Der Eifersüchtige tat sich nicht genug im Herabsetzen des Gegners, im Ansturm auf dieses unbesiegbare Herz. „Sie konnten ihm schreiben! Nach allen Ihren Versprechungen! Sie dürfen nie wieder sagen: Ich werde tun. Sie sollen sagen: Ich tue. Entschließen Sie sich, Herrin, nur einen Diener zu haben.“
Er stöhnte auf. Beide Hände um die Stirn gepreßt, lief er hinaus. ,Ich kann nicht tiefer sinken‘, fühlte er.
In dem alten Garten erwartete ihn Pastor La Faye. Henri, diesen sehen, und der Zusammenhang seines Unglücks mit seiner Schuld betraf ihn derart, daß er am Fleck anhielt. Der Pastor stand zehn Schritt davon, unter Bäumen. „Die arme Esther ist tot“, sprach er.
Henri senkte das Kinn auf die Brust, er verharrte lange genug wortlos, daß dem alten Mann dort drüben im Schatten nicht geheuer wurde. Er sagte: „Und wär es auch Ihre größte Schuld, Sire! Die arme Esther hat den Sitz der ewigen Liebe erreicht.“
Henri erhob die Stirn, über die Wipfel hin bekannte er der Höhe: „In Tal Josaphat hatte ich zuletzt noch die Wahl“ — und entfernte sich schnell.
La Faye blieb traurig und entsetzt zurück. Der König hat gelästert. Der König ist verwirrt. Bereitet sich vor, die Religion abzuschwören, wagt aber den Vergleich mit dem Heiland, als er versucht wurde, und widerstand.
Erst später erfuhr Pastor La Faye: Tal Josaphat, so hieß das königliche Lager vor Chartres, und als eines Tages der König, mit Schlamm bedeckt, aus den Laufgräben stieg, wer wurde ihm auf einer Sänfte entgegengetragen? Das Wesen, vom Herrn erschaffen für seine unerforschlichen Absichten mit dem König.
Ein alter Protestant hätte nicht geglaubt, daß Gabriele d’Estrées ihrem Gefährten niemals zuredete, den Glauben zu wechseln. Henri selbst kannte die Wahrheit bis jetzt nur, soweit sie einfach im Sprechen und Verschweigen aufzufinden ist. Indessen gab er nachher an, wenn ein Vertrauter ihn über seine Bekehrung befragte: „Sire! Wer hat Sie eigentlich bekehrt?“ Gab an:
„Meine teure Herrin, die reizende Gabriele.“
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