Hendrik Conscience - Der Bahnwärter
Здесь есть возможность читать онлайн «Hendrik Conscience - Der Bahnwärter» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Der Bahnwärter
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Der Bahnwärter: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Bahnwärter»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Der Bahnwärter — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Bahnwärter», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Der Bahnwärter stand auf und zündete seine Laterne an.
»Ach Gott, Johann, durch solch’ schreckliches Wetter? Man würde ja kaum einen Hund vor die Thür jagen,« seufzte Marianne.
Der Schnellzug muß gleich kommen,« antwortete er, »Pflicht geht über Alles, sei unbesorgt und bete ruhig weiter.«
Er öffnete die Thür des Wagens, – der Sturm brauste mit Gewalt herein und löschte Lampe und Kerze. Einen Augenblick zögerte der Bahnwärter, bei den Angstrufenen seiner Frau und Mutter. Welch, entsetzlicher Orkan! Die Blitzstrahlen blendeten ihn, und darauf folgte eine Nacht so dunkel und schwarz wie das grundlose Nichts selbst. Die Hagelsteine schlugen ihm Hand und Wangen blutig aber er entschloß sich rasch, warf die Thür hinter sich zu und sprang die Stufen des Wagens hinab, um der Vorschrift gemäß seine Pflicht zu erfüllen.
Marianne hatte die Lampe und die Kerze wieder angezündet, und während sie aufs Neue die Hände faltete, seufzte sie bebend: »Ach liebe Mutter, nun muß unser armer Jan durch das schreckliche Wetter! Wenn ihm nur nichts zustößt . . . «
»Schweig doch, Kind, schweig,« brummte die Blinde, »der Boden zittert, es ist als ob die Welt unterginge.«
Sie sprachen nicht mehr, und setzten still ihr Gebet fort, klopfenden Herzens dem Rollen des Donners und Heulen des Sturmes horchend.
Nach einer langen Pause sprang Marianne plötzlich auf, und fragte, todtenbleich vor Angst:
»Mutter, hast du es nicht gehört? War das nicht Jan, der um Hilfe rief?«
»Nein, das war der Schnellzug, »der vorüberfuhr.«
»Aber was für ein fremdes Geräusch drang durch die Luft?«
»Nichts, Kind, dich schreckt das Gerassel des Donners.«
»Ach nein, nein, Mutter, ich zittre wie Espenlaub . . . Himmel, o Himmel! Gott steh uns bei! Horch! Hör doch nur, Jan ruft um Hilfe! Es ist ihm ein Unglück geschehn. Bleib, bleib, Mutter, ich laufe!«
Und blindlings sprang sie durch Finsterniß und Hagelsturm der Stelle zu, wo sie zwischen den Blitzstrahlen die Laterne ihres Mannes glänzen sah.
»Jan, Jan, was ist geschehen?« fragte sie voller Schrecken.
»Ein Unglück,« sagte er, mit seiner Laterne auf den Boden leuchtend; »vielleicht ein furchtbares Unglück! Da liegt ein todtes Pferd neben der Bahn. Sieh nur, bei den Blitzstrahlen erkennt man die Trümmer eines zerschmetterten Wagens. Der Schnellzug hat bei seiner Vorüberfahrt das Unheil angerichtet. Sind Menschen dabei verunglückt oder war das Pferd ohne Führer davongegangen?«
»Hattest du denn nicht die Barrieren geschlossen, Jan?« murmelte die Frau.«
»Gewiß, gut und sorgfältig,« war die Antwort, und wie der Wagen auf die Bahn gekommen, ist mir unbegreiflich, ich war drüben an dem andern Weg und stand mit der Laterne auf meinem Posten. Gebe Gott, daß kein Menschenleben verloren ist, dann würde das Unglück so groß nicht sein, denn der Schnellzug ist ohne Unfall weiter gefahren.«
»O mein Gott,« schrie jetzt die Frau, entsetzt den Arm ihres Mannes ergreifend. Ist es denn möglich!«
»Was beängstigt dich so, Marianne? «
»Ach dort, vor uns, sah ich beim Schein des Blitzes einen Menschen liegen!
An der bezeichneten Stelle angekommen, beleuchtete der Bahnwärter den Boden. Er und seine Frau wichen mit einem Angstschrei zurück. Jan Verhelft ging indessen auf’s Neue vor, und sagte dann mit bebender Stimme;
»Komm nicht näher, Marianne, ach es ist zu entsetzlich! der arme Mensch! Da liegt er als Leiche, zerfetzt, in Stücken gerissen, mit zerschmettertem Kopf! Wer es nur sein mag?«
»Hörst du kein Geräusch, dort nach der Hecke zu?« seufzte die Frau.
»Was meinst du?«
»Ein Röcheln, wie von einem Sterbenden!«
»Sollte noch ein Opfer gefallen sein? Schrecklich, entsetzlich! Marianne, liebe Frau, fasse Muth und sei stark. Es ist wirklich zum Verzweifeln, vor Trauer und Schrecken.«
So sprechend trat er näher zur Hecke.
Da lag, mit dem Gesicht zur Erde, ein Mensch, der am Kopf stark zu bluten schiene aus seiner Brust drang, ein röchelnder Laut, als ob er im Sterben liege.
»Er lebt noch!« rief der Bahnwärter. »Hier Marianne, halt die Laterne, daß ich dem Unglücklichen Hilfe bringe, wenn es noch möglich ist.«
Er schob seinen Arm unter den am Boden liegenden Körper, und wendete ihn sorgfältig um, das Gesicht nach oben. Jetzt aber entrang sich ihm ein Schrei – er begann zu wanken, sank in die Kniee und rief:
»Der Notar! Barmherziger Gott, es ist der Notar!«
Ach unser Wohlthäter, der arme Herr Vereichen! Das hat er doch nicht verdient, der gute Mann!« rief Marianne.
Beider Schmerz löste sich in einer Thränenfluth.
»Ach, und die verstümmelte Leiche ist Joseph, der Kutscher des Herrn Vereichen!«
»Ja, der arme Junge; setz die Laterne hin,« sagte der Mann, »faß den Verwundeten bei den Beinen, wir wollen ihn in das Wärterhäuschen tragen, auf unser Bett legen, seine Wunde waschen und ihn laben. Ich bin halb todt vor Schrecken, aber die Noth gebietet, wir müssen uns stark halten. Bezwing’ deine Thränen und geh voraus, Marianne, längs der Schienen. Strauchle nicht, jede Bewegung könnte ihm Schmerzen machen. Wie muß er leiden, der Arme!«
Sie legten den Notar auf ihr Bett, zündeten eine Lampe an und begannen weinend und wehklagend, ihm die Wunde am Kopf zu waschen; aber was sie auch versuchen mochten, sie konnten das Blut nicht stillen, das immer von Neuem hervorquoll.
Die Angst des Bahnwärters wuchs bei dem Gedanken daß sein Wohlthäter ihm so unter den Händen verbluten möchte.
»Schnell, Marianne, lauf in’s Dorf, liebe Frau, zum Doctor, zum Bürgermeister, schaff Hilfe herbei! Geh nur in den »Elephanten« es ist eben erst zehn Uhr, du wirst da den Doktor und die anderen Herren sicher treffen. Eile dich, wecke die Leute unterwegs, daß sie uns zu Hilfe kommen. Ich springe nur eben zum Wagen, um die Großmutter und die Kinder zu beruhigen.«
Die Frau war schon weit fort: als er diese letzten Worte rief und selbst seitwärts durch die Finsterniß eilte.
Er fand die Blinde, Alexander im Arm haltend, zitternd und bleich, dem lieben Gott ihre tödtliche Angst klagend.
»Mutter, sei doch nur ruhig und rege die Kinder nicht zu sehr auf,« sagte er.
Als sie seine Stimme hörte, erhob sie dankend die Hände zum Himmel und rief in großer Freude:
»Jan« Jan« du bist es? Du lebst? Gott sei gepriesen, ich glaubte, daß du todt wärst . . . «
»Stil! Doch, liebe Mutter, ich habe keine Zeit viel zu sprechen,« sagte er. »Sorge nur für die Kinder und mache, daß sie zu Bette bleiben. Uns droht keine Gefahr, es ist ein anderes Unglück geschehen, der Wagen des Herrn Notars ist durch den Schnellzug überfahren worden. Herr Vereichen und sein Kutscher sind schwer verwundet, ich muß eilig zurück, um zu helfen. Daß Niemand aus dem Wagen gehe, ohne meine Erlaubniß!«
Und eiligst kehrte er in das Wärterhäuschen zurück. Der Sturm hatte sich indessen ausgetobt, und wenn es auch noch stark regnete, so sah man doch am fernen Horizonte schon einige Sterne blinken.
Johann Verhelft wußte nicht, was er anfangen sollte um dem Verwundeten zu helfen; das Waschen des Kopfes mit kaltem Wasser hemmte das Blut nicht. Endlich schloß er mit den Fingern die offene Wunde und, hielt sie so dicht geschlossen als möglich.
Nur kurze Zeit blieb er allein; der Doktor, der Bürgermeister und zehn oder zwölf der ersten Einwohner des Dorfes kamen, herangelaufen, Marianne hatte einige davon, im »Elephanten« getroffen, Anderen die böse Nachricht unterwegs verkündet. Viele Leute aus dem Dorfe folgten und das Wärterhäuschen war bald von einer neugierigen und erschreckten Menge eingeschlossen.
Der Arzt war beschäftigt, den Kopf, des Notars zu verbinden und zu untersuchen, ob er noch andere Wunden davongetragen.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Der Bahnwärter»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Bahnwärter» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Der Bahnwärter» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.