Iris W. Maron - Auf keinen Fall wir

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Für David kommt mehr als Sex nicht infrage. Schlimm genug, dass ihm Sven, sein letzter One-Night-Stand, nicht mehr aus dem Kopf geht. Noch schlimmer ist, dass Sven plötzlich in einem Seminar sitzt, das David an der Uni hält. Mit der Zeit wird eins immer deutlicher: Die Anziehung zwischen den beiden ist alles andere als verschwunden.
Doch eine Annäherung scheint unmöglich – als Student ist Sven tabu für David, der sich ohnehin nicht vorstellen kann, je eine Beziehung zu führen. Findet die Liebe dennoch einen Weg, die beiden zusammenzubringen?

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Ich wähle die Strecke am Fluss entlang. Es dauert nicht lange und meine Gedanken wandern zurück zur Arbeit. Den Unterricht habe ich zwar souverän hinter mich gebracht – der Routine sei Dank –, dennoch bin ich mir noch nicht ganz im Klaren darüber, was es bedeutet, dass Sven in meiner Lehrveranstaltung sitzt. Und welche Konsequenzen das hat.

Scheiße, das klingt doch echt wie der Anfang eines miesen Films: Dozent vögelt einen Kerl, der sich als sein Student entpuppt. Beim Genre bin ich mir nur noch nicht ganz sicher. Ein Horrorfilm könnte so beginnen. Sven als irrer Axtmörder, der mich durch die Stadt verfolgt. Groteske Kulisse für so etwas, dazu ist die Stadt viel zu bezaubernd.

Unweigerlich muss ich grinsen bei dem Gedanken, dass Sven mir hier mit einer Axt hinterherjagt. Oder mit einer Kettensäge. So wie Christian Bale in American Psycho.

Äußerlich hat Sven zum Glück gar nichts mit Christian Bale gemeinsam. Er ist hundertmal schärfer.

Vielleicht nutze ich die Gelegenheit einfach und schlafe noch mal mit Sven? Ah, nein, blöde Idee. Selbst wenn er nicht mein Student wäre. Ich ficke nicht mit Kerlen, die ich regelmäßig sehe. Das gibt nur Ärger. In der Regel treibe ich es auch mit keinem öfter als drei, vier Mal.

Ich mache da nur ganz selten Ausnahmen. Thomas ist eine und dann ist da noch Ole, mit dem ich zusammen promoviert habe und der heute an einer Uni in Norwegen arbeitet. Das mit ihnen funktioniert aber auch nur deswegen, weil wir nicht in derselben Stadt wohnen und weil ich weiß, dass sie genauso ticken wie ich. Also, Ole zumindest. Bei Thomas bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Konrad ihm nicht womöglich eine Gehirnwäsche verpasst hat. Ich habe noch nichts von ihm gehört, seit ich ihn im Club verloren habe.

Inzwischen bin ich schon ein ordentliches Stück den Fluss entlanggelaufen. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich bin keinen Schritt weitergekommen.

Okay, David, jetzt noch mal in Ruhe. Was genau ist das Problem?

Es ist jetzt wirklich nicht so, als hätte ich noch nie einen meiner One-Night-Stands wiedergetroffen. Ja, dass Sven ausgerechnet mein Student ist, ist eine blöde Situation. Aber wir sind erwachsen. Sven hat sich heute nichts anmerken lassen und die Einheit ist ganz normal gelaufen. Was soll denn auch groß passieren? Er wird sich ja wohl kaum die Klamotten vom Leib reißen, sich nackt auf den Tisch legen und schreien: »Hier bin ich! Nimm mich!«

Möglicherweise bricht er die Lehrveranstaltung auch einfach ab. Dann wäre das Problem doch gelöst. Und wenn nicht, muss das auch nicht heißen, dass der Rest des Semesters anders laufen wird als heute. Vielleicht kriegen wir das Ganze ja auf eine professionelle Ebene. Ich der Dozent, er der Student, und reden müssen wir miteinander außerhalb der Lehrveranstaltung auch nicht.

Es ist auch nicht so, dass ich ein Problem damit habe, dass meine Studierenden wissen, dass ich schwul bin. Falls Sven es herumerzählen sollte. Ich bin offen schwul. Keine Ahnung, wie deutlich man es mir anmerkt – nicht so sehr, denke ich. Aber an der Uni ist das eigentlich kein Problem. Ich bin auch bei Weitem nicht der Einzige. Im Gegensatz zu den USA ist es hier außerdem nicht strengstens verboten, sich auf Studierende einzulassen. Der Professor, der seine Studentin heiratet, ist nicht ohne Grund ein Klischee. Auch wenn ich das ziemlich erbärmlich finde. Sollte also darüber geredet werden, dass ich was mit Sven hatte, dann wäre das vielleicht lästig, aber eigentlich stehe ich über solchen Sachen. Zumal die Sache zwischen uns etwas Einmaliges war und vorbei ist. Auf meine Karriere sollte es keine Auswirkungen haben. Und lange würde man ohnehin nicht darüber sprechen, da gibt es interessanteren Klatsch.

Und trotzdem renne ich hier in einem Höllentempo den Fluss entlang und werde nicht langsamer, obwohl meine Beine brennen und mein Brustkorb schmerzt. Ich bin inzwischen ziemlich durchnässt, sowohl vom Nieselregen als auch von meinem Schweiß. Aber ich kehre nicht um. Ich brauche das gerade.

Wieder sehe ich vor meinem inneren Auge Sven im Seminarraum sitzen. Ich spüre seinen irritierten Blick auf mir. Und dann denke ich daran, wie er mich am Samstag angesehen hat. Sehe seinen schweißnassen Rücken. Sein Zucken, als er gekommen ist.

Es dauert ewig, bis ich die Bilder aus meinem Kopf kriege. Irgendwann bin ich dann aber doch so lange gelaufen, dass für etwas anderes in meinem Kopf kein Platz mehr ist. Ich achte nur noch auf meinen Körper, auf mein rasendes Herz, den schnellen Atem, auf jeden einzelnen Schritt, den ich mache. Endlich ist mein Kopf frei.

Die Ruhe hält nicht lange an. Nachdem ich daheim eine heiße Dusche – eine Wohltat für meine brennenden Muskeln – genommen und etwas gegessen habe, finde ich mich dabei wieder, dass ich rastlos durch meine Wohnung tigere. Ich werfe eine Ladung Wäsche in die Maschine, damit ich wenigstens das Gefühl habe, etwas Sinnvolles zu tun. Dann setze ich mich mit meinem Laptop aufs Sofa. Den Versuch, an meinem Aufsatz weiterzuschreiben, gebe ich schnell auf. Mir fällt kein einziges Wort ein. Dabei ist die Deadline Ende der Woche. Scheiße. Lustlos mache ich mich daran, den Text zu formatieren, das Literaturverzeichnis zu erstellen und die Bilder zu beschriften. Dabei muss ich wenigstens nicht denken.

Ich habe ungefähr die Hälfte erledigt, da klingelt plötzlich mein Handy. Thomas.

»Hey«, begrüße ich ihn.

»Hallo«, grüßt er zurück. »Gut zurückgekommen?«

»Ja, klar. Das Semester hat auch gleich voll gestartet. Sitzungen, Besprechungen, Lehre – das Übliche.«

Zumindest wenn das Auftauchen eines One-Night-Stands in der Lehrveranstaltung als »das Übliche« bezeichnet werden kann.

»Hier ist es auch extrem stressig. Eine große Gala steht an. Ich sage dir, die spinnen, diese Künstlertypen.«

Thomas arbeitet als Eventmanager in einer großen Agentur. Nach seinem abgebrochenen BWL-Studium hat er noch einmal komplett neu begonnen, sich aber relativ rasch hochgearbeitet. Uni war nichts für ihn, sagt er immer. Eventplanung dafür umso mehr.

»Kann ich mir vorstellen.«

»Was wolltest du denn von mir? Ich hab gesehen, dass du mich angerufen hast.«

»Einmal darfst du raten.«

Thomas schnaubt. »Ich nehme an, du willst einen Bericht über Samstagnacht?«

»Ganz genau. Einen vollständigen, wenn ich bitten darf.«

»Hm... Ach. Wo soll ich denn anfangen?«

»Bei dem Moment, in dem Konrad dich entführt hat?«, schlage ich vor.

Die Antwort ist ein Lachen. Ein ziemlich glückliches Lachen, wenn mich nicht alles täuscht. Nicht gut.

»Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn je wiedersehe. Er geht nicht so gerne aus, weißt du, und schon gar nicht in solche Clubs.«

»Kann ich mir vorstellen«, erwidere ich. Tatsächlich denke ich, dass Konrads liebste Beschäftigung an einem Samstagabend ein Brettspiel mit Freunden oder, wenn es mal etwas wilder sein darf, ein frivoles Puzzle mit seinem festen Freund ist. Dann geht man früh schlafen und am Sonntag gemeinsam in den Zoo. Bei dem bloßen Gedanken kräuseln sich mir die Zehennägel.

»Aber er war da und...«

Thomas zögert und vor meinem inneren Auge sehe ich direkt, wie er verträumt mit dem Ladekabel seines Handys – dessen Akku notorisch leer ist – spielt. Ach je.

»Weißt du, ich habe immer geglaubt, wenn ich ihn wiedersehe, dann ist mir das egal und ich kann höflich mit ihm umgehen oder, ich weiß nicht, mir vor seinen Augen wen anderen aufreißen oder so. Aber als ich ihn gesehen habe, war plötzlich alles wieder da. Oder alles wieder weg. Also die ganze Streiterei und das Drama. Ich habe mich daran erinnert, wie schön es mit ihm war. Wie nah wir uns waren.«

»Mhm«, mache ich. Mehr Antwort erwartet Thomas zum Glück auch nicht.

Ich glaube, ich brauche einen Drink. Nüchtern ertrage ich das nicht. Also stelle ich meinen Laptop beiseite, stehe auf und marschiere in die Küche. Irgendwo müsste da noch ein Whisky sein.

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