Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Der Propst machte das Zeichen des Segens gegen den König und die Seinigen, und sprach die Worte des Segens.

Der König bezeichnete sich, antwortete mit den Segensantworten, und sprach dann: »Wir werden eure Heiligtümer, hochehrwürdiger Herr, mit unsern Bitten und Gebeten belästigen.«

»Gott wird das Gebet erhören, das du, hoher Herr, in unserer Kirche tust«, antwortete der Propst, »und unser Haus ist dein Haus.«

»Ich bin der Gast meines Schwagers, und besuche auch euer Haus«, sagte der König.

»Unser Haus ist das der Herzoge, wie alles hier der Herzoge ist«, sagte der Propst. »Der erste Boriwoy hat diese Kirche gegründet, der König Wratislaw hat sie größer gebaut, und zwölf Körbe Steine dazu getragen, und der Herzog Sobeslaw hat sie erst glänzen gemacht. Und was wir an Friedenssteuer, Überfuhren, Ansässigkeiten, Pflugmaßen und andern Dingen haben, stammt von den Herzogen. Und mögen auch deine Herren Gelegenheit zu unserer Gastlichkeit nehmen.«

Darauf sprach Fabian, der Zupan von Wyšehrad: »Durch die Gnade des Herzogs bin ich dein Wirt, hoher Herr, und die Zupanei ist von dem Saale bis zur Kleiderstube hinab dein Eigentum.«

»Ich werde wie meine Vorgänger«, sagte der Herzog, »die Pfründe dieser Kirche mehren, weil sie auch so guten Absichten dienet. Jetzt aber, Herr, gehe in das Haus.«

»So gehen wir denn in diese Hochburg«, sagte der König, »welche in uralter Zeit so heilig gegolten hat.«

»Sie ist heilig gewesen, da sie noch in dem Walde gestanden ist, und die heidnischen Fürsten in ihr geherrscht haben, und sie ist noch heiliger geworden, da christliche Kirchen in sie gekommen sind. Der König Wratislaw und der Herzog Sobeslaw haben hier gewohnt, und die künftigen Herzoge werden desgleichen tun«, sagte Hugo.

Der König und alle, die um ihn waren, ritten in die Burg.

Dort stiegen sie von den Pferden, und der König ging gegen die Kirche der Heiligen Petrus, Paulus und Clemens.

Er betrachtete ihren Bau.

»Siehe, Herr, die Krone an der Mauer wiegt zwölf Mark Gold und achtzig Mark Silber«, sagte Hugo, »sie hat der Herzog Sobeslaw machen lassen. In der Kirche wirst du den Fußboden mit glänzenden Steinen belegt sehen, goldene und silberne Kreuze und kostbare Tücher an den Altären, und schöne Wandelgänge an den Mauern. Das alles hat Sobeslaw errichtet.«

»Ich habe von diesem Baue gehört«, sagte der König, »und bin erfreut, ihn nun mit meinen eigenen Augen zu sehen, und, wenn auch das uralte Kirchlein Boriwoys nicht mehr steht, hier meine Andacht zu verrichten.«

»Das Kirchlein Boriwoys«, entgegnete Hugo, »an dessen Stelle dieses schimmernde Haus steht, ist ein heiliges Kirchlein gewesen; in ihm hat Cyrillus drei Jahre den Leib des heiligen Clemens aufbewahrt, ehe er ihn nach Rom brachte.'

»So erzählen die heiligen Geschichten«, sagte der König.

Dann gingen alle in die Kirche. Sie gingen an den goldenen und silbernen Kreuzen und schönen Tüchern der Altäre und an den Wandelgängen vorüber zum großen Altare.

Dort kniete der König, und es knieten alle andern nieder, und taten ein kurzes Gebet.

Dann betrachteten sie die Kirche.

Dann gingen sie noch in die Kirche der heiligen Maria Magdalena und in die des heiligen Martin, und beteten dort, und betrachteten die Kirchen.

Dann besuchte der König die Gräber der Herzoge Wratislaw und Sobeslaw und der Herzoginnen Swatawa und Adelheid.

Dann besah er in der Kammer des Fürstenhofes die Bastschuhe des Herzoges Premysl.

Dann ging er in den großen Saal.

»In diesem Saale«, sagte Hugo, »werden die Landtage und die Feste des Reiches abgehalten, und hier ist unser hoher Herzog Wladislaw gewählt worden. Vor zwölf Jahren sind mit dem Herzoge Sobeslaw einmal dreitausend Menschen in diesem Saale gewesen.«

»Hier«, sagte der König, »nehme ich Abschied von dir, erlauchter Herzog, und gehe in meine Stube. Das andere dieser Herrscherburg, in welche du mich geladen hast, werde ich mit den Meinigen allein einmal besehen.«

Hierauf ging er in sein Gemach, und dort verabschiedete sich der Herzog, und ritt mit den Seinigen in die Burg Prag zurück.

Die geistlichen und weltlichen Fürsten ritten zu den Ihrigen.

Das Heer des Königs Konrad zog auf das Feld vor dem Wyšehrad, um dort ein Lager zu errichten. Alle andern Krieger gingen auf ihre Plätze.

Gegen den Abend ritten der König Konrad, dann Heinrich, der Markgraf von Österreich, und Otto, der Bischof von Freising, mit Geleiten in die Burg Prag.

Dort sprach der König zur Herzogin Gertrud die Worte: »Sei mir in deinem Hause gegrüßt, du liebe Schwester. Ich sollte dir Bolzen und Lanzen und Schwerter und Harnische bringen statt der Perlen, die ich für dich in der Hand halte. Wenn man dich im Flitter unter deinen Frauen sieht, sollte man es nicht glauben, was die Leute von dir erzählen. Ich werde meine Versäumnis durch ein schönes Waffenkleid zur Erinnerung an die vergangenen Tage gut machen. Meine Hausfrau Gertrud sendet dir auch einen Gruß, und die andere Gertrud, die bald deine Schwägerin sein wird, hat einen andern Boten für ihre Grüße gewählt.«

»Ich bringe sie«, sagte Heinrich, der Markgraf von Österreich, »und bringe die Ladung zur Vereinigung mit ihr. Bei diesem Feste werden die drei verwandten Gertruden in einem Saale sein.«

»Ich nehme alle Grüße und Ladungen mit Freuden auf«, antwortete Gertrud.

»Ich bin mit den zwei andern Brüdern auch hier«, sagte Otto, der Bischof von Freising, »um meine liebe Gertrud zu begrüßen. Wir haben kämpfen wollen, und finden nur Feste. Gott hat uns geführt, und das Gebet unserer frommen Mutter auf dem Kahlenberge hat uns begleitet.«

»Sie hat gewiß gebetet, und ihr Gebet ist erhörenswert«, sagte Gertrud, »und du, den sie so liebt, wirst es gedenken.«

»Wenn ich es kann, ist es durch meinen Wandel«, sagte Otto, und den will ich unserer Mutter genehm zu machen suchen.«

Als es Nacht wurde, ritten alle in den Wyšehrad zurück.

Witiko übergab an diesem Tage Rowno das Schwert, welches er für ihn aus Nürnberg gebracht hatte, und teilte an die Waldleute die Geschenke aus, die er für sie dort erworben hatte.

Der König blieb drei Tage in der Stadt Prag.

Es waren an diesen Tagen Feste der Kirche und andere Feste, und die Herren gaben sich Gastlichkeiten. Kostbare Fische und Speisen aller Art wurden herbei gebracht, und der Herzog Wladislaw vergalt an Wein, der an der Elbe gewachsen war, den, welchen die Herren vom Rheine und vom Neckar gebracht hatten. Es wurden Spiele gehalten, und die deutschen Ritter zeigten, was sie mit Waffen und Pferden konnten, und die böhmischen Herren zeigten, was in ihrem Lande gebräuchlich war. Unzählige Menschen waren gekommen, und die böhmischen Mädchen wiesen den fremden Reitern die Schönheit ihrer Landeskleider und ihrer Angesichter. Auch die Männer des Waldes kamen herzu, und ließen sehen, was sie an Laufen und Ringen und Springen vermochten, und der Schmied von Plan vermaß sich, zu sagen, kein Mann könne einen so schweren Stein heben wie er. Geschenke wurden gegeben und empfangen.

Die Kundschafter meldeten, daß die Feinde wirklich auseinander gegangen seien.

Am vierten Tage zog das deutsche Heer auf dem Wege zwischen dem Petrin und der Moldau hinaus, auf dem es herein gekommen war.

Der Herzog Wladislaw nahm nun das verlassene Lager der Feinde in Empfang. Was an Wert dort war, wurde verteilt. Die Schleudergeräte, welche brauchbar waren, wurden zu dem Kriegszeuge des Landes gestellt. Das Holz der Verbalkungen und anderer Werke wurde den Armen gegeben. Die Verwundeten, welche man fand, wurden zu einer besseren Besorgung in die Burgflecken von Prag getragen, und die schlecht begrabenen Toten wurden besser mit Erde bedeckt. Die Priester sprachen den christlichen Segen über sie. Aus Dingen, die man in dem Lager oder auf dem Kampfplatze fand, konnte man erkennen, daß alle an den letzten Kämpfen Teil genommen haben mußten, die es vermocht hatten, Arbeiter, Schenken, Händler, Trödler, Troßbuben, selbst Frauen.

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