Charles Baudelaire - Die kunstlichen Paradiese

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Diese Heiterkeit, die bald schmachtend, bald packend ist, diese Unruhe in der Freude, diese Unsicherheit, dies Unbestimmte einer Krankheit dauern gewöhnlich nur kurze Zeit. Bald werden die Gedankenverbindungen so locker, der Faden, der deine Einfalle verbindet, so dünn, dass nur deine Genossen dich verstehen können. Und auch das lässt sich nicht nachweisen. Vielleicht glauben sie nur dich zu verstehen, und die Illusion ist eine gegenseitige! Diese Tollheit, diese Lachsalven erscheinen jedem, der nicht im selben Zustand sich befindet wie du, als wirkliche Verrücktheit, zumindest als Albernheit von Besessenen. Desgleichen erheitern dich die Weisheit, der Verstand und die Regelmässigkeit der Gedanken des vorsichtigen Zeugen, der sich nicht berauscht hat, und unterhalten dich wie eine besondere Art von Wahnsinn. Die Rollen sind vertauscht. Seine Kaltblütigkeit macht dich ironisch bis zum äussersten. Ist nicht für den, der sich nicht in die gleiche Umgebung brachte, die Situation eines Mannes, der sich einer unverständlichen Heiterkeit erfreut, eine merkwürdig komische Situation? Der Verrückte hat Mitleid mit dem Weisen und von diesem Augenblicke an dämmert am Horizont seines Verstandes die Idee seiner Überlegenheit. Bald wird sie wachsen, anschwellen und wie ein Meteor platzen. Ich war Zeuge einer solchen Szene, die sich bis zum äussersten auswuchs und deren Groteskheit nur denen verständlich war, die aus Beobachtung wenigstens die Wirkung des Haschisch und den ungeheuren Unterschied der Schwingungen kennen, die sie zwischen zwei als gleich vorausgesetzten Intellekten hervorbringt. Ein berühmter Musiker, der die Eigenschaften des Haschisch nicht kannte und vielleicht niemals von ihm hatte reden hören, fällt mitten in eine Gesellschaft, in der mehrere Mitglieder ihn genommen hatten. Man versuchte ihm die merkwürdigen Wirkungen zu erklären. Er hört gefällig lächelnd diese Ausführungen mit an wie ein Mann, der während einiger Minuten kein Spielverderber sein will. Sein Missverständnis wird schnell von diesen giftgeschärften Geistern durchschaut und ihr Lachen verletzt ihn. Diese Freudenausbrüche, diese Wortspiele, diese aufgeregten Gesichter, diese ganz ungesunde Atmosphäre irritieren ihn und bringen ihn vielleicht früher als er es wollte, dazu, zu erklären, dieses Theater sei schlecht, und im übrigen müsste die Rolle recht anstrengend für die sein, die sie spielen. Das Komische daran erhellte wie ein Blitz alle Geister. Das Gelächter verdoppelte sich: »Diese Rolle mag Ihnen vielleicht liegen, «sagte er, »aber ich danke dafür.« – »Die Hauptsache ist, dass sie uns liegt,« antwortete egoistisch einer der Kranken. Da er nicht wusste, ob er es mit wirklich Verrückten zu tun hatte oder mit Leuten, die simulieren, will unser Musiker sich zurückziehen. Aber jemand schliesst die Tür ab und steckt den Schlüssel ein, ein anderer aus der Gesellschaft kniet vor ihm nieder, bittet ihn im Namen der Gesellschaft um Verzeihung und erklärt ihm unverschämt, aber mit tränenden Augen, dass trotz seiner geistigen Minderwertigkeit, die vielleicht ein wenig Mitleid erweckt, alle voll freundschaftlichster Gefühle für ihn sind. Er entschliesst sich zu bleiben und erklärt sich sogar auf häufiges Bitten hin bereit, ein wenig zu spielen. Aber die Geigentöne, die durch die Wohnung wie eine neue Pest zogen, packten (das Wort ist nicht zu stark) bald den einen oder den anderen Kranken. Rauhe und tiefe Seufzer ertönten, plötzliches Schluchzen, Bäche stiller Tränen liefen. Der entsetzte Musiker hält ein und nähert sich dem, dessen Glück am lärmendsten war, fragt ihn, ob er sehr leide und ob er etwas tun könnte, ihn zu erleichtern. Einer der Anwesenden, ein praktischer Mensch, schlägt Limonade und Brom vor, aber der Kranke sieht sie ekstatischen Auges mit unsagbarer Verachtung an. Einen Menschen, der an Lebensüberfluss und an Freude krankt, heilen wollen.

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1

Gemeint ist hier von Baudelaire: De Quincey »Confessions of an english opium-eater, being an extract from the life of a scholar«, welches Werk Baudelaire ins Französische übertrug und in dieser Übertragung den »Paradis artificiels« hinzufügte. Als Nichtoriginalarbeit von C. B. wird sie hier fortgelassen.

2

Marco Polo, 1254–1323, ein Venezianer, der bedeutendste Reisende des Mittelalters, der als erster ganz Asien bereiste und beschrieb.

3

Assassins: zu deutsch Mörder, wird etymologisch von Haschisché abgeleitet. Der Alte vom Berge (falsche Übersetzung von Scheich al Dschebel, das heisst Gebieter des Gebirges), Raschid al-din Sinan, gebrauchte die haschischberauschten Jünglinge, die man Fridawi nannte, dazu, seine Feinde umbringen zu lassen.

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