Leo Tolstoy - Anna Karenina, 1. Band
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- Название:Anna Karenina, 1. Band
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Anna Karenina, 1. Band: краткое содержание, описание и аннотация
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Als sie emporstieg, um sich für den Abend umzukleiden, und in den Spiegel schaute, bemerkte sie mit Freude, daß sie heute einen ihrer besten Tage habe und sich im vollen Besitz aller ihrer Kräfte befinde – dies war ihr ja auch so nötig für das Bevorstehende. Sie fühlte in ihrem Inneren ihre äußere Ruhe und war sich einer freien Grazie in ihren Bewegungen bewußt.
Um halb acht Uhr – sie war soeben in den Salon getreten – meldete der Diener „Konstantin Dmitritsch Lewin!“
Die Fürstin war noch in ihren Räumen, der Fürst war ebenfalls noch nicht erschienen.
„Sei's drum,“ dachte Kity und alles Blut trat ihr zum Herzen. Sie erschrak ob ihrer Blässe, als sie in den Spiegel geblickt hatte.
Jetzt wußte sie sicher, daß er nur deshalb frühzeitiger ankam, um sie allein zu treffen und ihr seinen Antrag zu machen. Mit dieser Erkenntnis aber erschien ihr die ganze Angelegenheit zum erstenmale in einem ganz anderen, neuem Lichte. Jetzt erst erkannte sie, daß die Frage nicht sie allein anging, mit wem sie glücklich sein könnte und wen sie liebte, sondern daß sie in dieser Minute einen Mann schmerzlich treffen sollte, den sie wirklich liebte. Wie hart sollte sie ihn treffen; und warum? Darum, weil er, ein guter Mensch, sie liebte, eine Leidenschaft zu ihr gefaßt hatte.
Indessen, es war nichts zu thun; wie es die Pflicht erheischte, so mußte gehandelt werden.
„Mein Gott, muß ich denn aber selbst ihm dies sagen?“ dachte sie, „soll ich ihm sagen, daß ich ihn nicht liebe? Das wäre ja eine Unwahrheit. Was soll ich also nun sagen? Etwa, daß ich einen anderen liebte? Das ist unmöglich. Ich werde fliehen, forteilen!“
Sie war bereits bis zur Thür gelangt, als sie seine Schritte vernahm.
„Nein, das ist nicht ehrenhaft; was habe ich zu fürchten? Ich habe nichts Schlechtes gethan! Was sein soll, muß sein! Ich will die Wahrheit sagen, mit ihm kann ich nicht falsch verfahren. Da ist er!“ sprach sie zu sich selbst, seine kraftvolle Gestalt mit den blitzend auf sie gerichteten Augen zaghaft eintreten sehend. Sie blickte ihm offen ins Antlitz, als wolle sie ihn um Schonung bitten, und reichte ihm ihre Hand.
„Ich komme nicht zur rechten Zeit, wie mir scheint, ein wenig zu früh,“ hub er an, im leeren Salon Umschau haltend. Als er gewahrte, daß seine Hoffnungen sich erfüllt hatten, daß nichts ihn hindere, sich auszusprechen, wurden seine Mienen düster.
„O nein,“ antwortete Kity, an einem Tische Platz nehmend.
„Ich wollte eben, daß ich Euch allein anträfe,“ begann er, ohne sich zu setzen und ihren Blick vermeidend, um seine Fassung nicht zu verlieren.
„Mama wird sogleich erscheinen. Sie war gestern sehr ermüdet, gestern – “ Sie sprach, ohne recht zu wissen, was ihre Lippen hervorbrachten, und ohne den beschwörenden und bittenden Blick von ihm zu wenden.
Er schaute sie an; sie errötete und verstummte.
„Ich sagte Euch schon, daß ich selbst nicht wisse, ob ich für längere Zeit hierher gekommen wäre – daß dies von Euch abhängt“ —
Sie neigte das Haupt tiefer und tiefer, ohne zu wissen, was sie auf das Kommende zu antworten haben würde.
„Dies hängt von Euch ab,“ wiederholte er; „ich wollte sagen – ich wollte sagen – ich bin deshalb gekommen, damit – Ihr mein Weib würdet“ – sagte er, ohne zu wissen, was er sprach; aber im Gefühl, daß er das Furchtbare gesprochen hatte, stockte er und schaute sie an.
Sie atmete schwer, ohne den Blick zu ihm zu erheben; ein Entzücken durchrieselte sie; ihre Seele war voll Glück. Nie hätte sie erwartet, daß das Geständnis seiner Liebe zu ihr auf sie einen so mächtigen Eindruck machen würde. Doch dies währte nur einen Augenblick; sie erinnerte sich Wronskiys und sie erhob ihre hellen, offenen Augen zu Lewin; als sie sein verzweiflungsvolles Gesicht bemerkte, antwortete sie:
„Es kann nicht sein – vergebt mir.“
Wie nahe war sie noch vor einer Minute ihm gewesen, wie wertvoll war sie ihm da noch für das Leben – und wie fremd stand sie jetzt vor ihm, wie weit!
„Es mußte so kommen,“ sprach er, ohne sie anzublicken.
Er verneigte sich und wollte gehen.
14
In diesem Moment erschien die Fürstin. Auf ihrem Antlitz malte sich Erschrecken, als sie die beiden allein erblickte, mit ihren zerstreuten Mienen.
Lewin verbeugte sich vor ihr, ohne ein Wort zu reden. Kity schwieg, ohne das Auge zu erheben. „Gott sei Dank, sie hat refüsiert,“ dachte die Mutter und ihr Gesicht erglänzte in dem gewohnten Lächeln, mit dem sie des Donnerstags ihre Gäste zu bewillkommen pflegte. Sie ließ sich nieder und begann Lewin über das Leben auf dem Lande zu befragen. Auch er nahm Platz, die Ankunft der Gäste erwartend, um so unbemerkt den Salon verlassen zu können.
Nach Verlauf von fünf Minuten erschien eine Freundin Kitys, die im vergangenen Winter geheiratet hatte, die Gräfin Nordstone.
Sie war ein mageres, gelbliches krankhaftes und nervenschwaches Geschöpf mit schwarzen, blitzenden Augen. Sie liebte Kity und ihre Liebe zu derselben drückte sich – wie gewöhnlich die Liebe der Verheirateten zu Unverheirateten – in dem Wunsch aus, Kity einen Mann zu verschaffen, der ihrem Ideal von Glück entspräche; sie wünschte Kity mit Wronskiy zu vereinen. Lewin, dem sie im Anfang des Winters häufig begegnet war, war ihr stets unsympathisch gewesen, und ihre stete Beschäftigung bei einer Begegnung mit ihm war die, sich über ihn lustig zu machen.
„Ich liebe es, wenn er von der Höhe seines Selbstgefühls auf mich herabblickt, entweder seine geistvolle Unterhaltung mit mir abbricht, weil ich ihm zu dumm bin, oder sich zu mir herabläßt. Ich liebe das sehr, wenn er sich so herabläßt, und bin froh, daß er mich nicht ausstehen kann,“ äußerte sie sich über ihn.
Sie hatte recht, denn Lewin konnte sie in der That nicht ausstehen und blickte verächtlich auf sie, weil sie sich – was sie sich als Vorzug anrechnete – mit ihrer Nervenschwäche brüstete, mit ihrer vornehmen Geringschätzung, ihrer Indifferenz gegenüber allem Derberen und Prosaischen.
Zwischen Nordstone und Lewin bestand jene in der Welt so häufige Erscheinung daß sich zwei Menschen, dem Äußeren nach in den freundschaftlichsten Beziehungen zu einander stehend, bis zu einem Grade verachten, daß sie nicht mehr ernst miteinander verkehren können und nicht imstande sind, noch eine gegenseitige Kränkung zu empfinden.
Die Gräfin Nordstone eilte Lewin sogleich entgegen.
„Ah, Konstantin Dmitritsch! Wieder zurückgekehrt nach unserem ausschweifenden Babylon,“ begann sie, ihm die kleine gelbe Hand reichend, und sich seiner Worte erinnernd, die er im Beginne des Winters geäußert hatte, Moskau sei ein Babylon. „Das Babylon hat sich gebessert, aber Ihr seid schlechter geworden!“ fügte sie hinzu, lächelnd auf Kity blickend.
„Es ist mir sehr schmeichelhaft Gräfin, daß Ihr Euch meiner Worte so wohl entsinnt,“ versetzte Lewin, bereit, den Hieb zu parieren und sogleich in sein scherzhaft gegnerisches Verhältnis zur Gräfin Nordstone tretend, „wahrscheinlich haben sie recht schwer auf Euch eingewirkt.“
„Ah gewiß; ich schreibe ja alles nieder. Nun, Kity, bist du wieder Schlittschuh gefahren?“
Sie begann jetzt, mit Kity zu sprechen. So schlecht gewählt jetzt auch die Zeit sein mochte, sich zu verabschieden, so wollte Lewin doch lieber diese Taktlosigkeit begehen, als den ganzen Abend hindurch hier zu bleiben und Kity sehen zu müssen, die nur selten nach ihm hinschaute und seine Blicke vermied. Er wollte sich erheben, allein die Fürstin, wohl bemerkend daß er sich schweigend verhielt, wandte sich an ihn.
„Seid Ihr für längere Zeit nach Moskau gekommen? Ihr seid doch wohl im Friedensgericht und da wird sich ein langer Aufenthalt nicht ermöglichen lassen?“
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