Hendrik Conscience - Die hölzerne Clara
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Während die Edelfrau mit schlecht verhehlter Bitterkeit also antwortete, schauete Graf d’Almata ihr tief in die Augen und das Lächeln des augenscheinlichsten Zweifels bewegte seine Lippen.
– Sollte Senora, fragte er, wohl die Güte haben Ihrem Gatten mitzutheilen, wo sie gestern Abend in der Dämmerung mit ihrer Duena gewesen ist?
– Auf dem Groote Markt, Calisto.
– Darf ich auch wissen, Catalina, was Ihr dort in einem Hause von sehr geringem Anscheine zu suchen hattet?
– Ach, Gott, Calisto, in welchem Tone fragt Ihr mich da!
– Es wäre viel einfacher, Catalina, mir ganz kurz zu sagen, was ich wissen will.
– Wohlan, ich war ausgegangen um in Freiheit die Abendluft zu genießen – in Freiheit, versteht Ihr, Calito? – Auf dem Groote Markt erinnerte ich ich, daß dort eine alte Dienstmagd meines Vaters wohne und ich wollte sie noch einmal sehen. Sie war es, die mich zur Schule brachte, als ich noch Kind war; allein es sind nun bereits acht Jahre verflossen seit wir die Niederlande verlassen haben. Die alte Dienstmagd ist längst weggezogen und spurlos verschwunden: Niemand weiß wo sie geblieben ist. Was ist da zu argwöhnen bei einer so einfachen Sache?
– Um so besser, Catalina! Ich werde Euch selbst suchen helfen, wenn Ihr wollt. Wie heißt die alte Dienstmagd?
Eine hohe Röthe überflog die bleichen Wangen der Edelfrau und nur nach einem augenblicklichen Besinnen antwortete sie stockend:
– Sie heißt . . . Anna De Zwart.
– Ha! wiederholte Graf d’Almata ungläubig, sie heißt Anna De Zwart! Das ist gut, Senora, vielleicht habt Ihr aber ihren Namen vergessen, denn es ist doch bereits so lange her, nicht wahr?
– Calisto, rief die Edelfrau voll Schmerz und Zorn, ich verbiete Euch in diesem Tone mit mir zu sprechen! Wenn Euer eifersüchtiges Gemüth Euch auch Mißtrauen einflößt gegen Eure Gattin, so ist es Euch, Senor d’Almata, doch nicht gestattet das Blut Eures alten Waffengefährten in seiner Tochter zu erniedrigen. Achtet in mir den edlen Stamm der Ghyseghems, dem Ihr die Rettung Eures Lebens zu danken habt.
– Euer Vater, Juan Van Ghyseghem, mein Waffengefährte und Retter – Ihr seht, Senora, daß ich es nicht vergessen habe – hat Euch meiner Sorgfalt anvertraut. Ich erfülle nur der Ehe heilige Pflichten – und was Ihr auch dagegen sagen oder thun möget, Catalina, ich will und werde entdecken was Ihr hier in Niederland sucht und ich nicht wissen darf. Ich gestehe gern, daß Euch mein Betragen peinlich sein muß, wenn Ihr frei seid von jedem Vorwurf, und noch lieber gestehe ich Euch, daß ich Euch für ehrbar halte und treu; aber wachen muß ich über Euch, denn das Herz täuscht sich zuweilen, und in dem unverbrüchlichen Geheimnisse, in welches Ihr Euch hüllt, liegt vielleicht eine drohende Gefahr verborgen. Ihr seht, daß ich zum wenigsten unverholen spreche – da ich das Recht, auf meiner Seite habe. Ihr, Catalina, könnt freilich dies nicht sagen, denn wer sich verbirgt und versteckt muß wissen, warum er dies thut.
Die Senora empfand in ihrer Übereilung eine schmerzliche Reue ihr Zorn war unter dem Einflusse der letzten Worte des Grafen ganz verschwunden. Ein Lächeln auf den Lippen und eine Thräne in jedem Auge näherte sie sich ihm, und seine Hand mit Zärtlichkeit erfassend, sprach sie bittend:
– Guter Calisto, verzeiht mir; ich habe Unrecht.
Aber warum mir auch ein solches Mißtrauen zeigen? Warum mich über eine unbedeutende Sache ausfragen wie eine Angeklagte, die vor ihrem Richter steht? Ihr verlangt, daß ich fröhlich und lebendig sei, daß ich Euch Freundschaft beweise und eine heitere Gefährtin werde? Wohlan, hört auf mich so ängstlich zu bewachen, gönnt mir die Freiheit, die anderen Frauen in den Niederlanden genießen, und Ihr sollt sehen, wie dankbar ich Euch lieben werde, nicht nur als einen zärtlich geliebten Gatten, sondern auch als meinen Wohlthäter und als den Retter meines Lebens!
– Ich weiß nicht, Catalina, wie Ihr Euch nur den Gedanken hingeben könnt, daß Ihr in Sklaverei leben sollt. Ich überwache Euch nicht, allein warum erregt Ihr meinen Argwohn indem Ihr heimlich ausgehet ohne mein Wissen und ohne es mir zu sagen? Mein Diener, Domingo, sah Euch gestern auf der Schwelle eines Hauses auf dem Groote Markt mit einer Frau sprechen; was war natürlicher als das er mir das erzählte? – Könnt’ ich doch jedes Mißtrauen aus meiner Brust verbannen! ich verlange nichts Besseres; aber, sei es eine Eigenschaft des spanischen Blutes, was in meinen Adern rollt, oder eine Folge Eures räthselhaften Betragens, Catalina, ich werde nicht eher zufrieden gestellt sein, bis ich aus Eurem eignen Munde die Erklärung des Geheimnisses vernommen habe, dessen Existenz Ihr leugnet und das dennoch existiert. Ich bin überzeugt, daß Ihr nichts Böses beabsichtigen könnt, Catalina; allein ich bin Mensch . . . und, was mehr ist, ich bin Spanier. Seid doch großmüthig und vergeßt das nicht so oft.
– Calisto, Calisto, könntet Ihr doch in meinem Herzen lesen! Ehe ich jemals der Liebe und Dankbarkeit ermangeln werde, die ich Euch schulde, wollte ich lieber tausend Mal den Märtyrertod erleiden. Ach! Euer Mißtrauen beengt mir die Brust; habt doch Mitleid mit mir!
– Nun, meine arme Catalina, trauert nicht; es ist vorüber. Laßt uns diese peinliche Unterredung abbrechen. Lebe wohl, meine Liebe! binnen einer halben Stunde müssen wir bei Senora de Beza de Santa-Cruz den versprochenen Besuch abstatten. Hoffentlich wird Eure Duena bis dahin zurück sein um Euch zu begleiten.
Bei diesen Worten küßte er liebevoll die Hand seiner Gattin und verließ das Zimmer.
Die Edelfrau fiel abgemattet in einen Sessel und bedeckte ihr Gesicht mit beiden Händen. Sie mußte in diesem Augenblicke heftige Schmerzen empfinden, denn alle ihre Glieder zitterten fieberhaft. Zwischen ihren Händen rollten einige glänzende Wasserperlen hervor und schmerzliche Seufzer wanden sich empor aus ihrer beengten Brust. Zweifellos kämpfte die unglückliche Senora gegen ein Loos an, dem sie auf keine Weise zu entfliehen vermochte, bis sie endlich entschlossen und muthvoll sich erhob und die Thränen von ihren Wangen trocknete. Auf ihrem Angesichte erschien selbst ein Ausdruck, der einem Lächeln des Verlangens glich – und zur Wand des Zimmers tretend, klopfte sie dreimal mit der Hand daran. Augenblicklich vernahm man im Nebenzimmer das Geräusch eines Stuhles und dabei die heftigen Schritte eines Menschen, der vielleicht schon lange auf dieses Zeichen gewartet haben mochte.
Einige Augenblicke später trat eine alte Frau vorsichtig in das Zimmer. Die Senora stand schweigend auf, öffnete leise alle Thüren und schloß sie wieder eben so geräuschlos, ergriff endlich die Duena bei der Hand und zog sie zum Fenster, dem fernsten Winkel des Zimmers. Mit gedämpfter und fast unhörbarer Stimme unterhielt sie sich mit der Alten, während auf ihrem Antlitze der Ausdruck einer entzückenden Hoffnung glänzte:
– Wohlan, Ines, gute Ines, hast Du endlich etwas entdeckt? Weißt Du was aus Anna Canteels geworden ist?
– Ja, ich weiß wo sie wohnt, Senora.
– O Gott, endlich doch Etwas! Ha! dies mildert meinen Schmerz . . . wie bin ich froh, liebe Ines!
– Ihr werdet noch froher sein, Senora, wenn ich Euch erzähle, was ich noch erfahren habe.
– Was? Was, Ines? Solltest Du . . .
Die alte Duena brachte mit fröhlichem Lächeln den Finger auf ihren Mund und flüsterte dann der Edelfrau ins Ohr:
– Gott sei Dank, ich weiß auch wo sie ist.
Das Wort sie , mit Nachdruck ausgesprochen, mußte für die Edelfrau eine leicht zu errathende Bedeutung haben; denn sie sprang fröhlich und doch bebend auf und rief, während sie sich offenbar Gewalt anthat um ihre Aufregung zu verbergen:
– Sie? Sie?
– Ja, Senora; sie lebt nur wenig Schritte von Euch entfernt.
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