Erdmann Graeser - Koblanks Kinder

Здесь есть возможность читать онлайн «Erdmann Graeser - Koblanks Kinder» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Koblanks Kinder: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Koblanks Kinder»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Einzug im Haus in der Bülowstraße hat sich so einiges geändert bei den Koblanks. Der alte Koblank ist gestorben und ruht nun in der Familiengruft neben der frühverstorbenen ersten Frau von Ferdinand Koblank, der Mutter von Ferdinands beiden Kinder Theo und Elli, um die sich die inzwischen etwas in die Breite gegangene Stiefmutter Röschen liebevoll kümmert. Theo und Elli sind nun herangewachsen, orientieren sich im Leben und beginnen, sich für ihre gesellschaftliche Karriere und das jeweils andere Geschlecht zu interessieren. Theo hat es auf Bianka abgesehen, die in mehrerer Beziehung «feine» Tochter des Professors Hans Rieth, des berühmten Males; Elli bändelt mir Reinhold Köster an, dem Schauspieler, der in der «Jungfrau von Orleans» brilliert. Aber sind die beiden piekfeinen Gestalten aus der Künstlerwelt auch das Richtige für die doch eher bodenständigen Koblanks? Als Theo sich mit Bianka verlobt, scheint zumindest in seinem Fall das letzte Wort gesprochen … Erdmann Graesers großer Berliner Familien-Doppelroman – voller herzhaft realistischem Humor, tief humanistischer, einfühlsamer Liebe und mit reichlich Berliner Kodderschnauze erzählt – wurde nach seinem Ersterscheinen 1921 bis in die achtziger Jahre hinein immer wieder aufgelegt und ist nun zum ersten Mal auch als E-Book erschienen.Erdmann Graeser (1870–1937) war ein deutscher Schriftsteller. Als Sohn eines Geheimen Kanzleirats im Finanzministerium in Berlin geboren, ist Graeser zwischen Nollendorfplatz und Bülowbogen im Berliner Westen aufgewachsen. Graeser studierte Naturwissenschaften, brach jedoch das Studium ab und arbeitete zunächst als Redakteur für die «Berliner Morgenpost» und später als freier Schriftsteller. Er wohnte viele Jahre in Berlin-Schöneberg und zog nach seinem literarischen Erfolg nach Berlin-Schlachtensee im Bezirk Zehlendorf. 1937 starb er an einem Herzleiden. Sein Grab liegt auf dem Gemeindefriedhof an der Onkel-Tom-Straße in Zehlendorf. In seinen Unterhaltungsromanen thematisierte Graeser die Lebenswelt der kleinen Leute im Berlin seiner Zeit und legte dabei auch großen Wert auf den Berliner Dialekt. Zu seinen bekanntesten Romanen gehören «Lemkes sel. Witwe», «Koblanks», «Koblanks Kinder» und «Spreelore». Einige seiner Romane wurden später auch für Hörfunk und Fernsehen bearbeitet.-

Koblanks Kinder — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Koblanks Kinder», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

»Rheinländer!« sagte Theo. »Na, die verlierst du dabei, wenn du sie nicht feste hältst – viel Vergnügen!«

Als Seifert dann zurückkam, sagte er verwundert: »Nanu – immer noch solo? Mieze hat dich wohl versetzt?«

»Wer weiß, was mit der wieder los ist – da muß man ja immer auf was gefaßt sein! Übrigens – da kommt sie ja, bringt auch noch eine mit, gratuliere, Heupferd, nu biste versorgt!«

Die beiden Mädchen waren an den Tisch getreten, »’n Abend«, sagte Mieze, ein hübsches, blasses Mädchen mit blondem Wuschelhaar. »Ich war vorhin schon hier, hab’ dann nur meine Schwester vom Bahnhof abjeholt – kommt direkt aus dem Jeschäft, kann nicht vor Ladenschluß fort. Hier, setz dich, Jrete – so, bei Herrn Seifert, von dem ich dir schon erzählt hab’. So – und ich hier! Na ...?« Und sie sah alle und dann Theo, an dessen Seite sie sich gesetzt, ganz besonders prüfend an.

»Kellner, zwei Bier, dunkel!« sagte sie.

Seine Beziehungen zu Mieze bestanden bereits seit vier Wochen, und die Liebe war daher völlig abgeklärt. Seifert dagegen stand mit Grete vor einem völlig neuen Problem, und da sie ihm, wie übrigens jedes Mädchen, ausnehmend gut gefiel, war er glücklich, vor ihr Parade reiten zu können, indem er von dem Leichenpräparat erzählte, an dem er heute gearbeitet hatte.

Aber Grete sagte schaudernd: »Wenn Sie dann mittags Biefstück essen – sehen Sie dann das andere nicht immer vor sich?«

»Dann könnte ich nicht Arzt sein, wenn mich das störte!«

»Nee – da ist ein Fotograf besser d’ran«, sagte Grete, »Fotograf ist was Schönes!«

»Na – Sie sollen mich ja auch nicht heiraten!«

»Jrete – du bist doof!« sagte die ältere Schwester verweisend. Und sich zu Seifert wendend, entschuldigte sie Grete: »Die hat noch keine Herrenbekanntschaft jehabt – darum red’ sie so, wie sie der Schnabel jewachsen ist ...!«

»Kommen Sie, Fräulein, tanzen! Kreuzpolka – oder haben Sie Angst, wenn ich die Hand um Ihre schlanke Taille lege?« Und dann wippte er ein paar Augenblicke mit ihr hin und her, ehe er vom Platz loskam, und summte gleich allen übrigen den Text mit:

»Siehste woll, da kimmt er,

Lange Schritte nimmt er,

Siehste woll – da kimmt er schon –

Der verflixte Schwiegersohn.«

Theo und Mieze waren am Tisch sitzen geblieben. »Ich hab’ meine Schwester nur deshalb mitjebracht, damit dein Freund auch jemanden hat, der in derselben Jegend wohnt wie ich. Ich kann euch ja nicht verdenken, daß ihr euch ärgert, wenn er ’ne andre in die entjejenjesetzte Richtung bringen soll und ihr deshalb auseinanderkommt!«

»Du opferst also deine Schwester auf dem Altar unserer Freundschaft?«

»Die läßt sich nicht opfern, wir müssen uns vor ihr überhaupt ’n bißken vorsehen, sie verquatscht sich dann zu leicht zu Hause!«

»Warum hast du denn so lebensmüde getan – in deinem Brief?«

»Ich bin auch lebensmüde, lange mach’ ich das nicht mehr!«

»Warum denn aber bloß?« fragte er mißmutig.

»Das kannst du nicht verstehen, Theo – das könnt ihr Männer alle nicht verstehen! Wie lange noch, und dann hast du mir auch über – dann sitze ich da! Na, schließlich kommt ja wieder einer, und dann jehe ich mit dem wieder ’n Vierteljahr, und dann ist es auch wieder aus! Und dann wieder einer – und wieder einer, aber keiner bleibt kleben, alle wollen sie nur ihr Verjnügen. Und ziert man sich, is’s jleich aus – es jibt ja jenuch andere Mädchen! Heiraten tut uns nur einer aus unseren Kreisen, aber man wollte doch ’raus aus dem Kamuff, wat Besseres werden! Mit so ’n Mann wird das dann bloß ’ne unjlickliche Ehe, wie Muttern ihre – danke, Herr Franke! Dann lieber in die Spree!«

»Aber ich habe dir ja gleich gesagt: Heiraten is nicht!«

»Du sollst ja auch jarnich, Theo! Ich meine man bloß, so is’s! Immer denkt man ja nich dran, aber manchmal über kommt’s einem doch, und dann schreibt man sonne dämlichen Briefe!«

»Mit meiner Gitarre

Steh’ ich und harre!

Liebchen, laß mich ein –

Will ganz artig sein ...«

Der Klavierspieler brach jäh ab, und der Tanzmeister schrie: »Damenwahl!«

Mieze stand auf, verbeugte sich vor Theo, und nun schwebten sie beide leicht und zierlich durch den Saal. »Liebst du mir denn überhaupt noch, Theo?«

Er drückte sie fester an sich: »Dummes Mädel, warum fragst du so?«

Ihre Augen standen voll Tränen. Und mit zuckenden Lippen flüsterte sie: »Is ja aus – ich weiß es, bloß du weißt es noch nich!«

»Mieze – mach doch keine Jeschichten!«

Sie nahm sich auch sofort zusammen. Als der Klavierspieler jetzt mitten im Walzer jäh abbrach, die kurze Pause machte, um die Groschen einzusammeln, stand sie lächelnd zwischen den anderen Paaren; niemand hätte ihr eine Gemütsbewegung angemerkt. Und dann griff der Spieler wieder in die Tasten, man tanzte den »Schwanz« – den Rest des Walzers.

»Ich schlage vor, wir fahren jetzt ’rein und essen was«, sagte Theo einige Zeit später.

»Die Henkersmahlzeit«, bemerkte Mieze halblaut.

Heupferd sah von einem zum anderen, begriff sofort, daß zwischen den beiden etwas vorgefallen war.

»Einverstanden – wenn Fräulein Jrete will!«

»Mir ist alles janz egal!«

»Na, dann los – Ober, zahlen!«

In der mondhellen Nacht wanderte man, zu zwei und zwei untergefaßt, die aufsteigende Chaussee hinauf zur Station Schmargendorf, um nach Bahnhof Friedrichstraße zu fahren. Bis Halensee hatte man das Abteil allein für sich, und Heupferd, der in der entgegengesetzten Ecke mit Grete Platz genommen, sagte von Zeit zu Zeit befriedigt aufatmend: »O knutsch, solang’ du knutschen kannst!«

Wenn die Küsse zu laut knallten, rief Theo jedesmal »Prost!«

Er saß mit Mieze in würdiger Ruhe da – ein glückliches Elternpaar, das die Tollheiten der Jugend nachsichtig aufnahm. »Ach – könnt’ ich noch einmal so lieben ...«, summte Mieze.

»Werd bloß nich elegisch«, warnte er.

In Halensee, aus dem dortigen Tanzlokal kommend, stiegen ausgelassene Pärchen ein – eine andere Mädchenart und ein anderer Schlag junger Männer.

Endlich war man am Ziel, kam in das Getriebe der nächtlichen Friedrichstadt, suchte eine von Aschingers »Bierquellen« auf, die jetzt überall neu entstanden waren. Und dann saß man in dem mit Spiegelglas ausgelegten Raum, aß Bockwurst mit Kartoffel- und Schusterjungen mit italienischem Salat, spendierte den Damen Kaviarbrötchen, Tartar-Beefsteak und echte Kulmbacher.

»Jehen wir dann noch in ’n Café?« erkundigte sich Theo.

»Nein, Jrete muß früh zu Hause sein, sonst schimpft Mutter« erklärte die ältere Schwester.

»Ich will aber noch ...«, maulte die jüngere, die allmählich Geschmack an diesem Dasein bekam; doch Miezes Widerstand gab den Ausschlag. Es ging nach der Luisenstraße. Die Händler boten den Pärchen auf Schritt und Tritt Wachsstreichhölzer an, Apfelsinen- und Blumenverkäufer drängelten sich ihnen auf, fanden aber keine Beachtung.

»Is es ex?« fragte Mieze. Und als Theo nicht gleich antwortete, sagte sie: »Ja – es ist ex! Immer, wenn mir einer zuredet, daß ich noch Liptauer Käse jarniert essen soll, dann ist es aus. Ich weiß nicht, wie das kommt, aber Liptauer ist mein Verhängnis!«

Als er noch immer schwieg, sagte sie: »Theo, quäl dir nicht, mir was vorzuspinnen! Ich weiß, was ich tue: Ich jeh’ von jetzt ab nach Halensee tanzen!«

»Das tust du nicht, Mieze!«

»Doch – und wenn du mir dann später mal im Café National wiedersiehst, brauchst du mir ja nich zu beachten. Aber einmal will ich dir doch noch als Mieze küssen, die du kennenjelernt hast – komm, hier in das dunkle Haustor, da sieht’s Jrete nich!«

3

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Koblanks Kinder»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Koblanks Kinder» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Erdmann Graeser - Berlin WW
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Eisrieke
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Koblanks
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Der blaue Amtsrichter
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Spreelore
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Leipzig - wie ich es sah
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Das falsche Gebiss
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Eugenie Erdözy
Erdmann Graeser
Erdmann Graeser - Zur unterirdischen Tante
Erdmann Graeser
Отзывы о книге «Koblanks Kinder»

Обсуждение, отзывы о книге «Koblanks Kinder» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x