Hans-Jürgen Setzer - Der meergrüne Tod

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Leon Walters, Chefredakteur des Koblenzer Tageskuriers, ein unverbesserlicher Morgenmuffel, ansonsten gutmütig, hilfsbereit und voller Engagement stolpert in seinem zweiten Fall mitten hinein ins pralle Drogenleben.
Während seiner Recherchen stößt Leon Walters auf den Manager eines Pharmakonzerns, dem es nicht nur um Geld, sondern vor allen Dingen um Macht, gesellschaftlichen Einfluss und Sex geht. Auf einer Irlandreise entdeckt er, dass aus harmlosen Algen tödliches Gift produziert wird. Leon Walters gerät dabei in akute Lebensgefahr. Wird es ihm gelingen, die Gefahr zu überwinden und die Machenschaften aufzudecken?

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„Es fing wirklich alles erst nach dem Unfall an?“, fragte Leon interessiert und ein wenig erstaunt.

„Ja, ich denke schon. Vorher ist mir jedenfalls nie etwas bei Julian aufgefallen. Natürlich waren wir als relativ junges Paar vielleicht nicht so abgesichert, wie es hätte sein sollen. Achim hatte ja nie Zeit. ‚Später’, hat er immer gesagt. Tja, und dazu kam es dann nicht mehr. Die Firma hatte eine kleine Lebensversicherung abgeschlossen und wir bekamen Witwen- und Waisenrente. Wirklich üppig ist das nicht, das kann ich Ihnen sagen. Die genossenschaftliche Unfallversicherung weigerte sich zu zahlen, weil sie darin eine grobe, selbst verschuldete Missachtung von Sicherheitsbestimmungen zu sehen glaubte. Damals haben wir erst richtig gemerkt, wie gut Achim vorher verdient hatte.“

„Lassen Sie mich raten. Sie mussten sofort arbeiten gehen, um die Familie über Wasser zu halten?“

„Genau so war es. Julian hatte also nicht nur den Tod seines Vaters zu verkraften, sondern die Mutter, die vorher tagtäglich um ihn herum war, musste außerdem immer häufiger im Schichtdienst zur Arbeit. Julian musste in den Hort.“ Jennifer Koch schaute traurig zu ihm hin und wirkte schuldbeladen bei diesen letzten Sätzen.

„Sie waren Julian trotzdem eine gute Mutter. Sie waren schließlich zu einem hohen Anteil für ihn da. Was haben Sie überhaupt gearbeitet, wenn ich fragen darf?“

„Nichts Besonderes. Im Schichtdienst an der Maschine, Schraubenproduktion. Wir mussten die Schrauben auf Qualität überprüfen und anschließend verpacken. Früher hatten das Maschinen gemacht. Doch die Neuanschaffung, der in die Jahre gekommenen Prüf- und Sortiermaschinen, konnte sich die kleine Firma nicht leisten. Menschliche Arbeitskraft war dort plötzlich wieder gefragt. Zu einem Hungerlohn, natürlich. Die Arbeitszeiten wurden leider immer weiter ausgedehnt und ich war oft nicht zu Hause. Flexibilität wurde von allen Mitarbeitern selbstverständlich erwartet. Es spielte keine Rolle, dass ich eine alleinerziehende Mutter war. Wir brauchten das Geld. Zu allem Überfluss hatten sie mir nach kurzer Zeit die Witwenrente gekürzt. Ich würde zu viel verdienen, hieß es. Dass ich nicht lache.“

„Ja, gerecht ist die Welt nicht. Das fällt mir leider oft auf“, sagte Leon.

„Julian wurde immer zappeliger, träumte in der Schule, fiel in den Leistungen ab. Das ganze volle Programm. Können Sie sich vorstellen, wie sich eine Mutter dabei fühlt?“

„Ich glaube schon. Auf jeden Fall nicht gut.“

„Das können Sie laut sagen. Und einige Supermamis sagten mir obendrein: ‚Aufmerksamkeitsdefizit kann man zweiseitig sehen. Die Kinder haben nicht nur eines, sondern sie bekommen außerdem zu wenig Aufmerksamkeit.’ Ja, das hat mich echt aufgebaut. Danke! Und die Klassenlehrerin stieß ins selbe Horn.“

„Ja, das glaube ich. So eine Übermami kann einem das Leben sicher noch schwerer machen. Der Lehrerin könnte ich noch zugutehalten, sie hat es für Julian vielleicht sogar gut gemeint. Jedenfalls gingen Sie unter diesem Druck mit Julian zum Arzt?“

„Zum Kinder- und Jugendpsychiater. Der machte einige kurze Tests und sagte nach zwei Sitzungen, es sei ganz klar ADHS. Julian habe da eine Stoffwechselstörung und brauche dringend ein Medikament. Sicher habe auch der Tod von Achim mit dazu beigetragen, aber es sei ganz sicher auch ein biologisches Problem im System der Neurotransmitter. Es gäbe da ein neues Medikament und im Handumdrehen hätte ich wieder den lieben, konzentrierten, ausgeglichenen Julian. Tja, was hätten Sie gemacht?“

„Ich weiß es nicht. In dieser Situation habe ich zum Glück nie gesteckt“, antwortete Leon.

„Dann danken Sie Gott dafür. Möge es auch so bleiben. Es ist wirklich nicht leicht.“

„Wie ging es Julian eigentlich unter dem Medikament? Wurden die Probleme damit wenigstens beseitigt oder verringert?“ Leon schaute fragend zu Jennifer Koch.

Er hörte jemanden die Wohnungstür öffnen.

„Ah, jetzt können Sie ihn gleich selbst fragen, wie es sich angefühlt hatte. Julian kommt nach Hause.“

„Das trifft sich ja prima“, sagte Leon.

„Julian, Julian, kommst du mal, wir haben Besuch.“

Der junge Mann kam widerwillig und mit mürrischem Gesichtsausdruck ins Zimmer.

„Lass mich in Ruhe, ich bin müde.“

„Julian, sag doch wenigstens Hallo zu Herrn Walters. Er …“

„Ist mir doch egal, wen du wieder hier herumsitzen hast.“

„Julian“, sagte Jennifer Koch mit fester Stimme.

„Lassen Sie nur, ist schon in Ordnung.“ Leon wollte sie trösten. Er merkte, wie peinlich ihr diese Situation war.

Julian ging ohne ein weiteres Wort in sein Zimmer und knallte die Türe zu.

Um die Situation ein wenig zu entkrampfen, bot Leon an, mit Jennifer Koch etwas essen zu gehen. Nach alldem fühlte sie sich nachvollziehbar nicht imstande, Julian jetzt allein zu lassen.

„Er macht dann nur wieder eine Dummheit. Lassen Sie uns das Gespräch auf morgen verschieben. Dann können wir, wenn Sie möchten, gerne eine Kleinigkeit essen gehen.“

„Gut, sagen wir morgen um 12:00 Uhr beim Italiener in der Altstadt? Kennen Sie den, ganz in der Nähe vom Rathaus?“, fragte er.

„Klar, ich werde dort sein. Danke für Ihr Verständnis“, kam, ohne lange zu überlegen, von ihr die Antwort.

„Machen Sie sich darüber mal keine Gedanken. Wir waren doch alle einmal jung, oder?“ Leon lächelte und verließ die Wohnung. „Ich finde schon allein hinaus“, sagte er abschließend, bevor er wieder die Treppen hinunterging.“

Leon fuhr noch einmal in die Redaktion, um eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Recherchen aufzuschreiben. Er wollte danach für heute Feierabend machen, denn er fühlte sich völlig fertig. Das Thema schien nicht ganz spurlos an ihm vorbeizugehen. Die Gefühle der Mutter, die offensichtlich litt, nahmen ihn mehr mit, als er sich eingestehen wollte. Für den Abend müsste er sich dringend einer fröhlicheren Beschäftigung widmen.

Als er von der Arbeit nach Hause kam, ging er zunächst eine Runde joggen. Seit einiger Zeit bewohnte er eine Jugendstilvilla in Koblenz-Oberwerth mit Rheinblick und nur einige hundert Meter vom Rhein entfernt. Er lief gerne abends einfach immer am Fluss entlang und versuchte auf diese Art, von den Themen des Tages abzuschalten. Heute erwartete ihn eine viel schönere Überraschung, die er besser fand, als einfach nur zu joggen.

Er war bestimmt seit einer halben Stunde immer kerzengerade am Rhein entlanggelaufen. Seine Aufmerksamkeit auf die Außenwelt war trotz der schönen Landschaft, die er wie seine Westentasche kannte, auf ein Minimum reduziert, als ihm eine hübsche Joggerin entgegenkam. Schlagartig funktionierten alle Sinnes-Systeme auf Anhieb. Auf einige Meter an ihn herangekommen, erkannte er die junge, hübsche Polizeibeamtin, die ihm die Unterlagen im Präsidium zusammengestellt hatte.

„Ah, das ist ja eine schöne Überraschung“, sagte er lächelnd und ein wenig außer Puste.

„Herr Walters, wie schön, Sie machen Sport am Rhein?“ Die blonde Polizeibeamtin war stehen geblieben und lächelte. Das Treffen schien ihr nicht unangenehm.

„Wollen wir nicht ein paar Meter zusammen weiterlaufen?“, fragte Leon. „Dafür dürfen Sie gerne ‚Leon’ und ‚Du’ zu mir sagen.

„Warum nicht, Leon? Sophie, Sophie Tillmann.“

„Als Polizeibeamtin müssen Sie sicher trainieren, um immer fit zu bleiben?“ Leon versuchte ein Gespräch in Gang zu bringen.

„Oh ja, es ist ja praktisch meine beste Lebensversicherung. Es heißt entweder schnell genug einem Verbrecher hinterherzulaufen oder, wenn es ganz dumm läuft, schnell genug wegzulaufen oder auszuweichen.“ Es klang so, als hätte sie die Frage vorher häufiger beantwortet. „Und nicht zu vergessen, für den Kollegen auf Streife bin ich praktisch seine Lebensversicherung und für ihn quasi mit verantwortlich. Stellen Sie sich einmal vor, der wäre fit, verfolgt mit einem Affentempo einen Täter, gerät in einen Hinterhalt und ich laufe 200 Meter hinterher. Das könnte tödlich für ihn enden.“

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