Grigori Bjelych - SCHKID. Die republik der strolche
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- Название:SCHKID. Die republik der strolche
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SCHKID. Die republik der strolche: краткое содержание, описание и аннотация
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Übersetzung aus dem Russischen von Lieselotte Remane.
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„Ich.“ Jankel ging mit tiefernstem Gesicht zu dem Erzieher hin und baute sich in Erwartung weiterer Fragen vor ihm auf. Der kleine Mann sah sich noch einmal im Zimmer um. Sein Blick blieb auf den Betten hängen. „Sind das eure Betten?“„Ja, das sind unsre Betten.“
„Schlaft ihr darin?“
„Ja, wir schlafen darin.“
„Sie sind übrigens aus Holz“, fügte Jankel harmlos hinzu.
„Wer?“ Der Erzieher hatte nicht verstanden. „Unsere Betten.“

Der Mann räusperte sich leise.
„Ach, sie sind aus Holz! Soso“, murmelte der Mann. Er wußte nicht, was er sonst sagen sollte, aber Jankel war bereits in Fahrt. „Ja, sie sind aus Holz“, fuhr er ebenso harmlos fort. „Obendrauf liegen Decken. Die Betten stehen auf dem Fußboden. Und der Fußboden ist ebenfalls aus Holz.“
„Ja, der Fußboden ist aus Holz“, bestätigte der Prophet mechanisch. Japs kicherte. Das war ein Heidenspaß. „Aufgepaßt!“ sagte er in Vikniksors übermäßig gedehnter Sprechweise voll ernster Würde zu dem Erzieher. „Das hier ist ein Ofen.“ Der Prophet wurde allmählich nervös, aber der Spaß nahm seinen Fortgang.
„Der Ofen ist aus Kacheln. Hier steckt man das Holz rein.“ Endlich begriff das Männlein, daß es auf den Arm genommen wurde, und hastete aus dem Zimmer.
Bald wußten sämtliche Schkider, daß ein Mann durch das Haus ging, der nach allem und jedem fragte.
Eine Schar von Neugierigen heftete sich an seine Fersen, während die Frechsten vorneweg gingen und unter allgemeinem Gelächter verkündeten:
„Dies ist eine Tür!“
„Und das ist eine Klasse.“
„Hier stehen Bänke. Sie sind aus Holz.“
„Und das sind Wände. Rennen Sie nicht dagegen.“ Nach einer halben Stunde flüchtete sich der Neue, zu Tode erschöpft, in die Kanzlei. Vor der Tür johlten die Jungen, die das Opfer des Wissensdurstes verhöhnten.
Das Männlein war von dem Empfang dermaßen verschreckt, daß es die Schkid niemals wieder betrat. Der Mann mit der Melone hatte begriffen, daß er hier nicht am richtigen Platz war, und sich genauso leise entfernt, wie er gekommen war. Mit anderen Propheten ging es nicht so glimpflich ab. Eines Tages stellte Vikniksor den Jungen einen neuen Erzieher vor. Er machte einen ausgezeichneten Eindruck. Selbst die Schkider, die nicht so leicht hinters Licht zu führen waren, hielten den Neuen für kraftvoll und sympathisch.
Er war jung, gut gebaut und verfügte über eine klangvolle Stimme. Schwarze, widerspenstige Locken krönten den stolz erhobenen Kopf, und die Augen hatten löwenhaftes Feuer. Gleich am Tage seines Dienstantritts mußte er eine Probe seiner pädagogischen Fähigkeiten ablegen. Er sollte die Jungen in die Badeanstalt führen.
Aber der junge Mann verzagte nicht.
Schon in der vierten Pause dröhnte seine Stimme gebieterisch durch die Klassen:
„Zöglinge! Zum Wäscheempfang antreten! Ihr geht heute in die Badeanstalt.“
Die Schkider waren schwer in Bewegung zu bringen. Einen Besuch der Badeanstalt schätzten sie sowieso nicht. Sofort stöhnte ein Dutzend von wehleidigen Stimmen:
„Ich kann nicht in die Badeanstalt. Ich hab' Kopfschmerzen.“ „Mein Kreuz tut mir weh.“
„Ich hab' Reißen im Arm.“
„Lassen Sie die Kranken doch in Frieden. Wir gehen nicht!“ Aber das zog nicht. Die Stimme des Neuen donnerte so eindringlich, daß sogar der vorübergehende Vikniksor beeindruckt dachte: Das wird ein guter Erzieher! Die Schkider fügten sich. Brummend zogen sie in die Kleiderkammer, holten sich frische Wäsche, stellten sich dann still und brav im Saal auf und warteten auf den Erzieher.
Dieser nahm inzwischen in der Vorratskammer seine monatliche Lebensmittelzuteilung als Vorschuß in Empfang. Vikniksor stand wartend bei den Jungen. Er wollte den energischen Neuen noch einmal bewundern. Endlich kam der Erzieher, den Sack mit den Lebensmitteln auf dem Rücken. „Angetreten!“ kommandierte er mit schallender Stimme. Dann trat er etwas verlegen zu Vikniksor. „Viktor Nikolajewitsch“, sagte er halblaut. „Sehen Sie, ich wußte nicht, daß die Schüler heute in die Badeanstalt gehen, und deshalb habe ich keine frische Wäsche bei mir.“
„Na, und?“
„Ja, sehen Sie, und deshalb wollte ich fragen, ob ich vielleicht für einen Tag Anstaltswäsche bekommen könnte. Ich bringe sie selbstverständlich sofort zurück, nachdem ich sie gewechselt habe.“ Das wurde sonst nicht gestattet, aber der Erzieher war so sympathisch, er gefiel Vikniksor so gut, daß er nachgab.
Die Wäsche wurde sogleich herbeigeschafft, und die Schar setzte sich in Marsch. Alles ging glatt.
Gesittet zogen die Schüler paarweise durch die Straßen. Selbst die eingefleischten Radaumacher versagten es sich diesmal, Straßenbahnen und Passanten mit Steinen oder Mist zu bewerten. Lärmend zogen sich die Jungen in der Badeanstalt aus. Dann gingen sie in den Waschraum.
Der Erzieher kletterte als erster auf eine Schwitzbank. Er schien in die Reinigungsprozedur so vertieft zu sein, daß er seine Zöglinge vollständig vergaß.
Die Jungen kleideten sich hernach wieder an, schimpften mit dem Bademeister, bettelten den anderen Besuchern Zigaretten ab und merkten dabei gar nicht, daß der Erzieher weg war. Als es ihnen schließlich auffiel, begannen sie, ihn zu suchen. Sie durchstöberten eifrig die ganze Badeanstalt, aber vergebens. Nachdem sie noch eine halbe Stunde gewartet hatten, gingen sie allein zurück.
Die regellose Horde, die in die Schule einzog, machte Vikniksor wütend. Er war entschlossen, dem neuen Erzieher einen Verweis zu geben. Doch der Neue war nicht da. Auch am nächsten Tage kam er nicht. Vikniksor schüttelte ausgiebig den Kopf.
„So ein primitiver Gauner“, seufzte er niedergeschmettert. „Und dabei sah er doch so sympathisch und anständig aus! Schanzt sich einmal Wäsche zu, holt sich Lebensmittel für einen Monat, badet auf Staatskosten und verschwinde!..“
Aber es war eine nützliche Lektion. Von nun ab sah man den neuen Lehrern genauer auf die Finger.
Die Serie der hoffnungslosen Erzieher war mit diesen beiden nicht zu Ende. Es kamen noch mehr.
Sie gaben einander die Klinke in die Hand und hatten samt und sonders nur ein Ziel: etwas zu verdienen. Der eine schlug sich zu den Lehrern, um sich in der Schule halten zu können, der andere zu den Zöglingen. Der junge Pädagoge Pal Wanytsch, ein Riese mit Pferdemähne und schmaler Nase, zeigte hierbei besonders großes Talent. Vom ersten Tag ab hielt er es mit den Schülern. „Na, wir werden schon klarkommen“, sagte er forsch mit einem aufmunternden Lächeln, als ihm die obere Klasse vorgestellt wurde. „Tatsache, das werden wir“, bestätigten die Jungen. Das „Klarkommen“ begann schon in der ersten Unterrichtsstunde. Gleich nach seinem Eintritt in die Klasse fragte der Erzieher die Jungen, die ihn aufmerksam musterten, nach ihrem Leben. Das Gespräch wollte nicht in Fluß kommen. Die älteren Jungen waren sehr vorsichtig. Um eine Brücke zu schlagen, beschloß Pal Wanytsch, etwas zu riskieren.
„Eure Pädagogen gefallen mir nicht. Sie sind verdammt streng zu den Zöglingen. Keinerlei Kameradschaftlichkeit.“
Die Klasse beschränkte sich auf stummes Erstaunen. Nur Brotkanten knurrte so etwas wie: „Oho!“
Mit der Unterhaltung klappte es noch immer nicht. Alle Jungen hielten den Mund. Der Erzieher ging im Zimmer auf und ab. „Ich bin übrigens ein guter Sänger“, sagte er plötzlich.
„So?“ forschte Zigeuner verwundert.
„Ja. Arien singe ich einigermaßen. Ich bin sogar schon in Laienkonzerten aufgetreten.“
„Ach nee!“ rief Jankel entzückt.
„Singen Sie uns doch etwas vor!“ empfahl Japs.
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