Irene Stratenwerth - Hurdy Gurdy Girl

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Luise Ludwig ist 17, als sie im Sommer 1863 in der Wetterau aufbricht. Für drei Jahre ist sie als Tanzmädchen bei einem sogenannten Landgänger verdingt. Diese Männer ziehen mit jungen Mädchen aus den verelendeten, hessischen Bauerndörfern in die Fremde, um sie zum Tanzen und Trinken zu vermieten -zunächst in Kalifornien, dann in British Columbia (heute Kanada). Dort, wo der Goldrausch massenhaft Männer anlockt, ist mit jungen Frauen viel Geld zu verdienen. Von einer Reise in die Neue Welt hat Luise lange geträumt, doch sie wird bitter enttäuscht: Mutterseelenallein strandet sie in einem Bordell in San Francisco. Nachdem ihr die Flucht ins kanadische Goldgräberland gelungen ist, will sie bald nur noch eins: zurück in die Heimat. Was sie auf ihrer abenteuerlichen Reise erlebt, was sie daraus lernt und wer ihr begegnet erzählt die Autorin historisch präzise und packend. Zum ersten Mal spielt ein Roman in der Welt, die vor über hundert Jahren viele deutsche Auswanderer anzog und manche reich machte.

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„Oha, wir haben eine Heilige unter uns!“, spottet Mathilde, „habe ich mir doch gleich gedacht, dass du ein ganz frommes Schäfchen bist.“ In einem Ton, der keinen Widerspruch duldet, bestimmt sie: „Heute Nacht bleibt Köberer bei uns. Im Wagen. Wenn wir ihn rausschmeißen, locken wir damit nur Aasfresser an.“

Die drei Mädchen starren sie erschrocken an.

„Keine Sorge. Der Alte kann euch jetzt nicht mehr antatschen.“

Zu viert teilen sie sich die schmale Ladefläche neben dem Leichnam und breiten, vor Kälte zitternd, Köberers Decke über sich aus. Luise, die direkt neben dem Toten zu liegen kommt, kann sich in dieser Enge kaum rühren. Die Haare stehen ihr zu Berge.

Seltsame Geräusche dringen von draußen herein. Das Rascheln, Trapsen und Jaulen im Wald klingt ganz anders als im Forst bei Langenhain. So oft haben Burschen ihr von den wilden Tieren hier oben erzählt. Riesige Bären, Luchse und Wölfe wagten sich manchmal bis zu den Hütten der Goldgräber vor. Außerdem schlichen Indianer durch die Wälder.

Schweißgebadet richtet sie sich auf: „Ich setze mich auf den Kutschbock und halte Wache. Dann könnt ihr jedenfalls schlafen.“

„So ein Quatsch!“, knurrt Mathilde gereizt, „willst du draußen den Lockvogel spielen? Leckeres, frisches Fleisch?“

Sie hat Recht. Und doch mag Luise keine Sekunde länger zwischen dem eiskalten Toten und den Mädchen eingequetscht liegen. Leise richtet sie sich auf, beginnt im Dunkeln herumzukramen und einen Wall aus Kisten und Bündeln am Fußende ihres Schlaflagers aufzuschichten. Als sie darüber krabbelt, um sich ganz hinten im Wagen quer zu legen, atmen die anderen drei erleichtert auf.

Zum Zudecken findet sie einen leeren Futtersack. Sie zieht ihre Knie bis zum Bauch hoch, schlingt die Arme darum und stemmt ihre Füße gegen die tragbare Drehorgel.

Einschlafen kann sie auch hier nicht. Sie zittert vor Angst und vor Kälte. Immer wieder kreisen ihre Gedanken um die Frage, was jetzt werden soll. Ob sie jemals nach San Francisco zurückkann? Und eines Tages sogar in die Heimat?

Luise erinnert sich noch ganz genau an Langenhain, an alle Gassen und Häuser, die Kirche, den Friedhof, den Brunnen, das Waschhaus, die Schule und das Schloss von Ziegenberg. Und die Menschen dort: ihre Namen, das Aussehen, die Kleidung, die Stimmen. Um sich die Zeit zu vertreiben, lässt sie ihre ganze Familie an sich vorbeispazieren: den Vater, die Mutter, die Dora und die Brüder. Dann die Nachbarn, den Pfarrer, den Bürgermeister und den Lehrer Faber. Die Mägde und Bauerntöchter im Waschhaus. Und alle Kinder, mit denen sie zusammen zur Schule gegangen ist.

Auch an die Frau, die ganz allein in einem Haus am Waldrand lebt und von allen in Langenhain „die Amerikanerin“ genannt wird, erinnert sie sich genau. Bettelarm sei diese gewesen und ein Waisenkind, so erzählten die Alten im Dorf, als sie mit einem Händler ins Land ging. Jahre später kam die Amerikanerin mit Taschen voller Geld zurück, kaufte einem verarmten Bauern seinen Hof ab und holte Handwerker aus Frankfurt, um das Wohnhaus fein herauszuputzen. Ihr Knecht, so hat Luise im Waschhaus aufgeschnappt, schlafe nicht immer bei den Tieren im Stall, sondern manchmal bei seiner Herrin im Bett.

Als Einzige in Langenhain hielt sie Pferde, und das anscheinend nur zum Zeitvertreib. An Sonntagen konnte man sie manchmal durch die Feldmark galoppieren sehen, angetan mit den Beinkleidern eines Mannes.

Einmal hat Luise mit ihr gesprochen. Als sie zum Wasserholen am Brunnen war, kam die Amerikanerin angeritten, schwang sich lässig aus dem Sattel und führte das Tier zur Tränke.

„Ganz schön heiß heute“, bemerkte sie grußlos und wedelte ein paar Fliegen weg.

„Guten Tag die Dame!“ Beinahe hätte Luise vor Ehrfurcht einen Knicks vollführt. Sie wusste nicht, was sich gegenüber einer Frau schickt, von der es hieß, sie besitze ein Schießeisen und wisse es auch zu bedienen.

„Fast wie drüben“, fuhr diese fort, als habe sie den artigen Gruß nicht bemerkt, „wie im Süden von Amerika, wo die Baumwolle wächst.“

„Ihr seid dort gewesen und habt es mit eigenen Augen gesehen?“ Luises Neugierde war stärker als ihre Scheu.

„Allerdings. Amerika ist phantastisch. Aber du musst dort alleine zurechtkommen. Da hilft dir keiner.“ Zum ersten Mal sah die Frau Luise direkt an: „Wenn du es wirklich wissen willst, fährst du am besten selbst hin.“

„Das wäre schön“, seufzte diese sehnsüchtig, „aber meine Eltern … der Vater bleibt in der Heimat. Hier ist unsere Scholle, sagt er. Der Herrgott hat uns nicht dafür gemacht, durch die weite Welt zu reisen.“

„Dann gehst du halt allein“, erwiderte die Amerikanerin aufmunternd, „junge Mädchen sind drüben immer gefragt.“ Luise starrte beklommen auf den dünnen Wasserstrahl, der aus dem Rohr in den Brunnen sprudelte.

„Setz einfach nur einen Fuß vor den anderen“, die Frau kletterte wieder auf ihr Pferd, „immer einen Fuß vor den anderen. So kommst du bestimmt an dein Ziel.“

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