Rudolf Stratz - Panik in Odessa

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Voll sind die langen Züge zwischen Kiew und Odessa. Unterwegs ist das Heer des Zaren – der Nachschub für den Türkenkrieg auf dem Balkan und an der Donau. In einer Nacht im Herbst 1887 sind an einen der langen Transportzüge auch Wagen für Zivilreisende angehängt. Unter den Passagieren herrscht Aufregung: Eine junge Frau wird im Abteil eines reichen Kaufmanns überrascht, der offensichtlich ermordet wurde. Für die Mitreisenden der ersten Klasse, General Schischko und Fürst Duchowski, ist der Fall mit der Verhaftung geklärt. Dass alle Papiere des Toten verschwunden sind, scheint nebensächlich. Doch in Odessa ermittelt der Deutsche Paul vom Winde im Auftrag der Krone weiter. Schon lange ist er auf der Spur der dubiosen Kriegslieferantenfirma des Toten Ruben und seiner Kompagnons Wainstein und Chammeles. Gerade ist wieder eine Lieferung Schlachtvieh für die Truppen des Zaren verschwunden. Als Paul sich auch noch auf die Suche nach dem ominösen roten Buch von Ruben macht, das unter den verschwundenen Papieren war, bricht in Odessas Geheimkabinetten Panik aus. Hat nicht jeder Geschäfte mit Ruben, Wainstein und Co gemacht? Trotz der Warnung der klugen Generalstochter Nadeschda Schischko lässt Paul nicht locker. Aber im zaristischen Russland gehen die Uhren anders …-

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Der Polizeimeister brummte etwas vor sich hin. Dann gab er einen Wink, Haja Perlstein abzuführen. An ihrer Stelle erschien, von einem ganzen Trupp Gendarmen umringt, der Sackträger Morduch Izaaks auf der Schwelle. Der rothaarige Simson war jetzt ganz ruhig. Er überragte mit seiner Riesengestalt alle andern im Zimmer. Aber er senkte das bärtige Haupt. Er sprach sehr bescheiden und höflich.

„Herr: Wie sollte Haja mir Papiere gebracht haben? Was soll ein Barfüssler wie ich mit den Papieren eines grossen Herrn? Hätte ich mich an diesem Herrn vergriffen, so hätte ich sein Geld genommen, nicht beschriebene und bedrudte Blätter, die ich nicht lesen kann. Aber ich habe die ganze Nacht im Wagen dritter Klasse nahe beim Ofen gesessen und mich gewärmt. Alle bezeugen’s!“

„Man wird sehen!“ sprach der Polizeimeister missmutig. Er schaute unschlüssig vor sich hin. Es war, als ob er seiner Sache nicht so redit sicher sei. Endlich befahl er kurz und barsch:

„Ab mit ihm!“

Als Morduch Izaats mit dem schweren Klatschen seiner blossen Hornsohlen den Raum verlassen hatte, wandte der Stadtgewaltige seinen düstern Graukopf zu Borel Channeles, der nervös mit den schwärzlichen Nägeln auf der Tischplatte trommelte und in lautlosem Selbstgespräch die hängende Unterlippe bewegte.

„Hier wertlose Papiere — dort schöne Rubelchen!“ sagte er. „Erwägen Sie selbst, Herr Channeles: Wonach wird solches Volk zuerst greifen?“

„Ungeschickte Leut’!“ Der Kriegslieferant zuckte kränklich die Achseln.

„Goldhändchen ist gewandt! Es ist und bleibt da ein Widerspruch!“

„. . . der sich so leicht lösen lässt, Euer Wohlgeboren!“ sagte eine hohe, einschmeichelnd weiche Männerstimme. Ein bleicher, blondbärtiger Mensch in umgedrehtem Schafpelz und geschmierten Schaftstiefeln war, die schwarze Schirmkappe in der Hand, leise durch den Türspalt hereingeschlüpft. Sein Antlitz mit den ausdruckslosen blauen Augen und der breitflügeligen Nase lächelte unterwürfig und geschmeidig.

„Deinem Eifer, Antoschka, ist es zu danken, dass diese Pestratte, das Goldhändchen, endlich in die Falle ging!“ sprach der Polizeimeister vertraulich zu dem Geheimagenten. „Du warst der erste an Ort und Stelle! Kannst du erklären . . .“

„. . . warum das Gesindel nach dem Mord zuerst die Brieftasche stahl?“ Antoschka machte eine eindringliche Bewegung mit Schultern und Armen, als müsse der Zusammenhang doch dem ersten besten Zigeuner einleuchten. „Die beiden vermuteten in der Brieftasche das Geld. Sie forschten gar nicht weiter. Jeder grosse Herr trägt sonst sein Geld in der Brieftasche. Als sie darin nur wertlose Papiere fanden, warfen sie sie zum Zugfenster hinaus, um keinen Beweis ihres Verbrechens bei sich zu führen, und Haja Perlstein schlich noch einmal zu der Leiche zurück, um an ihr nach dem Geld zu suchen, und wurde dabei von mir ertappt. Dies ist doch so einfach, Euer Wohlgeboren!“

„Ja. Das begreift sich!“ nickte der Polizeimeister erleichtert. „So ist es gewesen. Man sieht klar!“

„Man sieht klar!“ wiederholte Borel Channeles hoffnungsvoll und erhob sich. Er atmete tief auf. „Irgendwo in der Steppe, an der Eisenbahn, liegen die Papiere. Es wird darauf regnen. Sie werden schmutzig von der Erde. Der Wind wird sie dahin und dorthin treiben — die Papiere! Sie werden bald unkenntlich sein. Sie werden überhaupt nicht mehr sein – die Papiere! Auf Wiedersehen!“ Er schüttelte dem Polizeimeister zum Abschied die Hand. „Weh geschrien um den Ruben! Aber mir ist doch, als wär’mir eine Schiffslast vom Herzen gefallen!“

Er fuhr durch die Moldawanka, die berüchtigte Vorstadt Odessas, voll von Hehlern, Stehlern, Dirnen, Bummlern. Er, der mächtige Mann, wohnte ganz da draussen verkrochen bei kleinen Leuten, einem Schulklopfer und seiner vielköpfigen Familie. Er sah sich befriedigt um. Es war da Gezeter in den niederen Häusern. Gruppen von Gaffern auf der Strasse. Kaftanträger, tatarische Hausierer, langmähnige Russen, alte Pfandleiherinnen wurden von Stadtsoldaten zur Wache getrieben. Der Polizeimeister liess reihenweise alles verhaften, was irgendwie der Mitwisserschaft an der Ermordung Avrom Rubens verdächtig erscheinen konnte.

„So ist’s recht!“ sprach Channeles zu dem Kutscher Mowsche Nimmersatt auf dem Bock. „Er soll nur zugreifen und uns von allen schlechten Leuten befreien!“

In seinem dürftigen Zimmer rieb er sich frostig die Hände. Er frug einen Mann, der auf ihn wartete:

„Du warst heut’ morgen auf dem Bahnhof?“

Der Schneider Salme Mandelkern nickte sehr besorgt. Er chaute sich um, ob auch niemand zuhörte, und raunte geheimnisvoll:

„Er is da!“

„Wer is da . .?“

„ . . . Von dem uns unsere Leut’ aus Petersburg telegraphiert haben, dass er im Auftrag der Geheimen Staatspolizei nach Odessa unterwegs sei . . .“

„Minde heisst er!“ murmelte Channeles voll Abscheu. „Ä Deutscher!“

„Heute morgen is er mit dem Zug angekommen und mit dem Fräulein Förster in die Stadt gefahren. Der Oberkonduktor vom Zug hat ihn mir gezeigt. Er hat seinen Pass gesehen. Ä grosser Geheimpass!“

„Und was tut er in Odessa?“

„Weiss m’rs?“

Die beiden schauten sich bang an. Dann sagte Channeles:

„Nü: Er hat doch seine Verwandten in Odessa! Er wird mit dem Fräulein Förster in die Oper fahren. Er wird im Hotel London mit ihr soupieren!“

„Braucht man dazu ä Geheimpass?“

„Recht haste, Mandelkern!“ sprach der Kriegslieferant bekümmert. Er ging unruhig im Zimmer auf und ab.

„Irgend etwas hat der Mann vor!“ murmelte er. „Irgend etwas hat er vor!“

„Nü — wenn er neugierig is — braucht er nicht gerade bei uns neugierig zu sein!“

„Gottlob! Es gibt noch mehr . . . . !“ sagte Channeles verklärt und letzte sich an den Schreibtisch. „Aber man darf ihn nicht aus den Augen lassen — den Herrn vom Zehnten Departement. Ich verlass mich auf euch! Nun geh! . . . Ich hab’ zu tun!“ Er schrie weinerlich auf. „Der Ruben tot! Nun hab’ ich die ganzen Ochsenlieferungen allein auf dem Buckel!“

Vor Borel Channeles lagen in Stössen die Schriftstücke der Schlachtviehtransporte: die Abrechnungen der Ochsenaufkäufer in den Taurischen Steppen, die Tabellen aus dem grossen Sammellager in der Kolonie Katharinental in der Krim, die Übernahmequittungen im Hafen von Eupatoria nach dem Marsch der Herden über die Hochebene, die Schiffspapiere über die Verfrachtung der vielen Tausende von Rindern über das Schwarze Meer die Donaumündung aufwärts nach Galatz und Braila und jetzt der letzte Transport nach der Schlangeninsel. Das alles war vielfach gestempelt, mit den Unterschriften hoher Kontrollbeamter versehen, von den Hafenbehörden visiert, von der Kronrechnungskammer geprüft, bestätigt, bezahlt. Das war alles in bester Ordnung.

Und doch rechnete der Kriegslieferant Channeles noch einmal alles durch. Sicher war sicher. Das Zehnte Departement und sein Sendbote wollten ihm nicht aus dem Kopf, die Schlangeninsel, von der ab das Unheil die silbergrauen Büffelmassen verfolgte. Aber es ging alles mit rechten Dingen auf der fernen Schlangeninsel zu. Da stand es überall schwarz auf weiss zu lesen. Da waren die Protokolle der Schiffskapitäne, der Tierärzte, der Etappenkommandanten der rumänischen Küste.

Der Heereslieferant verschloss die Papiere und stand seufzend und doch innerlich befriedigt auf. Was liess sich der Ruben auch im Schlaf umbringen — der Schlemihl? . . . Jetzt, wo er tot war, verdiente man für zwei. Er drehte sich unwillig zur Türe.

„Gottes Wunder: Was platzt du mir so herein?“ frug er den Droschkenkutscher Mowsche Nimmersatt, der atemlos auf der Schwelle stand.

„Ich komm’ eben aus dem Hafen!“

„Heisst ’ne Neuigkeit!“ sagte Channeles geringschätzig.

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