Durch den Verkauf eines Puts können wir erneut die Versicherungsagentur oder das Kasino sein, indem wir darauf wetten, dass der Aktienkurs bei Verfall NICHT auf oder unter unserem Ausübungspreis liegt. Wenn wir richtig liegen, ist die Prämie, die wir am Anfang erhalten haben, unser Gewinn.
2.7 Option Moneyness (ITM, OTM, ATM)
Zu Beginn wiederholen wir noch einmal den Begriff des Basispreises oder „Strike“. Ein Basispreis ist der Preis, zu dem wir mit einer Option long oder short Engagements aufbauen würden. Im Gegensatz zu Aktien, bei denen wir gezwungen sind, den aktuellen Preis zu handeln, können wir verschiedene Optionen auswählen, die über oder unter dem Aktienkurs liegen und unterschiedliche Prämienwerte und Gewinnwahrscheinlichkeiten haben. Bei der Auswahl von Strikes gibt es einige entscheidende Konzepte, die jeder Trader kennen muss: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Option wertlos verfällt, und ob die Option im Geld (ITM), am Geld (ATM) oder aus dem Geld (OTM) liegt.
In-the-money (ITM), Out-of-the-money (OTM) und At-the-money (ATM) sind Begriffe, die den Ausübungspreis des Optionskontrakts im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs beschreiben. ITM- und OTM-Optionen haben unterschiedliche Auswirkungen, je nachdem, ob ich eine long oder short Option besitze. ITM-Optionen haben bei Verfall einen echten (intrinsischen) Wert, und OTM-Optionen haben nur extrinsischen Wert. Bei den ATM-Optionen handelt es sich um die Strikes, die dem aktuellen Aktienkurs am nächsten kommen. Denke daran, dass ITM nicht profitabel ist, es bedeutet nur, dass die Option einen inneren Wert hat. OTM-Optionen können vor dem Verfallsdatum rentabel sein, auch wenn sie nie ITM gehen! Du solltest dich also von den Begrifflichkeiten nicht verwirren lassen.

Abbildung 12: „Moneyness" #1
Bei einer Put-Option (long oder short) ist ITM die Option, wenn der Aktienkurs UNTER dem Ausübungspreis des Puts liegt (oder der Ausübungspreis über dem Aktienkurs liegt, je nachdem, welche Denkweise für dich am einfachsten ist). Wenn ich einen Long-Put zum Ausübungspreis von 60 USD habe und die Aktie derzeit bei 50 USD gehandelt wird, liegt diese Option im Geld (ITM), da der Long-Put es mir ermöglicht, 100 Aktien zu 60 USD statt 50 USD zu verkaufen. Wenn die Option für 12,50 USD gehandelt wird, weiß ich, dass 2,50 USD extrinsischer Wert sind, da die Option 10,00 USD ITM ist. Das Prinzip der extrinsischen und intrinsischen Werte behandeln wir in den folgenden Kapiteln.
Wenn ich einen Short-Put bei 40 USD habe, wäre diese Put-Option bei dem Beispiel oben aus dem Geld (OTM). Bei einer Aktie von 50 USD hätte der 40-USD-Put bei Verfall keinen echten (intrinsischen) Wert. Der Put-Inhaber kann Aktien zu einem höheren Preis am Markt verkaufen als der Put-Kontrakt bietet. Solange die Aktie bei Verfall über 40 USD liegt, würde ich die Prämie, die ich zu Beginn erhalten habe, als Gewinn verbuchen können.
Bei einer Call-Option (long oder short) ist die Option ITM, wenn der Aktienkurs ÜBER dem Ausübungspreis des Calls ist (oder der Ausübungspreis unter dem Aktienkurs liegt, je nachdem, welche Denkweise für dich am einfachsten ist). Wenn ich einen Long-Call zum Ausübungspreis von 35 USD habe und die Aktie derzeit bei 50 USD gehandelt wird, liegt diese Option im Geld (ITM), da der Call es mir ermöglicht, 100 Aktien zu einem Preis von 35 USD anstatt 50 USD zu kaufen. Wenn die Option für 15,50 USD gehandelt wird, weiß ich, dass 0,50 USD extrinsischer Wert sind, da die Option 15,00 ITM ist.

Abbildung 13: „Moneyness“ #2
Wenn ich einen Short-Call bei 60 USD habe, wäre die Option "out of the money" (OTM). Bei einer Aktie von 50 USD hätte der 60-USD-Call bei Verfall keinen echten (intrinsischen) Wert. Der Call-Inhaber kann Aktien zu einem niedrigeren Preis am Markt kaufen als der Call-Kontrakt bietet. Solange der Aktienkurs bei Ablauf meiner Short-Call-Option unter 60 USD liegt, würde ich die Prämie als Gewinn halten.
Wenn wir Optionen verkaufen, verkaufen wir im Allgemeinen ATM- oder OTM-Optionen. Der Verkauf von ITM-Optionen kann irreführend sein, da sie einen höheren Preis haben, aber der größte Teil dieses Wertes ein intrinsischer Wert ist. Dieser Wert wird sich nicht ändern, ohne dass sich der Aktienkurs ändert. Wenn ich einen Call mit einem Preis von 10 USD für insgesamt 11 USD verkaufe, kann ich in Wirklichkeit nur 1 USD durch den Trade verdienen, wenn der Aktienkurs bis zum Verfall genau dort bleibt, wo er ist. Dies liegt daran, dass die Option anfangs einen Wert von 10 USD hatte und der Aktienkurs sinken müsste, damit auch der Optionswert sinkt.
Merke:
ITM / OTM / ATM sind Begriffe, die den Ausübungspreis des Optionskontrakts im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs beschreiben .
ITM-Optionen haben bei Verfall einen intrinsischen Wert .
OTM-Optionen haben nur extrinsischen Wert .
ATM-Optionen sind Strikes, die dem aktuellen Aktienpreis am nächsten kommen .
Als Optionsverkäufer wollen wir, dass unsere Optionen bei Verfall OTM sind, als Optionskäufer wollen wir sie ITM haben.
2.8 Extrinsischer & Intrinsischer Wert
Bevor wir uns mit den weiterführenden Besonderheiten beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, dass alle Strikes der Optionen aus einem extrinsischen Wert, einem inneren (intrinsischen) Wert oder einer Mischung aus beiden zusammengesetzt werden.
Der extrinsische Wert ist der Zeit- und Volatilitätswert. Dieser wird durch die Zeit bis zum Verfall und die implizite Volatilität beeinflusst. Alle Optionen haben einen gewissen extrinsischen Wert, solange bis zum Ablauf der Option noch Zeit übrig ist. Der innere Wert ist der tatsächliche Wert bei Verfall. Wenn der Inhaber der Option berechtigt ist, Aktien zu einem Abschlag zu kaufen (Calls) oder zu einem höheren Preis als den Marktpreis (Put) zu verkaufen, hat die Option einen inneren Wert und wird als „im Geld“ angesehen. Calls, die unter dem Aktienkurs liegen, haben einen inneren Wert. Puts, die über dem Aktienkurs liegen, haben dementsprechend ebenso einen inneren Wert.
„Aus dem Geld“ liegende Optionen bestehen rein aus extrinsischem Wert. Dies bedeutet, dass sie bei Verfall keinen wirklichen Wert haben. Bei Calls handelt es sich um Strikes, die über dem Aktienkurs liegen. Für Puts werden dies Strikes sein, die unter dem Aktienkurs liegen. Als Optionsverkäufer ist das natürlich ein riesen Vorteil. Denn selbst wenn die Option per se wertlos ist – wir behalten die Prämie.
Optionen, die “im Geld” liegen, bestehen aus einem intrinsischen Wert, haben in der Regel jedoch auch noch einen gewissen Extrinsischen. Bei Calls wären dies Strikes, die unter dem Aktienpreis liegen. Für Puts gilt, dass es sich um Preise handelt, die über dem Aktienpreis liegen. ITM-Optionen mit dem geringsten extrinsischen Wert sind extrem tief im Geld zu finden. Als Optionsverkäufer ist dies nicht ideal. Wir möchten, dass unsere Optionen OTM verfallen und wertlos sind. ITM-Optionen sind mindestens ihren inneren Wert wert. Das heißt, wenn wir die Position schließen wollen, müssen wir möglicherweise unsere Position zu einem höheren Preis zurückkaufen, als wir sie verkauft haben, was zu einem Verlust führen würde. Das Gegenteil trifft für jemanden zu, der diese Option gekauft hat.
Aber, noch einmal in aller Ausführlichkeit:
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