Ursula Isbel-Dotzler - Der Schimmel im Moor

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Ragni hat eine seltsame Begegnung mit einem Schimmel im Moor um Burg Ricuin. Einen Augenblick später ist das Pferd plötzlich verschwunden. Was geht auf der Burg vor? Ist an den Geschichten um Geister und andere rätselhafte Ereignisse wirklich etwas dran?Ursula Isbel wurde 1942 in München geboren und lebt heute als freie Schriftstellerin in Sulzburg. Sie schreibt hauptsächlich Jugendliteratur für ein überwiegend weibliches Publikum, darunter mehrere Reihen über Reiterhöfe und das Leben mit Pferden.Unter dem Pseudonym Ursula Dotzler übersetzte sie außerdem viele Jugendbücher aus dem Englischen und dem Schwedischen.-

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Es war ein Zustand, den ich hasste und fürchtete; er begleitete mich wie ein Schatten, seit meine Mutter und Ralph verunglückt waren. Auch jetzt kämpfte ich dagegen an, versuchte, mich damit zu beruhigen, dass ich ja nicht allein hier war, dass mein Vater vielleicht schon wieder in unserer Ferienwohnung am Laptop sitzen würde, wenn ich zurückkam; doch die dunkle Wolke aus Einsamkeit und Angst war stärker. Sie senkte sich auf mich herab oder ich tauchte in sie ein, mit jedem Schritt, jedem Atemzug tiefer und tiefer.

Als ich stehen blieb und durchzuatmen versuchte, war mir, als sei der Ben Cruin, der über mir aufragte, den Gipfel in Wolken gehüllt, ein Spiegel, den die Natur mir vorhielt.

Ich lehnte mich gegen die Felswand, die den Pfad begrenzte. Der mit Flechten bewachsene Stein war seltsam warm, als wäre er voller Leben. Es tat gut zu weinen; das machte alles leichter. Traurigkeit und Tränen waren besser zu ertragen als diese panische Furcht vor dem Verlassensein.

Weil ich kein Taschentuch dabei hatte, benutzte ich ein paar Blätter, um mir die Nase zu putzen, und rieb meine nassen, verquollenen Augen mit den Fäusten. Endlich ließ der Druck in meiner Brust nach.

Vielleicht verriet ein Rascheln, ein leises Knirschen von Steinen seine Gegenwart; vielleicht spürte ich auch nur seinen Blick. Denn als ich aufschaute, sahen wir uns direkt in die Augen.

Zuerst hielt ich ihn für einen Wolf, eines der letzten wild lebenden Geschöpfe, der hier in den Felsregionen und Hochmooren Zuflucht vor den Nachstellungen der Menschen gefunden hatte. Doch nach einigen Schrecksekunden begriff ich, dass er ein ganz gewöhnlicher Hund war, eine Mischung zwischen einem deutschen Schäferhund und einem Husky vielleicht, mit auffallend hellen Augen, graublau oder blaugrün. Sie standen leicht schräg und verliehen seinem Gesicht diesen wilden, wölfischen Ausdruck.

Er war sehr mager. Die Rippen seines Brustkorbs zeichneten sich deutlich unter dem zottigen, verfilzten grauen Fell ab. Er stand zwischen den Ginsterbüschen, ohne sich zu rühren, den Blick unverwandt auf mich gerichtet, als wollte er ergründen, ob ich Freund oder Feind war.

Ich liebe Hunde. Neben Pferden und Vögeln sind sie die Tiere, die ich am liebsten mag. Auch wir hatten einmal einen Hund, mein Bruder Ralph und ich, aber das war lange her.

»Hi!«, sagte ich leise. »Was machst du da? Beobachtest du mich schon länger? Unternimmst du einsame Streifzüge durchs Hochmoor?«

Eine leichte Bewegung seiner spitzen Ohren verriet, dass er aufmerksam zuhörte, doch er kam nicht näher. Er streunt, dachte ich; aber warum ist er so mager und so scheu?

Langsam ging ich in die Hocke und streckte die Hand aus. »Komm«, lockte ich. »Komm doch mal her, ich tu dir nichts, ehrlich. Ich bin ganz harmlos, du kannst mir trauen.«

Er setzte eine Pfote vor die andere, blieb dann aber wieder stehen. Seine ganze Haltung verriet, dass er im Zwiespalt war; dass er zu mir kommen wollte, zugleich aber von Argwohn und Vorsicht zurückgehalten wurde.

Eine Weile verharrten wir so und beobachteten einander. Dabei redete ich immer weiter, mit halblauter, sanfter Stimme; und ich wusste, er hörte mir zu.

Dann erinnerte ich mich an die Scones, die ich beim Bäcker gekauft hatte, je zwei für meinen Vater und mich, falls wir am Nachmittag miteinander Kaffee tranken. Sehr vorsichtig streifte ich die Riemen meines Rucksacks ab.

Die Bewegung schien ihn zu erschrecken, denn er wich zurück, ein kleines Stück nur. Dann blieb er wieder stehen.

»Du hast sicher Hunger«, sagte ich. »Schau, hier hab ich was für dich. Du bist so schrecklich dünn. Pass mal auf…« Dabei zog ich die Tüte aus dem Rucksack. Er sah mir zu, fluchtbereit, aber auch voller Interesse. Als ich eines der Rosinenbrötchen aus der Tüte holte, auseinander brach und ihm die beiden Hälften auf der Handfläche entgegenstreckte, verwandelte sich der Blick seiner Augen.

Ich begriff, dass er von Hunger geplagt war, dass der Duft des noch warmen Gebäcks ihm in die Nase stieg, dass er aber gleichzeitig fürchtete, ich könnte ihn in eine Falle locken wollen.

Ich wartete lange, aber er kam nicht. Dann wollte ich ihn nicht weiter auf die Folter spannen. Ich nahm alle vier Scones aus der Tüte, teilte sie in der Mitte und legte sie auf die Steine am Rand des Pfades. Dann stand ich langsam auf.

»Also gut«, sagte ich. »Ich gehe jetzt, damit du in Ruhe fressen kannst. Vielleicht begreifst du dann auch, dass ich nicht gefährlich bin.«

Ich wandte mich um und ging den Weg zurück, den ich gekommen war. Ehe der Pfad um einen Felsvorsprung führte, machte ich wieder Halt und sah über die Schulter zurück. Er fraß jetzt die paar Bissen, die ich ihm hingelegt hatte, nein, er schlang sie hinunter, geduckt, mit angelegten Ohren.

Voller Mitleid beobachtete ich ihn und wünschte, ich hätte mehr bei mir gehabt, Wurst oder Fleisch oder eine Dose Hundefutter; doch die Scones waren besser als nichts. Damit tröstete ich mich und ging zögernd weiter.

Er blieb hinter dem Felsvorsprung zurück. Ich überlegte, was ich tun sollte. Der Hund schien herrenlos zu sein, er hatte offensichtlich niemanden, der sich um ihn kümmerte. Und es war ihm wohl nicht gut ergangen bei seinen früheren Besitzern, wer immer sie auch gewesen sein mochten. Ob es hier in der Nähe von Glengarth ein Tierheim gab? Doch wenn ja, wie hätte ich ihn dorthin bringen sollen? Und hatte er in einem Tierasyl wirklich bessere Chancen als in der Freiheit?

Als ich mich wieder umdrehte, sah ich, dass er mir folgte. Ich blieb stehen und er tat das Gleiche, so als müsste er einen bestimmten Abstand zwischen uns einhalten.

Das ging eine ganze Weile so. Ich ging ein Stück, sah mich um, er folgte mir; ich blieb stehen, da hielt auch er inne, den Kopf geduckt, den Blick seiner schräg gestellten hellen Augen unverwandt auf mich gerichtet.

»Ich hab nichts mehr für dich«, sagte ich schließlich. »Aber wenn du auf mich wartest, komme ich wieder und bringe dir noch etwas. Hast du verstanden? Warte hier auf mich, ja? Es dauert nicht lange.«

Doch er folgte mir weiter, immer im gleichen Abstand, bis zu der Stelle, wo der steinige Pfad in die Landstraße mündete, die nach Glengarth führte. Hier war jede Menge Verkehr; Autos, Busse und Motorräder rauschten an uns vorbei, den Hügel hinauf und hinunter.

Ich bekam Angst, der Hund könnte plötzlich über die Fahrbahn laufen und vor die Räder eines Wagens kommen, aber er schien die Gefahr zu kennen. Er blieb einfach beim Ortsschild stehen, als hätte ich ihm befohlen, dort zu warten.

Im Supermarkt kaufte ich zwei Dosen Hundefutter, die eine Art Ring mit Lasche zum Öffnen hatten; dazu ein billiges Taschenmesser. Damit rannte ich über die High Street zurück, den Hügel hinunter, und überquerte die Landstraße.

Er stand noch an der gleichen Stelle. Im Näherkommen schien es mir, als würde er leicht mit dem Schwanz wedeln, als er mich sah; aber vielleicht bildete ich es mir auch nur ein.

»Hi!«, sagte ich atemlos. »Da bin ich wieder. Schau mal, was ich mitgebracht habe. Das schmeckt dir sicher.«

Ich ging nicht direkt auf ihn zu, sondern machte einen kleinen Bogen um ihn, damit er sich sicher fühlte. Diesmal wich er nicht zurück. Er beobachtete mich aufmerksam, während ich ein paar Schritte von ihm entfernt bei einem Busch stehen blieb und die erste Dose öffnete. Mit dem Taschenmesser stocherte ich den Inhalt heraus und kippte ihn auf einen flachen Stein. Dann trat ich zur Seite.

Er hatte die Nase erhoben, schnupperte, sah mich an, zögerte kurz und kam dann zu mir her. Ich bewegte mich nicht und hielt unwillkürlich den Atem an. Dann murmelte ich: »Keine Angst, ich bin harmlos. Vor mir brauchst du dich nicht zu fürchten.«

Er sah von mir zu dem Häufchen dunkler, öliger Brocken, die für meine Begriffe nicht gerade appetitlich rochen. Im nächsten Augenblick begann er zu fressen.

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