„Anja, du willst ja auch starten? Was für Prüfungen wählst ’n du aus?“, fragte mich Celina auf dem Weg in die Mensa.
„Es kommt noch ein bisschen drauf an, ob Papa mich und Sky auch melden will, aber mit Boreo starte ich im L-Springen. Ob ich in eine Geländeprüfung gehe, muss ich erst noch entscheiden. Dressur sollte vielleicht eher rausfallen“, dachte ich laut nach.
„Wieso?“, hakte Olli nach.
„Hast du Boreo mal in einer Dressur gesehen?“, fragte ich zurück.
„Ja“, Olli runzelte die Stirn.
„Er ist ein Dressurmuffel und es würde zu viel Training bedeuten. Der Aufwand für die Abschlussprüfungen ist schon groß genug“, erklärte ich und machte die Tür zur Mensa auf, in der sich die Schülermassen bereits sammelten. Eine Geräuschkulisse schlug uns entgegen, sodass man sein eigenes Wort fast nicht mehr verstand.
„Also, ich reite auf jeden Fall im L-Gelände“, erklärte Amelie. „Muss mal schauen, wie sich Starbux macht. Vielleicht können wir schon eine M-Prüfung mitnehmen“, sie zuckte die Schultern, als sei eine M-Prüfung eine Leichtigkeit und nur eine Entscheidung, die sie am kleinen Finger festlegen würde. Ich musste mich schwer zurückhalten, um nichts zu erwidern.
Celina hingegen konnte ihren Mund nicht halten: „Findest du nicht, dass du es übertreibst? Vielleicht solltest du dir und deinem Pferd nicht gleich zu viel auflasten“, schlug sie vor.
„Ach, so ein Quatsch. Wir kriegen das schon hin“, winkte Amelie leichthin ab.
„Ich finde, Celina hat recht“, mischte sich Olli ein. Celina warf ihm ein dankbares Lächeln zu, während sich Amelies Gesicht verfinsterte.
„Kann es sein, dass ihr mir einfach nichts gönnt?“ Sie knallte das Glas Wasser, das es an der Ausgabe gab, feste auf ihr Tablett, sodass das Wasser in alle Richtungen spritzte.
„Das stimmt doch gar nicht. Und du weißt, dass wir dich nicht beneiden. Wir sind Freunde“, sagte ich, um eine Eskalation zu vermeiden. Anscheinend gelang mir eher das Gegenteil.
„Ach, lasst mich einfach“, Amelie zog den Teller scheppernd über die Ausgabe und marschierte mit ihrem Tablett davon. Sie fand einen Platz am Tisch von Julian, der dort mit seinen Schulkammeraden saß.
„Lasst sie. Die regt sich schon wieder ab“, beruhigte ich Celina und Olli. Sie nickten nur.
„Wahrscheinlich hast du Recht“, stimmte Celina schließlich zu und wir suchten uns zu dritt einen freien Tisch. Wir fanden noch einen neben dem, an dem Maya und ihre vier Freundinnen saßen.
„Also noch mal zum Turnier. Du willst in keiner Dressur starten … übst du Dressur trotzdem? Ich möchte nämlich nicht so gerne alleine üben und ich denke, dass es dir und Boreo gut tun würde, mit mir und Schoki zu üben“, zwinkerte mir Olli zu und ich musste lächeln. Das war so klar.
„Ich ignorier jetzt die Tatsache, dass du mich nur wieder anbaggern willst, und konzentriere mich darauf, dass es darum geht, dich und Schoki in der Dressur weiterzubringen. Wenn du möchtest, trainiere ich gerne mit dir. Du hast nämlich recht: Dressur schadet Boreo auf keinen Fall. Und wenn der mal ganz schlechte Laune hat, dann kann ich mir Sky schnappen.“ Ich biss in mein Brötchen und nickte Olli zu.
„Die Idee finde ich klasse“, Oliver grinste breit. Hoffentlich hatte ich keinen Fehler gemacht …
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