Adolf Mützelburg - Der Held von Garika
Здесь есть возможность читать онлайн «Adolf Mützelburg - Der Held von Garika» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Der Held von Garika
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Der Held von Garika: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Held von Garika»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Der Held von Garika — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Held von Garika», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Ihre Ahnung schien sich erfüllen zu wollen, als die abschreckende Farbe ihres Gesichts verschwand. Vergebens hatte Mr. Hywell jede List versucht, um den Kurden von Mary fern zu halten. Seine Neugierde führte ihn zu ihr, und nun kam er täglich, ja oft mehrmals des Tages, teils allein, teils mit dem Armenier. Der Instinkt der Natur lehrte ihn eine gewisse Galanterie; er wurde besorgt für Mary und ließ ihr Geschenke und ausgewählte Speisen überreichen. Aber trotzdem blieben die Gewohnheiten seines Volkes fast schreckenerregend für ein weibliches Wesen, dem sich stets nur die zarteste Schicklichkeit genaht hatte. Welche Qual musste sie empfinden, wenn der junge Kurdenhäuptling wohl eine Stunde lang in ihrem Zimmer auf einem Kissen saß und sie unbeweglich anstarrte, oder wenn er dann dem Armenier Lobpreisungen der Schönheit seiner Gefangenen sagte, die dieser vielleicht nur andeutend zu wiederholen wagte.
Seit dieser Zeit nahm ihr Gesicht den bekümmerten Ausdruck die bleiche Farbe an, die ein wirkliches Leiden verrieten. Ihr Vater erriet, was in ihr vorging, wenn sie auch nie mit ihm darüber gesprochen. Er ließ dem Kurden durch den Armenier Vorstellungen machen, ließ ihm sagen, die Sitte des Abendlandes dulde solche Freiheiten der Männer nicht, er sei selbst in seinem Vaterlande ein Mann, dem man sowie seiner Tochter Achtung erweisen müsse, er sei ein Gefangener, kein Sklave; der Kurde lachte teils, teils erzürnte er sich darüber, und Mr. Hywell musste schweigen, wollte er nicht vielleicht den Kurden noch mehr reizen und das herbeiführen, was er am meisten fürchtete, die Trennung von seiner Tochter.
Kaschir-Aga hatte ihm sagen lassen, so ein Ungläubiger, ein Giaur, müsse es für die größte Ehre halten, wenn ein Rechtgläubiger seine Blicke auf die Tochter eines Sklaven richte, und er erwarte nur die Entscheidung seines Vaters, ohne dessen Einwilligung er nach der alten patriarchalischen Sitte des Orients nichts Wichtiges zu unternehmen wagte, obwohl er bereits ein Mann von mehr als dreißig Jahren war, um Mary zu seiner Gattin zu erheben oder wenigstens in seinen Harem zu führen. Zum Unglück schien der Armenier diese Verbindung zu wünschen, vielleicht, weil er Geschenke des Kurden erwartete, vielleicht, weil man ihm dann gestattete, nach seiner Heimat zurückzukehren.
Der gedämpfte Schall von Tritten auf dem Teppich ließ Mary aufblicken. Ihr Vater stand vor ihr, beugte sich zu ihr nieder und küsste ihre Stirn. Mary schlang die Arme um seinen Hals und drückte seinen Kopf zärtlich, innig und mit einem leichten Zittern an sich. Mehr als Worte verriet diese stumme Zärtlichkeit das Leid ihres Herzens. Er setzte sich in ihrer Nähe auf den Diwan und blickte sie lange an. Mary hatte die Hände auf ihrem Schoße gefaltet.
»Die Sonne scheint freundlich«, sagte er dann. »Fast ist es, als wolle es Frühling werden. Nur auf den Bergen glänzt noch der Schnee. Ich wollte, ich könnte Dich hinausführen, Mary – Du bist so blass geworden!«
»Ja, Vater, aber dann weit fort – weit!« antwortete die Tochter. »Der Kummer, in dieses düstere Haus zurückzukehren, würde größer sein als die Freude, es zu verlassen!«
Wieder trat eine Pause ein. Mr. Hywell fuhr sich mit der Hand durch sein ergrauendes, aber noch volles Haar. Auch sein frisches Antlitz war bleicher geworden, sein helles, klares Auge trüber, und der sonst so energische Ausdruck seiner Züge hatte jener Mattigkeit weichen müssen, die eine lange Untätigkeit, ein düsteres Schicksal, gegen das man nicht ankämpfen kann, auch den kräftigsten Zügen verleiht.
»Und dass ich an allem schuld bin – mein Eigensinn!« rief er dann, und seine Stimme klang zitternd und stöhnend.
Das hatte er in der letzten Zeit fast täglich gesagt. Gerade unter diesem Gedanken schien der sonst so starke Mann am meisten zu leiden.
»Lieber Vater, gegen die Schlechtigkeit und Rohheit der Menschen schützt keine Vorsicht!« sagte Mary sanft und tröstend. »Ich hoffe noch immer, einer wird kommen, George oder Wiedenburg!«
»Ja, hoffe nur!« rief Mr. Hywell fast bitter. »Ich hoffe nichts mehr. Aber ich bin entschlossen zu allem. Lieber die Flucht wagen – es ist ja doch eine Möglichkeit auf Erfolg – als das Entsetzliche dulden!«
Mary richtete bei seinen Worten mit unbestimmter Angst den Blick auf ihn. –
»Ist etwas Neues geschehen, Vater?« fragte sie kaum hörbar.
»Ja – und endlich muss ich es sagen!« rief Mr. Hywell und presste die Hand vor die Augen, als wolle er die Scham und Entrüstung verbergen, die ihn ergriffen. »Dieser Wilde verlangt Dich zu seiner Gattin. Er hat die Einwilligung seines Vaters erhalten; heute hat mir der Armenier die Vorschläge mitgeteilt. Ehrenvoll nennt sie der Schurke! Nun, er mag Recht haben, auf seine Weise; wir sind ja unter Räubern und Mördern, die sich für die ersten und edelsten Geschöpfe der Welt halten. Ich soll bleiben können oder auch meine Freiheit erhalten, wie ich will. Die Diener können gehen, die Dienerinnen bleiben; Du wirst sein Weib – das ist sein Entschluss! Von meiner Einwilligung ist keine Rede; ich muss natürlich tun, wie der hohe Herr befiehlt. O Mary, ich bin schwach geworden über all diesem Kummer und Herzeleid, ich könnte weinen wie ein Kind und dann auch wieder rasen, ja toben wie ein Tier. Dich in meine Arme nehmen und mich mit der Faust durchschlagen durch dieses Gesindel, bis ein Schuss mich niederstreckt. O Mary, verwünscht sei die Stunde, wo meine Zärtlichkeit für Dich mir den Gedanken eingab, dass Du mich begleiten solltest!«
Es war, als ob seine Stimme breche. Nachdem er sich einen Augenblick aufgerafft, gleichsam als wolle er sich einem unsichtbaren Feinde entgegenwerfen, brach er zusammen. Den Kopf tief niedergebeugt, ihn vergrabend in beide Hände, saß er da. Mary hatte sich erhoben und war zu ihm getreten.
Eine tiefe Blässe überzog ihr Antlitz.
»Ich erwartete – ich wusste es längst, Vater!« sagte sie. »Es bleibt uns keine Wahl, wir müssen fliehen – sterben. Es ist mir oft, nein, immer durch den Sinn gegangen, aber ich kann mich dazu nicht entschließen, ich kann nicht die Gattin eines Mannes werden, der mir schon bei seinem Nahen ein Entsetzen einflößt, das ich nicht zu schildern vermag, dessen Blick mein Blut erstarren macht. Ich würde sterben, wenn seine Hand die meine berührte. Ich kann es nicht, Vater; selbst der Gedanke, dass er Dir die Freiheit gewähren würde, gibt mir keinen Trost. So lass uns das Äußerste wagen; dann sterbe ich wenigstens unentehrt!«
»An mich denke nicht, Kind! Ich würde Deine Schande nicht überleben!« rief der Vater, sich etwas gesammelter erhebend. »Ja, es bleibt uns keine Wahl! Du musst Dich rüsten mit dem Mut der Verzweiflung, der jeder Gefahr trotzt, der den Tod nicht für das Schlimmste achtet. Ich will alles überlegen – reiflich – ruhig– jetzt kann ich es nicht! Ich werde um einige Tage Aufschub bitten; inzwischen fliehen wir. O welch Verhängnis! Und weshalb straft mich Gott so sehr! Weshalb verblendete er mich durch diesen unseligen Eigensinn!«
»O Vater, ich bitte Dich, zürne nicht! Ich kann Dich nicht klagen hören«, bat Mary. »Sieh, ich bin so ruhig und entschlossen. Es ist mir leichter ums Herz, da ich nun weiß, dass wir dem Ende entgegengehen. Aber horch! Hörst Du nichts? Was ist das für ein Lärm?«
Der Vater sprang auf. Glaubte er, dass die Hilfe nun kommen müsse, da sein Elend so groß sei? Ein Strahl freudigen Erschreckens flog über seine Züge. Er lauschte. Man hörte den verworrenen Ruf vieler Stimmen.
Mr. Hywell sprang zum Fenster hinauf, und sich weit vorbeugend, versuchte er trotz der Breite der Mauer die Ursache des Lärms zu erfahren. Man konnte vom Fenster aus einen Teil des Dorfes übersehen. Die Stimmen kamen näher. Aber man rief in kurdischer Sprache; Mary und ihr Vater verstanden nichts.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Der Held von Garika»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Held von Garika» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Der Held von Garika» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.