Ted Chiang - Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

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Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes: краткое содержание, описание и аннотация

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Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren ...Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor.
Über den Autor Ted Chiang ist studierter Informatiker. Er arbeitet als technischer Autor in der Software-Industrie und lebt in Bellvue in der Nähe von Seattle, Washington.

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Eine ähnliche, zu meinem erweiterten Gesichtsfeld passende rechteckige Anordnung aus Schaltstangen ermöglichte es mir, auch meine Reichweite zu vergrößern. Die aus Schaltstangen bestehende Vorrichtung war weit umfangreicher als das Periskop, aber immer noch vergleichsweise simpel. Um einiges ausgefeilter allerdings waren die Instrumente, die ich am Ende der jeweiligen Mechanismen anbrachte. An das Periskop montierte ich ein Binokularmikroskop auf einer Armatur, die sich horizontal und vertikal bewegen ließ. Das Ende der Schaltstangen versah ich mit einer Reihe von Präzisionsinstrumenten, auch wenn diese Bezeichnung eine grobe Untertreibung für diese Meisterwerke der Mechanik ist. Dank des Erfindungsreichtums der Anatomen und der durch das Studium körperlicher Strukturen gewonnenen Anregungen ließen sich mit diesen Werkzeugen Bewegungen vollziehen, die man sonst mit den eigenen Händen ausführte, jedoch in einem viel kleineren Maßstab.

Da ich so sorgfältig wie möglich vorgehen musste, dauerte es Monate, bis ich diese Vorrichtung zusammengebaut hatte. Als die Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte ich mit meinen Händen eine Reihe von Knöpfen und Hebeln vor mir bedienen, mit denen ich die beiden Werkzeugarme steuerte, die hinter meinem Kopf endeten, und dabei durch das Periskop mein Werk beobachten. So war ich in der Lage, mein eigenes Gehirn zu sezieren.

Mir ist klar, dass sich diese Idee äußerst verrückt anhört, und ich wäre von meinen Kollegen an der Umsetzung meines Vorhabens gehindert worden, hätte ich ihnen davon erzählt. Jemand anderen zu bitten, sein Leben für diese anatomische Untersuchung zu riskieren, kam für mich nicht infrage, und lediglich das passive Objekt einer solchen Operation zu sein, hätte mich ebenso wenig zufriedengestellt. So blieb mir keine andere Möglichkeit, als mich selbst zu sezieren.

Ich besorgte mir ein Dutzend gefüllter Lungen und schloss sie an ein Verteilerrohr an. Diese Lungenbatterie platzierte ich unter dem Tisch, an dem ich arbeiten würde, und verband sie mit dem Bronchialstutzen in meiner Brust. So war ich sechs Tage lang mit Luft versorgt. Für den Fall, dass ich mein Experiment nicht innerhalb dieses Zeitraums zum Abschluss bringen konnte, hatte ich einen Kollegen gebeten, mir am Ende der sechstägigen Frist einen Besuch abzustatten. Aber ich ging davon aus, dass es mir nur dann nicht gelingen würde, die Operation rechtzeitig zu beenden, wenn ich dabei versehentlich meinen eigenen Tod herbeiführte.

Ich begann damit, die gewölbte Platte, die meinen Scheitel bis zur Kopfrückseite bedeckt, sowie die flacheren Seitenplatten links und rechts zu entfernen. Lediglich meine Gesichtsplatte blieb in ihrer Halterung verankert, und ihre Innenseite konnte ich durch mein Periskop nicht sehen. Was ich dagegen sah, war mein nun offenliegendes Gehirn. Es bestand aus etwa einem Dutzend kleinerer Komponenten, deren Äußeres aus kompliziert geformten Schalen bestand. Als ich das Periskop auf die feinen Fugen ausrichtete, die diese Schalen trennten, konnte ich einen ersten Blick auf die wundersamen Mechanismen in ihrem Innern werfen. Obwohl ich nicht viele Einzelheiten erkennen konnte, war dies doch die schönste und komplexeste Maschine, die ich je gesehen hatte; sie war jeder von Menschen gemachten Apparatur derart weit überlegen, dass sich ihr göttlicher Ursprung nicht anzweifeln ließ. Was ich sah, war sowohl aufregend, als auch verwirrend, und mit einem leichten Schwindelgefühl gab ich mich einige Minuten lang dem reinen ästhetischen Genuss dieses Anblicks hin, bevor ich mit meiner Erkundung fortfuhr.

Im Allgemeinen wurde angenommen, dass das Gehirn aus einem zentralen Apparat bestand, in dem die eigentlichen Denkvorgänge stattfanden, der wiederum von mehreren Komponenten umgeben war, in denen die Erinnerungen gespeichert wurden. Was ich sehen konnte, schien diese Theorie zu bestätigen, denn die außen liegenden Komponentencluster schienen einander zu gleichen, während die Komponenten im Inneren unterschiedlicher aussahen, heterogener waren und aus mehreren beweglichen Teilen bestanden. Allerdings lagen diese Komponenten zu dicht beieinander, sodass ich die Vorgänge in ihnen nicht genauer beobachten konnte. Wollte ich mehr herausfinden, musste ich näher herangelangen.

Die peripheren Komponentencluster verfügten über einen eigenen Luftspeicher, der aus einer Leitung gespeist wurde, die von einem Regler an der Basis meines Gehirns dorthin führte. Ich richtete mein Periskop auf den hintersten Komponentencluster aus und ersetzte mithilfe meiner Präzisionsinstrumente die zuführende Luftleitung durch ein längeres Verbindungsstück. Diese Prozedur hatte ich unzählige Male geübt, sodass ich in der Lage war, sie in wenigen Augenblicken durchzuführen. Trotzdem war ich unsicher, ob ich den Leitungswechsel schnell genug vornehmen konnte, bevor der Luftspeicher der Komponentencluster erschöpft war. Erst als ich beruhigt feststellte, dass die Tätigkeit der Komponentencluster nicht ausgesetzt hatte, wagte ich es, meine Arbeit fortzusetzen. Die längere Luftleitung richtete ich so aus, dass ich das, was in der Fuge hinter dem Komponentencluster lag, genauer in Augenschein nehmen konnte. Dort fand ich weitere Leitungen, welche den Komponentencluster mit seinen Nachbarn verbanden. Mit den feingliedrigsten Präzisionsinstrumenten wagte ich mich in den Spalt hinein und tauschte eine Leitung nach der anderen gegen längere aus. Schließlich hatte ich mich um den ganzen Komponentencluster herumgearbeitet und alle Leitungen ausgewechselt, die ihn mit dem Rest meines Gehirns verbanden. Nun konnte ich den Komponentencluster von dem Rahmen, an dem er befestigt war, lösen und die ganze Einheit aus dem hinteren Teil meines Kopfes herausnehmen.

Natürlich war es möglich, dass ich mit diesem Eingriff meine Denkfähigkeit beeinträchtigt hatte, doch einige einfache mathematische Probeaufgaben bestätigten, dass ich unverletzt geblieben war. Nun, da einer der Komponentencluster an einem Gerüst oberhalb meines Kopfes befestigt war, hatte ich freie Sicht auf den Denkapparat im Zentrum meines Gehirns, aber immer noch nicht genug Platz, um die Mikroskoperweiterung für eine nähere Inspektion auszurichten. Um die Vorgänge in meinem Gehirn genauer zu untersuchen, musste ich mindestens ein halbes Dutzend weiterer Unterkomponenten entfernen.

Mit mühseliger Sorgfalt wiederholte ich die Prozedur, die Leitungen anderer Komponentencluster auszuwechseln, und verlegte eine Komponente weiter nach hinten, zwei andere nach oben und zwei weitere zur Seite hin, und befestigte schließlich alle an dem Gerüst, das meinen Kopf umgab. Als ich damit fertig war, sah mein Gehirn aus wie eine Explosion einen Sekundenbruchteil nach der Detonation, und als mir das bewusst wurde, überkam mich erneut ein Schwindelgefühl. Immerhin lag nun mein Denkapparat frei auf einer Säule aus Luftleitungen und Schaltstangen, die in meinen Torso hinabführten. Nun hatte ich genug Platz, um mein Mikroskop in Stellung zu bringen und es um dreihundertsechzig Grad zu drehen, um das Innere der Komponentencluster, die ich entfernt hatte, zu begutachten. Was ich da sah, war ein Mikrokosmos goldener Mechanismen, eine Landschaft aus kleinsten sich drehenden Walzen und sich auf- und abbewegender Zylinder.

Als ich über diesen Anblick nachdachte, fragte ich mich, wo denn nun eigentlich mein Körper war. Die Verbindungsstücke, die es mir gestatteten, alles zu betrachten und daran zu arbeiten, unterschieden sich nicht von den Komponenten, die meine Augen und Hände mit meinem Gehirn verbanden. Ersetzten die Präzisionsinstrumente für die Dauer des Experiments nicht meine Hände? Und waren die Vergrößerungslinsen am Ende des Periskops nun nicht meine Augen? Ich war eine umgestülpte Person, und mein kleiner, fragmentierter Körper befand sich in der Mitte meines eigenen Gehirns. In dieser unwahrscheinlichen Anordnung begann ich damit, mich selbst zu erforschen.

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