Leo Tolstoy - Anna Karenina, 1. Band
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- Название:Anna Karenina, 1. Band
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Anna Karenina, 1. Band: краткое содержание, описание и аннотация
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„Inwiefern denn?“
„Insofern, daß sie abgesehen noch davon daß sie dich liebt, sagt, Kity würde unfehlbar dein Weib.“
Bei diesen Worten erglänzte das Gesicht Lewins von einem Lächeln, einem Lächeln, welches den Thränen der Rührung nahe war.
„Das sagt sie?“ rief Lewin aus. „Ich habe stets gesagt, daß sie herrlich ist, deine Frau. Nun ist genug, völlig genug gesagt über die Sache,“ antwortete er, von seinem Platze aufstehend.
„Gut; aber setze dich doch.“
Lewin war aber nicht imstande, wieder Platz zu nehmen; er ging mit seinen festen Tritten mehrmals in dem kleinen Raume auf und ab, und blinzelte mit den Augen, um die Thränen nicht sehen zu lassen. Erst dann setzte er sich wieder nieder am Tische.
„Verstehe wohl,“ sagte er, „das dies keine Liebe ist. Ich war einst verliebt, aber dies ist nicht Liebe. Diese Empfindung ist nicht mein eigen, es ist mehr eine äußere Macht, die mich übermannt. Ich habe ja deshalb Moskau verlassen, weil ich den Beschluß gefaßt hatte, daß es nicht sein dürfe, verstehst du, als ein Glück, wie es in der Welt nicht existiert. Ich kämpfte mit mir, und ich sehe, daß es ohne jenes Eine für mich kein Leben giebt. Ich muß zu einem Ende kommen“ —
„Weshalb warest du nur fortgefahren?“
„O, halt, halt, welche Menge von Ideen du bringst; welche Masse von Fragen sind da nötig. Höre also. Du wirst dir freilich nicht vorstellen können, was du mir geleistet hast mit dem was du soeben sagtest. Ich bin so glücklich, daß ich sogar unangenehm werde, ich habe alles vergessen. Heute habe ich erfahren, daß mein Bruder Nikolay – du kennst ihn doch, er ist hier – ich habe auch ihn vergessen. Mir scheint, als ob er glücklich wäre. Es ist so etwas von Spleen in ihm. Eines aber ist entsetzlich – du hast ja geheiratet und kennst das Gefühl – eines ist entsetzlich, daß wir, die wir schon in die Jahre gekommen sind, keine Liebe kennen, sondern nur Sünden, daß wir uns plötzlich einem reinen, unschuldigen Geschöpf nähern. Dies ist abstoßend, und deshalb kann ich nicht umhin, mich eines solchen unwürdig zu fühlen.“
„Nun, du hast doch der Sünden nicht zu viel auf dem Gewissen.“
„O, immerhin,“ sagte Lewin, „immerhin; wenn ich voll Widerwillen mein Leben prüfe, so erzittere ich, verwünsche ich mich und beklage ich mich tief.“
„Was ist aber zu thun? Die Welt ist einmal so eingerichtet,“ antwortete Stefan Arkadjewitsch.
„Es giebt nur einen einzigen Trost, wie in jenem Gebet, das ich stets geliebt habe, nämlich daß man nicht nach seinen Verdiensten Vergebung erlangt, sondern nach der Barmherzigkeit. So wird auch sie mir vergeben.“
11
Lewin leerte sein Glas und beide schwiegen eine Zeitlang.
„Eins muß ich dir noch sagen. Du kennst wohl Wronskiy?“ frug alsdann Stefan Arkadjewitsch Lewin.
„Nein, ich kenne ihn nicht. Weshalb frägst du so?“
„Eine andere Flasche,“ wandte sich Stefan Arkadjewitsch an den Tataren, der die Gläser füllte und sich um beide herum bewegte; hauptsächlich dann, wenn er nicht erforderlich war.
„Du mußt Wronskiy deshalb kennen, weil er einer von deinen Nebenbuhlern ist.“
„Was ist das für ein Wronskiy?“ frug Lewin, und seine Miene ging von dem Ausdruck des kindlichen Entzückens, mit dem er soeben noch Oblonskiy betrachtete, plötzlich zu dem des Hasses und der Feindseligkeit über.
„Wronskiy ist einer der Söhne des Grafen Kyrill Iwanowitsch Wronskiy, einer der hellsten Sterne der jeunesse dorée von Petersburg. Ich habe ihn in Twer kennen gelernt, als ich dort in Dienst stand und er zur Rekrutenaushebung dorthin kam. Er ist ungeheuer reich, schön, hat mächtige Connexionen, ist Flügeladjutant und obenein ein sehr lieber guter Mensch. Aber mehr als dies gilt noch, daß er so, wie ich ihn hier kennen gelernt habe, auch Bildung besitzt und sehr klug ist; er ist ein Mensch, der es weit bringen wird.“
Lewin verfinsterte sich und blieb stumm.
„Nun, dieser Wronskiy also erschien hier, kurz nach deiner Abreise, und ist, so viel ich beurteilen kann, bis über die Ohren verliebt in Kity. Du weißt ja wohl, daß deren Mutter“ —
„Entschuldige, aber ich verstehe von alledem gar nichts,“ antwortete Lewin, sein Gesicht in finstere Falten legend. Sogleich erinnerte er sich wieder seines Bruders Nikolay und dessen, daß er ihn hatte vergessen können.
„Warte nur ruhig, warte,“ sagte Stefan Arkadjewitsch lächelnd und seine Hand berührend. „Ich habe dir gesagt, was ich weiß und wiederhole, daß in dieser zarten Angelegenheit, so viel ich urteilen kann, mir die Chancen auf deiner Seite zu sein scheinen.“
Lewin warf sich in seinem Stuhle zurück; sein Gesicht sah bleich aus.
„Ich würde dir eben raten, die Sache sobald als möglich zur Entscheidung zu bringen. Heute rate ich dir nicht, zu reden,“ fuhr Stefan Arkadjewitsch fort, „aber morgen früh fahre zu ihr hin und mache ihr eine klassische Erklärung; Gott möge dich dabei segnen.“
„Was übrigens deine Absicht anlangt, zu mir zur Jagd zu kommen, so komme nur im Frühjahr zu mir,“ antwortete Lewin. Er bereute jetzt aus ganzer Seele, dies ganze Gespräch mit Stefan Arkadjewitsch begonnen zu haben. Sein „Gefühl“, wie er seine Liebe nannte, war sowohl durch den Bericht über die Konkurrenz eines Petersburger Offiziers, als durch die Vorschläge und den Rat Stefan Arkadjewitschs verletzt.
Stefan Arkadjewitsch lächelte. Er verstand, was in der Seele Lewins vorging.
„Ich werde schon einmal kommen,“ sagte er. „Ja, ja, liebster Freund, die Frauenzimmer sind eine Schraube, um die sich alles dreht. Auch meine Situation ist übel, sehr übel. Und alles kommt nur von den Weibern. Sprich einmal aufrichtig,“ fuhr er fort, sich eine Cigarre nehmend und mit der anderen das Glas haltend, „und gieb mir einen Rat.“
„Worin?“
„Nun, im folgenden. Nehmen wir an, du wärest verheiratet, liebtest dein Weib, würdest aber von einer anderen verführt“ —
„Entschuldige, das verstehe ich entschieden nicht, ebensowenig, wie ich etwa – es ist ja gleich was ich nehme – wie ich nicht begreifen könnte, wenn ich mir jetzt, nachdem wir uns satt gegessen haben, an einem Bäckerladen vorübergehend, eine Semmel stehlen sollte.“
Die Augen Stefan Arkadjewitschs glänzten mehr als gewöhnlich.
„Weshalb das? Die Semmel kann bisweilen so appetitlich duften, daß du es doch nicht aushältst:
„Himmlisch ist's, wenn ich bezwungen
Meine irdische Begier;
Aber doch, wenn's nicht gelungen,
Hatt' ich auch recht hübsch Plaisir.“
Stefan Arkadjewitsch lächelte fein bei diesen Worten, auch Lewin konnte gleichfalls nicht umhin zu lächeln.
„Ja, aber ohne Scherz,“ fuhr Oblonskiy fort, „stelle dir vor, daß ein Frauenzimmer ein liebes, sanftes, liebevolles Wesen, arm, einsam, sich ganz dir opfert. Jetzt, da die Sache schon vollendet ist – verstehe recht – muß es da verlassen werden? Nehmen wir an, man müsse sich trennen, um das Familienleben nicht zu zerstören, soll man das arme Geschöpf da nicht bemitleiden, nicht unterstützen und seine Not nicht lindern?“
„O, entschuldige mich doch. Du weißt, daß alle Weiber für mich in zwei Klassen zerfallen, oder nein – richtiger – es giebt Weiber und es giebt – ich habe noch keine reizenden, gefallenen Geschöpfe gesehen und will keine sehen; solche aber, wie jene geschminkte Französin dort im Kontor mit ihren Bändern, sind für mich Unrat; überhaupt alle gefallenen sind es.“ —
„Und die Büßerin in der Bibel?“
„O, halt' inne! Christus würde diese Worte nie gesprochen haben, hätte er wissen können, wie man mit ihnen Mißbrauch treiben würde. Aus dem ganzen Evangelium kennt man eben nur diese Worte. Übrigens spreche ich nicht das aus, was ich denke, sondern das, was ich fühle; ich habe einen Ekel vor den gefallenen Weibern. Man fürchtet sich wohl vor Spinnen – ich vor diesem Auswurf. Die Spinnen wirst du freilich wohl nach ihren Eigenarten nicht studiert haben und kennst ihre Art nicht – ich ebensowenig.“ —
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