Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche

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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация

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Titel der Originalausgabe: Республика ШКИД.
Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.

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„Hurra!“

Ljonka ging zu seinem Platz, setzte sich, schnappte nach Luft und knotete das Bündel auf. Japs und Dse rückten zu ihm hin. „Zeig mal her!“

Ljonka breitete die mitgebrachten Sachen auf der Bank aus. „Ist Jankel schon zurück?“ fragte er. „Noch nicht“, antwortete Japs und blätterte in dem Buch. Spatz, Brotkanten und Happen drängten sich um Ljonkas Bank. „Verduftet!“ schnauzte Ljonka. „Hier gibt es nichts zu sehen. Das ist Berufsgeheimnis.“

Die Neugierigen verzogen sich. Ljonka schob die Sachen ins Fach und legte die mitgebrachten Lebensmittel — Brot, Zucker, ein Stück Pastete und ein Achtel Machorka — beiseite.

Da stürzte Jankel mit gerötetem, verschwitztem Gesicht in die Klasse. Er trug ein riesengroßes Paket, das mit einem Bindfaden verschnürt war. Die Hooliganier empfingen ihn mit einem noch lauteren Hurra. Jankel lief zu seinem Platz und keuchte atemlos: „Verdammt, und ich glaubte, wir hätten beim Gänserich Unterricht, aber…“ Assi war einen Augenblick verstummt. Jetzt zog er den Kopf zwischen die Schultern und brabbelte weiter: „Karamsin… ein Vertreter seiner Epoche… wenn wir seine Werke in chronologischer Reihenfolge aufzählen, dann…“

Es läutete. Assi stockte mitten im Satz, stand auf und schlich aus der Klasse.

„Gemeinschaftsleitung, hierher!“ rief Japs.

Das vierblättrige Kleeblatt versammelte sich auf Ljonkas Bank. Jankel schleppte sein Paket herbei, knotete es auf und förderte etwa zwanzig verschiedene Bücher, eine Unmenge von Bleistifthülsen und Nippessachen, eine Farbenpalette und einen vollständigen Jahrgang der „Niwa“ von 1909 zutage. Auch Japs brachte seine Sachen zu Ljonkas Bank. Er spendete hundertzwanzig Blatt Schreibpapier, das er innerhalb eines Jahres zusammengespart hatte, und ein Dutzend Faberbleistifte. Dse wickelte seine Gamaschen ab. Wickelgamaschen galten in der Schkid als Gipfel der Eleganz, deshalb war seine Spende äußerst wertvoll.

Schließlich war alles beisammen.

„Kommen wir zum technischen Teil“, schlug Jankel vor. „Wir müssen einen Katalog zusammenstellen.“ Zuerst kamen die Schlittschuhe dran:

1. Erstklassige Rennschlittschuhe, Marke „Jackson“. Dann folgten Dses Wickelgamaschen:

2. Prachtvolle Wickelgamaschen aus Tuch. Neueste Londoner Mode. Anschließend wurde die zehn Zentimeter hohe Büste Tolstois als „nahezu in Lebensgröße“ aufgeführt.

Die Klassifizierung der folgenden Dinge war ziemlich kompliziert. Sie nahmen sich den Wecker vor. Er bestand nur aus einer leeren Blechhülle mit Zifferblatt. Ein Uhrwerk hatte er nicht. „Ich weiß“, sagte Japs. Schreib hin: „Elegante Weckeruhr“ und dann auf deutsch: „ohne Mechanismus“. „Klingt verdammt gut“, meinte Dse. „Aber was heißt das auf russisch?“

„Daß die Uhr keinen Mechanismus hat. Die Jungen werden das nicht verstehen und meinen 'ohne Mechanismus' sei der Firmenname.“ Dann notierten sie: „Ein vollständiger Jahrgang der 'Niwa' aus xiem Jahre 1909 in einem Prachteinband aus Kaliko“, ein zerbrochenes Obstmesser, das als „Damaszener Dolch aus brüniertem Stahl“ definiert wurde, das Feuerzeug und die Bücher.

Nun kamen die Kleinigkeiten — Figürchen, Bleistifte, Bleistifthülsen — und schließlich das Papier:

51. 5 Bogen erstklassiges Velinpapier

52. 5 Bogen erstklassiges Velinpapier

Vierundsiebzig Nummern enthielt der Katalog. „Wie teuer wollen wir die Lose verkaufen?“ fragte Ljonka. „Für zwei Portionen Streuzucker oder ein halbes Pfund Brot oder fünf Kopeken in Goldwährung“, meinte Japs.

„Zu billig“, stellte Jankel, der nachgerechnet hatte, fest. „Es macht insgesamt drei Rubel siebzig Kopeken. Das wäre unrentabel. Allein die Schlittschuhe kosten schon zwei Rubel.“ „Aber Nieten verkaufen wir nicht“, gab Dse zu bedenken. „Nein, wir machen es ohne Nieten.“

Sie beschlossen, den Katalog zu ändern. So schrieben sie statt „5 Bogen erstklassiges Velinpapier“ jetzt „2 Bogen“. Auf diese Weise verlängerten sie die Liste auf hundertzehn Nummern. Nachdem der Katalog fertig war, entwarf Jankel die Lose:

Mit Ljonka und Dse druckte Jankel hundertzehn Stück Wer wird Schatzmeister - фото 33

Mit Ljonka und Dse druckte Jankel hundertzehn Stück. „Wer wird Schatzmeister?“ fragte Ljonka. „Ich schlage Jankel vor.“ „Nein, verdammt!“ widersprach Japs. „Lieber Dse.“ Sie einigten sich auf Dse. Der frischgebackene Schatzmeister unterschrieb die Lose.

Bis zum Abend dauerte die Arbeit — die Lose wurden fertiggestellt, Nummern auf die Sachen geklebt, und dann grenzten sie eine Zimmer-ecke mit dem Lehrerpult ab und bauten alles in den Fächern des leeren Bücherschranks auf.

Und als die Hooliganier am Dienstagmorgen nach dem Frühstück in die Klasse kamen, fiel ihnen ein riesengroßes Plakat in die Augen. Es hing am Lehrerpult und lautete:

Eine unübersehbare Menschenmenge versammelte sich vor dem Plakat Mit - фото 34

Eine unübersehbare Menschenmenge versammelte sich vor dem Plakat. Mit Windeseile hatte sich die Neuigkeit in der ganzen Republik verbreitet. Als Alnikpop zum Unterricht in die vierte Abteilung kam, gelang es ihm nur mit Mühle, die Horden der Schlammanier, Sumpfonier und Dschungelinier hinauszujagen.

In den Unterrichtsstunden herrschte allgemeine Aufregung. Selbst Vikniksor, der bei den Hooliganiern „Geschichte des Altertums“ gab, konnte die brodelnden Massen nur mit Anstrengung zur Disziplin veranlassen. Nach dem Klingeln erkundigte er sich, was die Klasse in solchen Aufruhr versetzt habe. Jemand wies wortlos auf das grelle Plakat am Lehrerpult. Vikniksor las es lächelnd, runzelte aber dann die Stirn. „Ihr hättet mich um Erlaubnis bitten sollen, bevor ihr es aufhängt“, sagte er.

Jankel sprang auf.

„Verzeihen Sie, Viktor Nikolajewitsch, daran haben wir nicht gedacht.“

„Na schön“, der Direktor lachte gutmütig, „meinetwegen. Ihr sollt euren Spaß haben.“ Er überlegte und holte das Portemonnaie aus der Tasche. „Ich will mein Glück versuchen. Gebt mir ein paar Lose.“ Brausender Beifall war die Antwort, und Dse überreichte Vikniksor die ersten beiden Lose.

Nach Schulschluß füllte sich die Klasse wieder mit Schkidern. Brot und Streuzucker hatten sie bereits mitgebracht. Einer besaß sogar Geld, das er daheim geschenkt bekommen hatte. Die meisten kauften nur ein bis zwei Lose, manche bezahlten mit Erlaubnis der „Ziehungskommission“ in Saccharin, Zigaretten oder anderen Dingen. Zigeuner besaß in seiner Eigenschaft als Küchendiensthabender reichlich Brot. Er opferte zehn Pfünd, um zwanzig Lose zu kaufen. „Ich will die Schlittschuhe gewinnen“, erklärte er. „Und die Wickelgamaschen.“ Assi, der nach dem Mittagessen unterrichtete, wurde gezwungen, fünf Lose zu nehmen. Abends waren einhundertzwei Lose verkauft. In, auf und unter Dses Bank türmten sich Brot und Streuzucker. Außerdem knisterten in seiner Tasche vierzig „Eier“ — der Schkider Ausdruck für Geld.

Am nächsten Abend sollte im Weißen Saal die Ziehung stattfinden.

Die Republik war vollzählig im Weißen Saal versammelt. Mitten im Raum stand ein Tisch mit den Gewinnen, daneben ein zweiter mit einer Kiste. Sie enthielt die zusammengerollten Lose. Dahinter hatte sich die „Ziehungskommission“ aufgebaut. Die Schkider drängten sich um sie.

„In einer Reihe aufstellen!“ schrie Japs.

Das geschah. Vikniksor stand vorn, hinter ihm die anderen Propheten, und dann kamen die Jungen.

„Hiermit ist die Ziehung eröffnet!“ verkündete Dse. Lächelnd steckte Vikniksor die Hand in die Kiste und holte zwei Lose heraus. Sie wurden aufgerollt. Es waren die Nummern 6 und 69. Dse sah auf der Liste nach.

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