Egon Krause - Vorsicht - Unartige Notizen

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Vorsicht: Unartige Notizen: краткое содержание, описание и аннотация

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In «Vorsicht! Unartige Notizen» sind einzig Erzählungen versammelt, die vom Autor, unbehindert auf den Pfaden des Gehirns wandernd, in seinem Geiste gefunden wurden.
Zu dieser Schatzkammer besitzt kein anderer einen Schlüssel. Der Autor öffnet sie und lässt Gedanken frei, die uns durch die Betätigung unserer Sinne zu erotischem Fantasieren und Handeln führen: Wir fragen uns, welch ein Gesicht sich hinter einer Maske beim Ball verstecken mag oder ob sich unter einem Tschador ein hübsches Mädchen verbergen könnte, auf welche Weise in einer Gemäldegalerie eine Verführung gelingt und wie sich Wünsche junger Mädchen verwirklichen, wie sich Vergangenheit durch Bilder in die Gegenwart projizieren lässt und was sich aus Begegnungen entwickeln kann. All das geschieht allein ausgelöst durch Beobachtung.
Aber auch das Hören bringt uns auf «unartige» Gedanken. Stimmen wirken erotisierend oder führen zu anregenden Geschichten. Eine Dame kommt so durch eine Stimme zu einer überraschenden Liebesaffäre. In erotischer Hinsicht haben Frauen die gleichen Gedanken wie Männer und erreichen das Ziel ihrer Wünsche auf manchmal verblüffende Weise, wie in mehreren Episoden zu lesen ist. Insgesamt ­bietet das Buch ein Kaleidoskop der Erotik, induziert durch Sehen und Hören.

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Es gibt nicht einmal eine Andeutung zur Bewegung, nur bei der sitzenden Frau von Giorgione wird man neugierig und hat den Wunsch, dass sie sich einmal umdrehe. Seine »Schlummernde Venus«, in den Jahrhunderten danach immer wieder dargestellt, erzeugt kein Gefühl im Betrachter, kein Verlangen, sie zu lieben.

Man könnte sich vorstellen, das Mädchen von Jan Gossaert, National Gallery London, zu küssen. Die »Junge Frau mit Flügel-Haube« von Rogier van der Weiden in Berlin wäre mein Fall.

Selbst beim Gesichtsausdruck der Mona Lisa ist man nicht sicher, ob sie sich hingeben würde.

Was hat Leonardo veranlasst, das Bild jahrelang mit sich zu führen und es später in Frankreich vor Franz I. hinter einem schwarzen Vorhang zu verbergen?

Bei seinem ambivalenten Wesen hatte er ihr wohl doch Avancen gemacht, sicher ohne Erfolg und deshalb hat er ihr spöttisches, ein wenig hochmütiges Lächeln festgehalten, um immer wieder an sie erinnert zu werden. Vielleicht hat er sich aber auch Gedanken darüber gemacht, ob es ihm nicht doch gelungen wäre, ihre Gunst zu erlangen, wenn er mehr Geduld bewiesen hätte. Wie sehr es ihn beschäftigt haben muss, zeigt sein Festhalten an ihrem Portrait.

Eine Ausnahme bildet »Leda und der Schwan« von Correggio, Berlin, erotisch, man sieht, wie Leda als kindliches Mädchen sich vor dem Schwan fürchtet, wie sie ihm sehnsüchtig nachblickt und wie sie nachher von ihm beglückt wird.

Einen Besucher hat ihr Gesicht so betört oder auch in seiner vermeintlichen Obszönität so geärgert, dass er es herausschnitt, es wurde ersetzt.

Man hat es damals vor lauter Marien, Heiligen, Persönlichkeiten, Allegorien der Tugend und Szenen der Antike verhindert, den Hauch der Erotik in Bildern darzustellen, selbst versteckt nicht, es sei denn, man kennt die Geschichten dahinter. Anders war es in der Literatur, wo sie auch damals in großer Zahl zu finden war.

Im Barock und Rokoko dagegen explodiert die Erotik in der Malerei, zuerst in biblischen Darstellungen: »Lot und seine Töchter«, Lazarus van der Borcht, Wien. Ein relativ deutliche Verführungsszene, aber noch nicht völlig nackt, man sieht deutlich, wie es weitergeht, die zweite Tochter im Hintergrund. Der Augenaufschlag der Tochter auf Lots Schoß .

Reizvoll ist auch das Mädchen in Domenichinos »Die Jagd der Diana«, nackt in einem Teich liegend. Es interessiert sie nicht, was die hinter ihr sitzende Freundin ihr zeigen will, sie blickt den Maler an. Ihr Gesicht verrät, dass sie an etwas anderes denkt. Domenichinos stellt es dar, für ihn ist sie begehrenswert.

»Zwei zechende Männer mit einer Frau unter der Gartenlaube im Hof«, Pieter de Hooch, Edinburgh. Ob sie wohl mit den beiden in ihre Schlafkammer geht?

Wer Fatties mag, muss schon bei Rubens suchen.

In zahllosen Zeichnungen ist am deutlichsten in all seinen Möglichkeiten dargestellt, wie man liebt, doch dadurch animiert zu werden, bedarf einer eignen Vorstellungskraft, sie induzieren keine plötzliche Lust. Zu schematisch in Mimik und vorauszusehender Bewegung, eventuell mit Fortsetzungen, nur einen Moment des Geschehens zu deutlich darstellend.

Der Impressionismus bevorzugt Farben, die exakte Form ist zweitrangig. Die Farbe dominiert zur atmosphärischen Darstellung des Lichts. Die Konturen sind verwischt, Details dadurch undeutlich. Stimmung entsteht, Erotik kaum. Wenig Möglichkeit, Erotik zu erzeugen. Es ist eben nur der Eindruck.

Ein gerader Pinselstrich zeigt das Motiv dennoch sachlich, wie im »Selbstbildnis« von van Gogh.

Anders ist Renoirs runde Pinselführung, sie vermittelt etwas genuin Weibliches und Erotisierendes, seine Mädchenbilder verführen. Obwohl keine Bewegung dies verrät, kann man sich die entsprechende Hingabe der jungen Frauen vorstellen.

Der Expressionismus wiederum legt Wert auf zum Teil exzessive Veränderungen von Form und Farbe. Selten kommt hierbei ein Lustgefühl auf. Anatomische Verbildungen des Körpers und seiner Gliedmaßen, selbst in narzisstischer Darstellung, bewirken zum Teil das Gegenteil, siehe Schiele.

Die Fotografie hat die größte Möglichkeit, in Bildern Lust zu bereiten. Doch das, was man sieht, reicht zwar zum Praktikum aus, aber zum Lustempfinden muss man dem Bild eine Bewegung hinzufügen, Fantasie ist gefragt, um es zu bewirken.

Im Film wird uns das alles geboten, man muss nur noch das entsprechende Gefühl beitragen.

Literatur ist, geschickt gemacht, am erfolgreichsten, um Lust zu erzeugen, man ist mit der Bedeutung des Wortes, der Vorstellung, und sich selbst allein in einer verborgenen Schatzkammer.

Aufklärung

Lot und seine Töchter.

In einer Gemäldegalerie betrachtete er mit der Tochter eines Bekannten ein Bild von Poussin: »Lot und seine Töchter«. Er kannte das Mädchen schon einige Zeit und sie mochten sich, wenn auch unausgesprochen. Sie war jetzt in dem Alter, in dem sie durch Gesten und Blicke dies schon deutlich ausdrücken konnte. Er bildete sich nicht ein, dass er ihr von Interesse sein könne. Sie kam aus einer konservativ katholischen Familie und hatte noch zwei Schwestern. Sie blickte ihn, so erzählte er, zuweilen aus den Augenwinkeln an und präsentierte ihre Reize mit den unwillkürlichen Bewegungen, die junge Mädchen vollführen, wenn sie sich beachtet fühlen. Das lenkte ihn natürlich darauf, wie jeden Mann, ob er es zugibt oder nicht, ihre Formen zu beurteilen, um sich vorzustellen, wie reizvoll es wäre, mit ihr zu schlafen, wie sie sich dabei wohl verhielte und ob sie es schon einmal getan hätte.

Er kam zu dem Schluss, dass dies unwahrscheinlich war, obwohl ihre langen Beine unter dem kurzen Kleid sicher etwas verbargen, worauf schon andere neugierig gewesen sein konnten. An all das dachte er bei anderen Mädchen, aber nicht bei ihr, schon die Bekanntschaft mit der Familie verbot es ihm.

Das Gemälde war zwar nicht von der Eindeutigkeit wie eine ihm bekannte Radierung, jedoch kam von ihr die Frage, was es darstelle.

Er erklärte: Die zwei hübschen Töchter haben ihren Vater verführt.

Was meinst du damit?

Weißt du nicht, was verführen ist?

Ja schon, aber was haben sie denn mit ihrem Vater gemacht?

Ich will dir die Geschichte erzählen. Zur Familie von Lot, die nichts mit den Schandtaten in Sodom zu tun hatte, kamen eines Abends zwei Wanderer zu Besuch, es stellte sich heraus, es waren Engel, sie erzählten ihnen, dass ihre Stadt, es war Sodom, von Gott befohlen, in Schutt und Asche versinken würde. Die Engel wollten Lot und seine Familie retten. Die beiden Besucher wurden von einer aufgebrachten Menge verfolgt, die in das Haus eindringen wollte. Um das zu verhüten, versprach Lot den Belagerern, er würde ihnen seine jungfräulichen Töchter hinausschicken, wenn sie davon Abstand nähmen. Die zwei Engel hinderten ihn an seinem Vorhaben, verschlossen die Tür und schlugen die Belagerer mit Blindheit. Sie sagten zu Lot, seiner Frau und den Töchtern, sie sollten im Morgengrauen ihr Haus verlassen. Sie führten Lot und seine Familie aus dem Haus und waren plötzlich verschwunden.

Die Fliehenden waren noch nicht weit, als Sodom und Gomorrha in Flammen aufgingen. Die Frau Lots sah sich, trotz des Verbots der Engel, um und erstarrte beim Anblick der brennenden und rauchenden Stadt zur Salzsäule. Lot und seine Töchter flohen in den Wald.

Warum wollte Lot denn seine Töchter zu den Männern hinausschicken, fragte meine Begleiterin.

Es waren zwei junge hübsche Mädchen, die sollten die draußen besänftigen.

Wie besänftigen?

Sie mit ihrem weiblichen Charme davon abhalten, in das Haus einzudringen.

Was nennst du weiblichen Charme?

Ein Aussehen und Verhalten von Mädchen, das Männer anzieht.

Wie muss man sich verhalten?

Man muss sie locken.

Mit was kann man sie locken?

Ich wusste jetzt nicht, ob sie noch so naiv war oder mich herausforderte.

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