Erich Remarque - Der Funke Leben

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»Ich heiße Sulzbacher. Ist dies ein Vernichtungslager?«

»Nein.«

»Sicher nicht?«

»Nein.«

»Oh, Gott sei Dank! Habt ihr keine Gaskammern?«

»Nein.«

»Gott sei Dank«, wiederholte Sulzbacher.

»Du redest, als wärst du im Hotel«, sagte Ahasver. »Warte nur erst ab. Woher kommt ihr?«

»Wir sind seit fünf Tagen unterwegs. Zu Fuß. Wir waren dreitausend. Unser Lager ist aufgelöst worden. Wer nicht weiterkonnte, wurde erschossen.«

»Woher kommt ihr?«

»Von Lohme.«

Ein Teil der Neuen lag noch auf dem Boden. »Wasser!« krächzte einer. »Wo bleibt der mit dem Wasser? Säuft sich selber voll – das Schwein!«

»Würdest du das nicht auch machen?« fragte Lebenthal.

Der Mann starrte ihn mit leeren Augen an. »Wasser!« sagte er ruhiger. "Wasser, bitte!«

»Ihr kommt von Lohme?« fragte Ahasver.

»Ja.«

»Kanntet ihr dort einen Martin Schimmel?«

»Nein.«

»Oder Moritz Gewürz? Einen mit einer eingeschlagenen Nase und ohne Haar.«

Sulzbacher dachte müde nach. »Nein.«

»Oder vielleicht Gedalje Gold? Er hatte nur ein Ohr«, fragte Ahasver hoffnungsvoll.

»Das fällt doch auf. Er war im Block 12.«

»Zwölf?«

»Ja. Vor vier Jahren.«

»O Gott!« Sulzbacher wandte sich ab. Die Frage war zu idiotisch. Vor vier Jahren!

Warum nicht vor hundert?

»Laß ihn in Ruhe, Alter«, sagte 509. »Er ist müde.«

»Wir waren Freunde«, murmelte Ahasver. »Man fragt nach Freunden.«

Bucher und Rosen kamen mit dem Wassereimer. Rosen blutete. Sein Chorhemd war an der Schulter zerrissen; seine Jacke stand offen. »Die Neuen schlagen sich um das Wasser«, sagte Bucher. »Mahner hat uns gerettet. Er hat drüben Ordnung gemacht. Sie stehen jetzt an, um Wasser zu empfangen. Wir müssen es hier auch tun, sonst schmeißen sie den Eimer wieder um.«

Die Neuen hatten sich erhoben. »Anstellen«, rief Berger. »Jeder kriegt was. Wir haben für alle.

Wer sich nicht anstellt, kriegt nichts!«

Sie gehorchten bis auf zwei, die vorstürzten. Sie schlugen sie mit Knüppeln nieder.

Dann holten Ahasver und 509 ihre Becher, und einer nach dem anderen trank. »Laß uns sehen, ob wir noch was kriegen können«, sagte Bucher zu Rosen und Sulzbacher, als der Eimer leer war.

»Jetzt wird es nicht mehr gefährlich sein.«

»Wir waren dreitausend«, sagte Sulzbacher mechanisch und ohne Sinn.

Die Essenholer kamen zurück. Sie hatten für die Neuen nichts erhalten. Es entstand sofort Krach.

Vor Sektion A und B prügelten sich die Leute. Die Stubenältesten dort konnten wenig ausrichten.

Sie hatten fast nur Muselmänner, und die Neuen waren geschickter und noch nicht so ergeben.

»Wir müssen etwas abgeben«, sagte Berger leise zu 509.

»Höchstens Suppe. Kein Brot. Wir brauchen es mehr als sie. Wir sind schwächer.«

»Deshalb müssen wir ihnen etwas abgeben. Sie nehmen es sich sonst selbst. Du siehst es drüben.«

»Ja, aber nur Suppe. Das Brot brauchen wir selbst. Laß uns mit dem sprechen, der Sulzbacher heißt.«

Sie holten ihn. »Hör zu«, sagte Berger. »Wir haben nichts für euch bekommen heute abend. Aber wir werden unsere Suppe mit euch teilen.« »Danke«, erwiderte Sulzbacher.

»Was?«

»Danke.«

Sie sahen ihn verwundert an. Es war im Lager nicht üblich, zu danken. »Kannst du uns dabei helfen?« fragte Berger. »Sonst schmeißen eure Leute wieder alles um, und diesmal gibt es nichts Neues. Ist noch jemand da, der zuverlässig ist?«

»Rosen. Und die zwei neben ihm.«

Die Veteranen und die vier Neuen gingen den Essenholern entgegen und scharten sich um sie.

Berger hatte vorher dafür gesorgt, daß alle anderen in Reihe anstanden. Erst dann brachten sie das Essen heran.

Sie stellten sich zusammen und begannen zu verteilen. Die Neuen hatten keine Näpfe.

Sie mußten ihre Portionen stehend essen und dann die Näpfe zurückgeben. Rosen paßte auf, daß niemand zweimal kam. Einige der alten Insassen schimpften. »Ihr bekommt die Suppe morgen zurück«, sagte Berger. »Sie ist nur geliehen.« Dann wandte er sich an Sulzbacher. »Wir brauchen das Brot selbst. Unsere Leute sind schwächer als ihr. Vielleicht wird morgen früh etwas für euch ausgegeben.«

»Ja. Danke für die Suppe. Wir geben sie morgen zurück. Wie sollen wir schlafen?«

»Wir werden einige von unseren Betten frei machen. Ihr müßt sitzend schlafen. Für alle ist auch dann kein Platz.« »Und ihr?«

»Wir bleiben hier draußen. Später wecken wir euch und wechseln ab.« Sulzbacher schüttelte den Kopf. »Ihr werdet sie nicht mehr herauskriegen, wenn sie einmal schlafen.«

Ein Teil der Neuen schlief bereits mit offenen Mündern vor der Baracke. »Laßt sie liegen«, sagte Berger und sah sich um. »Wo sind die anderen?«

»Sie haben sich drinnen schon selbst Plätze gesucht«, sagte 509. »Im Dunkeln kriegen wir sie nicht wieder heraus. Wir müssen es diese Nacht lassen wie es ist.«

Berger blickte zum Himmel. »Vielleicht wird es nicht zu kalt. Wir können der Wand dicht zusammen sitzen. Wir haben drei Decken.«

»Morgen muß das anders werden«, erklärte 509. »Gewalt gibt es in dies Sektion nicht.«

Sie hockten sich zusammen. Fast alle Veteranen waren draußen; selbst Ahasver, Karel und der Schäferhund. Rosen und Sulzbacher und ungefähr zehn mehr von den Neuen saßen bei ihnen. »Es tut mir leid«, sagte Sulzbacher.

»Unsinn. Ihr seid nicht verantwortlich füreinander.«

»Ich kann aufpassen«, sagte Karel zu Berger. »Es werden mindestens sechs von den Unseren diese Nacht sterben. Sie liegen rechts unten neben der Tür. Wenn sie tot sind, können wir sie hinaustragen und dann abwechselnd in ihren Betten schlafen.«

»Wie willst du im Dunkeln herausfinden, ob sie tot sind?«

»Das ist einfach. Ich beuge mich dicht über ihre Gesichter. Man merkt, wenn sie nicht mehr atmen.«

»Bis wir sie draußen haben, liegt schon einer von drinnen an ihrer Stelle«, sagte 509.

»Das meine ich«, erwiderte Karel eifrig. »Ich komme und melde es. Und dann legt sich gleich einer hinein, wenn wir einen Toten herausnehmen.«

»Gut, Karel«, sagte Berger. »Paß auf.«

Es wurde kühler. Aus den Baracken kamen Stöhnen und Schreckensschreie im Schlaf.

»Mein Gott«, sagte Sulzbacher zu 509. »Was für ein Glück! Wir dachten, wir kämen in ein Vernichtungslager. Wenn sie uns nur nicht weiterschicken!« 509 antwortete nicht. Glück, dachte er. Aber es stimmte.

»Wie war es bei euch?« fragte Ahasver nach einiger Zeit.

»Sie haben alles erschossen, was nicht laufen konnte. Wir waren dreitausend -«

»Das wissen wir. Du hast es schon ein paarmal gesagt.«

»Ja -« erwiderte Sulzbacher hilflos.

»Was habt ihr unterwegs gesehen?« fragte 509. »Wie sieht es aus in Deutschland?«

Sulzbacher dachte eine Weile nach. »Vorgestern abend hatten wir genug Wasser«, sagte er dann.

»Manchmal gaben Leute uns etwas. Manchmal nicht. Wir waren zu viele.«

»Einer hat uns nachts vier Flaschen Bier gebracht«, sagte Rosen.

»Das meine ich nicht«, sagte 509 ungeduldig. »Wie waren die Städte? Kaputt?«

»Wir sind nicht durch Städte gekommen. Immer außen herum.«

»Habt ihr denn überhaupt nichts gesehen?«

Sulzbacher blickte 509 an. »Man sieht wenig, wenn man kaum laufen kann und wenn hinter einem geschossen wird. Züge haben wir nicht gesehen.«

»Weshalb ist euer Lager aufgelöst worden?«

»Die Front kam näher.«

»Was? Was weißt du davon? So sprich doch! Wo liegt Lohme? Wie weit vom Rhein?

Weit?«

Sulzbacher versuchte die Augen offen zu halten. »Ja – ziemlich weit – fünfzig – siebzig – Kilometer – morgen -« sagte er noch, dann fiel sein Kopf nach vorn. »Morgen – jetzt muß ich schlafen -«

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