Chicala
Coralibe
Cortes
Cortez
Ebano verde
Ebene vert
Flor amarillo
Groenhart
Guayacan (polvillo)
Hakia
lpe (roxo) 2
lronwood 3
Lapacho
Lapacho negro
Madera Negra
Pau d’Arco 4(roxo)
Polvillo
Surinam greenheart
Tabebuia
Taheebo
Tahuari
Tahua
Tahuari
Taji
Tamura
Verdecillo
Die korrekte botanische Bezeichnung lautet:
Familie: |
Bignoniceae |
Tribus: |
Tecorneae |
Gattung: |
Tabebuia Games ex DC . |
1Bogenstock, weil er wegen seiner herausragenden mechanischen Eigenschaften bereits von den Inkas gern als Material zum Schnitzen von hochbelastbaren Jagd- und Kampfbögen eingesetzt wurde.
2„lpe“ ist ein portugiesisches Wort für „Rinde“ und „roxo“ heißt „rot“
3Eisenholz, wegen seiner großen Härte
4Bogenstock oder Bogenbaum
Diese Liste von Synonymen habe ich erstellt, weil Lapacho unter zig verschiedenen Namen angeboten und beschrieben wird. Gemeint ist aber im Prinzip immer dasselbe Gewächs. Zu Beginn meiner Erkundungen war das für mich sehr verwirrend. Wer auf eigene Faust weiter forschen will, hat es mit dieser Liste viel leichter. In populärwissenschaftlichem Zusammenhang und im Handel sind die Namen Lapacho in Europa, Pau d’Arco in den USA und Kanada und lpe Roxo und Pau d’Arco in den portugiesischsprachigen Ländern am meisten verbreitet.
1Es gibt etwa ein halbes Dutzend Variationen in Zentralamerika, über 70 in der Karibik und mehr als 20 in Südamerika.
Kapitel 2
Die Heilkräfte des Lapachobaumes werden entdeckt
Die erstaunliche Heilkraft der Lapacho-Rinde wurde erstmals durch den Wissenschaftler, Arzt und Pharmakologen Prof. Dr. Walter Accorsi (Universität von Sao Paulo, Brasilien), den Botaniker Dr. Theodoro Meyer und den Arzt Dr. Praz Ruiz in Argentinien bekannt.
Professor Accorsi widmete sein Leben seit dem Beginn seiner beruflichen Laufbahn als Botaniker der Erforschung von Heilpflanzen. Weit über die Grenzen Brasiliens war er für sein enormes diesbezügliches Wissen bekannt und auch bei Kollegen aus der Medizin und der Pharmaindustrie als Experte geschätzt.
Bei der Untersuchung der inneren Rinde des Lapachobaumes traf er schnell auf zwei wesentliche, therapeutisch nützliche Eigenschaften: Einerseits brachte sie Schmerzen zum Verschwinden, andererseits bewirkte sie zugleich einen deutlichen Anstieg der Zahl der roten Blutkörperchen. Ihre Aufgabe ist es, den Sauerstoff zu den Zellen des Körpers zu transportieren. Damit ist die Menge der roten Blutkörperchen von essentieller Bedeutung für Gesundungs- und Regenerationsprozesse aller Art und ebenso für die grundlegende Vitalität des Organismus. Lapacho wirkt unter dieser Perspektive ähnlich wie eine Sauerstoffkur. Im Vergleich dazu auch: „ Kapitel 3– Deshalb ist Lapacho so wirksam“.
Überzeugt von einer Unzahl belegter Heilungsgeschichten aus der Bevölkerung und Erzählungen von Freunden und Kollegen, empfahl Professor Accorsi Lapacho zur Behandlung verschiedenster Leiden, insbesondere Diabetes, Krebs, Leukämie, Geschwüre und Rheumatismus. Wie der erfahrene Wissenschaftler gegenüber Journalisten des großen Magazins O Cruzeiro betonte, genügten seine Studien zurzeit (Ende der sechziger Jahre) noch nicht strengen akademischen Kriterien. Dennoch würde er zu seinen Empfehlungen stehen, weil es einfach zu viele positive Erfahrungsberichte gäbe und seine Untersuchungen der Inhaltsstoffe ebenfalls sehr gute Ergebnisse gezeigt hätten.
Wichtig: Bei der Auswertung der Patientenberichte fiel auf, dass erstaunlicherweise häufig bereits nach wenigen Tagen oder Wochen deutliche Besserungen von Beschwerden, selbst bei schwersten Leiden, auftraten!
Dr. Meyer von der staatlichen Universität Tucuman in Argentinien hat bereits in den sechziger Jahren die wichtigsten Wirkstoffe von Lapacho isoliert und ein Chinon mit nachweislich keimtötender Wirkung entdeckt. Es ist in seinem chemischen Aufbau dem Vitamin K ähnlich 2 und hat folgende Funktionen: Über die Unterstützung des Leberstoffwechsels bei der Produktion von Prothrombin und verschiedenen an der Blutgerinnung beteiligten Substanzen hat es blutstillende Wirkung. Außerdem deuten Forschungsergebnisse und Erfahrungsberichte darauf hin, dass es an der Atmungskette des Zellsystems beteiligt ist und demzufolge über die Sauerstoffversorgung der Zellen die Energieversorgung verbessert. Daraus lässt sich nachvollziehen, weshalb es eine tumorauflösende und entzündungshemmende Wirkung haben soll. Denn beide Gesundheitsprobleme gehen einher mit einer zumindest teilweise verminderten Sauerstoffversorgung des Gewebes. Normalerweise wird der Vitamin K-Komplex im menschlichen Körper von der gesunden Darmflora produziert. 3 Darüber hinaus kommt Vitamin K in allen grünen Pflanzen in unterschiedlichen Mengen vor. Es ist fettlöslich und wird durch Hitze, wie beim Kochen, zerstört.
Lapacho normalisiert die Zusammensetzung des Blutes. Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet kann er, wie es seit Jahrhunderten das Beispiel von Millionen Indios gezeigt hat, bei den verschiedensten Krankheiten eine große Hilfe sein, ohne dass gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen zu befürchten wären. Im Gegenteil: Die innere Rinde des „Göttlichen Baumes“ wird sogar besonders von kräuterkundigen Medizinern empfohlen, um die problematischen Begleiterscheinungen von Chemotherapie, Antibiotikabehandlung und Kortisonmissbrauch zu lindern oder gar nicht erst entstehen zu lassen.
Ein Wissenschaftler lernt von den „Lords der Medizintasche“
Dr. Theodoro Meyer, ein argentinischer Botaniker, der für verschiedene wichtige Forschungen staatlicherseits Auszeichnungen erhielt, erfuhr von der Heilkraft des Lapacho bei seinen Forschungsaufenthalten bei dem Stamm der Kallawaya (Quollhuaya)-lndios. Sie sind Nachfahren der Inkas. Dieser Stamm bringt seit beinahe einem Jahrtausend die wohl berühmtesten Pflanzenheiler Südamerikas hervor. Ungefähr eintausend Heilpflanzen wurden von ihnen katalogisiert und werden auch heute noch regelmäßig zu Behandlungen eingesetzt. 4
Wie die meisten traditionellen Medizinkundigen in Südamerika, haben auch die Kallawaya keinerlei Vorurteile gegenüber der westlichen Medizin und ihren Vertretern. Es ist für sie vollkommen normal, einen ihrer Schützlinge von einem Arzt mit Antibiotika behandeln zu lassen und ihm zusätzlich ein Kräuterrezept auszustellen. Auch Dr. Meyer nahmen sie mit großer Offenheit auf und ließen ihn an ihrem umfassenden überlieferten Wissen teilhaben. Hier erfuhr der große Botaniker viel von den Heilem, die von der Bevölkerung respektvoll die „Lords der Medizintasche“ genannt werden. Lapacho, so lehrten sie ihn, ist eine der großen „Lehrerpflanzen“, die zur Heilung und Linderung einer Vielzahl von chronischen Krankheiten, besonders Krebs, Leukämie, Diabetes und Rheuma, eingesetzt werden kann. Fasziniert von dem göttlichen Baum, forschte er selbständig weiter und pflegte auch einen regen Meinungsaustausch mit Kollegen wie Prof. Dr. Walter Accorsi, die ebenfalls an dem Thema arbeiteten.
Viele Jahre bemühte sich der Botaniker darum, in schulmedizinischen Kreisen über die phantastischen Heilkräfte des Lapacho aufzuklären – ohne Erfolg. Er starb, frustriert von der Uneinsichtigkeit der etablierten Wissenschaft, im Jahre 1972. Aber in den letzten Jahren wird seine Forschungsarbeit über Lapacho zunehmend ernster genommen, wie viele kürzlich durchgeführte klinische Studien über die Heilkräfte des „göttlichen Baumes“ zeigen. Eine wachsende Schar begeisterter Lapacho-Anwender hat aber mit ihren Erfahrungen die langsame Anerkennungsarbeit der Schulmedizin längst überholt.
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