Мортон Ру - Die Welle
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Ben trat näher zur Rampe und sprach jetzt leiser.»Wenn die Geschichte sich wiederholt, dann werdet ihr alle bestreiten wollen, was sich durch die Welle in euch abgespielt hat. Aber wenn unser Experiment erfolgreich war, und das hoffe ich, dann werdet ihr gelernt haben, dass wir alle für unsere eigenen Taten verantwortlich sind und dass ihr immer fragen müsst, was besser ist, als einem Führer blind zu folgen.
Für den Rest eures Lebens werdet ihr niemals mehr zulassen, dass der Wille einer Gruppe die Oberhand über eure Rechte als Einzelmenschen gewinnt.«
Ben schwieg einen Augenblick. Bis jetzt hatte er so geredet, als wäre alles nur die Schuld der Schüler. Aber es war mehr.»Und jetzt hört mir bitte zu«, sagte er.»Ich muss mich bei euch entschuldigen. Ich weiß, dass es schmerzlich für euch ist, aber in gewisser Hinsicht könnte man sagen, dass keiner von euch wirklich schuldig ist, denn ich habe euch zu alledem gebracht. Ich habe gehofft, die Welle würde zu einer großen Lektion für euch, und vielleicht ist mir das nur zu gut gelungen. Ich bin sicher viel mehr zum Führer geworden, als ich es wollte. Hoffentlich glaubt ihr mir, wenn ich sage, dass es auch für mich eine schmerzliche Lektion war. Ich kann nur noch hinzufügen, dass wir hoffentlich alle diese Lektion für den Rest unseres Lebens beherzigen werden. Wenn wir klug sind, dann werden wir nicht wagen, sie zu vergessen.«
Die Wirkung auf die Schüler war erschütternd. Alle Mädchen und Jungen in der Aula standen langsam auf. Einigen liefen Tränen über die Gesichter, andere wichen den Blicken ihrer Nachbarn verlegen aus. Alle schienen tief betroffen zu sein. Als sie hinausgingen, ließen sie ihre Poster und Fahnen am Boden zurück. Der Fußboden war schnell mit gelben Mitgliedskarten übersät, und alle Gedanken an militärische Haltung waren vergessen, als sie die Aula verließen.
Laurie und David gingen langsam durch den Mittelgang auf die Bühne zu, während die anderen hinausdrängten. Amy kam ihnen mit gesenktem Kopf entgegen. Als sie aufblickte und Laurie sah, brach sie in Tränen aus und umarmte ihre Freundin.
Hinter ihr sah David Eric und Brian. Beide wirkten erschüttert. Sie blieben stehen, als sie David erkannten, und für ein paar Augenblicke standen die drei Mannschaftskameraden in verlegenem Schweigen beieinander.
«Das ist ja ein Alptraum!«sagte Eric endlich leise. David versuchte, die Beklemmung abzuschütteln. Seine Freunde taten ihm leid.»Jetzt ist es vorbei«, versicherte er.
«Wir wollen es vergessen. Das heißt, wir wollen versuchen, es nicht zu vergessen, aber gleichzeitig dürfen wir auch nicht dauernd daran denken. «Eric und Brian nickten. Sie verstanden, was er meinte, wenn er es auch nicht genau ausdrücken konnte. Brian sah verlegen aus.»Ich hätte es wissen müssen«, sagte er.»Als am letzten Samstag der Angreifer von Clarkstown zum erstenmal durchgebrochen ist und mich niedergemacht hat, hätte ich wissen müssen, dass die ganze Welle nichts taugte.«
Die drei Spieler lachten, dann verließen Eric und Brian den Saal. David ging weiter zur Bühne, wo Mr. ROSS stand. Sein Lehrer sah sehr müde aus.»Es tut mir leid, dass ich kein Vertrauen zu Ihnen hatte, Mr. ROSS«, sagte David.
«Nein, es war schon gut, dass ihr mir nicht getraut habt«, widersprach Ben ROSS.
«Ihr habt gute Urteilskraft bewiesen. Ich müsste mich vielmehr bei dir entschuldigen, David. Ich hätte dir sagen müssen, was ich vorhatte. «Laurie trat zu ihnen.»Und wie soll es nun weitergehen?«fragte sie.
Ben schüttelte den Kopf.»Das weiß ich auch noch nicht genau, Laurie. Wir müssen in diesem Jahr noch eine Menge Geschichtsstoff bewältigen. Aber vielleicht opfern wir noch eine Stunde, um über das zu sprechen, was heute geschehen ist.«»Das sollten wir tun«, meinte David.»Wissen Sie, Mr. ROSS«, sagte Laurie,»eigentlich bin ich froh, dass es so gekommen ist. Ich meine, es tut mir leid, dass es dazu kommen musste, aber ich bin froh, dass wir alle dadurch eine Menge gelernt haben.«
Ben nickte.»Das ist nett von dir, Laurie. Aber ich habe bereits beschlossen, dass ich diesen Kurs im nächsten Jahr nicht wiederhole.«
David und Laurie sahen einander lächelnd an. Sie verabschiedeten sich von ihrem Lehrer. Ben sah ihnen und den letzten Mitgliedern der Welle nach. Als alle gegangen waren, seufzte er und sagte:»Gott sei Dank!«Er war erleichtert, dass alles gut zu Ende gegangen war, und er war dankbar, dass er noch immer seinen Job an der Gordon High School hatte. Sicherlich gab es noch erzürnte Eltern und spöttische Kollegen zu besänftigen, aber das konnte er mit der Zeit schaffen.
Er wollte die Bühne verlassen, als er ein Schluchzen hörte. Robert lehnte an einem der Fernsehgeräte, und sein Gesicht war von Tränen überströmt. Armer Robert, dachte Ben. Er ist wirklich der einzige Verlierer bei der ganzen Sache. Er ging auf den Schüler zu und legte ihm den Arm um die Schultern.»Weißt du, Robert«, sagte er, um ihn aufzuheitern,»in Jackett und Krawatte siehst du mächtig gut aus. Das solltest du öfters tragen.«
Robert gelang ein Lächeln.»Danke, Mr. ROSS!«»Was hieltest du davon, wenn wir jetzt zusammen einen Bissen essen gingen?«fragte Ben und zog ihn mit sich von der Bühne.»Ich glaube, wir haben einiges zu besprechen.«
Nachbemerkung des Verlages
Viele Leser der Originalausgabe haben gefragt, ob sich das Experiment Welle tatsächlich so zugetragen habe, wie dies im vorliegenden Buch geschildert wird.
Dazu hier der Auszug eines Interviews mit Ron Jenes, dem» echten «Mr. ROSS, aus der Zeitschrift» Scholastic Voice «vom 18. September 1981:
Was passierte eigentlich am zweiten Tag?
Also, am ersten Tag hatte ich noch alles genau durchgeplant — ich wollte ja eine engagierte Diskussion provozieren und damit dann das Experiment beenden. Als ich am zweiten Tag in die Klasse kam, erwartete ich, dass die Schüler wie immer in ihren Bänken herumlümmeln würden. Aber zu meiner Überraschung saßen alle in dieser merkwürdig disziplinierten Haltung vor mir und baten mich, doch weiterzumachen.
Erst wollte ich aufhören, aber dann dachte ich:»Mal sehen, wie das weitergeht. «Von diesem Tag an geschah alles spontan und ungeplant.
Hatten Sie sich die ganze Zeit unter Kontrolle? Oder wurden Sie manchmal auch von Ihrer Rolle überwältigt?
Das ist eine sehr gute Frage. Es gab gegen Ende des Experiments tatsächlich Momente, da fühlte ich mich schon als Diktator und nicht mehr als Lehrer oder Ehemann, wahrscheinlich hatte ich das nicht mehr im Griff. Wenn man einmal in eine Rolle hineinschlüpft, dann lebt man sie auch. Ich verhielt mich also wie ein Diktator und nicht mehr wie ein normaler Mensch.
Gab es die Figur des Robert in Wirklichkeit auch?
Ja, aber die Leibwächter-Geschichte spielte sich etwas anders ab, als sie im Buch beschrieben wird. Eines Tages folgte er mir überall hin, und als ich ins Lehrerzimmer ging und ihm ein Kollege sagte, dass Schüler hier keinen Zutritt hätten, da antwortete Robert:»Ich bin kein Schüler, ich bin die Leibwache!«Also, da hab ich schon ziemlich Angst bekommen, ich fragte mich, wie weit die anderen Schüler schon gegangen waren.
Warum vor allem haben Sie die Welle geschaffen?
Ich wollte, dass die Schüler erfahren, wie es damals in Deutschland zuging. Sie sollten aber nicht nur etwas darüber lesen, sondern selbst erleben, was es heißt, zum Beispiel gleichzeitig aufzuspringen und irgend etwas zu brüllen, oder in einer sehr disziplinierten Weise dazusitzen, oder von einer Person abhängig zu sein, die einem dauernd sagt, was man machen soll.
Was passierte eigentlich mit den Teilnehmern am Ende des Experiments? Man kann doch so etwas nicht einfach innerhalb eines Tages abstellen.
Das ist richtig. Ich befand mich in einem ziemlichen Dilemma. Ich hätte abrupt aufhören können, was jeden völlig aus dem Gleichgewicht gebracht hätte; oder ich hätte weitermachen können. Aber wenn ich mir Robert ansah, wusste ich, dass ich das nicht machen durfte. Nun, ich habe mich wie ein Basketballtrainer verhalten und entwarf sozusagen eine neue Spielstrategie. Wenn man gegen eine sehr überlegene Mannschaft spielt, muss man manchmal seine Spielweise ganz drastisch verändern.
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