Ted Chiang - Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes

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Die Hölle ist die Abwesenheit Gottes: краткое содержание, описание и аннотация

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Geschichten, die ein ganzes Universum enthalten: Die Wahrheit über den Turmbau zu Babel; der folgenreiche Erstkontakt mit einer außerirdischen Spezies; die Verzweiflung angesichts des Verlusts eines unersetzlichen Menschen; ein Zeitreiseabenteuer der anderen Art; und ein bestürzender Ausflug an die Grenzen des wissenschaftlich Machbaren ...Kein anderer Science-Fiction-Autor hat in den letzten zwanzig Jahren auch nur ansatzweise so viel Begeisterung ausgelöst wie Ted Chiang. Kein anderer Science-Fiction-Autor wurde für ein so schmales Werk mit mehr Preisen ausgezeichnet. Nun liegt endlich auch auf Deutsch ein Auswahlband mit seinen Erzählungen vor.
Über den Autor Ted Chiang ist studierter Informatiker. Er arbeitet als technischer Autor in der Software-Industrie und lebt in Bellvue in der Nähe von Seattle, Washington.

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Niemand machte sich allzu viele Gedanken über diese Vorfälle, außer sie zur Kenntnis zu nehmen. Erst einige Tage später, als man von einer ähnlichen Abweichung zwischen den Versen des Ausrufers und dem Lauf der Turmuhr in einem dritten Bezirk erfuhr, vermutete man, diese Unstimmigkeiten könnten auf einen Defekt im Mechanismus der Turmuhren zurückzuführen sein, auch wenn es seltsam erschien, dass die Uhren schneller gingen und nicht langsamer. Horologen untersuchten die drei Turmuhren, aber sie konnten keinen Fehler entdecken. Als man die Turmuhren mit den für solche Eichungen verwendeten Uhren verglich, zeigte es sich sogar, dass sie die Zeit weiterhin akkurat maßen.

Ich selbst fand diese Probleme äußerst faszinierend, war aber zu sehr in meine eigenen Studien vertieft, um diesen Vorgängen meine Aufmerksamkeit zu widmen. Ich forsche auf dem Gebiet der Anatomie, und damit der größere Zusammenhang meines weiteren Vorgehens verständlich ist, will ich kurz von meiner Beziehung zu meinem Forschungsfeld erzählen.

Da wir sehr langlebig und tödliche Unglücksfälle die Ausnahme sind, stirbt glücklicherweise nur selten jemand, was jedoch die Erforschung der Anatomie erschwert, insbesondere da viele Unfälle, die so schwer sind, dass dabei jemand stirbt, die Überreste der Verunglückten zu sehr beschädigen, als dass sie noch für Studienzwecke brauchbar wären. Platzt eine volle Lunge, zerfetzt die Wucht ihrer Explosion den Körper und reißt das Titan wie Blech in Stücke. Anatomieforscher widmeten sich deshalb früher vor allem den Gliedmaßen, da diese noch am ehesten unversehrt blieben. In der ersten Anatomiestunde, der ich vor hundert Jahren beiwohnte, zeigte uns der Dozent einen abgetrennten Arm, dessen Verkleidung entfernt worden war, um die eng beieinander liegenden Stangen und Kolben freizulegen. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie der Dozent, nachdem er die Arterienschläuche mit einer an der Wand des Labors angebrachten Lunge verbunden hatte, die Stangen am Stumpf des Armes bewegen konnte, sodass die Hand daraufhin ruckartig eine Faust bildete und sich wieder öffnete.

In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Anatomieforschung so weit, dass Anatomen beschädigte Gliedmaßen reparieren, gelegentlich sogar abgetrennte Glieder wieder anbringen konnten. Zudem haben wir es geschafft, die Physiologie lebender Subjekte zu studieren. Für meine Studenten habe ich die erste Lektion, die ich selbst besucht hatte, dahingehend abgeändert, dass ich die Verkleidung meines eigenes Armes freilegte, um den Erstsemestern zu zeigen, wie sich die Stangen dehnten und zusammenzogen, wenn ich meine Finger bewegte.

Trotz dieser Fortschritte konnte eines der größten Geheimnisse von der Anatomieforschung bisher nicht gelöst werden – nämlich die Frage, wie unser Gedächtnis funktioniert. Zwar wissen wir ein wenig über die Beschaffenheit unserer Gehirne, doch die Physiologie des Gehirns lässt sich wegen seiner großen Empfindlichkeit weiterhin kaum untersuchen. Wird bei tödlichen Unfällen der Schädel verletzt, tritt das Gehirn explosionsartig in Gestalt einer goldenen Wolke aus, und außer zerfetzten Drähten und Plättchen, aus deren Untersuchung sich keine Erkenntnisse gewinnen lassen, bleibt nichts übrig. Die jahrzehntelang vorherrschende Theorie des Gedächtnisses besagte, dass die Erfahrungen einer Person auf feine Goldplättchen graviert werden; jene Goldplättchen eben, die nach einem Unglück von der Kraft der Explosion zerrissen werden und als kleine Flöckchen zurückbleiben. Anatomieforscher haben diese Goldplättchenfragmente – die so fein und dünn sind, dass Licht grünlich durch sie hindurchschimmert – früher gesammelt und Jahre damit zugebracht, ihre ursprüngliche Anordnung zu rekonstruieren, alles in dem Glauben, irgendwann die Symbole entziffern zu können, mit denen die letzten Erinnerungen der Verstorbenen aufgezeichnet wurden.

Ich bin kein Anhänger dieser sogenannten »Einschreibungs-Hypothese«, und zwar deshalb, weil sie nicht begründet, warum unsere Erinnerungen unvollständig sind, obwohl sie der Theorie zufolge lückenlos aufgezeichnet werden. Fürsprecher der Einschreibungs-Hypothese erklären das Vergessen damit, dass sich im Laufe der Zeit die Position der Goldplättchen zum Gedächtnis-Lesestift verschiebt und die ältesten Plättchen schließlich gar keinen Kontakt mehr zu diesem Stift haben. Mich hat das aber nie überzeugt, obwohl ich nachvollziehen kann, was an dieser Theorie so verlockend ist. Ich habe ebenfalls viele Stunden damit verbracht, Goldplättchenfragmente durch das Mikroskop zu betrachten, und kann mir denken, wie befriedigend es wäre, am Rädchen der Schärferegulierung zu drehen und plötzlich lesbare Symbole erkennen zu können.

Und wie wunderbar wäre es erst, wenn sich die ältesten Erinnerungen eines Verstorbenen entziffern ließen – Erinnerungen, deren er sich selbst nicht mehr zu entsinnen vermag! Keiner von uns kann sich weiter als etwa hundert Jahre zurückerinnern, und unsere schriftlichen Zeugnisse – die wir selbst geschrieben, aber längst vergessen haben – reichen nur einige Jahrhunderte weiter in die Vergangenheit zurück. Wie viele Jahre lebten wir bereits vor dem Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen? Woher stammen wir? Es ist die Aussicht, in unseren eigenen Gehirnen Antworten auf diese Fragen zu finden, die die Einschreibungs-Hypothese so verführerisch macht.

Ich selbst war Verfechter einer konkurrierenden Denkschule, der zufolge unsere Erinnerungen mittels einer Methode gespeichert werden, bei der es ebenso einfach ist, Erinnerungen zu löschen, wie sie aufzuzeichnen: möglicherweise durch die Rotation eines Getriebes oder die Stellung einer Reihe von Schaltern. Gemäß dieser Theorie war alles, was wir vergessen hatten, ein für alle Mal verloren, und unsere Gehirne bargen keine Erinnerungen an die Vergangenheit, die weiter zurückreichten als unsere Bibliotheken. Für diese Theorie sprach unter anderem, dass sie zu erklären vermochte, warum Verstorbene, wenn man sie durch das Einsetzen einer neuen Lunge wiederbelebt, keine Erinnerungen haben, sondern völlig gedächtnislos sind, da der Schock des Todes alle Getrieberäder oder Schalter zurückgesetzt hat. Die Vertreter der Einschreibungs-Hypothese behaupteten, dass durch den Todesschock lediglich die Anordnung der Plättchen durcheinandergebracht würde. Niemand aber wagte es, eine lebende Person zu töten, auch keinen Schwachsinnigen, um diesen strittigen Punkt zu klären. Ich hatte ein Experiment ersonnen, mit dem sich die Wahrheit endgültig ermitteln ließ, aber es war ein gefährliches Experiment, das sorgfältiger Erörterung bedurfte, bevor ich es wagen konnte. Ich war sehr lange unentschlossen, bis ich schließlich erneut von den ungenau laufenden Uhren hörte.

Ich erfuhr, dass auch in einem entfernteren Bezirk der Ausrufer festgestellt hatte, dass die Turmuhr zur vollen Stunde schlug, bevor er seinen Neujahrsvortrag beendet hatte. Bemerkenswert daran war, dass die Uhr dieses Bezirks mit einem anderen Mechanismus betrieben wurde, bei dem die Stunden durch das Fließen von Quecksilber in einen Behälter gemessen wurden. Hier konnte die Abweichung nicht auf einem einfachen mechanischen Fehler beruhen. Die meisten Leute vermuteten, dass ein Schabernack die Ursache war, ein schlechter Scherz, den Unruhestifter verbrochen hatten. Ich hegte einen anderen Verdacht, einen beunruhigenderen, den ich nicht auszusprechen wagte, der aber mein weiteres Vorgehen bestimmte. Nun hielt ich es für zwingend notwendig, mein Experiment durchführen.

Das erste Gerät, das ich baute, war äußerst einfach. In meinem Labor montierte ich vier Prismen auf Haltebügeln und positionierte sie mit großer Sorgfalt so, dass ihre Spitzen die Ecken eines Rechtecks bildeten. In dieser Anordnung lenkten sie einen Lichtstrahl zu einem der unteren Prismen, welches das Licht in einer vierseitigen Schleife zuerst aufwärts reflektierte, dann zurück, dann nach unten und zuletzt wieder nach vorne. Somit konnte ich, wenn ich mich mit den Augen auf gleicher Höhe mit dem ersten Prisma befand, meinen eigenen Hinterkopf betrachten. Dieses solipsistische Periskop war die Grundlage für alles Weitere.

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