Kim Robinson - Flucht aus Katmandu

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Flucht aus Katmandu: краткое содержание, описание и аннотация

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Ohne weitere Umstände sprang er auf und ging krummbeinig davon, ohne einen Blick zurückzuwerfen. Ich stand allein im Morgenlicht, und mir war nur das Halsband geblieben, das schwer auf meiner Brust hing. Und ein wunder Arm. Also war es passiert, ich hatte es nicht geträumt. Ich war gesegnet worden.

Nachdem ich wieder einigermaßen zu Sinnen gekommen war, marschierte ich bachabwärts und zum Lager zurück. Als ich dort ankam, steckte das Halsband tief in einer der gefütterten Taschen meiner Jacke, und ich hatte mir eine Geschichte zurechtgelegt.

Phil war bereits da und redete auf die ganze Gruppe ein. »Da bist du ja!« rief er. »Wo, zum Teufel, warst du? Ich dachte schon, sie hätten dich geschnappt!«

»Ich habe nach dir gesucht«, sagte ich, und es fiel mir nicht schwer, Verwirrung vorzutäuschen. »Wen meinst du mit sie?«

»Die Yetis, du Narr! Du hast ihn auch gesehen, streite es nicht ab! Und ich bin ihm gefolgt und sah ihn noch mal, da oben am Bach!«

Ich zuckte die Achseln und musterte ihn zweifelnd. »Ich habe nichts gesehen.«

»Du warst nicht an der richtigen Stelle. Du hättest mit mir kommen sollen.« Er wandte sich den anderen zu. »Wir verlagern das Camp ganz still für ein paar Tage nach dort oben. Das ist eine noch nie dagewesene Gelegenheit!«

Valerie nickte, Armaat nickte, selbst Sarah schaute überzeugt drein. Die Botaniker schienen froh zu sein, endlich etwas zu erleben.

Ich wandte ein, daß es schwierig sei, mit so vielen Leuten talaufwärts zu ziehen, und daß wir das Leben stören würden, was es dort oben auch geben mochte. Und ich deutete an, Phil habe einen Bären gesehen. Aber Phil wollte nichts davon hören. »Was ich gesehen habe, war ein Yeti.«

Also wurden trotz meiner Proteste Pläne geschmiedet, das Lager ins Hochtal zu verlegen und eine intensive Suche nach dem Yeti durchzuführen. Ich wußte nicht, was ich tun sollte. Weitere Proteste von mir würden nur den Argwohn wecken, ich hätte genau dasselbe wie Phil gesehen. Ich war nie sehr einfallsreich darin, mir Ausflüchte auszudenken, um die Pläne anderer zu durchkreuzen; hauptsächlich deshalb hatte ich die Universität verlassen.

Ich war am Ende meiner Weisheit angelangt, als mir das Wetter mit einem frühen Monsun-Regensturm zu Hilfe kam. Das brachte mich auf eine Idee. Die Wasserscheide für unser Tal war steil und tief, und ein Tag mit so heftigem Regen, wie wir ihn hatten, würde das Wasser in unserem Bach schnell steigen lassen. Wir mußten die Brücke überqueren, um die drei Hochtäler zu erreichen, und zwei weitere, um zum Landefeld zurückzukehren.

Da hatte ich meine Chance. Mitten in der Nacht schlich ich mich aus dem Lager und zur Brücke. Sie entsprach der üblichen Bauart der Einheimischen: Haufen großer Steine an beiden Ufern, die drei halbierte Baumstämme stützten. Der Bach umspülte bereits die unteren Steine, und ein kurzes Stochern mit einem langen Ast ließ den Haufen auf unserer Seite zusammenbrechen. Ein seltsames Gefühl, eine Brücke zu zerstören, eins der wertvollsten Menschenwerke im Himalaja, aber ich machte mich trotzdem mit Eifer daran. Die Baumstämme lösten sich schnell voneinander und fielen ins Wasser, und der unterste trieb davon. Es war kein Problem, die beiden anderen ebenfalls auf den Weg zu schicken. Dann schlich ich mich ins Lager und ins Bett zurück.

Und damit war die Sache gelaufen. Am nächsten Tag schüttelte ich angesichts der Entdeckung bedauernd den Kopf und erwähnte beiläufig, das Hochwasser würde flußabwärts noch schlimmer sein. Ich fragte, ob wir genug Vorräte hatten, um die Monsunzeit zu überstehen, was natürlich nicht der Fall war; und noch eine Stunde Regen reichte aus, um Armaat und Valerie und die Botaniker zu überzeugen, daß die Expedition zu Ende war. Phils schrille Proteste gingen unter, und wir brachen das Lager ab und machten uns am folgenden Morgen auf den Weg, in einem leichten Nebel, der sich am Mittag in strahlenden Sonnenschein aufgelöst hatte. Doch bis dahin waren wir schon ein gutes Stück weit gekommen und gingen weiter.

Da hast Du es, Freds. Liest Du noch? Ich habe die Expedition der alten Kollegen, die mich angeheuert haben, belogen, ihnen Fakten unterschlagen und sie schließlich sogar verscheucht. Aber Du wirst verstehen, daß ich nicht anders konnte. Dort oben leben intelligente, sehr friedfertige Wesen. Die Zivilisation würde sie vernichten. Und dieser Yeti, der sich mit mir versteckt hat — irgendwie wußte er, daß ich auf ihrer Seite war. Ich würde wirklich mein Leben geben, um diese Wahrheit zu verbergen. Man kann solche Wesen einfach nicht betrügen.

Auf dem Rückweg bestand Phil beharrlich darauf, einen Yeti gesehen zu haben, und ich fuhr damit fort, die Vorstellung lächerlich zu machen, bis mich Sarah schließlich seltsam musterte. Und ich muß Dir leider berichten, daß sie und Phil wieder zusammenkamen, als wir uns J- und damit dem Ende unserer Reihe näherten. Vielleicht tat er ihr leid, vielleicht wußte sie irgendwie, daß ich unredlich handelte. Es würde mich nicht wundern; sie kennt mich ziemlich gut. Aber aus welchem Grund auch immer, es war deprimierend. Und man kann nichts dagegen tun. Ich mußte für mich behalten, was ich wußte, und lügen, ganz gleich, wie sehr es dieser Freundschaft schadete, und ganz gleich, wie sehr es schmerzte. Als wir also J- erreichten, verabschiedete ich mich von ihnen. Ich war mir ziemlich sicher, daß der Geldmangel, unter dem die Zoologie krankt, sie eine ganze Weile von hier fernhalten würde; das war also kein Problem. Und was Sarah betraf — na ja, verdammt, ich verabschiedete mich etwas vorwurfsvoll von ihr. Und ich fuhr per Anhalter nach Katmandu, anstatt zu fliegen, um von ihr fortzukommen und die Dinge etwas abkühlen zu lassen.

Die Nächte auf dieser Fahrt waren so lang, daß ich mich schließlich entschloß, Dir diesen Brief zu schreiben, um mich zu beschäftigen. Ich habe auch gehofft, es würde mir helfen, das alles niederzuschreiben, doch in Wirklichkeit habe ich mich nie einsamer gefühlt. Die Vorstellung, wie Du über meine Geschichte durchdrehst, ist mir ein Trost — ich kann mir bildlich vorstellen, wie Du durchs Zimmer springst und aus voller Lunge brüllst: »DU WILLST MICH VERARSCHEN!«, wie Du es früher immer getan hast. Ich hoffe, Dir alle fehlenden Details persönlich mitteilen zu können, wenn ich Dich diesen Herbst in Katmandu sehe. Bis dahin

Dein Freund Nathan

3

Tja, alle Wetter! Der Brief war ein absoluter Hammer. Ich blätterte zur ersten Seite zurück und schickte mich an, das ganze Ding noch einmal zu lesen, sprang aber schnell zu den interessanten Teilen weiter. Eine Begegnung mit dem berühmten Schneemann! Was für ein Ereignis! Natürlich hatte dieser Nathan nur sein »Harn« herausbringen können. Doch unter diesen ungewöhnlichen Umständen hatte er wohl sein Bestes gegeben.

Ich hatte immer schon mal einen Yeti sehen wollen. An unzähligen Morgen im Himalaja war ich vor dem Licht der ersten Dämmerung aufgestanden und hinausgegangen, um zu sehen, wie der Tag werden würde, und fast jedesmal, besonders in den Hochwäldern, hatte ich mich umgesehen und gefragt, ob dieses Zucken in den Winkeln meiner schlafverkrusteten Augen nicht etwas Abscheuliches gewesen war, das sich bewegt hatte.

Soweit ich wußte, hatte sich nie etwas bewegt. Und ich war ein wenig neidisch auf diesen Nathan und sein gewaltiges Glück. Warum hatte sich dieser Yeti, Mitglied der scheuesten Rasse in Zentralasien, sich in seiner Gegenwart so entspannt gefühlt? Über dieses Geheimnis dachte ich den nächsten Tagen unentwegt nacht, während ich meinen Geschäften nachging. Und ich wünschte mir, irgendwie mehr als nur das tun zu können. Ich suchte im Gästebuch des Star sowohl nach Nathan als auch nach George Fredericks und fand Nathans perfekte kleine Unterschrift Mitte Juni, aber keine Spur von George oder Freds, wie Nathan ihn nannte. Der Brief deutete an, daß er in diesem Herbst in der Nähe sein würde. Aber wo?

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