2 STUNDEN
FÜR DEN TEIG
470 g glattes Mehl
1 Pkg Trockenhefe
1 TL Salz
1 EL Honig
230 ml lauwarmes Wasser
50 ml Olivenöl und 1 EL zum Einreiben
Mehl für die Arbeitsfläche
FÜR DIE FÜLLUNG
3 EL Sauerrahm
1-2 EL Bärlauchpesto (siehe Grundrezept »Pesto« auf Seite 182)
50 g geriebener Bergkäse
ZUBEREITUNG
Die Trockenhefe in Honig und lauwarmem Wasser auflösen und zugedeckt für 10 Minuten ruhen lassen. Danach Mehl, Salz und Olivenöl hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Bei mir erledigt das innerhalb von 5 Minuten die Küchenmaschine, es geht aber natürlich auch von Hand. Anschließend mit etwas Olivenöl einreiben und zugedeckt 1 Stunde lang rasten lassen. Der Teig verdoppelt in dieser Zeit sein Volumen.
In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: Bärlauchpesto nach dem Grundrezept pürieren und mit Sauerrahm sowie geriebenem Bergkäse in einer Schüssel verrühren.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen, ca. so groß wie ein Backblech. Großzügig mit der Füllung bestreichen und dann der Breite nach eng zu einer Rolle formen. Mit einem scharfen Messer daumendicke Stücke abschneiden und diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Achtung: Nicht zu eng platzieren, denn die Schnecken gehen beim Backen auf!
Die Bärlauch-Schnecken noch mit etwas Milch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Umluft für 15-20 Minuten backen, bis sie eine schöne Farbe bekommen.
Das Veilchen ist eines der ersten Blümchen, das im Frühling die Wiesen bunter macht. Es eignet sich nicht nur grandios als Bienenfutter, sondern kann auch in der Küche raffiniert verarbeitet werden.
ZUTATEN
2 TAGE
3 Handvoll Veilchenblüten
Saft einer Zitrone
4 EL Zucker
ZUBEREITUNG
Die Blüten vorsichtig unter fließendem Wasser abspülen und in ein großes, steriles Glas mit mindestens 1 Liter Fassungsvermögen füllen.
In einem Topf in 1 Liter Wasser 4 EL Zucker und den Zitronensaft auflösen und zum Kochen bringen. Auf mittlerer Stufe 5-10 Minuten leicht köcheln lassen und anschließend über die Veilchen gießen.
Bei Raumtemperatur 48 Stunden ziehen lassen. Täglich mehrmals umrühren, damit sich kein Schimmel bilden kann. Nach Ablauf der 48 Stunden Ruhezeit abgießen und in sterile Flaschen füllen.
Tipp 
Achte beim Pflücken darauf, nicht zu viel abzuernten und einen Teil für die Bienen zurück zu lassen – nimm immer nur so viel wie du tatsächlich benötigst. Und pflücke an den Stellen, die nicht von Hunden und Katzen als Toilette benutzt werden.
Mini-Pavlova
mit pinkem Rhabarberkompott
ZUTATEN FÜR 6-8 MINI-PAVLOVAS
2 ½ STUNDEN
FÜR DIE MINI-PAVLOVAS
3 Eiklar
150 g Staubzucker
Prise Salz
2 TL Saft einer Zitrone
FÜR DIE FÜLLUNG
200 ml Schlagobers
FÜR DAS RHABARBERKOMPOTT
2-3 Rhabarberstiele
200 ml Rote-Rüben-Saft
Staubzucker zum Bestreuen
ZUBEREITUNG
Eiklar - sehr sauber getrennt und zimmerwarm - mit einer Prise Salz steif schlagen. Zucker nach und nach zugeben und die Masse immer weiter schlagen, bis sie schnittfest ist. Zum Schluss den Zitronensaft vorsichtig unterziehen.
In einen Dressiersack mit Tülle füllen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech kleine Nester aufdressieren. Im vorgeheizten Backofen bei 120 °C Umluft für 60 Minuten trocknen lassen, danach ausschalten und für eine weitere Stunde im Ofen belassen. Die Mini-Pavlovas sollten kross, aber nicht zu sehr gebräunt sein.
PINKES RHABARBERKOMPOTT
Damit der Rhabarber pink wird, gibt es einfachen Trick. Anstatt das Kompott in Wasser einzukochen, wird der Rhabarber in Rote-Rüben-Saft gegart. So nimmt er zum einen die Farbe auf und wird kräftig pink, zum anderen bekommt er dadurch einen herrlich süßen Geschmack und muss nicht zusätzlich mit Zucker eingekocht werden.
Rhabarberstiele schälen und in 3 cm kleine Rauten schneiden. Diese in einem Topf mit Rote-Rüben-Saft bedecken und auf mittlerer Stufe weichkochen. Anschließend überkühlen lassen.
Die ausgekühlten Pavlovas auf einer Platte anrichten. Schlagobers steif schlagen und in die kleinen Nester füllen, sodass oben ein Häubchen entsteht. Auf dem Schlagobers einige Löffel vom pinken Kompott verteilen und zum Schluss mit etwas Staubzucker bestreuen.
Jeden Frühling warte ich schon sehnsüchtig auf die gelben Köpfchen, die sich Richtung Sonne strecken. Löwenzahn verarbeitet zu Wiesenhonig ist mein liebster Allrounder in der Küche. Er schmeckt nicht nur als Brotaufstrich wunderbar, sondern kann auch zum Kochen und Backen, statt Bienenhonig oder Reissirup, eingesetzt werden. Ich nehme mir nur kleine Mengen und lasse den Rest der Köpfe stehen. Die Bienen sind nach dem kalten Winter nämlich besonders hungrig und benötigen dringend Futter.
ZUTATEN
2 TAGE
3-4 Handvoll Löwenzahnblüten
1 kg brauner Zucker
2 Zitronen
1 Orange
1 Liter Wasser
ZUBEREITUNG
Die Löwenzahnblüten möglichst bei Sonnenschein pflücken, wenn die Köpfe offen sind, also am besten um die Mittagszeit. Zu Hause gründlich waschen und vom restlichen Grün befreien.
In einen Topf geben und mit 1 Liter Wasser aufgießen. Die Zitronen und die Orange in Scheiben schneiden und hinzugeben. Die Mischung sollte nun für 2 Stunden ziehen. Danach lässt man sie kurz aufkochen und anschließend noch mal ziehen.
Ist sie abgekühlt, kommt der Topf für 24 Stunden in den Kühlschrank. Zwischendurch immer mal wieder umrühren. Nach 24 Stunden abseihen und durch ein Leinentuch pressen, sollte kein feines Sieb vorhanden sein.
Die Flüssigkeit nun unter Zugabe von 1 kg Zucker langsam und gemächlich einkochen, bis die Zuckermischung zähflüssig ist und die typisch dunkle Farbe von Honig angenommen hat - bei mir dauert der Vorgang insgesamt ca. 4 Stunden bei mittlerer Hitzestufe.
Solange der Löwenzahn-Honig heiß ist, in verschraubbare Gläser abfüllen und erkalten lassen.
Wenn es sommerlich warm ist, braucht es keine schweren Gerichte, sondern Salate und erfrischende Speisen, um nicht vollkommen übersättigt zu sein. Ein herrliches Tzatziki mit Joghurt und Radieschen ist da genau das Richtige - es schmeckt fantastisch als Beilage zu Gegrilltem, eignet sich aber genauso gut als kleine Mahlzeit mit frischem Brot oder Naan (siehe »Zucchini-Naan-Brot mit Mohn« auf Seite 78).
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