstrumenten und den Flöten bestimmt, die Trommeln gaben den Takt vor, schwollen an, gaben wieder die Melodie frei, um erneut hervorzutreten. Einer der Musiker saß im Schneidersitz vor der Gruppe. Mit den Handflächen schlug er auf eine bauchige, kleine Trommel. Ich deutete auf den Mann.

»Sehen Sie, das könnte eine Schlangentrommel sein«, erklärte ich Bruckner.

»Meinen Sie?«, kommentierte er. »Warum Schlangentrommel, weil damit Schlangen beschworen werden?«

Ich holte mein Smartphone aus der Jackentasche. Im Café Brinckshafen hatte man natürlich einen hervorragenden WLAN-Empfang.

»Ich werde das mal googeln, damit Sie mir auch glauben«, informierte ich Bruckner. Ich tippte den Begriff ein und es kam blitzschnell eine Antwort. »So, hier haben wir es. Ich zitiere: Die vasenförmige, im Mittelteil verjüngt abgerundete skoom kpuo ist ungefähr fünfzig Zentimeter hoch und wird von Hand aus dem Kernholz des Jack-Fruchtbaumes geschnitzt.« Ich deutete auf unseren sitzenden Musiker und fuhr fort. »Das gelbliche Holz besitzt hohe Resonanzfähigkeit. Die Außenseite wird mit vielfältigen Ornamenten verziert, und die Trommelöffnung erhält eine Bespannung aus getrockneter Schlangenhaut.« Ich sah Bruckner an. »Daher der Name Schlangentrommel, verstehen Sie?«

»Der Mann spielt aber auf einer roten Trommel«, entgegnete Bruckner.

Ich zuckte mit den Schultern. »Wollen Sie die Geschichte jetzt hören oder nicht.«

Bruckner nickte heftig.

»Es ist natürlich nichts für Ihren nächsten Stammtisch«, sagte ich beiläufig.

»Das ist doch selbstverständlich.« Bruckner beugte sich wieder vor und stütze die Ellbogen auf die Tischplatte, um mir seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken.

»Was wissen Sie über Kambodscha?«, fragte ich, natürlich rein rhetorisch, ohne eine Antwort von Bruckner zu erwarten. Und dann begann ich von den Verwicklungen zu erzählen, die sich vor zwölf, dreizehn Jahren abgespielt hatten und an denen ich nur beteiligt war, weil das Militär einen Analytiker dabeihaben wollte, der auch noch Deutsch sprach. Es war mein erster Aufenthalt in Quantico.

Kambodscha 1990

Das Walkie-Talkie knackte. Arun fuhr mit der Hand unter seinen Sarong und gab Antwort. Er drückte die Taste einmal lang. Das vereinbarte Zeichen. In der Fabrik wurde schon seit dem frühen Morgen gearbeitet. Hinter der Mauer, die das Gelände vollständig umgab, rauchte es aus zwei Schornsteinen. Das Tor auf der gegenüberliegenden Straßenseite war aber noch geschlossen. Seit ein paar Tagen beobachteten sie diesen Ort, und es wurde Zeit, dass sie handelten. Nach dem westlichen Kalender endete das Jahr der Schlange am 26. Januar 1990, und obwohl Arun sich schon lange nicht mehr an die alten Traditionen hielt, wollte er dieses Datum auf keinen Fall verstreichen lassen.

Er löffelte wieder aus dem Napf mit Gemüse und Hühnerfleisch. Er hatte sich unter das Zelt der Garküche gestellt. Entlang der Straße hatten Händler und Bauern ihre Stände aufgebaut. Das Viertel am Stadtrand von Sisophon war belebt. Lastwagen rumpelten über den brüchigen Asphalt, Motorräder schossen aus Seitengassen, die wenigen Autos hupten, Fahrräder schlängelten sich an den Fußgängern vorbei. Die Menschen drängten sich unter den bunten Stoffdächern der Markstände, die ihre Waren auf Schildern in geschwungener Khmer-Schrift anpriesen.

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