Rudolf Stratz - Filmgewitter

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Spannender Roman aus der Zeit der Jahrhundertwende. Filmregisseur Götz Billing hat es satt, immer den gleichen Kitsch zu drehen. Als ein alter Bekannter ihm anbietet, für einen anonymen Auftraggeber einen neuen Film zu drehen, lehnt er daher nicht ab. Vor allem das sagenhafte Budget, das dem Regisseur zur Verfügung steht, ist verlockend. Doch das Projekt scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Beinahe-Unfälle, mysteriöse Anrufe und Erpressungen versetzen schon bald die gesamte Filmcrew in Angst und Schrecken. Irgendjemand scheint den Film unbedingt verhindern zu wollen. Nur wer oder was steckt da hinter?-

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„Nehmen Sie sich nur gleich ’ne Stange Gold für den grossen Mann mit!“

„Geld spielt keine Rolle! Ihnen zahl’ ich auch Ihren ganzen totgeborenen Film mit dem Schmerold! Reden Sie nix! Schon erledigt! Sie sollen keine Geldsorgen im Kopf haben, wenn Sie mir meinen Film drehen! Ach ja . . e Kleinigkeit . . sehen Sie da, Doktor . . bloss, eh’ ich’s vergess’. . . die Rolle da . . ,Die arme Mali’ . . .“

„Die arme Mali — eine Wiener Baroness . .“

„. . die möchť ich gern mit einer bestimmten Dame besetzen . . . Sie gönnen mir den Spass . .? Nu?“

Götz Billing lächelte. Er glaubte jetzt zu verstehen, um was es sich bei der ganzen Geschichte handelte.

„Ich habe Ihnen als Regisseur überhaupt keine Vorschriften zu machen“, sagte er. „Ich habe mit dem Manuskript und dem Darstellermaterial zu arbeiten, das Sie mir anvertrauen! Ich werde mir alle Mühe geben, aus der betreffenden Dame, für die Sie sich interessieren, das Beste herauszuholen. Richten Sie ihr, bitte, das aus!“

„Nu — sagen Sie’s ihr selbst! Ich weiss . . Sie ist augenblicklich auch in der , Stella’! Kommen Sie! Ich hab’ unten ’n Auto zu warten! Kommen Sie, Doktor . . . Kommen Sie. Ich hab’s eilig . . . mit den Geheimnissen von Stambuľ . . .“

II

Der Taxameter stoppte, mitten in Nüchternheit und Nebel Berlins. Rechts von der Toreinfahrt, deren grosse Eisengitter offen standen, prangte an dem bröckeligen Hausverputz in goldenen Lettern ein Rattenkönig von Filmindustrie — „Rühlke und Sohn“, eigentlich eine eingetragene Fouragefirma der Berliner Produktenbörse, der das Glashaus hinten im Hof, ursprünglich ein Tattersall, gehörte. Die Geschäftsräume der ,,Stella“-Film G. m. b. H., die eben darin arbeitete. Die mit ihr verschwisterte „Californian Moving Pictures Company“. Die „Two Worlds Comp. Ltd.“, die Verbindungsschleuse zwischen Berlin und New York über den Ozean für die Springflut des amerikanischen Imports. Tochtergesellschaften heckten dazwischen wie die Kaninchen — der „Linda Sabbadini-Film“ mit italienischem Einschlag, der „Bewiliw“, der Berlin-Wiener Lichtspiel-Verleih, das Büro Dimitrij Senestrys, des grossen Kino-Divus, im zweiten Hinterhaus das Kontor des. „Kosmos“, Spezialgeschäft für Plania, Chromo, Motor- und Dynamokohlen, und das Atelier Knille für Reklame-Diapositive. Es roch nach Dollars, nach Übersee. Man hörte den Wellenschlag des Stillen Ozeans an der Küste von Los Angeles branden, man sah im Geist draussen in der Welt Nigger und Malayen, Rothäute und gelbe Männer vor der zappelnden Leinwand kauern.

Ein Häuflein Menschen stand wie immer am Toreingang und lugte neugierig in den Hof. Es lagen da Schutthaufen von zerschlagenen goldenen Ornamenten in den Wasserpfützen, tiefgrün und himmelblau bemalte Holzgestelle wurden auf Leiterwagen geschichtet, ein Thronsessel mit vergilbtem, purpurnem Baldachin lehnte einsam im Regen neben einem altrömischen Zirkuswagen, davor hielten reihenweise innen im Hof die wartenden Privatautos der drinnen tätigen Filmprominenten, von der Limousine bis zum offenen Ford-Schnauferl.

Der Pförtner kannte Götz Billing und den kleinen Turkowitz und legte zwei Finger an den roten Mützenrand.

„Heuť is drinnen Irosskampftag, meine Herren!“ . . meldete er leutselig. „Na — Sie da . .“ Er fasste einen blassen, bärtigen, kleinen Mann am Zipfel des Radmantels. „Wat schlängeln Sie sich denn schon vom Tor ab hinter den beiden Herren her? Jehören Sie zu ihnen? Na — also . . marsch retour, Männeken! . . Hier is kein Kientopp! Dat Ilashaus is hermetisch jesperrt!“

Haushohe, mit grauer Leinwand bespannte Balkengerüste verdunkelten den Eingangsraum. Die beiden Filmmänner arbeiteten sich, an den Wirrwarr des Ateliers gewöhnt, durch einen Urwald beiseite geschleppter byzantinischer Gipssäulen, Sänften, Sessel, geschnäbelter Barken, künstlicher Palmen, an einem Käfig mit ein paar lebendigen, grossen, braunen Brummbären vorbei, zwischen Leitern und Farbkübeln, Holzsägen, Hämmern, Gewindebohrern, Latten auf den staubigen Bodendielen. Immer noch sperrte die verschlissene, graue Rückwand der Dekoration die Aussicht. Es leuchtete ein goldiges Mittelmeergeflimmer durch die Ritzen, als glühe dahinter die Sonne des Südens. Ein hundertfaches, undeutliches Stimmengewirr drang aus dem Innenraum, ein Stimmen von Instrumenten, wie während der Theaterpause in der Oper.

„Krauchen Sie ’mal da unten durch, Doktor!“ sagte Turkowitz, einen schweren, hinten mit Segeltuch gefütterten Altarvorhang aufhebend, und hielt sich die Hand vor die Augen. „Uff! Da sind wir . .“

Licht . . Licht . . Licht . . Licht von allen Seiten. Ströme von Licht. Dutzende von künstlichen Sonnen. Rollende, hohe Bretterwände mit einem ganzen Sternhimmel blendender Jupiterlampen. Mächtige, wie Backofen glühende Reflektoren warfen aus den Ecken von den Galerien lange, leuchtende Strahlenkegel in den Farbenrausch des Hofes von Byzanz, in das Gewimmel von weisser Menschenhaut, purpurnen, meerblauen, nilgrünen, goldgestickten Gewändern und kostbarem, schimmerndem alten Samt, silbernen Harnischen, hochgetürmten blonden und schwarzen Perücken, hunderten von rosig geschminkten, schönen Gesichtern von Männern und Frauen. Berlin lag draussen, am Vormittag, plötzlich fern, in wesenloser, grauer Regennacht — ein Nebelheim — ein Schattenreich. Hier badete sich die Welt in goldenem Licht und allen Regenbogenfarben. Hier war man am Marmara-Meer, im sechsten Jahrhundert, im Palast der Kaiserin Theodora von Byzanz, der gekrönten Zirkusdirne, des Bärenwärters Tochter. Dort oben, auf dem Thron, sass sie in unwahrscheinlicher Schönheit, das Diadem auf dem bleichen Rabenhaupt, und biss in ein Schinkenbrot.

„Nicht so laut — während der Spielpause!“ donnerte eine Männerstimme wie das jüngste Gericht über das farbige Gewühl. „Wenn einer hier brüllt — dann bin ich’s!“

Das war also der Regisseur. Götz Billing und Ted Turkowitz steuerten, durch Haufen von Hetären, Gladiatoren, Priestern, Wagenlenkern, dem Ort des Getöses zu. Da stand Jan Gruithusen, der Regisseur zweiter Weltteile, in Hemdsärmeln und aufgesträubtem Grauhaar, breitschulterig, mit dem bartlosen Antlitz eines gut gelaunten Preisboxers. Er schubste einige byzantinische Prinzessinnen beiseite — „Platz, Kinder!“ — und quetschte wuchtig Götz Billings Hand.

„Sie beehren mich post festum, Kollege! Ich mach’ heuť Schluss! Ich lass’ eben die letzten Aufnahmen entwickeln. Nun sehen Sie ’mal den Staub in der Luft — da müssen die Photographien ja säuisch ausfallen! Los . . . Wasserzerstäuber! . . So. . .“ Die Handspritze feuchtete mit feinem Dunst das Geflimmer der Sonnenstäubchen in den Lichtbahnen der elektrischen Lampen. „Sind die Platten noch nicht aus ’m Bad? . . Na — dann wollen wir ’mal ’n bisschen tanzen.“ Der Gewaltmensch klatschte befehlend in die Hände. „Leben in die Schatulle! Ich seh’ da lauter so langweilige Gesichter . . . steife Beine . . . Go on!“

Die Musik spielte einen Foxtrott. Die bunte Palette der Komparserie wogte. Wüstenheilige und Buhlerinnen, Zirkuskutscher und Prinzessinnen, Sterndeuter und Blumenmädchen schoben sich und verschränkten im Takt die sandalenbeschuhten Füsse. Jan Gruithusen warf einen Feldherrnblick über den Reigen und wandte sich wieder zu Götz Billing. Ted Turkowitz war inzwischen still wie ein schnürender Fuchs hinter dem tanzenden Hofstaat zu einem Beobachtungswinkel in der Ecke geschlichen und betrachtete von da funkeläugig das vielhundertköpfige Gewoge.

„Was macht denn Ihr Film, alter Billing? Wie? Schmerold unter den Rädern? Mensch — haben Sie ein unverschämtes Glück! . . Mit dem Schmarren hätten Sie sich nämlich um Ehre und Reputation gebracht!“

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