Frank Lorca - Der rote Henker

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„Nein!“ schrie Desmond Corry. „Tut es nicht! Ich gebe euch alles, was ich habe!“ Der Millionär kreischte in höchster Todesangst auf, als zwei brutale Hände ihn an den Rockschößen faßten. Sein Hemd war bis zur letzten Faser durchgeschwitzt. „Trage es wie ein Mann“, sagte die hohle Stimme unter der roten Kapuze, aus deren schwarzen Augenschlitzen ein glühendes und mordlüsternes Feuer brannte. „Dein Gejammer kommt zu spät. Du hättest nie in dieses Schloß kommen dürfen.“ Desmond Corry, der Millionär aus den Vereinigten Staaten, der sein Geld mit obskuren Waffenschiebereien gemacht hatte, quiekte wie ein Meerschweinchen, das von einem Irrsinnigen mit Genuß zu Tode gequält wird. In seinen vor Schreck geweiteten Augen spiegelte sich das Podest mit der Guillotine. Der tödliche Stahl leuchtete rot im Schein der beiden Fackeln. Der Mann mit der Kapuze schleppte den Schreienden auf dieses Podest. Der Millionär war gefesselt. Er konnte es nicht verhindern, daß er auf den Richtblock geschleudert wurde. Das Halseisen schnappte mit einem schmatzenden Laut ein. Corry wandte den Kopf nach oben. Das Fallbeil löste sich aus seiner Verankerung. Es war das letzte, was Desmond Corry sah…

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„Halte dich hier raus, Alan. Das ist meine Sache.“

„Aber er hat es doch nur gut gemeint.“ Er spuckte das Stück Holz aus.

„Schweig!“ schrie Pierre Margent unbeherrscht. „Wir können ihn ohnehin nicht mehr brauchen.“

Der Boß der Dreiergruppe machte einen weiteren Schritt auf Marc Lever zu. Der schlotterte am ganzen Körper. Er war zu keiner Regung mehr fähig. Er klebte an der Wand wie eine Fliege am Leim. Das Messer näherte sich ihm immer mehr.

Dann stieß Pierre Margent zu. Erbarmungslos und hart. Die Klinge fuhr dem jungen Gangster bis zum Heft zwischen die Rippen. Blut sprudelte aus seinem Mund.

Pierre Margent hatte das Messer wieder herausgezogen. Er schaute zu, wie der Körper seines Kumpans langsam nach vorn kippte und krachend aufs Gesicht fiel.

„Schaff den Kerl hinter das Haus“, wandte sich der Mörder an Alan. „Als ich heute früh hier ankam, habe ich hinter der Hütte als erstes eine Grube ausgehoben. Dort legst du den Idioten hinein. Verscharre ihn und leg einige Zweige über die Stelle.“

„Gut, Pierre“, antwortete Alan eingeschüchtert. Dann kümmerte er sich um die Leiche. Pierre Margent ließ sich schwer am einzigen Tisch in der Hütte nieder. Wenn Marc jetzt auch tot war, die Schwierigkeiten, die er ihm gemacht hatte, waren geblieben. Er mußte den Fall neu überdenken.

Den senilen Marquis de Lavorne kannte er persönlich. Mit dem alten Knacker hätte er keine Schwierigkeiten gehabt. Doch dann war es dem greisen Knaben eingefallen, seinen Besitz im Loiretal von heute auf morgen zu verkaufen. Desmond Corry; dieser Name hatte Pierre Margent nichts gesagt. Er war ein unbeschriebenes Blatt für ihn. Marc Lever sollte zu ihm gehen und die Lage neu sondieren. Doch dieser Idiot hatte den Fremden einfach gekillt.

Aber Pierre Margent brauchte die Kellergewölbe des Schlosses. Alan hatte dort einige unbekannte Winkel gefunden, die für ihre Zwecke wie geschaffen waren. Richard Grenouille hatten sie in der Hand. Der würde nichts gegen sie unternehmen. Doch was war mit dem Erben des Amerikaners?

Der Gangster schlug die Zeitung nochmals auf und überflog den Artikel über den Mord ein weiteres Mal. Da stand es auch: Ein Sohn des Ermordeten wurde erwartet, ein Rechtsanwalt aus Boston. Er sollte die Leiche identifizieren.

„Bockmist, verdammter“, knirschte Pierre Margent. „Hoffentlich verschwindet das Aas bald wieder. Sonst…“

Er ließ die Drohung unausgesprochen und stand auf. Der Gangster trat vor die Hütte. Alan kam eben um die Ecke. Er war blaß. Spuren an seiner Weste zeigten, daß er sich übergeben hatte. Es regnete immer noch leicht.

„Alles in Ordnung?“ fragte Pierre Margent.

Der junge Mann schluckte und nickte dann. „Oft möchte ich das nicht machen.“

Margent lachte.

„Man gewöhnt sich an alles. Hauptsache, man ist es nicht selbst, der in die Grube fällt. Komm wieder mit rein. Ich muß noch mit dir reden, bevor ich nach Paris zurückfahre.“

Alan vermied es, auf die Blutlache zu schauen, die sich unter dem Körper Marcs ausgebreitet hatte und von der aus eine Schleifspur zum Eingang der Hütte führte.

Margent setzte sich wieder und zog für den jungen Mann einen Stuhl zurück.

„Du hältst mich doch auf dem laufenden darüber, was auf dem Schloß passiert?“

„Natürlich, Boß. Ich habe ja Ihre Telefonnummer.“

„Bon. Der Sohn des Getöteten wird mit Sicherheit aufs Schloß kommen. Sage mir sofort, wenn er wieder abgereist ist. Ich kann die Lieferungen kaum mehr blockieren. Die Maschinen können jeden Tag eintreffen. Wir müssen handeln.“

„Und wenn dieser Rechtsanwalt aus Boston hierbleibt?“

„Mal den Teufel nicht an die Wand.“

„Mein Vater sagte mir, daß gestern abend schon jemand gekommen wäre. Sie hatte einen Brief von diesem Desmond Corry dabei, in dem er sie auf das Schloß einlud.“

Pierre Margent grinste.

„Mach dir um Chantal keine Sorgen. Die habe ich geschickt. Es wurde allerhöchste Zeit, daß ein intelligenter Mann etwas einfädelt. Chantal gehört zu uns. Der Brief, den sie hatte, wurde mit der Maschine geschrieben. Den Briefkopf dazu hast du ja selbst aus dem Nachlaß des Toten besorgt.“

„Ach ja. Stimmt.“

Margent lächelte selbstgefällig. „Ich hatte mir gleich gedacht, daß sich ein Erbe nach Chateau Brumbeau aufmachen würde. Durch eine Auskunftei erfuhr ich, daß dieser William Corry nicht verheiratet ist. Und selbst wenn: Chantal nimmt es mit jeder Ehefrau spielend auf. Sie wird diesen Yankee-Advokaten schneller um ihren kleinen Finger wickeln, als er bis zehn zählen kann. Auf diesem Gebiet ist sie Profi. Sie wird diesen Amerikaner wieder vom Schloß weglocken, damit wir in Ruhe die Maschinen installieren können. Sie hat da einige todsichere Mittel auf Lager. Sie wird ihm die Schönheiten Frankreichs und - wenn das noch nicht reichen sollte - auch ihre eigenen zeigen.“

„Sie denken wohl an alles?“

„Deshalb lebe ich noch.“

„Und was ist mit der Polizei, die Ihrer Anschauung nach noch längere Zeit im Schloß herumstöbern wird?“

Margents Miene verdüsterte sich. „Das ist ein echtes Problem. Ich werde mir noch etwas dazu einfallen lassen müssen.“

„Mein Vater erzählte mir von einem Geist, der auf Chateau Brumbeau sein Unwesen treiben soll.“

„Komme mir nicht mit so etwas“, winkte Margent geringschätzig ab.

„Nein, Boß. Ich habe da eine Idee. Für die Polizei taugt sie sicher nichts, aber die Bevölkerung kann man damit abschrecken. Sie wollen doch nicht, daß wir künftig noch gestört werden.“

Pierre Margent horchte interessiert auf.

„Sprich weiter!“

„Mein Vater ist stumm. Aber ich kann mich mit ihm in seiner Taubstummensprache verständigen. Sie kennen das doch sicher.“ Alan Grenouille tappte mit den Fingern seiner rechten Hand in die geöffnete Handfläche seiner linken. „Er hat mir erzählt, daß ein ähnlicher Mord passiert ist, kurz nachdem er vor rund fünfzig Jahren als junger Mann aufs Schloß kam. Auch damals wurde jemand hingerichtet. Allerdings nicht mit der Guillotine, sondern mit einem Beil. Die Geschichte ist unter der Bevölkerung noch heute lebendig. Man erzählt sie sich als Schauermärchen. Die Herren von Lavorne kamen erst um 1800 zu diesem Schloß. Es war ein Geschenk von Robespierre an einen gewissen Louis Lavorne. Er soll einer seiner besten Henker gewesen sein und einer seiner fleißigsten. Man schätzt, daß Louis Lavorne rund fünfzigtausend Menschen geköpft hat. Bis zu hundertzwanzig am Tag. Später half ihm sein Sohn. Der verstand es auch, sich mit Napoleon zu arrangieren und für ihn die Dreckarbeit in den Kellern der Bastine zu machen. Dafür wurde seine Familie später geadelt.“

„Und?“

„Die beiden sollen heute noch im Schloß spuken. Mein Vater schwört Stein und Bein darauf, daß er den alten Louis mit seiner blutbesudelten Kutte schon einmal gesehen hat. Seitdem traut er sich nicht mehr in die Gewölbe hinunter, die etwas abseits liegen. Niemand traut sich dort hinunter. Er mußte sich schwer zusammenreißen, als er sich dort hinwagte, um diesen Corry zu suchen. Soviel ich weiß, hat er den Gärtner mit hinuntergenommen. Man braucht doch jetzt den Leuten nur zu erzählen, das Gespenst von Schloß Brumbeau hätte sich wieder einmal ein Opfer geholt. Es hat sogar einen Namen. In den Legenden der Leute von La Bouchet heißt es ,der rote Henker'. Wenn man die Leute entsprechend präpariert hat, könnte man einen Illustriertenreporter auf die Geschichte hetzen, und der walzt sie dann schon richtig aus. Die Menschen sind wieder sehr gespenstergläubig geworden in der letzten Zeit. Viele werden es schlucken, daß dieser amerikanische Millionär von einem Geist getötet wurde. Und schließlich wird auch das Interesse der Polizei an diesem Fall nachlassen.“

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