Alexander Nadler - Handover

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Nachdem Claude Duchamp seinen Bruder tot in dessen Frankfurter Wohnung aufgefunden hat, macht er sich – gegen den Rat der Polizei – selbst auf die Suche nach dessen Mörder. So schwierig sich dabei das Auffinden und Zusammenfügen der einzelnen Puzzlesteine auch gestaltet, so wird ihm doch allmählich bewusst, dass sein Bruder allem Anschein nach einem weltweit operierenden Verbrechersyndikat zum Opfer gefallen ist. Doch warum?
Da er die Antwort auf diese Frage in Hong Kong zu finden hofft, macht er sich auf den Weg nach Asien, wo er bei einem Zwischenstation in Thailand bei einem mysteriösen Autounfall beinahe ums Leben kommt.
Während seiner Recherchen in Hong Kong, das kurz vor dem Handover an China steht, begegnet Claude Alicia, die er auf deren Einladung hin auf ihrer Konzerttournee durch die Volksrepublik begleitet. Zurück in Hong Kong lernt Claude während der Übergabefeierlichkeiten schließlich jenen Mann kennen, den er für den Tod seines Bruders verantwortlich macht.

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Zu dieser Tageszeit, am frühen Nachmittag, lässt das Amüsierviertel rings um Taunusstraße und Kaiserstraße kaum etwas von dem regen Treiben erahnen, das allabendlich einsetzt, sobald die Zeiger der Uhren über die Neun hinweg gerückt sind, und das erst mit dem Anbrechen des neuen Tages seinen Höhepunkt erreicht. Von den dann auf der Suche nach Freiern oder gleichgeschlechtlichen Lovers in schrillem Outfit daherkommenden Paradiesvögeln, den teilweise schon etwas abgetakelt wirkenden älteren Semestern dieses Gewerbes, den düster dreinblickenden, jederzeit zur gewaltsamen Lösung eines Zwistes oder einer Meinungsverschiedenheit bereiten Zuhältern, den schmierigen, in funkelnagelneuen, elendig teuren vierrädrigen Untersätzen durch die Straßen kurvenden Dandys, den schüchternen, von Scham geplagten Herren, die mit hochgezogenen Mantelkrägen möglichst unerkannt in eines der Etablissements verschwinden, in denen sie Befriedigung für ihre ihren Mitmenschen verschwiegenen Neigungen und Begehren zu finden hoffen, den sich zwischen all diesen tummelnden Fixern und Junkies, Dealern und Spielern, Betrügern und anderweitigen Ganoven bekommt Claude zunächst so gut wie nichts zu sehen. Das Licht des Tages scheuend, haben sich alle von diesem Treiben Profitierenden in das Dunkel der Trutzburgen zurückgezogen, deren Pforten sich erst beim Einbruch der Nacht öffnen und dann gierig ihre Krallen und Tentakel nach all jenen ausstrecken, die auf der Suche nach ein bisschen vermeintlichem Glück, purer sexueller Befriedigung oder aus Kurzweil vorbeikommen. Hinter der ein oder anderen Tür dringen gedämpft Musikfetzen hervor, in den Schaufenstern des ein oder anderen Pornoshops werden all jene Utensilien feilgeboten, die all jenen bei der Suche nach Glück und Befriedigung helfen sollen, die entweder glauben, sie von anderen nicht erhalten zu können, oder nicht imstande sind, sich auf die Gefühlswelt eines Sexualpartners einzustellen. Daneben versuchen die Fotos zum größten Teil entblößter Weiblichkeiten Passanten anzulocken, wobei die allzu grelle Schminke und lasziven Posen unschwer auf die Billigkeit des vorgetäuschten, sogenannten Vergnügens schließen lassen.

Nur ganz vereinzelt huschen anonyme Gestalten männlichen Geschlechts an ihm vorbei, an dem einen oder anderen Schaufenster versuchen sich Unerkannt-Bleiben-Wollende darüber klar zu werden, ob die angekündigten Verheißungen wohl das halten werden, was sie suggerieren. Lässig an die Eingangstür zu einem der Nachtklubs gelehnt, unterhalten sich zwei auf den ersten Blick als Durchschnittstypen weggehende Mittdreißiger angeregt über irgendwelche finanziellen Ausstände, wie Claude im Vorbeigehen mitbekommt. Seinem photographisch geschulten Blick, der auf das Heraus-Selektieren von Nuancen und Feinheiten getrimmt ist, entgehen die schweren, mit dicken Steinen besetzten Ringe und die edlen Uhren nicht, die die beiden in ihr Gespräch Vertieften tragen, beides mindestens eine Nummer zu groß für den Art von Typ, den sie mit ihrer Kleidung und ihren eher gutbürgerlich wirkenden Frisuren vorzugeben beabsichtigen. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite verschwinden zwei von der Ferne recht hübsch aussehende jungen Damen in einem weiteren Nachtklub, vermutlich um sich für ihre Proben oder ihren Auftritt vorzubereiten. Immer wieder bleibt Claude stehen, lässt seine Blicke - einem Radar gleich - die Straßen auf und ab gleiten, so als wolle er jedes Detail der Szenerie speichern, wenn möglich die Fassaden durchdringen. Stets neue Blickwinkel ausprobierend, hofft er so eines jener Szenenbilder ausfindig zu machen, die den Hintergrund der wenigen Außenaufnahmen bilden, die sich in dem von Philipp hinterlassenen rätselhaften Fotosortiment finden. Da es sich bei diesen jedoch samt und sonders um Nachtaufnahmen handelt, vermag Claudes Abstraktionsvermögen trotz aller Bemühungen nicht, die fast menschenleere Tages- in eine von mitunter zahlreichen Personen belebte Nachtszene umzusetzen. Ob seines Misserfolges, seiner Unfähigkeit ein wenig enttäuscht, beschwichtigt er sich mit dem Vorhaben, es am Abend noch einmal zu versuchen, wenn die Lichter angehen, die grellbunten Leuchtreklamen marktschreierisch um Kundschaften buhlen werden. So begnügt er sich für den Moment mit weiteren einfachen Milieustudien, die ihm dabei helfen sollen, sich in diese Welt hineinzudenken, hineinzufühlen, zwei Faktoren, die ihm für die Lösung des Falles äußerst wichtig erscheinen.

Ein leichtes Zwicken und Grummeln in der Magengegend macht ihn nach nochmaligem Durchstromern des Viertels darauf aufmerksam, dass er seit dem Morgen nichts gegessen hat. Da es noch mindestens zwei Stunden sein dürften, bis sich die Gegend mit Leben erfüllt, beschließt Claude in einem nahegelegenen Lokal einzukehren, um sich bei einem leichten Imbiss die zuvor gekaufte Zeitung zu Gemüte zu führen, hat er den Geschehnissen der aktuellen Weltpolitik in den letzten Tagen doch allzu wenig Beachtung geschenkt, wo er sich diesbezüglich doch an und für sich stets auf dem Laufenden zu halten bemüht. Das zum Nachtisch bestellte Stück Kuchen schmeckt für die Gegend erstaunlich gut, ebenso wie der Kaffee, der ihn aufputschen, die ganz allmählich seine Glieder und seine Gedanken lähmende Mattigkeit vertreiben soll.

20:48 Uhr

Die knapp zwei Meter über seinem Kopf befestigte Lichtreklame erhellt - im Sekundentakt flackernd - Claudes Antlitz, auf dem sich die schrillen Farben gedämpft widerspiegeln, wohingegen sie in den blankgewienerten Blechkutschen entlang des Bürgersteigs ihre volle knallige Farbenpracht zum Besten gibt. Doch nicht nur die Lichter sind zwischenzeitlich angegangen, wie Claude an der Straßenkreuzung stehend registriert, auch der Verkehr hat zugenommen, Parklücken sind rar geworden, die Trottoirs sind bei weitem nicht mehr so verwaist wie vor wenigen Stunden noch, und auch die Musik, die durch die Türen dringt, ist geräuschintensiver geworden. Die Arme einander um die Schultern gelegt und sich küssend, flanieren zwei Schwule an ihm vorbei und tauchen zwanzig Meter weiter in einem Pulk entgegenkommender lärmender, offensichtlich leicht angetrunkener Burschen unter, die geschlossen nach rechts im Spargo verschwinden, dessen Fassade erahnen lässt, dass es sich bei ihm im Vergleich zu den benachbarten Etablissements nicht gerade um eine der preisgünstigsten Vergnügungsstätten handelt.

Was ihn dazu veranlasst, sich gleichfalls in Richtung Spargo in Bewegung zu setzen, weiß Claude nicht, er verspürt lediglich den nicht näher zu beschreibenden Drang, endlich einen ersten konkreten Schritt unternehmen zu müssen - und warum nicht dort. Der Türsteher würdigt Claude praktisch keines Blickes, dafür sieht er sicherlich zu bieder aus, und der Ansturm hält sich zu dieser frühen Abendstunde gleichfalls arg in Grenzen, so dass es für den gelangweilt Herumstehenden offensichtlich keinen Grund zur Selektion gibt. Das Öffnen der Eingangstür ist gleichzeitig verbunden mit einer erheblichen Zunahme des Geräuschpegels und der Abnahme des zu erkennenden Umfeldes, aus dessen Dunkel heraus eine weibliche Stimme Claude bittet, ihr zu folgen. Sich allmählich an die Minimalbeleuchtung gewöhnend, durchmisst er mit wenigen Schritten den Vorraum, der mittels schwerer, raumhoher Vorhänge von jenem Raum abgetrennt ist, in den ihn die ein langgeschlitztes Kleid tragende Empfangsdame geleitet und in dem gut zwei Dutzend Tische in zwei Reihen um eine halbkreisförmige Bühne aufgestellt sind, die in diesem Augenblick abgedunkelt daliegt.

„Was darf es sein?“ Die Stimme der Platzanweiserin ist für Claude in diesem Moment das einzig beruhigende Element ringsum, nimmt ihm ein wenig von seinem Unbehagen, das dieses für ihn ungewohnte Umfeld in ihm hervorruft. „Wünschen Sie Gesellschaft?“

Von seinen Erfahrungen in Thailand her gewohnt, dass danach gar nicht erst gefragt wird, sich die Damen stattdessen ganz einfach ungefragt zu einem an den Tisch setzen und nur schwer wieder loszuwerden sind, ist Claude angesichts dieser diskreten Frage irritiert: „Nein, nein danke“, kommt es leicht stotternd aus ihm heraus.

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