Frank Schätzing - Lautlos

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Sieht Dr. Liam O’Connor, genialer Physiker und Bestsellerautor, Gespenster? Wird Köln wirklich von einer unbekannten Macht unterwandert, wenige Tage bevor hier die weltpolitische Elite zum G-8-Gipfel zusammenkommt? Tatsächlich stößt O’Connor auf eine Verschwörung und eine unheimliche Waffe, die einen neuen Kalten Krieg auslösen könnte. In einem atemlosen Katz- und Mausspiel versucht er, die Katastrophe zu verhindern. Doch die Gegner scheinen immer einen Schritt voraus zu sein…

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Die mittelgroße Frau mit den ansprechenden Zügen und dunklen Augen, gut aussehend und zugleich jemand, an dem man in der Menge vorbeiging, erschien ihm auf den ersten Blick unpassend. Sie trug das rotbraune Haar schulterlang und gewellt. Ihre Kleidung war elegant bis unauffällig, ihre Stimme weder laut noch leise. Einen Moment lang war Mirko enttäuscht, bis er ihre Körperspannung gewahrte und begriff, dass er auf eine Hülle blickte, und er erkannte die Maschinerie der Präzision und das Chamäleon in ihr. Hier und jetzt sah er nur, was Jana ihn sehen lassen wollte. Einen Menschen, an den man sich nicht erinnerte. Morgen mochte sie die Pennerin an der Straßenecke sein, am selben Abend der glamouröse Mittelpunkt einer Dinnerparty. Jede Bewegung, als sie einen Schritt auf ihn zumachte, signalisierte ihm, dass die Frau mit dem Decknamen Jana alles und jeden ihrer Kontrolle unterwerfen würde, wenn es drauf ankam.

Sie gaben einander die Hand und begaben sich auf einen harmlosen Spaziergang durch die düstere Geschichte des Ortes.

Mittlerweile hatte sich das mittelalterliche Grauen der »Hexenhochburg« zur Sehenswürdigkeit gewandelt. Sie passierten die Cabotina, eine Ruine, die den angeblichen Hexen als Treffpunkt gedient hatte. Trioras finstere Vergangenheit übte einen morbiden Reiz auf Mirko aus. Nichts in dem Geflecht aus überbauten Gängen, das sie durchquerten, ließ die helle Leichtigkeit der Riviera erahnen, die nur eine halbe Autostunde entfernt lag. Im Dezember waren die ligurischen Berge in Dunst gepackt, der selten einen Blick auf die blasse Scheibe der winterlichen Sonne freigab. In die Hohlwege fand das spärliche Licht so gut wie gar nicht, sie schlossen die Gegenwart aus und jede Freundlichkeit und Wärme.

Janas Silhouette verschmolz mit den Schatten, bis die Häuserkaskade nach einer Biegung jäh abbrach und sie hinaustraten auf eine verborgene Terrasse. Mirko folgte ihr ohne Hast. Flechten, Moose und wilder Wein überwucherten das Mauerwerk der Brüstung. Es roch nach modrigem Stein. Einige Meter weiter endete eine eingestürzte Treppe im Nichts, dahinter ging es steil abwärts. Der Platz ruhte auf den Resten der mittelalterlichen Befestigungsanlagen, jenseits derer sich der Blick ins Tal und auf das verhangene Graugrün der Berge öffnete.

Mirko genoss die Stille. Kein Platz schien geeigneter, um in Ruhe über den Tod zu sprechen. Es gab nicht vieles, was ihn wirklich berührte, aber Stille gehörte dazu. Sie war ein Luxus und umso schöner, als man sie kaufen konnte. Insgeheim war er Jana dankbar, dass sie ihn hierher geführt hatte, wenngleich solche Empfindungen für den Inhalt ihrer Zusammenkunft ohne Belang waren. Er beschloss, das kleine Gefühl des Friedens in sich zu bergen und beizeiten abzurufen, wenn ihm danach war.

»Können Sie es?«, wiederholte er seine Frage.

»Man kann alles, wenn man nur will«, sagte Jana gleichmütig.

»Ja, aber können Sie es? Unter diesen Umständen?«

»Die Aufgabe ist in der Tat sehr reizvoll«, erwiderte sie. »Ich würde sagen, die Bedingungen treiben die Wahrscheinlichkeit gegen null. Andererseits wäre der Effekt gewaltig. Kein Zeitpunkt könnte besser gewählt sein. Die Frage ist, ob es sich dafür lohnt, einen Fehlschlag zu riskieren.«

»Über Fehlschläge wollte ich eigentlich nicht mit Ihnen reden.«

»Das ist mir schon klar.« Sie sah ihn prüfend an. »Kommen Sie, Mirko. Sie wissen ebenso gut wie ich, was Ihre Auftraggeber da von uns verlangen. Ich habe Ihnen meinen Preis gesagt…«

»Und ich habe ihn weitergegeben.«

»…aber damit wird es nicht getan sein. Und garantieren kann ich schon gar nichts.«

Mirko schüttelte den Kopf.

»Ich erwarte keine Garantie.« Er ging bis nah an die Brüstung und sah in die Tiefe. »Nicht dafür, dass es gelingt. Ich will eine Garantie dafür, dass Sie es können.«

Jana trat neben ihn.

»Was, wenn ich Ihnen diese Garantie gebe?«

»Dann sind wir im Geschäft. Die Leute, die mich beauftragt haben, gehen davon aus, dass Sie sich die Sache sehr genau überlegen. Ich habe ihnen gesagt, dass Sie es unter fünfundzwanzig Millionen nicht machen. Das haben sie geschluckt. Sie denken nun, wir müssten alles unternehmen, um Sie für das Projekt zu gewinnen, obwohl ihnen dabei nicht ganz geheuer ist. Wie sehr Sie selbst an den fünfundzwanzig Millionen interessiert sind, habe ich natürlich vergessen zu erwähnen.«

»Warum wollen die gerade mich?«

»»Ich will Sie. Weil Sie die Beste sind. Ich sage das widerstrebend, es festigt Ihre Position und damit den Preis, aber so ist es nun mal.«

»Es gibt andere Spezialisten.«

»Nicht für den Job. Wir brauchen jemanden, der auf ganz neue Ideen kommt. Auf etwas derart Abwegiges, dass niemand damit rechnen wird.« Mirko zögerte. »Für all das gäbe es sicher noch ein paar andere. Aber es kommt etwas hinzu, das meinen Auftraggebern sehr wichtig ist.«

»Was?«

»Sie sind Serbin.«

Janas Gesicht blieb reglos.

»Ich bin neutral«, sagte sie schließlich.

Mirko rupfte Moos aus den Ritzen der grob gefügten Steinmauer, zerrieb es zwischen seinen Fingern und roch daran. Der Duft hatte etwas Beruhigendes.

»Sie sind nicht neutral«, sagte er und sah Jana direkt in die Augen. Sie wich seinem Blick nicht aus. Durch nichts ließ sie erkennen, dass er ihren wunden Punkt getroffen hatte, aber Mirko ließ sich nicht täuschen. »Ihre Neutralität beschränkt sich auf Ihre Tätigkeit der freien Mitarbeit, wenn reiche Leute ein Problem zu lösen haben. Darin sind Sie kaum zu schlagen. Aber ich bin selbst Serbe, Jana. Ich weiß, dass Sie sich etwas anderes für unser Land vorstellen. Wenn Sie die impertinente Einmischung in unsere Geschichte ebenso satt haben wie ich, dann sind Sie nicht neutral.«

Es war ein Schuss ins Blaue. Janas Gesicht zeigte immer noch keine Regung. Sie wandte sich ab und ging ein paar Schritte von der Mauer weg.

Mirko wartete. Er war sicher, dass der Stachel ins Fleisch gedrungen war. Sie mochte sich selbst verleugnen, jeden Tag aufs Neue.

Aber nicht ihr Land. Er konnte sich nicht so sehr getäuscht haben!

»Wer sind Ihre Auftraggeber?«, fragte sie.

»Das Trojanische Pferd ist mein Auftraggeber. Fragen Sie mich nicht, wer drin sitzt.«

»Genau das frage ich Sie.«

Mirko antwortete nicht.

Sie kam zurück und baute sich dicht vor ihm auf.

»Ich habe für Arkan und Dugi gearbeitet«, sagte sie. »Jahrelang. Ich kenne jeden, der mit den serbischen Milizen zu tun hatte. Die Paramilitärs hängen alle irgendwie an den Fäden der Milizenführer, niemand von denen ist mir fremd. Ich kenne die offiziellen und inoffiziellen Köpfe der Serbischen Garde und der Erneuerungsbewegung. Sie gehören nicht dazu, Mirko. Zu keinem. Also – wer bleibt in Serbien, der Sie zu mir geschickt haben könnte?«

»Ich kann und werde Ihnen das nicht sagen.« »Dann kann und werde ich Ihnen nicht helfen.« »Doch, das werden Sie. Weil Sie sich an Ihren zehn Fingern abzählen können, wer mich geschickt hat. Ist Ihnen während Ihrer Zeit bei den Milizen je ein Befehl, eine Anordnung, irgendetwas sonst untergekommen, das direkt aus Belgrad kam? Ich meine, von höchster Stelle? Natürlich nicht, aber das ist nur der faktische Beweis staatsmännischer Intelligenz. Dahinter steht eine Entschlossenheit ganz anderer Qualität, Gedanken von einer Tragweite, wie sie einem Arkan oder Dugi niemals kämen! Sie kennen nicht jeden, Jana, weil Sie nicht zu jedem vorgedrungen sind. Darüber hinaus hat unser Land immer noch ein paar starke Freunde, auch wenn wir im Moment dastehen wie eine Bande von Schlächtern. Wir sind allzu beliebt geworden. Es hilft dem Westen, die Palästinenser zu vergessen, Ruanda, die Kurden im Irak und in der Türkei, die Menschen in Tibet. Der Westen hat den Feind aller Werte endlich vor der Haustür. Wie praktisch. Falls die Nato Ernst macht mit ihrer Drohung und wirklich Bomben auf Serbien wirft, stünde der zu erwartende Konflikt in bestem Einklang mit westlichen Wirtschaftsinteressen. Ein Krieg in der Türkei wirft keinen ökonomischen Profit ab. Ein Krieg im Herzen Europas ist hingegen reiner Profit, der Dollar steigt mit den Raketen, und das nennen sie dann die neue Gerechtigkeit. Bravo zu diesem Krieg der Werte, ich sehe ihn kommen. Keiner von denen, die das Gespenst der Intervention heraufbeschwören, will eine humanitäre Katastrophe verhindern, sie wollen schlicht und einfach ihren Machtbereich ausdehnen. Wollen Sie das geschehen lassen, Jana? Sollen wir das kampflos hinnehmen? Die Russen sehen unsere Position zum Beispiel anders, und nicht nur sie.« Er machte eine Pause. »Wie viel muss ich noch verraten, ohne etwas zu sagen?« »Warum reden die nicht selbst mit mir?«

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