William Wilkie Collins - Herz und Wissen

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»Hier im Garten ist ein kranker Affe, der einen Raum ganz für sich hat«, rief die Kleine. »Und sieh’ da!« Dabei zeigte sie aufgeregt auf Benjulia und Ovid, die wieder langsam auf die Vogelhäuser zukamen. »Da ist der große Doctor, der mich immer kitzelt! Er hat gesagt, er wollte den armen Affen sehen, sobald er noch einige Worte mit Ovid gesprochen habe. Und was meinst Du, hat er noch gesagt? Er werde vielleicht den Affen mit nach Hause nehmen.«

»Was dem armen Geschöpfe wohl fehlen mag?« fragte Carmina.

»Nach dem, was Mr. Ovid uns» erzählt hat, glaube ich, es zu wissen«, antwortete Miß Minerva. »Doctor Benjulia würde sich nicht für den Affen interessieren, wenn derselbe nicht eine Gehirnkrankheit hätte.«

Capitel XIII

Obgleich Ovid versprochen hatte, unverzüglich wieder zu Carmina zurückzukehren, so vergingen doch Minuten und Doctor Benjulia hielt ihn noch immer durch seine Unterhaltung fest.

Jetzt, wo der Doctor sich nicht mehr in seiner Weise damit amüsierte, die kleine Zo zu Mystifizieren, schienen sich die Linien seines mürrischen braunen Gesichtes zu verhärten. Gewissenhaft höflich wie er war, blieb er doch immer kalt dabei und wartete stets, bis man ihm die Hand schüttelte und bis er angeredet wurde. Doch heute hatte er etwas zu sagen, und änderte sofort das Thema, nachdem Ovid die Conversation begonnen hatte.

»Was führt Sie hierher nachdem zoologischen Garten, Benjulia?«

»Einer der Affen hat ein Gehirnleiden bekommen, und man glaubte, daß ich das Thier vielleicht gern sähe, ehe es getödtet würde. Haben Sie letzthin wieder an die Patientin gedacht, die uns verloren ging?«

Da Ovid sich in dem Augenblicke der Patientin nicht erinnerte und deshalb nicht sofort antwortete, fuhr der Doctor fort:

»Das soll doch nicht heißen, daß Sie den Fall vergessen haben? Wir gaben ihm den Namen Hysterie da wir nicht wußten, was es sonst wäre. Ich kann es dem Mädchen nicht vergeben, daß es uns durch die Finger geschlüpft ist; ich lasse mich nicht gern in dieser Weise von Freund Tod schlagen. Haben Sie sich schlüssig gemacht, wie Sie den nächsten derartigen Fall behandeln werden? Vielleicht glauben Sie, eine solche Patientin retten zu können, wenn Sie jetzt geholt würden?«

»Nein, ich bin wirklich noch ebenso im Dunkel —«

»Warten Sie ab«, fiel Benjulia ein; »aus dem Dunkel wird Helle werden – wenn man es ernst meint. Morgen schon kann Ihnen vielleicht die richtige Behandlung einfallen.«

»Sie könnte gerade so gut dem größten Esel einfallen, als mir«, antwortete Ovid ziemlich ungeduldig. »Ich bin ganz übernommen und zu keiner ordentlichen Berufsarbeit zu gebrauchen. Ich bin genöthigt, die Praxis aufzugeben und eine Zeit lang zu ruhen.«

Nicht einmal ein formeller Ausdruck der Theilnahme kam über Doetor Benjulia’s Lippen.

»Sie gehen natürlich fort«, sagte er. »Wohin? Nach dem Continente? Nur nicht nach Italien – wenn Sie wirklich Erholung finden und genesen wollen!«

»Was ist gegen Italien einzuwenden?«

»Der Doctor legte seinem jungen Collegen feierlich seine große Hand auf die Schulter. »Die medicinischen Schulen dort sind dabei, ihren vergangenen Ruhm wiederzugewinnen und die activen Mittelpunkte der physiologischen Forschung zu werden. Sie würden hineingezogen werden, denn man würde nichts unterlassen, aus der Berührung mit einem Manne wie Sie möglichst viel Capital zu schlagen. Was würde aus Ihrem überarbeiteten Kopfe werden, wenn ein ganzer Haufen Professoren denselben unbarmherzig durchwühlte? Waren Sie schon in Canada?«

»Nein. Waren Sie schon dort?«

»Ich bin überall gewesen. Canada ist in dieser Sommerzeit gerade das richtige Land für Sie. Belebende Luft; conservative Aerzte die es den Narren in Europa überlassen, die Geheimnisse der Natur zu ergründen. Da haben Sie Tausende von Meilen Landes, wenn Sie ein Freund vom Reiten sind, und ebenso viel Wasser, wenn Ihnen das Segeln Vergnügen macht. Packen Sie Ihre sieben Sachen und gehen Sie nach Canada.«

Was bedeutete dies Alles? Vesorgte er, daß sein College auf eine Entdeckung kommen könnte, nach der er selbst suchte? Und hing dieselbe mit seiner Specialität, Gehirn und Nerven, zusammen? Ovid machte den Versuch, ihn zu verstehen.

»Erzählen Sie mir etwas von sich«, sagte er. »Wollen Sie sich wieder Ihrer regelmäßigen Berufsarbeit zuwenden?«

Benjulia stieß sein Bambusrohr nachdrücklich in den Kiesweg. »Nie! Außer ich wüßte mehr als jetzt.«

Sollte das nicht heißen, daß er seinen chemischen Experimenten so eifrig wie nur je oblag? Wie konnte aber in diesem Falle Ovid (der nichts von chemischen Experimenten verstand) ihm ein Hindernis; sein? Entäuscht machte Ovid nochmals einen Versuch, ihn zu einer Erklärung zu bewegen.

»Wann soll die Welt von Ihren Entdeckungen in der Chemie hören?« fragte er.

Des Doctors massive Stirn zog sich ominös zusammen. »Zum Teufel mit der Welt!« war seine ganze Antwort.

Ovid aber wollte sich so nicht im Dunkeln halten lassen und fragte nochmals: »Sie setzen doch Ihre Experimente fort?«

Das Düstere in Benjulia’s ernsten Augen nahm zu, während dieselben starr in’s Leere blickten. Der große Kopf sank langsam auf die breite Brust und der ganze Mann schien sich in sich selbst verschlossen zu haben. »Ich gehe meinen eigenen Weg«, grollte er. »Möge niemand denselben kreuzen.«

Ovid würde den reizbaren Mann nur nutzlos herausgefordert haben, wenn er nach dieser Antwort noch weiter in ihn gedrungen wäre. Er sah sich deshalb nach Carmina um und bemerkte: »Ich muß zu meinen Begleitern zurück.«

Der Doctor erhob den Kopf, als ob er erwachte. »Bin ich grob gewesen?« fragte er. »Sprechen Sie mit mir nicht von meinen Experimenten, das ist eine wunde Stelle bei mir. Was sagten Sie eben? – Begleiter? Wer sind Ihre Begleiter?« Dabei rieb er sich heftig die Stirn mit der Hand, um sich den Kopf klar zu machen. »Ah, ich weiß. Ich sah dieselben eben. Wer ist die junge Dame?« Dies sagend, erweiterten sich seine dünnen Lippen zu einem trübseligen Lächeln – ein Lachen hatten auch seine intimsten Bekannten nie von ihm gehört. »Wer sie auch immer sein mag, Zo wundert sich, weshalb Sie dieselbe nicht küssen.«

Diese Art Versuch, scherzhaft zu sein, war nicht gerade nach Ovid’s Geschmack und er lenkte deshalb das Gespräch auf sein Schwesterchen. »Sie hatten immer eine besondere Zuneigung zu Zo«, äußerte er.

Benjulia sah ganz verwirrt drein. Zuneigung für irgend Jemanden war allem Anscheine nach eins der wenigen Dinge, über die er sich keine Meinung zutraute. Sich nochmals heftig die Stirn reibend, kam er wieder auf Carmina zurück.

»Wer ist die junge Dame?«

»Meine Cousine«, entgegnete Ovid so kurz wie möglich.

»Ihre Cousine? Eine Tochter Lady Northlake’s?«

»Nein, die Tochter meines verstorbenen Onkels.«"

»Was!« rief Benjulia, plötzlich stehen bleibend, »ist dies mißgeborene Kind wirklich groß geworden?«

Ovid fuhr auf und war im Begriff, heftig zu antworten, als er Teresa und Zo neben sich und einen Wärter an Benjulia herantreten bemerkte. Als letzterer den Mann mit der Zusage, die Zo bereits berichtet, entlassen hatte und sie wieder weiter gingen, begann Ovid:

»Wissen Sie, was Sie soeben von meiner Cousine sagten?«

»Was sagte ich denn?« fragte der Doctor, den der Ton der Frage zu überraschen schien, zurück.

»Sie bedienten sich eines sehr beleidigenden Ausdrucks, indem Sie Carmina ein »mißgeborenes Kind« nannten. Wie meinten Sie das? Geben Sie sich dazu her, niederträchtige Verleumdungen gegen das Andenken ihrer Mutter zu wiederholen?«

»Verleumdungen?« wiederholte Benjulia, wiederum stehen bleibend.

Jetzt aber brach Ovid’s Zorn los. »Ja, Verleumdungen oder Lügen, wenn Sie wollen, gegen eine Frau, die eben so hoch über jeden Vorwurf erhaben ist, wie Ihre oder meine Mutter!«

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