Adalbert Stifter - Witiko

Здесь есть возможность читать онлайн «Adalbert Stifter - Witiko» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Witiko: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Witiko»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

Witiko — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Witiko», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Ihr habt Euch aber dann dem Herzoge Wladislaw zugewendet«, sagte Heinrich.

»Da der andere Wladislaw, der Sohn Sobeslaws, sein Recht aufgegeben hatte, bin ich im Gedächtnisse der Sterbeworte Sobeslaws, die seinem Sohne die Unterwerfung an Wladislaw angeraten hatten, zu dem Herzoge gegangen.«

»Und Ihr seid in der Schlacht gegen die Mährer und bei den anderen Kämpfen gewesen«, sagte Heinrich.

»Nicht bei allen, da ich anderwärts hin befohlen wurde«, antwortete Witiko.

»Wladislaw ist der Sohn des Herzoges Wladislaw, der ein starkmütiger Mann gewesen ist, und er ist der Neffe des Herzoges Sobeslaw, der auch ein starkmütiger Mann gewesen ist, und er wird selber starkmütig sein«, sagte Heinrich.

»Gegen mich ist er gut und freundlich gewesen«, sagte Witiko.

»Es wäre ersprießlich, wenn auch in unserem Herzogtume Bayern alles geordnet würde«, sprach Heinrich, »es haben in den Kämpfen viele Männer, denen noch eine lange Zeit auf der Erde bevor stand, das Leben verloren, andere haben auch sonst ihr Ende gefunden. Unser hochsinniger Herzog Heinrich, der zwischen den Meeren gebot, und dem der Kaisermantel gebührte, ist aus der Welt gegangen, Richenza, die Witwe des Kaisers Lothar, die als Heldin bei den Sachsen stand, ist in das Grab gestiegen, und Leopold, der Markgraf von Österreich, den der König Konrad mit dem Herzogtume Bayern belehnt hatte, und der sich dieses Herzogtum mit allen Kräften erstreiten wollte, liegt in der Erde. Und Adalbert, der Erzbischof von Mainz, der dem Könige Konrad so feindlich gewesen ist, mußte von hinnen. Jetzt vermählen sie die Witwe unseres hohen verstorbenen Herzoges dem feindlichen Geschlechte, Heinrich, dem Bruder Leopolds, dem Markgrafen von Österreich. Das Söhnlein unsers mutvollen Herzoges belohnten sie mit Sachsen, und Bayern behält der König Konrad noch für einen Ergebenen in der Hand. So meinen sie es geendiget zu haben. Aber es wird wieder auferstehen, und mancher Mann, nachdem er in vielen Ländern und Kämpfen gewesen ist, kann sich den Sitz der Ruhe nicht gründen, indes die besten Jahre dahin gehen.«

»Tragen wir es«, sagte Wiulfhilt, »Gott kann alles fügen, und kann uns Freuden bereiten, die wir gar nicht vermutet haben.«

»So füge er es«, antwortete Heinrich, »und füge es bald. Ihr habt Euch bei den Leuten Vertrauen erworben, die in dem Walde wohnen, Witiko.«

»Ich liebe das lange und breite Waldesband und seine Leute«, sagte Witiko.

»Im Walde stehen noch viele Dinge bevor«, sagte Heinrich, »beachtet sie, Witiko.«

»Ich suche nach dem Rechten zu streben, so wie ich es verstehe«, sagte Witiko.

»Tut immer so, dann könnt Ihr manches erreichen«, entgegnete Heinrich.

»Ihr seid in den Jahren, die wir Euch nicht gesehen haben, viel stattlicher geworden, Witiko«, sprach Wiulfhilt.

»Die Jugend ändert sich schnell«, sagte Heinrich, »in späteren Zeiten ist man oft Jahre lang gleich.«

»Ihr scheint mir auch wirklich wie damals, hochedle Frau«, sagte Witiko, »selbst die Haare tragt Ihr wieder im Goldnetze.«

»Das ist so die Gewohnheit«, sagte Wiulfhilt, »habt Ihr Euch das gemerkt?«

»Es ist so, als wäre seit jenen Tagen keine Zeit vergangen«, sagte Witiko.

»Nun, wenn Ihr wieder nach mehreren Jahren erst abermals hieher kommt«, sprach Heinrich, »möget Ihr uns dann auch als die gleichen und nicht älter sehen als heute.«

»Oder mögen alle Verwirrungen enden, und möget Ihr bald wieder zu uns kommen, und länger bleiben«, sagte Wiulfhilt.

»Wenn ich den freundlichen Empfang wie die zwei Male erwarten darf, werde ich wiederkommen«, antwortete Witiko.

»Der Empfang wird immer gut sein«, erwiderte Heinrich.

»Ich habe Euch, erhabene Frau, den Ankunftsgruß gebracht«, sagte Witiko, »und Eure Zeit genommen. Erlaubet, daß ich Euch nun verlasse.«

Mit diesen Worten stand er von seinem Sitze auf.

Wiulfhilt sagte: »Nehmt noch einmal das Willkommen, und handelt bei uns nach Euerm Gefallen.«

»Gebraucht Eure Zeit nun für Euch, Witiko«, sagte Heinrich, »und seid gedenk, daß Ihr, wenn die Glocke schallt, mit den Eurigen zum Abendessen kommt.«

»Ich werde folgen«, antwortete Witiko.

Er verließ hierauf das Gemach.

Er ging jetzt wieder in die Kammern, die ihm zur Herberge angewiesen worden waren. Dort standen auf einem Tische Speisen und Wein; aber es saß niemand vor ihnen. Raimund war nicht da. Der Mann in dem braunen Gewande lag angekleidet auf einem Bette, und schlief.

Witiko verließ nun auch die Gemächer wieder.

Er ging durch den Hof in das Freie. Dort lenkte er seine Schritte dem rauschenden Wasser entgegen, das von dem Walde der drei Sessel herab floß. Er ging auf dem weichen Rasen dem Wasser entgegen und dem großen breit aufsteigenden Walde zu. Als er an den Rand desselben gekommen war, teilte sich der Weg. Der eine Zweig ging gerade zwischen den Stämmen empor in der Richtung gegen die drei Sessel, der andere ging links an dem Saume des Waldes fort. Witiko wendete sich gegen diesen Pfad. Da sah er in der Tiefe unten, in welche ein Arm des Wassers hinab floß, auf einem Steinblocke zwischen Gebüschen den Mann mit den schwarzen krausen Haupthaaren sitzen, der einmal im Hauzenberge den Topf mit Draht umwunden, und den Heinrich im Waldhause Wolf geheißen hatte. Der Mann blöckte seine weißen Zähne gegen Witiko, lächelte, und wies öfter mit seinem Finger in der Richtung des Waldsaumweges hin.

Witiko ging auf diesem Wege fort.

Er ging zuerst an dem Waldrande, dann zwischen Stämmen, dann wieder frei an dem Waldrande, immer aufwärts. Dann gelangte er zu einem sehr großen Granitsteine, der aus dem weichen Grase emporstand, und höher als eine Waldhütte war, und nach unten auf Ahorne und das Waldhaus und weiter hin auf Berge blicken ließ. Vor dem Steine war eine Bank aus Holz, und neben der Bank stand Bertha, die Tochter Heinrichs. Zu ihren Füßen war grüner Rasen, unter ihr graues Gestein, ober ihr graues Gestein, und hinter ihr der dunkle Wald.

Sie hatte nicht wie damals, da Witiko sie zuerst gesehen hatte, die weißen Ärmel des Hemdes und die Zöpfe, sondern ein reiches veilchenfarbenes Kleid und die Haare in einem silbernen Netze.

Sie stand, und sah auf Witiko, Witiko sah auf sie.

Dann sagte sie: »Bist du gekommen, Witiko?«

»Ich bin gekommen«, sagte er, »und du stehst wieder wie meine Weissagung am Rande des Waldes, aber ohne Rosen.«

»Man könnte allerlei Kränze tragen«, sagte Bertha, »von dem Heidekraute, von dem wohlriechenden Kunigundenkraute, von den grünen Blättern der Preußelbeeren.«

»Die dunkelrote Waldrose ist dein schönster Schmuck«, entgegnete Witiko, »und mein Glück. O Bertha, du bist sehr schön geworden.«

»Du bist auch schön geworden, Witiko«, sagte Bertha, »und du bist zwei Jahre in dem oberen Plane jenseits des Waldes gewesen.«

»Meine Mutter hat dort ein kleines Haus«, antwortete Witiko.

»Und in dem Hause bist du gewesen«, sagte Bertha, »du hast geholfen, kleine Arbeit zu tun, du bist zu Leuten in die Stuben gegangen, du hast Leute in deine Stube geladen, du bist auf deinem grauen Pferde die Wege um Plan geritten, du hast Nachbarn in dem Walde und fern des Waldes besucht, und bist auf den Berg gegangen, auf welchem das rote Kreuz steht.«

»Ich habe von dem Berge auf die Wälder geschaut, die rings um ihn zu sehen sind«, antwortete Witiko.

»Die Mädchen von Plan nennen den Berg Witikos Berg«, sagte Bertha.

»Das habe ich nie gehört«, entgegnete Witiko.

»Sie haben ihn so genannt, als du dort warest«, erwiderte Bertha, »und nennen ihn so, da du fort warest. Du bist mit den Leuten des Waldes auf den Berg Wysoka und in die Stadt Prag gegangen, und hast sie wieder in ihre Heimat zurückgeführt.«

»Woher weißt du denn diese Dinge, Bertha?« fragte Witiko.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Witiko»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Witiko» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Adalbert Stifter - Rock Crystal
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Der Condor
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Der Nachsommer
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Der fromme Spruch
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Der Hochwald
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Der Waldgänger
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Brigitta
Adalbert Stifter
Adalbert Stifter - Abdias
Adalbert Stifter
Отзывы о книге «Witiko»

Обсуждение, отзывы о книге «Witiko» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.