Denis Prodanov - Zwischen zwei Feuern

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Die jüdische Bevölkerung des Russischen Kaiserreichs war bereits vor dem Russischen Bürgerkrieg jahrhundertelang Marginalisierung, Anfeindung und Verfolgung ausgesetzt. Doch insbesondere während des Bürgerkriegs kam es im Russischen Kaiserreich zu Pogromen und Übergriffen gegenüber Jüdinnen und Juden. Die sowjetische Regierung setzte nur zögerlich Schritte, um Antisemitismus und Pogrome einzudämmen. Nicht nur die Mehrheitsbevölkerung, auch das neue Regime und die Armeen waren stark antisemitisch geprägt. Während sich Jüdinnen und Juden einerseits mit grausamen Übergriffen durch weiße Truppen ebenso wie durch Zivilistinnen und Zivilisten konfrontiert sahen, wurden sie andererseits auch durch das neue System angefeindet. Schutz fanden sie nirgends: Die jüdische Gemeinde fand sich zwischen zwei Feuern wieder.

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Kurz vor dem Oktoberputsch fand vor dem Hintergrund von Zerstörung und der Verbreitung von antijüdischer Stimmung im Land eine Konferenz jüdischer Soldatenvereinigungen in Kiew statt. Auf dieser Konferenz wurde der Beschluss gefasst, den Allgemeinen Bund Jüdischer Soldaten in Russland sowie den Allgemeinen Bund Jüdischer Selbstverteidigung zu gründen. Der Vorsitzende der Konferenz, Joseph Trumpeldor, war ein bekannter Aktivist der Zionistischen Bewegung. Angesichts der anhaltenden Pogrome ernannte ihn das Militärrevolutionäre Komitee zum Vorsitzenden der ersten jüdischen Organisation zur Selbstverteidigung in Petrograd. Im Dezember 1917 frohlockte Trumpeldor in einem Brief: „Ich habe Erlaubnis, die erste jüdische zusammengelegte Einheit zusammenzustellen. Sie hat die Größe eines Bataillons von etwa tausend Mann … Ihre wichtigste, aber nicht einzige Aufgabe ist, gegen die Massaker anzukämpfen, die gegen Juden verübt werden.“ 36Nur ein paar Wochen später wurde die Jüdische Einheit im Jänner 1918 von den Bolschewiken aufgelöst.

Ab dem Oktober 1917 legten die Bolschewiken eine unverhohlen zweideutige Einstellung nicht nur gegenüber jüdischer Selbstverteidigung, sondern zum Judentum als Ganzes und zu jüdischem gesellschaftspolitischem Leben als solches an den Tag. Die Gründe dafür waren folgende: Erstens hieß die überwältigende Mehrheit jüdischer Organisationen und Parteien den Oktoberputsch nicht nur nicht willkommen, sondern war ihm gegenüber extrem kritisch eingestellt. Zweitens betrachteten die Bolschewiken die Welt vom Standpunkt einer Einparteiendiktatur und totaler ideologischer Kontrolle. Die populären Bündler und Zionisten stellten für das Regime innerhalb der jüdischen Gesellschaft dieselbe Konkurrenz dar wie Sozialistische Revolutionäre und Menschewiken innerhalb der russischen Mehrheitsgesellschaft. Die orthodoxen Juden verursachten dieselbe Abneigung vonseiten der atheistischen Kommunisten wie die Russisch-Orthodoxe Kirche.

Der erste gesamtrussische Kongress der Jüdischen Gemeinden

Die Behörden beschlossen, hinsichtlich all der Themen, die die jüdische Bevölkerung betrafen, einen Kongress abzuhalten. Dieser erste gesamtrussische Kongress der Jüdischen Gemeinden wurde 1917 bis Anfang 1918 vorbereitet. Der Kongress wurde zwischen dem 30. Juni und dem 4. Juli 1918 in Moskau abgehalten. Sein Verwaltungsorgan, das Zentralbüro „Gemeindezentrum“, wurde gewählt. Seine Aufgabe waren die Koordination der Arbeit jüdischer Institutionen und das Schaffen einer Grundlage für jüdische nationale Autonomie in Russland. Das politische und gesellschaftliche Leben der jüdischen Gemeinde war zu diesem Punkt dank den Maßnahmen der Übergangsregierung verhältnismäßig reich und divers. Es umfasste Parteien wie die Zionisten, Bundisten, Repräsentanten von Agudat Jisra'el, Geeinte Sozialisten, Poale Zion, Parteilose, Mitglieder der Folkspartei und auch orthodoxe Juden.

Dem Gesamtrussischen Jüdischen Kongress wohnten 133 Delegierte bei, wobei nur zwei die Ukraine und Weißrussland repräsentierten. Seit dem Abkommen von Brest-Litowsk waren diese Gebiete von Deutschen besetzt und vom sowjetischen Russland abgeschnitten. Die bolschewistischen Institutionen, die aus dem Jüdischen Kommissariat und dem Volkskommissariat für Nationalitäten unter dem Vorsitzenden I. W. Stalin bestanden, waren mit dem Kongress unzufrieden. Sie wagten aber nicht, die demokratische Versammlung zu verbieten. Erst im Sommer 1919 unter Zunahme der Diktatur veröffentlichte das Jüdische Kommissariat einen Erlass zur Schließung aller Gemeinden sowie zur Schließung des „Gemeindezentrums“. 37

Die Bolschewiken erweckten, da sie Marxisten und Internationalisten waren, den Anschein, mit den jüdischen Arbeiterschaften und dem Anliegen ihrer Befreiung zu sympathisieren. Deswegen instruierte der Zweite Allrussische Kongress der Räte der Abgeordneten der Arbeiter, Soldaten und Bauern die Räte im ganzen Land, „sofort die energischsten Maßnahmen zu setzen, um konterrevolutionäre Sprache, ‚antijüdische‘ und andere Pogrome zu verhindern“ 38. Der Kongress betonte auch in seinem Beschluss vom 26. Oktober 1917: „Die Ehre der Revolution der Arbeiter, Soldaten und Bauern verlangt, dass keine Pogrome erlaubt sind.“ 39

Erlasse wie diese waren vonseiten der Behörden die Norm. Trotzdem war die Haltung des Regimes gegenüber religiösen Praktiken von Juden und Jüdinnen, ihren kulturellen Bräuchen und Traditionen extrem dogmatisch und von Ignoranz und Intoleranz gekennzeichnet. Alle Versprechen der Bolschewiken, was die Selbstbestimmung von Nationen und Ethnien, Glaubensfreiheit, Religionsfreiheit und Versammlungsfreiheit betraf, waren rasch vergessen oder wurden, um genauer zu sein, von radikaler Schikane durch marxistisch-leninistische Theorie abgelöst. Die Diktatur unterdrückte Menschenrechte und Dissens, führte Verhaftungen und Beschlagnahmungen durch. Juden und Jüdinnen waren in dieser Hinsicht keine Ausnahme.

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