Eugenie Marlitt - Reichsgräfin Gisela
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Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Gisela Gräfin Sturm, die als Kind ein von ihrer Großmutter auf unredliche Weise erworbenes Vermögen erbt und später in die Schusslinie zweier tödlich widerstreitender Parteien gerät: Auf der einen Seite steht ihr Stiefvater, der es selbst auf das Vermögen abgesehen hat, und....
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Der Gegenstand aller dieser Umsicht und Fürsorge schien sich jedoch vorläufig noch energisch gegen die Krankenrolle zu sträuben. Es war ein blutjunges Menschenkind, das den Kopf unaufhörlich zwischen den weißen Kissen des einstweilen auf dem Sofa hergerichteten Lagers hin und her warf; die wärmende Decke war zum Teil auf den Fußboden herabgeglitten, und der ungeduldige Patient schob eben die gefüllte Teetasse grollend weit von sich, als die beiden Männer eintraten.
Wir sehen jetzt den Hüttenmeister in einem vollen Strahl der Beleuchtung, den der unbedeckte Teil der Lampe auf ihn wirft. Er ist ein auffallend schöner junger Mann von imposanter Gestalt. Wir begreifen nicht, wie er sich unter der niedrigen Zimmerdecke so zwanglos bewegen kann – man meint, sie müsse seinen lockigen Scheitel streifen. Seltsam kontrastiert das aschblonde Haupt- und Barthaar mit den schöngeschwungenen, sehr dunkeln Brauen; sie sind über der Nasenwurzel zusammengewachsen und geben dem Gesicht etwas unbeschreiblich Melancholisches – der Volksglaube sieht in dieser eigentümlichen Bildung einen Stempel des Unglücks, die untrügliche Prophezeiung eines traurigen Schicksals.
Dem unbeteiligten Beobachter würde es sicher nicht einfallen, den Kranken und diesen hochgewachsenen Mann für Blutsverwandte zu halten. Dort das knabenhafte, magere Gesicht mit dem bleichen, alabasterartigen Teint und der römischen Profillinie unter einer köstlichen Fülle bläulich-schwarzer Locken, und hier der deutsche Typus, eine blühend kräftige, blondbärtige Männergestalt, das untadelhafte Bild der Thüringer Edeltanne – und doch sind die beiden Brüder, zwei Menschen, die nur noch ein Familienband besitzen, das unter sich.
Der Hüttenmeister trat rasch an das Bett, hob die Decke empor und verhüllte den Kranken bis über die Schultern; dann nahm er die verächtlich weggeschobene Tasse und hielt sie an dessen Lippen. Das geschah schweigend, aber mit einem unabweisbaren Ernst, gegen den sich schlechterdings nichts einwenden ließ. Der rebellische Patient wurde plötzlich sanftmütig und leerte die Tasse pflichtschuldigst bis auf die Neige; darauf ergriff er mit einer leidenschaftlich zärtlichen Gebärde die Hand des Bruders, und seine Wange daran schmiegend, zog er sie mit sich auf das Kissen nieder.
Währenddem war der Mann im Reitermantel auch näher getreten.
»Na, junger Herr, ist das auch eine Art, ins Quartier einzurücken? Pfui, schämen Sie sich!« sagte er, indem er die Laterne auf den Tisch stellte. Diese Anrede sollte jedenfalls humoristisch klingen; durch die eigentümlich rauhe und ungefügige Stimme des Mannes erhielt sie jedoch weit mehr den Charakter einer derb polternden Zurechtweisung – ein Eindruck, der noch verstärkt wurde durch das unwandelbar finstere Gepräge der Gesichtszüge – sie sahen fast zigeunerhaft dunkel aus der Umhüllung des grellroten baumwollenen Taschentuchs.
Der Angeredete fuhr empor; eine jähe Röte flammte über das blasse Gesicht, und seine aufgeregten Augen hefteten sich finster forschend auf den Eingetretenen, den er bis dahin nicht bemerkt hatte. Dabei zuckte seine Rechte unwillkürlich nach dem auf dem Tisch liegenden Cereviskäppchen, dem Abzeichen seiner Würde als Student und Burschenschafter.
»Laß gut sein, Bertold!« sagte, lächelnd über diese Bewegung, der Hüttenmeister. »Es ist ja unser alter Sievert –«
»Ei, was wird denn das junge Blut vom alten Sievert wissen?« fiel ihm der Mann im Soldatenmantel trocken in das Wort. »Als flotter Bursche weiß einer nicht mehr, wie gut ihm der Kinderbrei geschmeckt hat – gelt, Herr Student?... Da, just auf der Stelle, wo Sie jetzt liegen, stand dazumal die Wiege, und da lag der kleine Kerl drin und strampelte und schrie nach der toten Mutter und schlug dem Vater und der Röse den Breilöffel aus der Hand – weiß der Henker, was Ihnen an meinem Gesicht so besonders gefallen hat, aber da wurden Boten über Boten in das Schloß geschickt, und der Sievert mußte her und den Kleinen füttern... Hei, wie er lachte! Die Tränen kollerten noch über die Backen, aber der Brei rutschte glücklich hinunter!«
Der Student reichte dem Sprechenden beide Hände über den Tisch hinüber. Der knabenhafte Trotz in seinen Zügen war einem fast mädchenhaften kindlichen Ausdruck gewichen. »Das hat mir mein Vater oft genug erzählt«, entgegnete er mit weicher Stimme, »und seit Theobald Hüttenmeister in Neuenfeld geworden ist, hat er mir auch viel von Ihnen geschrieben.«
»So, so – kann sein«, brummte Sievert. Damit schien er jede weitere Erörterung abschneiden zu wollen. Er schlug seinen Mantel zurück, und der Anblick, den er jetzt darbot, machte den Studenten hell auflachen. Am rechten Arm hing ihm ein Henkeltopf aus weißem Blech, daneben ein Weidenkorb, in dem ein Brot lag; an einem seiner Rockknöpfe baumelte ein Bündel Unschlittkerzen, und aus der Brusttasche guckte der Glasstöpsel eines Rumfläschchens im Verein mit einer gefüllten Papiertüte.
»Ja, ja, da lachen Sie nun!« sagte der Alte – diesmal konnte man leicht eine starke Dosis Groll, aber auch einen Anstrich von Resignation aus der harten Stimme heraushören. »Dazumal war ich Kindermagd, und jetzt bin ich Küchenjunge – hat mir mein Vater auch nicht an der Wiege gesungen... Was soll man nun da sagen!... Die alte Frau trinkt keine Ziegenmilch, das weiß Fräulein Jutta besser als ich, aber wenn ich nicht daran denke, daß Kuhmilch im Dorfe geholt wird, da geschieht es auch ganz gewiß nicht... Ich komme heute mit todmüden Beinen aus dem Walde, habe ein hübsches Bündel Holz zusammengeschlagen und freue mich auf die warme Stube – ja post festum, da ist die Milch vergessen, keine Krume Brot im Schranke, und auf dem Leuchter steckt das letzte Stümpfchen Licht. Fräulein Jutta aber ist aufgedonnert, als ging's zu einer Hoftafel beim Kaiser von Marokko, und spricht von – Teegesellschaft; na, die hätte uns noch gefehlt im Waldhause! Möchte nur wissen, mit was sie den Herrn Studenten hat traktieren wollen! O über –«
Während Sieverts Schilderung war der Hüttenmeister flammendrot geworden; bei dem letzten Ausruf aber hob er drohend den Zeigefinger, und ein so zornsprühender Blick traf den Alten, daß er scheu die Augen wegwandte und den Satz unvollendet ließ. Der Student dagegen war das Bild der gespanntesten Aufmerksamkeit – er hatte beide Arme auf den Tisch gelegt, und seine Augen hingen unverwandt an den Lippen des Sprechenden.
»Na, und Bauernbrot kann ich der alten Frau auch nicht auf den Tisch bringen«, fuhr Sievert nach einer Pause ablenkend fort; »da bin ich noch nach Arnsberg gelaufen, und der Schloßverwalter hat mir nolens volens dies Brot da herausrücken müssen... Der weiß übrigens auch nicht, wo ihm der Kopf steht. In der Küche hantiert der Koch aus A.; ein halb Dutzend Bediente rennt hin und her; es wird gesäubert, geheizt und beleuchtet aus Leibeskräften – Seine Exzellenz, der Minister, kommt trotz Sturm und Schneewetter heute abend noch nach Arnsberg. In A. und ganz besonders in seinem Hause ist der Typhus ausgebrochen, und da will er die kleine Gräfin in Person auf das einsame Arnsberg reiten.«
Ein Zug tiefen Mißbehagens ging durch das schöne Gesicht des Hüttenmeisters. Er schritt rasch einigemal im Zimmer auf und ab.
»Und wissen Sie nicht, wie lange der Minister hier bleiben will?« fragte er stehen bleibend.
Sievert zuckte die Achseln.
»He, was weiß ich!« sagte er. »Ich denke mir übrigens, es ist ihm weniger um das Kind als um seine eigene Person zu tun, und da wird er ja wohl abwarten, bis Freund Hein aus A. wieder abgezogen ist.«
Das waren offenbar keine erfreulichen Nachrichten für den jungen Mann; er blieb einen Augenblick nachdenklich mitten im Zimmer stehen, enthielt sich jedoch jeder weiteren Bemerkung.
»Sievert«, sagte er nach einer Pause, »erinnern Sie sich des Herrn von Eschebach?«
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