Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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»Ich werde ihn finden«, sagte Witiko, »und ich danke dir für dein Geleite.« »Nichts zu danken«, sagte der andere, und trat seinen Rückweg an.

Witiko ging auf dem Platze vor dem langen grauen Gezelte, davor das rosenfarbene Banner wehte, vorwärts, Hier war es weniger prunkend als in dem Lager der Prager Krieger. Einige Abteilungen von Kriegern standen wohlgerüstet und geordnet da, manche Männer saßen auf den Pferden, Diener hielten ledige Pferde, und Geleite schienen auf Herren zu warten. Als Witiko in gerader Richtung gegen das graue Gezelt ging, trat ihm ein Mann aus einer Rotte, die mit ihren Speeren da stand, entgegen, und sagte: »Wer bist du, und wohin gehst du?«

»Ich bin Witiko von Pric, und gehe zu dem Herzoge«, antwortete Witiko. »Du mußt hier warten«, sagte der Mann. Witiko blieb stehen, und wartete.

Der Mann ging zur Rotte, und sagte einem etwas. Dieser trat vor, ging gegen das Gezelt, kam wieder zurück, und machte die Meldung. Der Mann, welcher Witiko aufgehalten hatte, trat nun wieder zu ihm, und sagte: »Du bist der rechte Witiko in dem ledernen Gewande, und darfst zu dem Herzoge gehen.«

Witiko schritt nun ungehindert bis zu dem grauen Gezelte. Vor demselben standen Krieger, und ein Mann in einem glänzenden Waffenkleide sagte zu Witiko: »Witiko, du mußt hier warten, bei dem Herzoge ist Rat.«

Witiko sah den Mann an, der seinen Namen genannt hatte, er kannte ihn aber nicht. Er blieb bei den Kriegern stehen.

Nach einer Stunde kam ein junger schlanker Mann aus dem Gezelte. Er hatte schwarze Haare, auf denselben eine schwarze Haube mit einer kurzen grauen Reigerfeder, um die Brust hatte er ein schimmerndes Waffenhemd, und von dem stählernen Gürtel hing in rotsammetner steinbesetzter Scheide das Schwert. Witiko blickte gegen ihn, und rief: »Odolen!«

»Ja, du lederner Reiter, bist du endlich gekommen, du toller Kopf, gehe hinein, daß dich der Herzog strafe«, sagte der andere, nahm ihn bei der Hand, schüttelte sie ihm, und sah ihm mit den schwarzen Augen freundlich in das Angesicht. Dann schob er mit dem andern Arme die Falte des Gezeltes bei Seite, und führte Witiko in das Innere.

Dasselbe war ein großer langer Raum, in welchem ein langer Tisch aus Tannenholz stand von vielen Feldstühlen umgeben. Witiko sah hier viele Leute, die er kannte. An dem oberen Ende des Tisches saß Wladislaw der Herzog. Sein Haupt war entblößt, und hatte die blonden Haare nieder gestrichen. Die schwarze Haube mit der kurzen geraden weißen Feder lag neben ihm auf dem Tische. Er hatte ein Panzerhemd an, und dunkelbraune Kleider. Der Gürtel war aus Metallfäden gewirkt, und das Schwert hatte eine braunsammetne Scheide ohne Steine. Neben ihm saß auf einem Stuhle der greise Bolemil in schwarzem Sammetgewande. Links von ihm und ein wenig weiter zurück stand Zdik der Bischof von Olmütz mit seinem braunen Barte und in Waffenrüstung. Dann saß Diwiš der Kastellan von Saaz in dunklem Gewande, und dann Lubomir in schwarzem Kleide mit dem weißen Barte und den weißen Haaren. Neben Bolemil standen zwei Äbte mit Kreuzen und in der Rüstung. Den einen erkannte Witiko als den von Kladrau, der ihn vor zwei Jahren in der Versammlung auf dem Wyšehrad vorgestellt hatte, den andern hielt er für den Abt von Brewnow. Hinter ihnen stand jener Priester Daniel in Rüstung, der das Kreuzlein beglaubigt hatte, welches Witiko nach Prag mitgegeben worden war. Dann sah er Ben, welcher in der Versammlung auf dem Wyšehrad der zweite Führer des Hauses gewesen war, und neben ihm Smil, den er auch in der Versammlung gesehen, und den er schon auf dem sächsischen Zuge als Kriegsanführer kennen gelernt hatte. Dann erblickte er noch Nemoy von Netolic und Ctibor von Austi, und an der Stelle, wo er herein gekommen war, standen junge Männer, die er in jenem fröhlichen Ritte hinter der Zupenstadt Chynow bei dem scharlachroten Reiter gesehen hatte, der jetzt Herzog war, Odolen, Welislaw, die zwei Söhne Smils, Ben der jüngere, Casta der jüngere. Sonst waren noch Männer und Herren da, welche Witiko nicht kannte. Vor dem Bischofe Zdik saß neben dem Herzoge ein Mann in schöner kirchlicher Kriegertracht, es war Otto der neuerwählte Bischof von Prag. Er schien den Ehrenplatz an der andern Seite des Herzogs dem greisen Bolemil überlassen zu haben. Neben dem Bischofe standen zwei junge Männer. Sie waren veilchenfarb gekleidet, hatten ein schimmerndes Waffenhemd, einen silbernen Gürtel, und auf dem Haupte eine veilchenfarbene Haube mit einer geraden grauen Feder. Sie waren die Brüder des Herzogs Diepold und Heinrich, die sich gleich gekleidet hatten. Dann waren noch Bozebor und Wšebor da in Waffenhemden, die alten Männer Preda und Milota in weiten gegürteten Gewändern, dann Bartholomäus und Gervasius in kriegerischem Priesterschmuck, Chotimir und Predbor in Rüstungen, und mehrere andere.

Als Witiko eintrat, waren die meisten der Herren von ihren Sitzen schon aufgestanden, und sprachen mit einander.

Auf dem Tische neben dem Herzoge lagen mehrere Schriften.

Da Witiko durch die Zahl der jungen Männer, die am Eingange standen, vorwärts in den freien Raum getreten war, wurde es stiller, und manche Blicke wendeten sich auf ihn.

»Tritt näher, Witiko«, rief der Herzog. Witiko ging bis zu dem Herzoge vorwärts, und verneigte sich. Dieser stand auf, reichte ihm die Hand, und sagte: »Sei willkommen. So bist du doch gekommen, dem schlimmen Herzoge zu dienen? Oder bringst du ihm die Absage in eigener Person, wie du es getan hast, nachdem ihm andere in Prag gehuldigt hatten?«

»Nein, hoher Herr«, entgegnete Witiko, »ich bin gekommen, dir zu dienen, und bringe einige arme Waldleute mit.« »Ich weiß es«, antwortete der Herzog, »es ist mir schon gesagt worden. Du bist in den Wald trotzen gegangen, Witiko, bist du nicht ein unvernünftiger Mann?« »Ich habe die Vernunft in einer andern Gestalt als in der ihrigen nicht erkannt«, sagte Witiko.

»Da war gar keine Vernunft in gar keiner Gestalt, als du mich kennen lerntest«, entgegnete der Herzog, »aber du hättest die Zeit abwarten sollen.«

»Ich bin von dir fortgegangen, hoher Herr«, sagte Witiko, »weil ich dem Herzoge Sobeslaw, wenn er auch tot war, dienen wollte, und weil, wenn auch Sobeslaw seinem Sohne Wladislaw geraten und ihm geboten hatte, sein in Sadska erworbenes Nachfolgerecht auf dich zu übertragen, er es nicht getan hat, und mir sein Recht zu bestehen schien. Jetzt aber hat er es weggeworfen, und auf einen unbefugten Mann kommen lassen, und es fällt auf dich, weil du gewählt bist, und dich Sobeslaw anerkannt hat, du bist der Herzog, und ich bin gekommen, meine Pflicht zu erfüllen.«

»Seht ihr, die ihr dort unten steht, ich habe es gesagt, daß er kommen wird«, entgegnete der Herzog, »und es freut mich, daß du es wahr gemacht hast, Witiko, du gutes junges Blut. Das Land bedarf der Ehre, und hier ist sie um mich versammelt. Du darfst nun so wie diese Männer, die du hier siehst, ohne daß dich meine Wachen aufhalten können, zu mir in mein Zelt kommen, wenn du willst. Du und dein Anhang werdet auf dem äußersten rechten Ende des Heeres sein, und Smil wird die Oberleitung bei euch übernehmen. Ihr könnet dann meinem treuen Diener Nacerat begegnen, der von Mähren gegen uns herüber kommen wird. Eure Untereinteilungen und Führerschaften möget ihr behalten, wie ihr sie eingerichtet habt, daß die beisammen sind, welche sich lieben, und sich wechelweise zu verteidigen geneigt sind. Jetzt gehabe dich wohl, Witiko, und komme bald wieder zu mir.«

Witiko verneigte sich, und trat zurück. Als er vor dem alten Bolemil vorüber ging, neigte er sich auch vor diesem. Bolemil sagte zu ihm: »Du hast den rechten Weg gefunden, mein junger Knabe. Es freut mich deinetwillen.« »Ich habe es ihm gesagt, daß er ihn finden wird«, sprach über den Tisch herüber Lubomir. »Du hast gut getan wie auf dem Wyšehrad, mein Sohn«, sagte Diwiš.

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