Alfred Bratt - Die Welt ohne Hunger

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Der Chemiker Alfred Bell steht kurz vor der Vollendung einer Formel, die den Hunger der Welt ein für alle Mal besiegen soll. Allerdings fehlt ihm jemand, der an seine Arbeit glaubt und sie finanziert. So reist Bell auf den abenteuerlichsten Wegen von Paris nach London und New York, trifft eitle Professoren, reiche Unternehmertöchter und zwielichtige Dema­gogen. Mit der Weigerung, seine Erfindung wirtschaftlich auszubeuten oder in den Dienst der Populisten zu stellen, macht er sich bald gefährliche Feinde.
Der einzige Roman des viel zu jung verstorbenen Schriftstellers Alfred Bratt sorgte bei seinem Erscheinen 1916 für Aufsehen. «Die Welt ohne Hunger» erlangte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Auflagen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Auch heute hat der Roman nichts von seiner Spannung und Aktualität verloren.

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»Da wären wir also auf dem neutralen Terrain, auf welchem ich Sie zu treffen wünschte. Oder meinen Sie, daß es etwas Neutraleres, ich möchte sagen Kosmopolitischeres gibt als diese … Herberge?«

Wieder machte Bell den Versuch, zu sprechen – nur um sich seiner Stimme zu vergewissern –, aber wieder ließ Schebekoff dieses Beginnen im Keim ersticken, indem er mit der hemmungslosen Ruhe eines Mannes fortfuhr, der sich allein dünkt und zu sich selbst redet:

»Blicken Sie um sich! Haben Sie jemals Menschen gesehen, die nackter waren? Die Leute, die hier auf halbverfaulten Brettern liegen und die üble Luft ausschnarchen, die sie tagsüber eingeatmet haben, sind ehrlich nackt … nackt bis auf das Mark ihrer Knochen. Sie haben nichts, absolut nichts, was sie kennzeichnen könnte; sie schlafen nicht wie andere Menschen, kein Traum, der sie in den Wolkenzügen zerrissener Erinnerungen mit dem Leben verbindet, qualmt in ihren Köpfen. Sie sind zu müde gehetzt, um träumen zu können, sie haben bedingungslos alle Viere von sich gestreckt, sie sind ganz einfach ausgeschaltet.«

Schebekoff hielt an, um sich von der Wirkung seiner Worte zu überzeugen; und da Bell schwieg, nickte er befriedigt mit dem Kopf, wie einer, der ein kleines Rechenexempel überprüft und richtig gefunden hat.

»Nackte Menschen –«, wiederholte er, »welch prachtvoller Arbeitston für einen Bildhauer, der sein Geschäft versteht! Welch großartiges Material für einen, der es zu kneten und zu formen weiß.«

Seine Stimme war voller, wärmer geworden, und er schmatzte, als kitzelte ein schätzbarer Geschmack seinen Gaumen.

»Sie sind ein Künstler«, flüsterte er dann, indem er sich unvermutet Bell zuwandte. »Sie wissen es nicht, aber gerade darum sind Sie einer. Warum haben Sie Ihr natürliches Gebiet verlassen und einen Weg eingeschlagen, der niemals der Ihre sein kann? Zwischen Whitechapel und Westend liegt eine unsichtbare Zome, die doch stärker ist als die dickste Festungsmauer. Es ist gut, ja, es wäre großartig, diese Mauer zu durchbrechen; aber sie übersteigen heißt sich selbst betrügen. Man ist dann zwar auf der anderen Seite … ho, sehr natürlich und logisch …, aber die Mauer ist stehen geblieben, ihre Steine sind kalt und stramm aneinandergekittet wie früher. Man steht ja wohl jenseits, zugegeben; aber man hat seine eigene Postadresse aus dem Diesseits mit hinübergeschleppt, und die bleibt einem, man wird sie nicht los … Sie waren stets diesseits, Bell, und Ihr Aufenthalt auf der anderen Seite war nur ein kurzer Spaziergang ohne Zweck und Bedeutung. Sie wollten eine Schranke übersteigen, die man nicht hinter sich lassen darf, sondern zertrümmern muß. Es gibt im Leben keinen Hohlraum, alles ist Materie und will genommen sein … Da sind Sie nun wieder diesseits der Mauer, Bell, und da bin auch ich. Auf diesen Boden müssen Sie sich mit den Füßen stemmen, wenn Sie mit der Stirn die Grenzmauer brennen wollen. Hier wurden Sie geboren … auf irgendeinem Kontinent, aber in dem Hier, das diesseits der Grenze liegt. Hier haben Sie gelebt und hier leben Sie wieder. Das andere war nur ein Ausflug, nicht wahr? Sie haben sich ein wenig die Welt besehen, die drüben liegt, und jetzt wissen Sie genau, wie es dort steht, nun sind Sie wieder zurückgekommen. Hier habe ich Sie erwartet und reiche Ihnen die Hand zum Willkommensgruß. Ja, wahrhaftig, Sie sind heimgekehrt – wissen Sie es, Bell, daß Sie heimgekehrt sind?«

Bell vernahm all dies wie etwas Unwirkliches, als kämen die Worte aus einem Schalltrichter hervorgekrochen, der irgendwo unsichtbar hinter einem gemalten Horizont aufgestellt war. Sie schienen ihm von keinem fremden Hirn erdacht, von keinem fremden Mund gesprochen … Sie waren das Echo von Gedanken, die ihm gehörten, ohne daß er sich dessen bisher bewußt geworden war.

»Sie wissen das«, ließ Schebekoff sich wieder vernehmen, und er raunte es mit fühlbarem Hauch in Bells Ohr, »Sie wußten das sehr gut, schon in den letzten Tagen und Wochen. Sie wollten es nur nicht glauben, weil Sie es nicht gehört hatten.«

Bell blieb stumm, denn in diesem Moment wurde ihm klar, daß der andere wahr sprach. Darum hatte er nichts zu sagen.

»Aber Sie sind müde, Bell«, redete Schebekoff nun wieder in einer anderen, ganz unverfänglichen Tonart. »Sie sind müde. Ruhen Sie sich getrost noch ein wenig aus. Ich habe Zeit, ich werde warten.«

Als Bell aus festem, herzstärkendem Schlaf erwachte, war er sich nicht gleich darüber klar, wo er sich befand. Er konnte sich nicht entsinnen, jemals in einem Schlaf gelegen zu haben, der eine so völlige Ablösung, ein so reelles Nichts bedeutete. Alles war ruhig und gefaßt und harmonisch in ihm. Zwar bemerkte er gleich darauf den fatalen Schebekoff, der unverändert dastand, aufrecht und wortbereit. Aber selbst das vertraulich-wissende Lächeln des Mannes, das unverkennbar eine Art von Gemeinschaftlichkeit ausdrücken sollte und darum unter anderen Umständen Bell zu sofortigem Widerspruch gereizt hätte, ließ ihn jetzt kalt und gleichgültig. Ohne weiter von dem anderen Notiz zu nehmen, sprang er auf und kleidete sich seelenruhig an. Dann aber, als er sich zum Gehen entschloß, fiel ihm auf, daß der Saal ganz leer war. Die »Särge« öffneten sich fahl dem Zwielicht, ihre Zufallsbewohner waren auf und davon. Nur Bell und Schebekoff befanden sich in der tiefen Wölbung, in der die Verlassenheit von den Wänden zu hallen schien. Und dieses Alleinsein mit Schebekoff verdarb Bell fast augenblicklich die gesunde Morgenlaune. Er witterte eine Absicht, und das ließ ihn instinktiv seine Energie zur Abwehr blasen.

Doch Schebekoff trat – als wüßte er mit mathematischer Genauigkeit, daß jetzt dies und nichts anderes zu tun sein – mit einem langen, herzhaften Schritt an Bell heran und meinte, ganz ölig von argloser Freundlichkeit:

»Es ist sieben Uhr. Gott weiß, daß Sie einen bewundernswerten Schlaf haben. Die Vögel sind alle längst ausgeschwärmt.« Mit plötzlichem Stimmwechsel, rauh und ohne jede Spur von Höflichkeit fügte er sofort hinzu: »Jetzt werden Sie mit mir kommen.«

Bell sah ihn groß an, in einem naiven, fast humoristischen Erstaunen, das aber vor dem harten Blick, der ganz unverschleiert von dem anderen in seine Augen drang, schnell zu Trotz wurde: »Nein«, sagte er … »nein«, wiederholte er halblaut zu sich selbst.

Schebekoffs Mienenspiel reagierte sofort auf diese veränderte Windrichtung; er setzte das Gesicht eines strengen, aber väterlichen Lehrers auf: »Den ungestörten Schlaf haben Sie mir zu verdanken, Herr Bell … ich bitte Sie das zu beachten. In diesem – Lokal werden die Gäste punkt halb sechs ins Freie befördert. Ich habe dem Wächter befohlen, Sie ungeschoren zu lassen.« Beiläufig erklärend fügte er hinzu: »… habe dem Mann mal einen Gefallen erwiesen.« Dann schnitt er jedes weitere Gespräch ab, indem er sich auf seinen mächtigen Stiefeln umwandte und dem Ausgang zuschritt.

Bell mußte ihm wohl oder übel folgen, wenn er aus dem Bereich der lauen Feuchtigkeit gelangen wollte, die sich von allen Winkeln der Wölbung loslöste. Hintereinander stiegen sie die halsbrecherische Treppe empor. Droben passierten sie den dürren Wächter, der wortlos vor Schebekoff zurücktrat und ihnen einen langen Blick nachsandte.

Auf der Straße wirbelte ein unsicherer Nordwind. Rauh und kalt wehte es von der Themse herüber. Schebekoff schritt gleichmäßig aus, ohne in der Richtung zu zaudern, und Bell hielt den Kurs bei, weil es ihm wie ein hartes Stück Brotrinde im Magen lag, daß er dem Kerl da vorne etwas sagen müsse, bevor er ihn seiner ranzigen Würde allein überließ. Er wurde hierin noch dadurch bestärkt, daß Schebekoff Bells ganz sicher zu sein schien, da er es nicht der Mühe wert hielt, auch nur einmal zurückzublicken. Nun gut, Bell ging hinter ihm drein … ho, aber nur weil er, Bell, es wollte.

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