Leo Tolstoy - Anna Karenina, 1. Band

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Anna Karenina, 1. Band: краткое содержание, описание и аннотация

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„Als die Elektricität entdeckt wurde,“ erwiderte Lewin schnell, „so war nur deren Offenbarung entdeckt und es blieb Geheimnis, woher sie stamme und was sie bewirke; Jahrhunderte aber vergingen, bevor man an ihre Verwendung dachte. Die Spiritualisten hingegen begannen damit, daß ihnen ihre Tische etwas aufschrieben, daß die Geister zu ihnen kamen, und dann erst sagten sie, es sei dabei eine unerforschte Kraft vorhanden.“

Wronskiy hörte aufmerksam auf Lewins Worte, wie er es eben stets that; augenscheinlich von denselben interessiert.

„Ganz wohl; aber die Spiritualisten sagen, wir wissen jetzt nicht was für eine Kraft hier wirkt, aber es ist eine und unter bestimmten Vorbedingungen tritt sie auf. Mögen doch nun die Gelehrten entdecken, worin diese Kraft besteht. Nein, nein, ich sehe nicht ein, warum nicht eine neue Kraft vorhanden sein könnte, wenn“ —

„Da aber,“ unterbrach ihn Lewin, „bei der Elektricität stets, sobald man Bernstein an Wolle reibt, sich jene bekannte Erscheinung zeigt, hier dies aber nicht jedesmal der Fall ist, so ist diese neue Kraft wahrscheinlich doch wohl keine – Naturerscheinung.“ —

Wohl in der Empfindung, daß das Gespräch einen für die Gesellschaft zu ernsten Charakter annehme, erwiderte Wronskiy nichts hierauf, sondern lächelte nur heiter in dem Bemühen, das Thema zu wechseln, und wandte sich an die Damen.

„Machen wir sogleich eine Probe, Gräfin,“ sagte er; doch Lewin wollte aussprechen, wie er dachte.

„Ich meine,“ fuhr er fort, „daß jener Versuch der Spiritualisten, ihre Wunder mit einer neuen Kraft zu erklären, völlig unglücklich ist. Sie sprechen unverhohlen von einer geistigen Kraft und wollen diese materiellen Versuchen unterwerfen.“

Alle warteten, daß er enden sollte, und er selbst empfand das.

„Ich glaube, Ihr würdet ein vorzügliches Medium sein,“ sagte die Gräfin Nordstone, „Ihr habt so etwas Verzücktes.“

Lewin öffnete den Mund und wollte etwas antworten, errötete aber nur und schwieg.

„Machen wir sofort einen Versuch, mit den Tischen, Fürstin, ist es gestattet?“ frug Wronskiy, welcher aufstand und mit den Augen nach einem Tische suchte.

Kity hatte sich hinter ihrem kleinen Tische erhoben und begegnete, seitwärtstretend, den Augen Lewins. Sie empfand ein tiefes Mitgefühl mit ihm, umsomehr, als sie sich selbst als die Ursache seines Unglücks betrachtete. „Wenn Ihr mir verzeihen könnt, so verzeiht,“ bat ihr Blick, „ich bin so glücklich.“

„Ich hasse euch alle und mich,“ antwortete sein Auge und er griff nach seinem Hut. Aber er sollte noch nicht von hier weggelangen. Man wollte sich soeben um das Tischchen gruppieren, und Lewin war im Begriff, zu gehen, als der alte Fürst hereintrat und, nachdem er die Damen begrüßt hatte, sich zu Lewin wandte.

„Ah,“ begann er erfreut, „auf längere Zeit hier? Ich wußte ja noch gar nichts von deiner Anwesenheit. Sehr erfreut, Euch zu sehen.“

Der alte Fürst sprach Lewin bald mit du bald mit Ihr an; er umarmte ihn und bemerkte im Gespräch mit ihm gar nicht Wronskiy, welcher sich erhoben hatte und ruhig wartete, bis sich der Fürst an ihn wenden würde.

Kity fühlte, daß nach alledem, was geschehen war, Lewin die Liebenswürdigkeit ihres Vaters nur peinlich sein mußte. Sie gewahrte auch, wie steif ihr Vater der Verbeugung Wronskiys dankte und wie letzterer mit freundlicher Verlegenheit auf ihren Vater schaute, sich vergeblich bemühend, zu begreifen wie und weshalb es möglich geworden war, ihm mit unfreundlicher Stimmung zu begegnen, und errötete.

„Fürst, lasset jetzt den Konstantin Dmitritsch frei,“ sagte die Gräfin Nordstone, „wir wollen ein Experiment machen.“

„Was für ein Experiment? Tischrücken? Nun, es entschuldigen wohl die Damen und Herren, wenn ich nach meiner Meinung das Ringspiel doch noch heiterer finde,“ antwortete der Fürst, auf Wronskiy blickend in der Vermutung, dieser könnte Anstalten dazu treffen. „Das Ringspiel hat doch wenigstens noch Sinn.“

Wronskiy schaute befremdet auf den Fürsten mit seinen festen Blicken, dann aber begann er sofort, mit kaum bemerkbarem Lächeln sich an die Gräfin Nordstone wendend, von dem in der nächsten Woche bevorstehenden großen Balle zu reden.

„Ich hoffe, Ihr werdet dort sein?“ wandte er sich auch an Kity.

Der alte Fürst hatte sich kaum von Lewin weggewendet, als dieser unbemerkt den Salon verließ. Der letzte Eindruck, den er von diesem Abend mit hinwegnahm, war das lächelnde, glückstrahlende Gesicht Kitys, wie sie Wronskiy auf seine Frage nach dem Balle antwortete.

15

Nachdem der Abend sein Ende erreicht hatte, erzählte Kity der Mutter von ihrem Gespräch mit Lewin, und sie freute sich, ungeachtet alles Mitleids, das sie für Lewin empfand, in dem Gedanken, daß ihr doch ein „Antrag“ gemacht worden war.

Es bestand für sie kein Zweifel, daß sie gehandelt hatte, wie es ihr zukam. Aber noch im Bett vermochte sie lange Zeit den Schlaf nicht zu finden.

Ein bestimmter Eindruck verfolgte sie unablässig, es war das Antlitz Lewins mit den zusammengezogenen Brauen und den finster traurig unter ihnen hervorblickenden guten Augen, wie er stand, ihrem Vater zuhörend und nach ihr hinüberblickend und nach Wronskiy. Sie empfand so viel Mitleid mit ihm, daß Thränen in ihr Auge traten, doch sie vergegenwärtigte sich sogleich, für wen sie ihn eintauschte. Lebhaft stellte sie sich jenes männliche, feste Antlitz vor Augen, das mit so edler Ruhe und in einer so aus allem hervorleuchtenden Güte jedermann entgegenblickte. Sie vergegenwärtigte sich die Liebe dessen, den sie selbst liebte, es wurde ihr wieder fröhlich ums Herz, und mit einem Lächeln des Glückes legte sie sich endlich wieder auf ihr Kissen.

„Schade, schade, aber was ist zu thun? Ich habe keine Schuld,“ sprach sie zu sich selbst, eine innere Stimme aber sprach noch anders. Ob in derselben die Reue lag darüber, daß sie Lewin hierher gezogen, oder darüber, daß sie ihm eine Absage gegeben hatte – sie wußte es selbst nicht. Ihr Glück wurde von Zweifeln vergiftet. „Herr Gott erbarme dich, erbarme dich,“ betete sie für sich selbst, indem sie einschlummerte.

Zur nämlichen Stunde spielte sich unten in dem kleinen Kabinett des Fürsten eine jener so häufig zwischen den Gatten sich wiederholenden Scenen ab, betreffs der Lieblingstochter.

„Wie? Da hast du es!“ rief der Fürst, mit den Händen fuchtelnd, und dann seinen Pelz von weißem Eichhorn zusammennehmend, „da habt Ihr es, daß Ihr weder Stolz noch Würde besitzt, die Tochter mit dieser niedrigen, albernen Freiwerbung kompromittiert und unglücklich macht!“

„Aber um Gottes willen, Fürst, was habe ich gethan,“ antwortete die Fürstin, fast weinend.

Sie war so glücklich und zufrieden nach dem Gespräch mit ihrer Tochter gewesen, war jetzt nach ihrer Gewohnheit zum Fürsten gekommen, um diesem gute Nacht zu wünschen und hatte, ohne die Absicht ihm von Lewins Antrag zu erzählen oder von Kitys Absage, ihrem Gatten nur angedeutet, daß ihr die Angelegenheit mit Wronskiy völlig sicher zu stehen scheine, daß sich dieselbe entscheiden werde, sobald dessen Mutter angekommen sein würde – da, bei diesen Worten, war der Fürst plötzlich aufgefahren und hatte ihr die härtesten Worte zugerufen.

„Was Ihr gethan habt? Ihr sollt es wissen: Erstens lockt Ihr einen Bräutigam an, ganz Moskau wird davon reden, und mit Recht. Wenn Ihr Abendcirkel haltet, so ladet jedermann ein, nicht aber nur die heiratslustigen jungen Männer. Ladet dann alle jungen Leute in Moskau ein und laßt sie tanzen, aber nicht nur, wie heute, die Bräutigams die Ihr mit unserer Tochter zusammenbringt. Das zu sehen, ist entehrend für mich und Ihr habt es so weit gebracht, dem Kinde den Kopf zu verdrehen. Lewin ist ein tausendmal besserer Mensch! Jener Petersburger Fant hingegen ist einer wie in der Maschine gemacht; diese Leute sind alle nach einem Schlag, sind alle Nichts. Wäre er selbst ein Prinz von Geblüt, meine Tochter braucht niemanden!“

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