Winfried Rochner - Boxkämpfe

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Das Leben treibt gar wundersame Blüten, die hier aufgesammelt in zweiundzwanzig Satiren wahrlich Erstaunliches erzwingen.Panta rhei alles fließt.Mit herrlicher Ironie und gewohntem Wortwitz gewährt Winfried Rochner ungetrübte Einblicke in alltägliche und politische Ungereimtheiten, so unter anderem: Viele Wenden erlebte das deutsche Land Die Grundlage für eine Guteluftsteuer ward geboren Nun endlich hat die Männerwelt das eigene Kochen entdeckt Von Ehen spricht man indessen, als sei dies eine Kunstform Er kam durch fleißiges Plakatkleben In der Politik hängen Karrieren an der Redegewandtheit …Lassen Sie sich mitnehmen auf eine turbulente, vergnügliche Reise in die unergründlichen Weiten der Politik, wo all die persönlichen Vorlieben ihrer Vertreter Macht, Geld und Unvermögen ungebremst zusammentreffen. Vorlieben, die genau dieses Mittelmaß aufzeigen, das vorgaukelt, unabhängig zu regieren. Und wo eine allgemeine Schwunglosigkeit die jetzt als modern und hipp ausgegeben das Leben im Lande verändert, sodass wahrhaft historische Begegnungen möglich sind.Ein besonderes Lesevergnügen für jeden, der hintergründigen Humor mag.

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„Sie haben, lieber Wladimir Iljitsch, darüber, wie der Kommunismus voranzutreiben ist, viele Schriften verfasst“, wollte ich ihn erinnern, doch er zuckte mit den Schultern.

„Alles Wunschdenken und Blödsinn. Wissenschaftler, die das untersuchten, haben daraus Altpapier produziert und höchstens noch lustige Geschichten darüber verbreitet.“

„Aber Ihr Hauptwerk Was tun ist doch noch ein wichtiges Buch zur Anleitung, den Kapitalismus durch die Arbeiterklasse und deren Intelligenz auszurotten.“

„Hören Sie auf, ich habe damit nur die unfähigen Parteipostenjäger auf den Plan gebracht! Ein unverzeihlicher Fehler, die ganze Theorie eine Kurzschlusshandlung meines Gehirns, das man mir nach dem Tode entnommen hat. Die Bücher meines Hauptwerkes schlummern, Gott sei dank, in den Archiven und sind Futter für den Reißwolf.“

„Wie jetzt, sind Sie etwa wieder religiös geworden nach Ihrem Gottesanruf?“, rief ich um Fassung ringend.

„Nein, an irgendetwas muss ich mich ja festhalten. Übrigens, es ist schön hier in Ihrer Werkstatt.“ Wladimir nahm seine etwas speckige Mütze ab und wischte mit dem Taschentuch den schweißigen Rand aus. „Machen Sie bloß keine Fabrik oder einen Konzern daraus, dies ist ungesund und bringt nur Magengeschwüre.“ Er ging zur Tür und drehte sich um. „Jetzt muss ich mich verabschieden, bei den Franziskanern öffnet die Suppenküche, und ich habe da eine kleine Beschäftigung für kostenfreies Essen.“

Ich wollte ihn noch begleiten, aber er lehnte ab. Inzwischen hatte ich die Lust zu einem Spaziergang verloren und begann, einen Spielzeugklettermaxen herzustellen. Zu Ehren des großen Revolutionärs und Terroristen Wladimir Iljitsch. Nur die Schirmmütze gelang mir nicht so gut.

*

Die hohe Schule am Herd

Oft leihe ich mein Ohr dem Rundfunk, dessen Programm nach dem jeweiligen Sender so manche Überraschung bereithält. Manchmal, wenn ich des Nachts munter werde, stecke ich mir ein kleines Mikrofon, das am Rundfunkempfänger hängt, in ein Ohr und höre das Neueste, was die Welt so bietet. Am nächsten Morgen bin ich dann umfassend – nicht immer ganz – informiert und kann so mein näheres Umfeld damit beglücken.

Unter anderem mit einer Meldung, die gegen zwei Uhr morgens – ich musste zwangsläufig das Bett verlassen – total überraschend mein Ohr traf. Die deutschen Männer entdeckten für sich ganz allein das Kochen, eine wahrlich tolle Aufgabe für gestandene Mannsbilder. So würden jetzt von männlichen Laienköchen neue komplizierte Gerichte erfunden, die, gleich auf dem Herd zubereitet, als der große Wurf galten. Die Frauen wären total überrascht von so viel Kreativität, und die Machwerke könnte man sogar essen. Gut, vielleicht nicht immer. Es soll sogar einige Männer mit Migrationshintergrund geben, die sich heimlich in die Küche trauten, um dann – wenn auch versteckt – sich diesem Trend anzuschließen.

Die Fernsehprogramme sind in ständige Kochshows eingebettet, wobei nur sogenannte Promis gemeinsam mit Berufsköchen sich mit ihren Kochkünsten blamieren. Der Bekanntheitsgrad wird so für die Promis gesteigert und ist förderlich für die Karriere. Mag sein, dass es denen auch hilft, drei oder vier Zuschauer mehr bei einem Gesangs- oder Schauspielauftritt vor die Bühne oder den Fernsehschirm zu locken.

Nun endlich hat die Männerwelt das eigene Kochen entdeckt. In allen Familien, besonders bei den gut verdienenden Männern, ist eine Massenbewegung entstanden. Auf jedem Frischemarkt stehen Scharen von Männern an den Ständen und feilschen um die besten Produkte, denn nur das Beste muss es sein, möglichst Bio, der Preis spielt keine Rolle dabei. Mein Nachbar geriet sogar in eine Prügelei auf dem Wochenmarkt, weil es Meinungsverschiedenheiten gab, ob Kalb- oder Schweinefleisch für ein geschnetzeltes Ottorademacher besser wäre. In den Betrieben ist bereits zwischen den Managern, Abteilungsleitern und dem gehobenen Fußvolk ein harter Wettstreit um das beste Sechs-Gänge-Menü ausgebrochen. Das erste Mal überhaupt wurden hier Standesunterschiede überschritten. Ja, man sprach sogar von einer kleinen Verbrüderung zwischen den oberen und unteren Etagen.

„Inge“, sagte ich zu meiner Frau, obwohl sie lieber Ingrid genannt werden möchte. „Inge, wir gehen jetzt gleich zu Marko Tandler, unserem Freund, und erkundigen uns, wie er so mit dem neuen Kochtrend zurechtkommt.“

Er wohnte zum Glück nicht sehr weit von unserem Heim entfernt. Nach knappen zwei Stunden standen wir vor seiner Tür, die liebe Freundin Veronika öffnete uns mit verheulten Augen und fing gleich an zu schreien. „Räume deinen Kram weg, Ingrid und Paul sind hier, und öffne das Fenster!“, brüllte sie hinterher. „Diesen elenden Gestank hält ja kein Mensch aus.“

Es roch tatsächlich nach Erbrochenem. Nach unserem Vordringen in die Küche sahen wir den Hund, eine Dogge, an einer Menge Essenresten schnüffeln. Von wem diese stammten, konnten wir nicht erfahren, da Marko und Veronika sich sehr bedeckt hielten. Wir gingen ins Wohnzimmer und ließen den Hund Eusebius mit dem Problem allein. Marko, voller Kochdrang, präsentierte uns gleich sein neuestes Gericht, allerdings nur in flotter Rede.

„Nun, zuerst spalte ich eine Rinderzunge, brate sie in der Pfanne halb durch und lege sie anschließend in eine selbst hergestellte Cremesoße. Diese besteht aus Putenmark, fünf verschiedenen Sorten Senf, Pfeffer und Muskat und dann – sozusagen als Krönung – dem direkt aus Grönland frisch importierten Walfischöl. Nach 25 Stunden und einunzwanzigeinhalb Minuten hole ich die gespaltene Zunge wieder heraus, wälze sie in geriebenen Pistazien und gare das Ganze kurz in der Ofenröhre. Sollte kein Ofen vorhanden sein, dann eben in der Mikrowelle, obwohl der Geschmack sehr darunter leidet. Dazu stampfe ich noch aus Süßkartoffeln ein Mus, das ich am Ende mit Früchten aus dem brasilianischen Urwald garniere.“

„Ist das nicht wundervoll?“, rief Veronika unter Tränen aus. „Unser Freund Amadeus, der dieses fantastische Gericht aß, fand den Geschmack umwerfend und kam nicht mehr von der Toilette. Denkt euch nur, er nahm in zwei Tagen fünf Kilo ab. In Insiderkreisen hat sich dieses Rezept blitzartig verbreitet, sodass Marko es als Patent angemeldet hat und nun hofft, bald von den Tantiemen unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Wir wagten nicht mehr, auf den Auftritt von Eusebius einzugehen, und verabschiedeten uns schnellstens.

Ganz erstaunt war ich, als ich aus der Presse erfuhr, dass selbst in den Regierungsspitzen bei den Männern ein feuriger Kochwettbewerb um sich griff. Die Kanzlerin, die als Frau nicht involviert ist, muss während der Debatten im Bundestag die Streithähne auseinandertreiben. Der Bundestagspräsident hingegen stellt hocherfreut fest: „Endlich mal Debatten, bei denen was rauskommt.“ Die Opposition der Linken und Grünen fordert lautstark auf: „Maßhalten und Grünzeug essen!“ Und wir nehmen ständig zu an Weisheit und Gewicht. So richtig kommen sie damit nicht wirklich durch.

Inzwischen verweigern die Kinder der kochenden Väter das Schulessen, und die Mütter erleben herrliche Freizeiten, welche sie zum Shoppen und für kleine Beschäftigungen neben ihren ehelichen Pflichten nutzen. Wobei das böse Wort Fremdgehen erst gar nicht angerührt wird.

Eine Gegenbewegung setzte ein, weil es den Ehefrauen und Freundinnenfrauen nicht mehr ausreichte, weitab vom Herd nur vergnüglichen Außentätigkeiten nachgehen zu müssen. Es langweilte sie schlicht und einfach gesagt.

Adam Stadler bemerkte an seiner Frau, dass sie ihm gegenüber fachliche Bemerkungen zu seinem Beruf machte. „Lena-Maria, was soll das, du machst hier Vorschläge und hast von der Materie keine Ahnung.“ Insgeheim aber wunderte er sich über ihre Fachkenntnisse, die ihm bisher zum Teil verborgen geblieben waren.

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