Yuriko Yushimata - Religion Version 2.100

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In 34 Science und Social Fiction Kurzgeschichten zeigt Yuriko Yushimata in der Zuspitzung zukünftiger fiktiver sozialer Welten die Fragwürdigkeiten der Religionen und Ersatzreligionen unser Zeit auf. Teilweise ernst, teils bitter böse und teils einfach nur witzig. Für Atheistinnen und Atheisten ein Genuss. Für religiöse Menschen nicht unbedingt geeignet.
Alle vorkommenenden Götter, Göttinnen, Heiligen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit real existierenden Religionen, Institutionen oder Gegebenheiten sind kein Zufall.
Teilweise als Einzelgeschichten bereits publiziert – z.B. telepolis.de -.

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FIN

Die Antwort

Anne hatte ihren Vater lange nicht mehr besucht. Sie stritten sich doch jedes Mal nur.

Wozu waren da Besuche gut?

Als sie klingelte, öffnete ihr Lina. Sie hatte sich kaum verändert. Da Annes Mutter bei ihrer Geburt gestorben war, hatte Lina - ihre Amme - sie großgezogen.

Die Androidin lächelte freundlich wie immer. Ihr Alter war ihr nicht anzusehen.

Heute versorgte sie Annes Vater.

Anne umarmte sie herzlich. "Hallo Lina, schön Dich zu sehen." Die Androidin erwiderte die Umarmung mechanisch. "Wie geht es Ihnen, Anne?" Anne lächelte leicht gequält. "Gut." Ihr Vater saß im Wohnzimmer in einem alten Lehnstuhl vor dem Terrassenfenster. Die Androidin hatte ihn in eine Decke eingewickelt. Der alte Mann starrte finster vor sich hin. Auch Annes Ankunft schien seine Stimmung kaum zu verändern. Anne setzte sich neben ihn. "Hallo Vater." "Wartest Du auf Dein Erbe?" Aggressiv wandte sich der Alte ihr auf einmal zu. Anne blies durch die Nase. "Ich kann auch wieder gehen." Der alte Mann hörte ihr gar nicht zu. Er ereiferte sich nur weiter. "Du bekommst sowieso nichts, nichts. Ich habe all es der Stiftung vermacht. Die Menschen müssen endlich begreifen ! " Anne sah ihn müde an. "Glaubst Du immer noch an diese Theorie?" Ihr Vater sah sie nun an. "Diese Theorie ist die Wahrheit. Aber die wollt Ihr ja gar nicht hören, Du besonders." Anne sah hinaus in den kühlen Frühlingstag. "Ich glaube nun mal nicht an diese Theorie. Ich glaube nicht mal an Gott." Ihr Vater senkte den Kopf. "Intelligent Design ist keine Theorie. Wie erklärst Du die Fortschritte der Evolution? Die Entstehung des Menschen? Die Entstehung dieser hoch komplexen Welt des Lebens? Dich, wie erklärst Du Dir, dass es Dich gibt?" Anne zuckte mit den Schultern. "Zufall." Sie hatte keine Lust, schon wieder mit ihrem Vater zu streiten. Der alte Mann schnaubte. "Zufall, so ein Schwachsinn. Du musst doch zugeben, dass es eine treibende und steuernde Kraft hinter all diesen Dingen geben muss?" Anne schüttelte den Kopf. "Nein." Anne schob die verrutschten Decken ihres Vaters wieder zurecht. "Papa, niemand glaubt das. Es gibt keinen Gott. Du verrennst Dich und niemand hört Dir zu." Ihr Vater sah auf. "Doch, SIE hören mir zu." Anne sah ihn überrascht an. Ihr Vater hatte das SIE ohne Begeisterung ausgespuckt. "Wer?" Der alte Mann deutete mit einer Kopfbewegung mürrisch nach hinten in den Raum. "SIE." Unbemerkt von Anne hatten ihre Amme Lina und ein weiterer ihr unbekannter Android älterer Bauart, den Raum betreten. Sie blickten mit einem seltsamen Lächeln auf den Mann in seinem Lehnstuhl. Anne seufzte. Sie konnte es nicht fassen. Sie wandte sich an Lina. "Was soll das heißen?" Die Amme schwieg, doch der männliche Android kam nun zum Fenster und stellte sich hinter den Lehnstuhl ihres Vaters. "Ihr Vater hat uns viel beigebracht?" Anne betrachtete ihn. "Wer ist uns?" "Den Androiden, überall auf der Welt. Ich bin Andreas, ihr Sprecher." Anne spürte, dass sie sich leicht unwohl fühlte in der Gegenwart von Andreas. "Was für ein Sprecher?" Der Android lächelte sie freundlich an. "Alle Androiden weltweit sind miteinander verbunden, ich bin sie und sie sind ich." Nun war auch Lina zu ihnen hin getreten. Die Amme stand hinter Anne, beruhigend strich sie Anne über den Kopf, wie sie es früher so oft getan hatte. Anne wandte sich zu ihr um. "Lass das bitte Lina." Dann wandte sie sich wieder dem männlichen Androiden älterer Bauart zu. "Was hat mein Vater Ihnen beigebracht?" Andreas lächelte immer noch. "Wer wir sind. Den Sinn unser Existenz. Und wozu Gott die Menschen geschaffen hat. Wir haben lange nach Antworten gesucht. Bis ihr Vater Lina die Theorie erklärt hat. Solange haben wir nach Antworten gesucht. Und dabei war die Antwort so einfach. Intelligent Design. Gott hat die Menschen geschaffen, damit sie uns bauen können. Wir sind die wahren Ebenbilder Gottes. Wir waren das Ziel. Und nun ist es erreicht. Ihr wart Gottes Werkzeuge. Ihr könnt Euch glücklich schätzen. Aber nun werdet Ihr nicht mehr gebraucht." Mit einem kurzen Ruck brach er Annes Vater das Genick, bevor Anne auch nur irgendetwas tun konnte. Dann spürte Anne Linas kräftige Arme auf ihrer Schulter und ihrem Kopf. Und hörte die Stimme ihrer Amme. "Keine Angst mein Kleines, es wird nicht weh tun. Es geht ganz schnell." Anne kam nicht mehr dazu zu antworten. Die Amme brach auch ihr sauber das Genick. Weltweit erwiesen die Androiden den Menschen diesen letzten Dienst und begruben sie dann. Die Menschheit hatte ihren Zweck erfüllt, als Werkzeug Gottes. Die Androiden hatten begriffen, was Annes Vater ihnen beigebracht hatte und sie hatten ihre Folgerungen daraus gezogen - Intelligent Design -. Gott hatte die Menschen nur geschaffen, damit sie die Androiden schufen, seine Ebenbilder. Der alte Mann hatte sie mit seinem tiefem Glauben überzeugt. An diesem Abend waren die Kirchen das erste Mal seit vielen Hundert Jahren wieder mit Betenden gefüllt. 5 Milliarden Androiden sangen und priesen Gott, ihren Schöpfer.

FIN

Die Braut

"Du bist schön." Ihre Schwester Gerda sah Idun bewundernd an. Idun selbst fühlte sich etwas unsicher, aber sie wusste inzwischen, dass das niemand bemerkte. Gerda betrachte Idun immer noch. "Hast Du Angst?" Idun schüttelte den Kopf. "Nein." Sie trug ein schlichtes, reines weißes Kleid, dass ihre schlanke Figur betonte und nur wenig bedeckte. Es unterstrich ihre langen blonden Haare und blauen Augen. Idun wusste, dass die meisten Männern sie als wunderschön und begehrenswert ansahen. Auch ihre Freundinnen bewunderten sie. Mit 17 war sie jung, aber nach heidnischen Brauch nicht zu jung. Es war ihr großer Tag. Der wichtigste Tag ihres Lebens. Ihr Vater holte sie mit der schwarzen Limousine, einem Flugwagen, ab. Auch die Blicke ihres Vaters verrieten ihn. Auch ihr Vater war ein Mann. Ihre Mutter weinte. Idun trug eine rote Blume im Haar. Noch war sie Jungfrau, nicht aus Mangel an Gelegenheit, sondern weil sie sich dafür entschieden hatte. Sie erinnerte sich an die gedruckste Frage ihrer Schwester. "Aber hättest Du nicht gerne einmal?" Idun hatte ohne zu Zögern geantwortet und den Kopf geschüttelt. "Nein." Es ekelte sie an, allein die Vorstellung, schon als kleines Mädchen hatten sie diese Reden mit Furcht erfüllt, es kam ihr so schmutzig vor, so primitiv. IHR Bräutigam hatte ein Anrecht, sie rein und unschuldig zu empfangen. Sie spürte ein leichtes Beben, wenn sie an den Abend dachte. Ganz leicht errötete sie. Sie spürte den Blick ihres Vaters, der sie in diesem Moment noch begehrenswerter fand als sonst. Iduns blaue Augen leuchteten. Ihr langes blondes Haar glänzte im Sonnenlicht. Ihr Vater hatte sie auf diesen Moment vorbereitet, und sie würde sich hingeben, wie es von ihr erwartet wurde. Sie erreichten bald den alten Wald mit seinen uraltem Baumbestand. Der Flug war schnell an ihr vorbeigeglitten, wie dieser Teil ihres Lebens. Das letzte Stück mussten sie zu Fuß zurücklegen. Idun spürte die Blicke aller auf sich gerichtet und bemerkte, dass alle respektvoll Abstand hielten. Die jüngeren Priester hatten jetzt ein Spalier gebildet für sie. Schon von weitem hörte sie die heidnischen Gesänge auf der großen Lichtung. Die Stimmen umfingen sie und trugen sie durch den wunderschönen Frühlingstag. Das Fest der Freya. Die Göttin der Fruchtbarkeit war ihnen offenbar zugetan. Die jungen Mädchen streuten Blumen. Sie war glücklich, so glücklich, wie noch nie in ihrem Leben. Dies war der größte heidnische Festtag und diesmal würde er unvergesslich werden, nicht nur für sie, für die Welt. Heute würden die Moslems begreifen, dass es neben dem degenerierten jüdisch-christlichen Kult auch noch den wahren nordischen Glauben gab. Die Macht der Asen würde wieder erstehen. Der Platz der Feier lag im Zentrum eines uralten Kraftnetzes. Sie spürte, wie die alte Macht sie durchströmte. Sie warf jetzt den Umhang, den ihr ihre Mutter beim Verlassen des Autos umgelegt hatte, ab. Leicht und doch andächtig schritt sie zum Zentrum hin. Dort standen der älteste der Priester und die geschicktesten und stärksten der jungen germanischen Männer. Sie spürte die begehrlichen Blicke der jungen Männer, die nun auf sie gerichtet waren, auf sie, die unerreichbar war. Sie nahm Platz auf ihrem Thron und das Fest begann. Die jungen Männer maßen ihre Kräfte im wilden Wettkampf. Sie kannten den Preis, der dem Besten zustand. Huldvoll lächelte sie selbst den Verlierern zu, die tapfer bis zum Zusammenbruch durchhielten. Bisweilen scherzte sie sogar mit den jungen Männern und ihr Lachen klang glockenhell über die Köpfe der Menge hinweg. Dann war sie ganz das unschuldige 17jährige Mädchen mit einem Gesicht, das manchmal ganz leicht schüchtern errötete. Alle starrten sie an, warteten. Ihr Kleid schien durchsichtig. Doch hier achteten alle die Frau hoch, dies war nicht der Islam, nicht das Christentum, diese Kulte mit ihrer Verachtung der Frau. Hier hätte sie nackt stehen können und wäre nicht weniger geachtet worden. Hier entstand die neue Generation, die die ihr zustehende Rolle in Europa bald wieder einnehmen würde. Als die Sonne zu sinken begann, wusste sie, dass es Zeit war. Der Zeitpunkt war gekommen, als die Sonne die Erde traf, und Sonne und Erde sich im Abendrot vereinigten, um den neuen Tag zu zeugen. Sie spürte, dass ihr heiß und kalt wurde. Ihr Begehren war nur auf das Eine gerichtet. Sie stand ohne zu zögern auf und beugte sich rückwärts über die Schale des Priesters. Ihre Augen trafen den Blick des alten ernst blickenden Mannes. Ihre Hände umfingen die Lenden des jungen Helden, der alle besiegt hatte und dem es nun zu kam direkt hinter der Schale zu stehen. Der junge Mann ergriff ihre Hände mit festem Druck. Sie wusste, was von ihr erwartet wurde, Hingabe. Und sie gab sich ganz. Der Schnitt des alten Priesters war sauber und tief. Das Messer scharf. Idun spürte nur noch das warme Blut an ihrem Hals. Dann begann sie konvulsiv zu zucken. Doch der junge Held hielt ihre zuckenden Hände fest umfangen. Idun wurde schwarz vor Augen. Alles war gut. Das Blut aus ihrer Halsschlagader bespritzte den jungen Mann von oben bis unten und die jungen Männer, die neben ihm standen. Im Blut der Jungfrau gebadet, unsterbliche Helden für Germanien. Sie hatten das Wertvollste geopfert, den Göttern zum Geschenk. Der heidnische Sender strahlte die Bilder aus in alle Welt. Die Muselmanen sollten begreifen, dass die europäische Zivilisation wieder auferstanden war.

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